Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Zaunpfosten bis 2,7 m setzen

Ein Zaunpfosten mit einer Länge bis 2,7 m gehört zu den häufigsten Posten, wenn ein Zaun um ein Einfamilienhaus gebaut wird. Aus so einem Pfosten entsteht in der Regel ein Zaun von etwa 1,8 bis 2 m Höhe über dem Gelände.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·22 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
53,75 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
43,00 € - 69,88 €
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Fundamente und Einfriedungen22 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Einfriedungen
Pfosten bis 2,7 m Höhe setzenStk.53,75 €-
Beton-Zaunsteine mauernStk.7,70 €-
Zaunpfeiler mauernlfm42,25 €-
Montage Betonzaun bis 1,8 mlfm38,40 €-
Montage Betonzaun bis 2,1 mlfm44,15 €-
Montage Betonzaun bis 2,4 mlfm46,10 €-
Zaun aus Schalungssteinen 12/15 cmm²-
Zaun aus Schalungssteinen 20/25 cmm²-
Demontage des alten Zauneslfm16,90 €-
Pfosten bis 2,4 m Höhe setzenStk.48,00 €-
Pfosten bis 3,8 m Höhe setzenStk.67,20 €-
Strebe bis 2,7 m setzenStk.3,25 €-
Montage StacheldrahtauslegerStk.2,70 €-
Spanndraht spannenlfm0,95 €-
Stacheldraht spannenlfm1,45 €-
Montage ZaunrahmenStk.-
Montage Sonder-ZaunrahmenStk.-
Montage ZaunpaneeleStk.-
Maschendraht bis 1,4 m setzenlfm4,80 €-
Maschendraht bis 1,8 m setzenlfm5,20 €-
Maschendraht über 3,0 m setzenlfm7,10 €-
Eckverbindung herstellenStk.1,90 €-
Summe Arbeit
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Was zum Setzen eines Pfostens bis 2,7 m gehört

Abgerechnet wird pro Stück. Ein Stück ist ein Pfosten, der an seinem Platz steht: senkrecht, in der richtigen Höhe und einbetoniert oder auf andere Weise fest verankert. Die Angabe 2,7 m bezieht sich auf die Gesamtlänge des Pfostens, nicht auf die Zaunhöhe. Ein Teil steckt nämlich im Boden oder im Beton. Bei einem Pfosten von 2,6 bis 2,7 m Länge sitzen meist etwa 60 bis 70 cm im Fundament, über dem Gelände bleiben rund zwei Meter.

Üblicherweise gehören dazu:

  • Zaunlinie und Pfostenpositionen mit einer Schnur abstecken
  • Loch für das Fundament graben oder bohren
  • Pfosten einsetzen, lotrecht ausrichten und nach der Schnur auf Höhe bringen
  • Einbetonieren und den Pfosten sichern, bis der Beton angezogen hat
  • Bei Eck- und Endpfosten die Streben setzen, falls welche vorgesehen sind

Ob das Material, also Pfosten, Beton und Streben, im Preis enthalten ist, zeigt der Preisblock über diesem Text. Fragen Sie bei der Beauftragung nach, ob der Aushub abgefahren oder auf dem Grundstück verteilt wird. Maschendraht spannen, Doppelstabmatten montieren und das Tor setzen sind eigene Arbeiten.

Pfosten bis 2,7 m im Vergleich zu 2,4 m und 3,8 m

In der Preisliste finden Sie auch das Setzen von Pfosten bis 2,4 m und bis 3,8 m, jeweils mit eigener Seite. Der Unterschied liegt nicht nur in ein paar Zentimetern. Mit der Länge ändern sich die Belastung und der Ablauf.

  • Pfosten bis 2,4 m passen zu einem Zaun von etwa 1,5 bis 1,8 m Höhe. Typisch ist Maschendraht zum Nachbarn, um den Gemüsegarten oder eine Obstwiese. Der Wind greift weniger an, das Fundament darf kleiner sein, und eine Person kann den Pfosten meist allein ausrichten.
  • Pfosten bis 2,7 m, also diese Variante, sind für Zäune um zwei Meter gedacht. Das ist die übliche Höhe für einen Straßenzaun aus Maschendraht oder Doppelstabmatten und für Zäune mit Sichtschutzstreifen oder Lamellen. Gerade weil solche Füllungen viel Wind fangen, braucht der Pfosten ein tieferes Fundament und ein kräftigeres Profil als beim niedrigen Zaun.
  • Pfosten bis 3,8 m kommen bei Zäunen um drei Meter zum Einsatz, etwa um Bolzplätze, Tennisplätze, Ausläufe oder als Ballfang und Schutzzaun. Dort braucht es stärkere Profile, größere Fundamente, oft zwei Leute zum Halten und Ausrichten und manchmal eine Leiter oder ein Gerüst, um den Pfostenkopf zu kontrollieren. Aufwand und Risiko liegen deutlich höher.

Wie finden Sie die richtige Variante? Messen Sie die Höhe der geplanten Füllung. Rechnen Sie den Abstand zum Boden dazu, falls Sie einen möchten, zum Beispiel für eine Sockelplatte als Unterkriechschutz, und dann die Tiefe im Fundament. Landen Sie bei etwa 2,5 bis 2,7 m, sind Sie hier richtig. Steht der Zaun auf einer Sockelmauer und wird der Pfosten darin verankert, fällt die Tiefe im Erdreich weg. Dann passt auch beim Zwei-Meter-Zaun oft eher die Variante 2,4 m. Die Hersteller von Maschendraht und Stabmatten geben zu jeder Zaunhöhe meist direkt die empfohlene Pfostenlänge an.

Was vor dem Eintreffen der Monteure geklärt sein muss

Grundstücksgrenze und Genehmigung

Der Zaun gehört auf das eigene Grundstück, nicht "ungefähr auf die Grenze". Wenn Sie unsicher sind, wo die Grenze verläuft, lassen Sie die Grenzpunkte von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder dem zuständigen Vermessungsamt aufzeigen. Streit mit dem Nachbarn um zwanzig Zentimeter kommt in der Praxis häufig vor, und einbetonierte Pfosten zu versetzen kostet mehr als die Vermessung vorab.

Ob ein Zaun von rund zwei Metern genehmigungsfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Je nach Land spielen die Höhe, die Lage zur Straße und der Außenbereich eine Rolle. Dazu kommen der Bebauungsplan und mögliche Gestaltungssatzungen der Gemeinde, die Höhe oder Aussehen von Einfriedungen zur Straße vorschreiben können. Viele Bundesländer haben außerdem ein Nachbarrechtsgesetz mit Regeln zu Einfriedungen an der Grenze. Fragen Sie vorab beim Bauamt nach, statt sich darauf zu verlassen, was der Nachbar gemacht hat. Bei einer Wohnanlage entscheidet nicht der einzelne Eigentümer: Hier braucht es die Hausverwaltung und in der Regel einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG).

Leitungen im Boden

Entlang der Straße liegen oft Gas, Wasser, Strom, Telefon- und Glasfaserkabel oder der Kanalanschluss. Holen Sie vor dem Graben bei den Versorgern und Netzbetreibern eine Leitungsauskunft ein. Stoßen Sie beim Graben auf ein Warnband, hören Sie sofort auf. Wird eine Gasleitung beschädigt oder riechen Sie Gas, verlassen Sie den Bereich, kein offenes Feuer, keine elektrischen Geräte benutzen, und rufen Sie 112 sowie die Störungsnummer des Netzbetreibers an. Ein beschädigtes Stromkabel nie anfassen: Hier übernimmt der Netzbetreiber oder eine Elektrofachkraft.

Entscheidungen, die vorher fallen müssen

  • Art der Füllung (Maschendraht, Stabmatten, Sichtschutz, Lamellen), denn davon hängen Profil, Abstand und Fundamenttiefe ab
  • Genaue Lage und Breite von Tor und Pforte, denn deren Pfosten sind eine eigene Kategorie und müssen millimetergenau sitzen
  • Ob eine Sockelplatte kommt und damit, wie hoch die Unterkante der Füllung liegt
  • Ob ein Kabel für Torantrieb, Klingel oder Beleuchtung gebraucht wird, damit das Leerrohr vor dem Betonieren liegt
  • Zufahrt für Schubkarre und eventuell für Minibagger oder Erdbohrer

Pfostenarten und Verankerung

Welche Pfosten üblich sind

Runde Stahlpfosten sind der Klassiker für Maschendraht. Beim Zwei-Meter-Zaun nimmt man meist einen Durchmesser um 48 mm. Dünnere Rohre wirken bei dieser Höhe weich und können sich an den Ecken durchbiegen. Sie sind verzinkt, oft zusätzlich kunststoffbeschichtet oder pulverbeschichtet.

Eckige Stahlpfosten, etwa im Profil 60 x 40 oder 60 x 60 mm, werden vor allem für Doppelstabmatten und Lamellen verwendet. Sie haben vorgebohrte Löcher oder Halter. Bei zwei Metern Höhe und einer Füllung, die Wind fängt, ist eher das kräftigere Profil zu empfehlen.

Holzpfosten wirken natürlich. Direkt einbetoniert, fault das Holz aber mit der Zeit genau an der Geländeoberkante. Haltbarer ist ein Pfostenträger aus Metall, etwa ein H-Anker, der im Beton sitzt, sodass das Holz über dem Boden bleibt.

Betonpfosten sieht man heute seltener, meist bei älteren Zaunarten oder Betonplatten. Sie sind schwer, bei rund 2,7 m Länge setzt sie eine Person nicht mehr sicher allein.

Arten der Verankerung

Betonfundament im Erdreich ist die gängigste und bei dieser Höhe sicherste Lösung. Das Loch hat meist etwa 20 bis 30 cm Durchmesser und rund 80 bis 90 cm Tiefe, damit es unter die Frostgrenze reicht. Die liegt in Deutschland je nach Region meist bei etwa 80 cm, in höheren und kalten Lagen auch tiefer. Bei Sichtschutz oder Lamellen fällt das Fundament eher größer aus.

Verankerung in einer Sockelmauer aus Schalungssteinen: Der Pfosten wird in den betonierten Stein eingestellt oder mit einer Fußplatte auf die fertige Mauerkrone geschraubt. Eingestellte Pfosten halten in der Regel besser. Die Fußplatte geht schneller, dann tragen aber die Dübel und eine dünne Betonschicht die ganze Windlast.

Erdschrauben werden ohne Beton in den Boden gedreht. Das geht schnell und sauber und passt zu bindigen Böden ohne Steine. Bei einem Zwei-Meter-Zaun mit geschlossener Füllung sollten Sie beim Hersteller prüfen, für welche Belastung die Schraube ausgelegt ist.

So wird der Pfosten Schritt für Schritt gesetzt

Erfahrene Monteure gehen meist ähnlich vor. Zuerst kommen die Eck-, End- und Torpfosten, denn sie tragen die Spannung des Zauns. Dazwischen werden zwei Schnüre gespannt, eine knapp über dem Boden und eine auf Höhe der Pfostenköpfe. Danach setzen die Monteure die Zwischenpfosten, sodass der ganze Zaun in einer Flucht steht und die Köpfe gleich hoch sind oder dem Gelände gleichmäßig folgen.

Bei Maschendraht liegt der Abstand der Zwischenpfosten meist um 2,5 m. Bei Stabmatten bestimmen die Mattenbreite und die Halter den Abstand. Dort wird entweder sehr genau mit einer Latte gemessen oder Pfosten und Matte werden abwechselnd gesetzt: Pfosten setzen, Matte anlegen, nächsten Pfosten setzen. Warum so penibel? Bei Matten von zwei Metern Höhe summieren sich ein paar Zentimeter Abweichung pro Feld schnell.

Das Loch wird von Hand gegraben oder mit einem Motor- oder Baggererdbohrer gebohrt. Auf den Boden kommen oft ein paar Zentimeter Kies, damit Wasser rund um den Pfosten abläuft. Der Pfosten wird eingestellt, mit der Wasserwaage von zwei rechtwinkligen Seiten ausgerichtet und mit Pflöcken oder Latten fixiert. Dann wird Beton eingefüllt, meist etwa der Festigkeit C16/20 bis C20/25, oder ein fertiger Pfostenbeton. Der Beton wird gestochert oder verdichtet, damit keine Luftnester bleiben, und dabei wird kontrolliert, ob sich der Pfosten verschoben hat.

Die Oberseite des Fundaments bekommt ein leichtes Gefälle vom Pfosten weg, damit Wasser abläuft und nicht am Stahl stehen bleibt. An den Eckpfosten eines Maschendrahtzauns werden gleichzeitig die Streben Richtung Feld gesetzt, meist mit eigenem kleinem Fundament. Zum Schluss kommen Kappen auf offene Profile, damit kein Regen hineinläuft.

Wie lange es dauert

Das eigentliche Setzen eines Pfostens dauert einige zehn Minuten, die meiste Zeit kosten Graben und Ausrichten. Länger ist das Warten. Normaler Beton zieht in ein bis zwei Tagen an, mit dem Spannen des Drahts wartet man aber in der Regel etwa eine Woche. Seine volle Festigkeit erreicht Beton nach ungefähr vier Wochen. Schnellbeton erlaubt früheres Weiterarbeiten, die genaue Zeit steht auf der Verpackung. Im Sommer muss der Beton vor dem Austrocknen geschützt werden, bei Frost wird ohne besondere Maßnahmen nicht betoniert.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am meisten entscheidet der Boden. In steinfreiem Lehmboden geht es zügig. Steiniges Gelände, Kiesaufschüttungen, Bauschutt aus der Bauzeit des Hauses oder alte Betonfundamente des früheren Zauns bremsen, manchmal braucht es einen Stemmhammer. Wurzeln von Bäumen und Hecken an der Grenze sind ebenfalls keine Ausnahme.

Außerdem spielt eine Rolle:

  • Wie lang die Zaunlinie ist und wie viele Pfosten auf einmal gesetzt werden, ab einer gewissen Zahl lohnt sich der Maschinenbohrer
  • Ob das Gelände eben ist oder am Hang liegt, dort müssen Höhensprünge der Füllung geplant und genauer gemessen werden
  • Wie viele Ecken, Knicke und Enden es gibt, jeder dieser Pfosten braucht Streben und mehr Sorgfalt
  • Ob neben dem Loch Platz zum Arbeiten ist, bei Pflaster, Beeten oder der Garagenwand des Nachbarn wird vorsichtiger gegraben
  • Ob der Beton vor Ort angemischt oder angeliefert wird und wie weit es vom Auto bis zur Zaunlinie ist
  • Ob die Pfosten in eine fertige Sockelmauer kommen, wo gebohrt und genau verankert werden muss

Beim Zwei-Meter-Zaun macht auch Wind während der Montage die Arbeit schwerer. Ein langer Pfosten lässt sich schwerer im Lot halten, bis er einbetoniert ist. Deshalb wird er gründlicher abgestützt als ein kurzer.

Wie die Arbeit mit anderen Gewerken zusammenhängt

Die Pfosten stehen in der Mitte des ganzen Zaunbaus. Davor kommen Grenzfeststellung und Leitungsauskunft, der Abbau des alten Zauns und manchmal Aushub und Betonieren eines Streifenfundaments für die Sockelmauer. Wird eine Sockelmauer gebaut, kommen die Pfosten beim Verfüllen der Schalungssteine oder danach hinein. Beides muss zeitlich abgestimmt sein.

Nach den Pfosten folgen Spanndrähte und Maschendraht, die Montage von Matten, Lamellen oder Sichtschutz und zuletzt Tor und Pforte. Torpfosten sind schwerer, sie tragen das Gewicht des Flügels. Bei einem elektrischen Torantrieb verlegt und schließt eine Elektrofachkraft die Leitungen an. Das Leerrohr muss aber schon vor dem Betonieren liegen, sonst wird später Beton aufgestemmt. Soll am Zaun gepflastert oder ein Randstein gesetzt werden, klären Sie die spätere Geländehöhe vorher, damit die Fundamente nicht aus dem Pflaster ragen und der Pfosten am Ende nicht zu kurz ist.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Zu flaches oder zu schmales Fundament. Beim Zwei-Meter-Zaun ist das der Klassiker. In den ersten Jahren passiert nichts, dann lockern sich die Pfosten nach einem Sturm oder einem harten Winter und der Zaun neigt sich. Reicht das Fundament nicht unter die Frostgrenze, kann der Frost es anheben.

Beton als Hügel oder unter Geländeniveau ohne Gefälle. Wasser steht am Pfosten, Stahl rostet genau an der Bodenlinie am schnellsten und Holz fault an derselben Stelle.

Fehlende Kappen. In offene Profile läuft Wasser, friert im Winter und kann das Rohr aufreißen. Innen rostet es ebenfalls.

Pfosten außerhalb der Schnur. Der Zaun "tanzt", wer an der Linie entlangschaut, sieht Wellen. Bei Matten passen die Halter nicht und die Matten müssen mit Gewalt verbogen werden.

Draht zu früh gespannt. Der Beton hat noch keine Festigkeit, die Eckpfosten werden ins Feld gezogen. Nach dem Aushärten lassen sie sich nicht mehr richten, ohne das Fundament zu zerschlagen.

Keine Streben an den Ecken. Beim Zwei-Meter-Maschendraht ist die Zugkraft erheblich, ein Eckpfosten ohne Strebe verbiegt sich früher oder später.

Gekürzte Pfosten ohne Schutz der Schnittkante. Wird ein verzinkter Pfosten abgeschnitten, braucht die Schnittstelle Zinkspray oder Zinkstaubfarbe, sonst beginnt dort der Rost.

Anleitung für Heimwerker: Pfosten in ein Betonfundament setzen

Zaunpfosten setzen schaffen auch geübte Heimwerker, wenn sie Zeit, einen Helfer und Geduld beim Messen mitbringen. Ausgenommen sind Torpfosten für schwere Tore und Stellen, an denen Leitungen verlaufen, das gehört in Fachhände. Bei rund 2,7 m Länge sollte eine zweite Person den Pfosten halten.

  1. Grundstücksgrenze klären und Leitungsauskunft einholen.
  2. Zaunlinie mit Pflöcken abstecken, Schnur spannen und Eck-, End- und Zwischenpfosten markieren.
  3. Löcher etwa 80 bis 90 cm tief und etwa 20 bis 30 cm breit graben oder bohren.
  4. Einige Zentimeter Kies auf den Lochboden geben.
  5. Zuerst Eck- und Endpfosten setzen, mit der Wasserwaage von zwei Seiten ausrichten und mit Latten abstützen.
  6. Zwischen ihnen zwei Schnüre spannen, eine am Boden und eine an den Pfostenköpfen.
  7. Zwischenpfosten nach den Schnüren setzen, jeden ausrichten und abstützen.
  8. Beton nach Herstellerangabe anmischen, das Loch schrittweise füllen und den Beton stochern.
  9. Nach jeder Lage Lot und Position des Pfostens prüfen.
  10. Oberseite des Fundaments mit Gefälle vom Pfosten weg abziehen.
  11. Streben an Eck- und Endpfosten setzen.
  12. Kappen auf die Pfostenköpfe setzen und Schnittkanten behandeln.
  13. Beton aushärten lassen und den Draht in der Regel erst nach etwa einer Woche spannen.

Kontrolle und Abnahme

Prüfen Sie die Pfosten, bevor die Füllung montiert wird. Ist der Draht gespannt oder sind die Matten montiert, lassen sich Fehler nur noch schwer korrigieren. Stellen Sie sich ans Ende der Linie und schauen Sie am Zaun entlang, Wellen sieht man sofort. Drücken Sie mit der Hand gegen den Pfostenkopf: Nach dem Aushärten darf sich nichts bewegen.

  • Pfosten stehen in einer Flucht nach der Schnur
  • Jeder Pfosten ist in beide Richtungen lotrecht, mit der Wasserwaage geprüft
  • Pfostenköpfe sind gleich hoch oder folgen dem Gelände gleichmäßig
  • Höhe über Gelände passt zur gewählten Füllung und zur Sockelplatte
  • Abstände stimmen wie vereinbart, bei Matten exakt nach Mattenbreite
  • Eck- und Endpfosten haben Streben
  • Fundamente haben Gefälle vom Pfosten weg, kein stehendes Wasser
  • Alle Profile tragen Kappen
  • Beschichtung der Pfosten ist unbeschädigt, Schnittkanten sind behandelt
  • Leerrohr für das Torkabel liegt, falls vorgesehen
  • Umgebung ist aufgeräumt, Aushub wurde wie vereinbart entsorgt oder verteilt

Häufige Fragen

Bei einem Betonfundament im Erdreich meist etwa 2,6 bis 2,7 m, weil rund 60 bis 70 cm im Fundament stecken. Wird der Pfosten in einer Sockelmauer verankert, reicht ein kürzerer. Die genaue Empfehlung steht meist beim jeweiligen Zaunsystem.

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