Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Klempnerarbeiten: Preis der Wasserinstallation pro Punkt 2026 und Ablauf

Zur Sanitärinstallation gehören Wasser- und Abwasserleitungen sowie die Montage von Sanitärobjekten, Armaturen und Unterputzsystemen. Der Preis hängt vor allem davon ab, wie viele Anschlüsse Sie brauchen, wie lang die Leitungen werden, wie sie in der Wand verlegt werden und wie viele Sanitärobjekte montiert werden.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·27 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
59,87 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
47,80 € - 77,90 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet laut aktueller Preisliste 59,87 € pro Punkt Arbeitsleistung. Abwasseranschluss, Montage der Sanitärobjekte und Unterputzsysteme kommen separat dazu, je nachdem, wie viel Leitung tatsächlich verlegt wird.

Leistungsarten und ihre Preise

59,87 €
pro Stk.
Wasserleitungen

Grundeinheit der Installation, von der Anzahl und Länge der Rohre abhängen. Die Lage des Auslasses wird nach der Anordnung der Sanitärobjekte festgelegt.

42,77 €
pro Stk.
Abwasserleitungen

Das Abwasserrohr muss ausreichendes Gefälle zum Steigstrang haben, sonst setzen sich Verunreinigungen ab und es entsteht Geruch.

205,27 €
pro Stk.
Montage der Badewanne

Die Badewanne wird auf einem festen Untergrund montiert und unterbaut, damit sie keine Bewegung auf Fliesen und Dichtungen überträgt.

68,42 €
pro Stk.
Montage des Waschbeckens

Umfasst den Anschluss an Wasser- und Abwasserleitung inklusive Geruchsverschluss. Höhe und Lage werden an den Unterschrank oder die Konsole angepasst.

157,38 €
pro Stk.
Unterputzsysteme für WC

Das Tragmodul für ein Hänge-WC wird vor dem Mauern der Vorwand in Wand oder Boden verankert, die Lage der Spültaste wird vorab festgelegt.

153,95 €
pro Stk.
Montage des Boilers

Der Boiler wird an eine Konstruktion gehängt, die sein volles Gewicht tragen kann, und an Wasser- sowie Stromleitung angeschlossen.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Sanitärinstallation27 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.59,87 €-
Montage WC-Vorwandelement für SchachtverbauungStk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.41,05 €-
Geberit-Vorwandelement (Duofix / Kombifix) montierenStk.157,38 €-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.205,27 €-
Montage KeramikwaschbeckenStk.68,42 €-
DuschwannenmontageStk.256,60 €-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.-
Montage StandarmaturStk.42,77 €-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.51,32 €-
Unterputz-Grundkörper (iBox) für Dusche setzenStk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.-
Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung)Stk.42,77 €-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.-
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.153,95 €-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.76,98 €-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfm46,20 €-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschließenlfm11,12 €-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.140,27 €-
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.-
Montage EckventileStk.9,92 €-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.63,30 €-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.-
Pauschalpakete
Sanitärinstallation – Leitungsverlegung Wohnung (WC, Bad, Küche)Stk.-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Modellhafter Umfang der Sanitärinstallation bei einer Badsanierung (6 m²)
Nur Wasser- und Abwasserleitungen
3 Wasserauslässe, 3 Abwasserauslässe und 15 lfm Schlitze für Leitungen
1000,77 €
Leitungen und Montage von Sanitärobjekten
Gleicher Umfang plus Montage von Waschbecken, Badewanne und zwei Armaturen
1368,55 €
Komplette Montage inklusive Hänge-WC und Zubehör
Gleicher Umfang plus Unterputzmodul WC, Eckventile und Verputzen
1752,25 €
Richtsumme der Arbeit nach den angegebenen Mengen. Sanitärobjekte, Armaturen und Fliesen werden separat berechnet.

Vorbereitung der Leitungen

01
Anschlüsse festlegen

Bevor geschlitzt wird, legt der Installateur fest, wo die Wasser- und Abwasseranschlüsse sitzen. Maßgeblich ist, wo Badewanne, Waschbecken, WC und Waschmaschine stehen sollen.

02
Leitungsschlitze herstellen

Die Schlitze folgen der Lage der Sanitärobjekte und dem Gefälle, das die Abwasserleitung braucht.

46,20 €/lfm
03
Wasser- und Abwasserleitungen verlegen

Der Installateur verlegt die Rohre, hält beim Abwasser das Gefälle ein und lässt genug Länge für den späteren Anschluss der Sanitärobjekte.

59,87 €/Stk.
04
Unterputzmodule einbauen

Das Modul für das Hänge-WC wird fest verankert, bevor die Vorwand gemauert wird. Die Lage von Zu- und Ablauf prüft der Installateur am konkreten WC nach.

157,38 €/Stk.
05
Druckprobe vor dem Verschließen

Vor dem Fliesen und Vermauern werden die Leitungen auf Dichtheit geprüft. So fällt ein Leck auf, solange noch alles offen liegt.

Arbeitsablauf

  1. 01Vor Ort ansehen und planen, wo Sanitärobjekte und Leitungen hinkommen.
  2. 02Schlitze und Durchbrüche für Wasser- und Abwasserleitungen herstellen.
  3. 03Wasserleitungen montieren und bei der Abwasserleitung das vorgeschriebene Gefälle einhalten.
  4. 04Unterputzmodule einbauen und Revisionsklappen dort setzen, wo man später gut herankommt.
  5. 05Wasserleitungen vor dem Verputzen und Fliesen mit einer Druckprobe prüfen.
  6. 06Schlitze verputzen und die Wände für Fliesen und weitere Oberflächen vorbereiten.
  7. 07Wenn die Fliesen liegen, Sanitärobjekte, Armaturen und Eckventile montieren.
  8. 08Vor der Übergabe prüfen, ob alles funktioniert, die Verbindungen dicht sind und die Abwasserleitung richtig Gefälle hat.

5 häufige Fehler

01
Abwasserleitung mit zu wenig Gefälle

Fehlt Gefälle, setzt sich Schmutz im Rohr ab und es fängt an zu riechen. Deshalb kommt die Wasserwaage schon bei der Montage an die Leitung, nicht erst, wenn alles zu ist.

02
Leitungen ohne Druckprobe verschlossen

Zeigt sich ein Leck erst nach dem Fliesen, muss die fertige Arbeit wieder raus. Die Druckprobe kommt deshalb immer vor dem Verputzen.

03
Keine Revisionsklappen eingeplant

Kommt man später nicht an Absperrungen und Verbindungen heran, werden Reparaturen und Wartung deutlich mühsamer.

04
Wand für Boiler oder WC-Modul zu schwach

Ein voller Boiler oder ein belastetes WC braucht eine tragfähige Wand oder eine passende Verankerung. Sonst kann sich die Konstruktion lösen.

05
Zulaufrohr zu klein gewählt

Ist das Rohr zu dünn, kommt weniger Wasser an, sobald an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft. Das merkt man vor allem, wenn Dusche und Waschmaschine zur selben Zeit laufen.

Woraus Wasserleitungen bestehen und wann sich der Austausch lohnt

Wohnen Sie im Altbau oder in einem Haus aus der Nachkriegszeit, kommt Ihr Trinkwasser wahrscheinlich durch Rohre aus verzinktem Stahl. Nach Jahrzehnten rosten sie von innen und wachsen mit Kalk zu. Von außen sieht das Rohr unverändert aus, innen bleibt aber immer weniger Platz für das Wasser. Sie merken das, wenn jemand die Badewanne einlässt und der Strahl in der Küche plötzlich deutlich schwächer wird. Nach dem Urlaub läuft erst einmal bräunliches Wasser aus dem Hahn, und an den Gewindeverbindungen bilden sich Tropfen. Wird Bad oder Küche saniert, tauscht man alte Stahlleitungen deshalb meist nicht stückweise, sondern komplett.

In sehr alten Gebäuden findet man manchmal noch Bleirohre. Sie erkennen sie an der matten grauen Farbe und daran, dass sich das weiche Metall leicht einritzen lässt. Blei gehört nicht ins Trinkwasser, und die Trinkwasserverordnung verlangt den Austausch. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Wasserversorger oder lassen Sie eine Wasserprobe untersuchen.

Bei neuen Leitungen begegnen Ihnen heute vor allem drei Materialien:

  • Polypropylen (PPR): Rohre und Formstücke werden miteinander verschweißt. Die Verbindung hält gut, und das Material ist günstig. Bei Warmwasser dehnt sich das Rohr aber spürbar aus. Deshalb braucht es Platz zum Arbeiten, Fachleute sprechen von Dehnungsausgleich, und eine passende Befestigung.
  • Mehrschichtverbundrohre: ein Kunststoffrohr mit einer Aluminiumschicht in der Mitte. Es lässt sich biegen, dehnt sich beim Erwärmen weniger aus, und die Verbindungen werden verpresst. In Deutschland ist es bei Sanierungen sehr verbreitet und passt in den Estrich ebenso wie in die Wand oder eine Vorwand aus Trockenbau.
  • Kupfer: robust und sehr langlebig, aber teurer und aufwendiger zu verbinden. Man sieht es heute seltener, oft dort, wo Leitungen sichtbar bleiben.

Für das Abwasser im Haus nimmt man Kunststoffrohre aus Polypropylen, die heißes Wasser vertragen. Im Erdreich und außen liegen dickwandige Kanalrohre, die genau für die Erdverlegung gemacht sind.

Noch ein Punkt, der in Deutschland oft übersehen wird: Arbeiten an der Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler darf nur ein Installateur ausführen, der beim örtlichen Wasserversorger eingetragen ist. Fragen Sie Ihren Betrieb danach, bevor Sie den Auftrag vergeben.

Druck, Filter und hartes Wasser

Direkt hinter den Wasserzähler gehört ein Filter. Er fängt Sand und Schmutz aus dem öffentlichen Netz ab, bevor sie Armaturen und Geräte erreichen. Am verbreitetsten sind Rückspülfilter, die Sie etwa alle paar Monate kurz durchspülen. Ein Filter, der jahrelang nicht gewartet wird, wird selbst zur Schmutzquelle. Ist der Druck im Netz hoch, kommt hier auch ein Druckminderer hin. Warum ist das wichtig? Zu hoher Druck belastet ständig Armaturen, Spülkästen, Warmwasserspeicher und Waschmaschine, und sie halten dann kürzer. Zu niedrigen Druck merken Sie unter der Dusche, vor allem im Obergeschoss eines Einfamilienhauses.

In vielen Regionen Deutschlands ist das Wasser hart. Kalk setzt sich im Warmwasserspeicher, in Armaturen, Strahlreglern und Duschköpfen ab, und der Speicher heizt schlechter. Dagegen hilft eine Enthärtungsanlage oder eine Dosieranlage mit Polyphosphat, die hinter den Filter kommt. Was zu Ihnen passt, hängt von der Wasserhärte ab. Ihr Wasserversorger veröffentlicht sie meist im Internet, angegeben in Grad deutscher Härte (°dH) oder als Härtebereich weich, mittel oder hart. Alternativ genügt ein einfacher Teststreifen aus dem Baumarkt.

In neueren Installationen gibt es oft keine durchgehende Leitung mit Abzweigen mehr, sondern einen Verteiler. Von ihm führt zu jedem Waschtisch, jeder Dusche und jedem WC ein eigenes Rohr. So schwankt der Druck weniger, wenn an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft, und Sie können jeden Strang einzeln absperren, etwa wenn eine Armatur getauscht wird.

Wo die Anschlüsse aus der Wand kommen

Wo genau die Wasseranschlüsse aus der Wand kommen, hängt von den konkreten Sanitärobjekten ab. Suchen Sie Waschtisch, Armaturen und WC deshalb aus, bevor der Installateur Schlitze stemmt oder die Vorwand stellt. Zur Orientierung: Anschlüsse für Waschtisch und Küchenspüle liegen meist etwa einen halben Meter über dem Boden, für die Wannenarmatur einige Dutzend Zentimeter über dem Wannenrand und für die Duscharmatur ungefähr auf einem Meter Höhe. Verbindlich ist aber das Datenblatt des Herstellers. Bei Unterputzarmaturen und WC-Vorwandelementen ist das besonders wichtig, weil sie eine genaue Einbautiefe und Höhe verlangen.

Warmwasser liegt von vorn gesehen meist links, Kaltwasser rechts. Bei einer Wandarmatur müssen die beiden Anschlüsse den Abstand haben, für den Armaturen gebaut werden, und exakt waagerecht nebeneinander sitzen. Häufig sieht man, dass die Anschlüsse zu weit aus den Fliesen ragen oder zu tief in der Wand stecken. Die Armatur liegt dann nicht an der Wand an, und die Lösung mit Verlängerungen sieht nicht schön aus. Sprechen Sie Installateur und Fliesenleger deshalb vorher zusammen auf die fertige Wandstärke an.

In der Küche sitzen die Anschlüsse so, dass Sie unter der Spüle gut herankommen und die Schubladen im Unterschrank nicht blockiert werden. Für Waschmaschine und Geschirrspüler plant man ein Geräteventil mit Rückflussverhinderer und einen Abwasseranschluss mit Siphon, der Kanalgeruch zurückhält.

Abwasser: Gefälle, Belüftung und Geräusche

Die Abwasserleitung muss gleichmäßig zum Fallrohr hin abfallen. Sie darf weder Stellen haben, an denen sie wieder ansteigt, noch Durchhänger, in denen Wasser stehen bleibt und sich Schmutz sammelt. Der WC-Anschluss hat den größten Durchmesser, und seine Leitungsführung wird zuerst geplant, weil er sich am schwersten verschieben lässt. Die anderen Abflüsse werden mit schrägen Abzweigen in Fließrichtung an ihn oder direkt an das Fallrohr angeschlossen.

Die Entwässerung braucht Luft. Rauscht viel Wasser durch das Fallrohr, entsteht ein Unterdruck, der das Wasser aus den Siphons saugen kann. Ein leerer Siphon lässt den Weg aus dem Kanal in die Wohnung offen, und im Bad fängt es an zu riechen. Fallrohre werden deshalb über das Dach entlüftet, und bei längeren Abwasserleitungen setzt man ein Belüftungsventil.

Im Mehrfamilienhaus geht es auch um Lärm. Ein Fallrohr aus Kunststoff kann das Rauschen des Wassers durch das ganze Haus tragen. Abhilfe schaffen schallgedämmte Rohrsysteme, eine Dämmummantelung und elastische Rohrschellen, die das Rohr nicht starr mit der Wand verbinden. Für den Schallschutz gibt es eigene DIN-Anforderungen, ein guter Installateur kennt sie.

Steigleitungen und Wasserzähler im Mehrfamilienhaus

Die Steigleitungen für Wasser und Abwasser gehören im Mehrfamilienhaus zum Gemeinschaftseigentum. Sie tauschen sie also nicht selbst aus. Das organisiert die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG), meist für einen ganzen Strang oder Aufgang auf einmal. Fragen Sie deshalb vor der Badsanierung nach, ob ein Austausch der Steigleitungen geplant ist. Wenn ja, lohnt es sich, die eigene Sanierung zeitlich darauf abzustimmen. Als Mieter klären Sie jede Änderung an der Installation ohnehin vorher mit dem Vermieter.

In manchen Häusern aus den 1960er bis 1980er Jahren, auch in Plattenbauten, bestehen die Abwasserfallrohre aus Asbestzement. Ein normaler Installateur darf ein solches Rohr bei der Wohnungssanierung weder schneiden noch ausbauen. Das dürfen nur Fachbetriebe mit Sachkunde für Asbestarbeiten nach TRGS 519.

Wohnungswasserzähler und Absperrventile an der Zuleitung zur Wohnung sind meist verplombt. Oft gehören die Zähler einem Messdienst, der sie auch abliest und nach Ablauf der Eichfrist tauscht. Möchten Sie sie versetzen, sprechen Sie zuerst mit der Hausverwaltung. Die Absperrventile kommen dorthin, wo Sie sie über eine Revisionsöffnung erreichen, und vor jeder Arbeit an den Leitungen wird geprüft, ob sie wirklich dicht schließen.

Bei einem größeren Umbau, etwa wenn Wände versetzt oder Durchbrüche in Decken gemacht werden, fragen Sie beim Bauamt nach, was Ihre Landesbauordnung verlangt. Eine reine Badsanierung braucht in der Regel keine Baugenehmigung, Eingriffe in tragende Teile oder in den Brandschutz aber unter Umständen schon. Verlassen Sie sich nicht auf Hörensagen, die Regeln unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

Warmwasser: Speicher, Durchlauferhitzer und Erwärmung über die Heizung

In Wohnungen ist oft ein elektrischer Warmwasserspeicher eingebaut, umgangssprachlich Boiler. Seine Größe richtet sich nach der Zahl der Personen im Haushalt und danach, ob Sie baden oder nur duschen. Auf der Kaltwasserseite braucht er ein Sicherheitsventil. Tropft daraus beim Aufheizen Wasser, ist das kein Defekt: Warmes Wasser dehnt sich aus, und der Überschuss muss irgendwohin. Das Ventil wird deshalb an den Abfluss angeschlossen und nie verschlossen.

Im Speicher sitzt eine Magnesium-Schutzanode, die den Behälter vor Rost schützt. Sie verbraucht sich mit der Zeit und wird nach einigen Jahren getauscht. Bei hartem Wasser entfernt man dabei gleich den Kalk vom Behälterboden. Wer die Anode regelmäßig wechselt, hat Jahre länger etwas von seinem Speicher.

Haben Sie eine Gasheizung oder eine Wärmepumpe, wird das Wasser meist indirekt in einem Speicher erwärmt, der an die Heizung angeschlossen ist. An Gasheizung und Gasleitungen darf nur ein zugelassener Fachbetrieb arbeiten. Riechen Sie Gas, betätigen Sie keine Schalter, machen Sie kein Feuer, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Notruf 112 oder die Störungsnummer Ihres Netzbetreibers an. Wenn Sie ohnehin über eine neue Heizung nachdenken, beachten Sie, dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Anforderungen an neu eingebaute Heizungen stellt. Lassen Sie sich von Heizungsbauer oder Energieberater zeigen, was für Ihr Haus gilt und welche Förderprogramme von KfW oder BAFA in Frage kommen.

Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser nur, während es läuft. Er hat keinen Vorrat, braucht aber eine hohe Anschlussleistung, die Elektroinstallation muss dafür ausgelegt sein. Den Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Bei langen Warmwasserleitungen lohnt sich eine Zirkulation, damit warmes Wasser sofort aus der Armatur kommt und Sie nicht lange laufen lassen müssen. Warmwasser sollte regelmäßig ausreichend heiß werden, bei zentralen Speichern üblicherweise rund 60 °C, denn in lauwarmem, lange stehendem Wasser können sich Bakterien wie Legionellen vermehren. In größeren Mehrfamilienhäusern ist der Vermieter verpflichtet, das Warmwasser regelmäßig darauf untersuchen zu lassen.

Wasser im Garten und Schutz vor Frost

Der Außenwasserhahn und die Leitungen in den Garten sollten so geplant sein, dass Sie sie im Winter entleeren können. Dazu gehören ein eigenes Absperrventil im Haus und ein Entleerungsventil an der tiefsten Stelle. Es gibt auch frostsichere Außenarmaturen. Sie sperren das Wasser tief in der Wand ab, im warmen Teil des Mauerwerks, sodass im Außenteil kein Wasser stehen bleibt. Bei einer Fassade mit WDVS achten Sie darauf, dass die Armatur lang genug ist und die Dämmung sauber angeschlossen wird.

Wenn Sie viel Gartenwasser brauchen, fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach einem Gartenwasserzähler. In vielen Kommunen muss für Wasser, das nachweislich nicht in den Kanal fließt, keine Abwassergebühr gezahlt werden. Die Bedingungen legt jede Gemeinde selbst fest.

Leitungen, die durch unbeheizte Räume führen, also durch Keller, Garage oder einen Hohlraum unter dem Boden, werden gedämmt. Liegt der Wasserzähler in einem Schacht im Garten, muss dieser tief genug und gut abgedeckt sein, damit der Zähler im Winter nicht einfriert.

Wasserschäden und wie Sie ihnen vorbeugen

Ein Wasserschaden gehört zu den ärgerlichsten und teuersten Schäden. Das Wasser zerstört Boden und Wände und oft auch die Wohnung darunter. Wo kommt es meistens her? Von den Flexschläuchen, die zu den Armaturen führen, von den Anschlüssen an Waschmaschine und Geschirrspüler und von Rohren, die bei Frost geplatzt sind. Flexschläuche tauscht man deshalb nach einigen Jahren vorsorglich, solange sie noch dicht sind. Für Waschmaschine und Geschirrspüler lohnen sich Schläuche mit Aquastop.

Zusätzlich gibt es einen Leckageschutz. Sensoren am Boden neben der Waschmaschine, unter der Spüle und im Bad erkennen Wasser und schließen selbstständig das Hauptventil. Und wenn Sie länger verreisen, drehen Sie die Hauptwasserzufuhr der Wohnung ab. Das dauert einen Moment und erspart viel Ärger. Werfen Sie außerdem einen Blick in Ihre Wohngebäude- oder Hausratversicherung: Leitungswasserschäden sind meist abgedeckt, manche Verträge verlangen aber, dass ungenutzte Leitungen abgesperrt und im Winter entleert werden.

Anleitung für Heimwerker: verstopften Siphon und Strahlregler reinigen

Läuft Ihr Waschbecken nur langsam ab oder kommt aus der Armatur nur ein dünner Strahl, können Sie das oft ohne Installateur beheben. Sie brauchen einen Eimer, einen Lappen und etwas Geduld.

  1. Eimer und Lappen unter den Siphon des Waschbeckens stellen.
  2. Den unteren Teil des Siphons oder die Überwurfmuttern am Bogen von Hand lösen und den Siphon vorsichtig abnehmen.
  3. Schmutz, Haare und Ablagerungen entfernen, den Siphon mit warmem Wasser ausspülen und die Dichtungen ansehen.
  4. Wenn möglich, eine Rohrreinigungsspirale in den Abfluss in der Wand schieben und die Verstopfung weiter hinten lösen.
  5. Den Siphon wieder zusammensetzen, die Muttern von Hand anziehen und Wasser laufen lassen. Prüfen, ob die Verbindungen dicht sind.
  6. Den Strahlregler vorn am Auslauf der Armatur abschrauben, bei Bedarf mit einer Zange über einem Lappen, damit nichts verkratzt.
  7. Den Strahlregler einige Stunden in Essig oder Entkalker legen, die Siebe ausspülen und ihn wieder aufschrauben.
  8. Aggressive chemische Abflussreiniger nur im Ausnahmefall verwenden. Sie greifen Dichtungen an und bleiben bei einer vollständigen Verstopfung in der Leitung stehen.

So nehmen Sie die Sanitärinstallation ab

  • Sie haben ein Protokoll der Druckprüfung, die vor dem Verschließen von Wand und Boden gemacht wurde
  • Sie haben Fotos der Leitungen in Wand und Boden mit Maßen zu Ecken und Fußboden
  • Hauptabsperrventil und die Absperrungen der einzelnen Stränge sind zugänglich und beschriftet
  • Aus allen Armaturen kommt ein kräftiger Strahl, auch wenn an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft
  • Die Abflüsse laufen zügig ab, ohne zu gluckern, und aus den Siphons riecht es nicht
  • Unter Waschtisch und Spüle und neben der Waschmaschine bleibt es trocken, auch nach einigen Minuten Wasserlauf
  • Das Sicherheitsventil des Warmwasserspeichers ist an den Abfluss angeschlossen
  • Der ausführende Installateur ist beim örtlichen Wasserversorger eingetragen

Häufige Fragen

Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet laut aktueller Preisliste 59,87 € pro Punkt Arbeitsleistung. Der Abwasseranschluss kommt separat mit 42,77 € pro Punkt dazu.

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