Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Mauerarbeiten | ||||
| Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwänden | m² | 9,30 € | - | |
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 25,78 € | - | |
| Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong) | m² | 34,37 € | - | |
| Grundierung der Wände und des Bodens | m² | 1,43 € | - | |
| Wandausbesserungen (Rimano, Rotband) | m² | - | ||
| Wände verputzen (Grobputz) | m² | - | ||
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 12,17 € | - | |
| Feinputz (Glättputz) | m² | 11,46 € | - | |
| Maschinenputz (Kalkzement) | m² | - | ||
| Gips- / Glättputz | m² | 8,60 € | - | |
| Außenputz | m² | 14,32 € | - | |
| Sturzeinbau | Stk. | 22,90 € | - | |
| Zumauern von Öffnungen | m² | 35,80 € | - | |
| Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz) | lfm | - | ||
| Schiedel-Kamin mauern | lfm | - | ||
Wann sich eine Gewebearmierung lohnt
Nicht jede Trennwand braucht ein vollflächiges Gewebe. In einigen Situationen steigt das Risiko für Risse aber deutlich, und dann lohnt sich die Armierung:
- Neubau: Das Mauerwerk trocknet noch aus, und der Bau dehnt sich in den ersten Jahren leicht aus und zieht sich wieder zusammen. Trennwände arbeiten deshalb stärker als in einem alten Haus
- Materialwechsel: Treffen Ziegel auf Porenbeton oder Mauerwerk auf eine Betonstütze oder einen Sturz, reagiert jedes Material anders auf Temperatur und Feuchte. An dieser Stelle entsteht oft ein Riss
- Große Flächen und dünne Wände: Eine lange, schlanke Trennwand biegt sich leichter durch, und die Oberfläche reißt früher
- Sanierung im Altbau: Eine ältere Wand mit festem, aber unebenem oder rissigem Putz bekommt durch das Gewebe einen einheitlichen, zusammenhängenden Untergrund
- Bereich um Öffnungen: An den Ecken von Türen und Durchgängen zeigen sich Risse zuerst. Hier kommt Gewebe auch dann hinein, wenn der Rest der Wand nicht armiert wird
Bei Wänden aus Planziegeln oder Plansteinen, die im Dünnbett gemauert sind, ist die Armierung oft Teil einer dünnen Spachtelschicht, die den klassischen Putz ersetzt. Bei einem dickeren Kalkzementputz sitzt das Gewebe in den oberen Lagen, oder es werden nur die kritischen Stellen verstärkt.
So läuft die Armierung Schritt für Schritt ab
Ein gutes Ergebnis beginnt schon beim Mauern. Ist die Wand schief oder stehen Fugen vor, kaschiert der Spachtel mit Gewebe das nicht, er bildet es nur nach. Die eigentliche Arbeit sieht dann so aus:
- Untergrund vorbereiten: Die Oberfläche wird von Staub, Mörtelresten und Fett befreit. Größere Unebenheiten und Ausbrüche werden vorher gefüllt und angeglichen.
- Grundieren: Stark saugende Untergründe, typisch ist Porenbeton, bekommen eine Grundierung. So trocknet der Spachtel nicht zu schnell und haftet gut.
- Kritische Stellen verstärken: In die Ecken von Öffnungen kommen schräge Gewebestreifen. Über Materialwechsel wird ein Streifen gelegt, der auf beide Seiten übergreift.
- Erste Spachtelschicht: Der Armierungsspachtel wird in einer Bahn etwa so breit wie das Gewebe aufgetragen, meist mit der Zahnkelle.
- Gewebe einbetten: Das Gewebe wird von oben nach unten angelegt und mit der Glättkelle von der Mitte zu den Rändern in den frischen Spachtel gedrückt, ohne Falten und Luftblasen. Nachbarbahnen überlappen sich üblicherweise um etwa 10 cm, je nach Herstellerangabe.
- Zweite Schicht: Solange die erste Lage noch feucht ist, folgt eine weitere dünne Schicht, die das Gewebe vollständig abdeckt und die Fläche egalisiert.
- Aushärten lassen: Wie lange die Wand trocknet, hängt von Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchte ab. Erst danach kommen Feinspachtel, Putz oder Anstrich nach Angaben des Herstellers.
Ein wichtiges Detail: Das Gewebe gehört in den Spachtel, nicht direkt auf das Mauerwerk. Seine Wirkung entfaltet es im oberen Drittel der Schicht. Wird es auf die nackte Wand geklebt und der Spachtel nur darübergezogen, bringt die Armierung kaum etwas.
Material und wie Sie es auswählen
Für Innenwände verwendet man Glasfasergewebe mit alkalibeständiger Ausrüstung. Zement- und Kalkspachtel sind alkalisch, und unbehandeltes Glas würde darin mit der Zeit an Festigkeit verlieren. Innen genügt meist ein leichteres Gewebe als für ein Wärmedämmverbundsystem an der Fassade. Maßgeblich ist aber die Empfehlung des Spachtelherstellers.
Der Spachtel sollte ausdrücklich zum Einbetten von Armierungsgewebe geeignet und für den jeweiligen Untergrund freigegeben sein. In Bad und Küche, wo später verfliest wird, wählt man ein Material, das Feuchte verträgt und auf dem der Hersteller des Fliesenklebers das Verlegen erlaubt. Sinnvoll ist es, bei einem System zu bleiben, von der Grundierung bis zur letzten Schicht. Dann passen die Lagen sicher zusammen.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Den Aufwand und damit die Kosten bestimmt vor allem der Zustand des Untergrunds. Eine gerade, saubere Wand aus Planziegeln ist schnell armiert. Schiefes Mauerwerk, ausgebrochene Fugen oder alte Putzreste bedeuten mehr Vorarbeit. Auch viele Öffnungen, Ecken, Nischen und Elektrodosen verlängern die Arbeit, denn dort muss das Gewebe zugeschnitten und sorgfältig überlappt werden. Höhere Wände brauchen ein Gerüst oder eine fahrbare Arbeitsbühne. Weniger sichtbar, aber wichtig ist die Feuchte im Mauerwerk: Bei einem noch nassen Neubau sollten Sie nichts überstürzen, weil der Spachtel darauf schlecht aushärten kann.
Typische Fehler
- Gewebe ohne Überlappung oder mit Lücken: Genau am nicht armierten Stoß zeigt sich später ein gerader Riss
- Gewebe direkt auf dem Mauerwerk: Es kann nicht wirken und löst sich leicht zusammen mit dem Spachtel
- Durchscheinendes Gewebe: Die obere Schicht ist zu dünn, und nach dem Ausmalen zeichnet sich die Gewebestruktur ab
- Falten und Blasen: Sie entstehen, wenn das Gewebe vom Rand her gezogen oder in schon angetrockneten Spachtel gedrückt wird
- Fehlende Diagonalstreifen an Türen: Ein Riss aus der Ecke einer Öffnung ist in der Praxis eine der häufigsten Reklamationen
- Arbeiten unter ungünstigen Bedingungen: In kalten oder überhitzten Räumen und bei Zugluft härtet der Spachtel schlecht aus
Wichtig zu wissen: Das Gewebe hält nicht alles auf. Ein Riss zwischen Trennwand und Decke entsteht oft, weil sich die Decke unter Last durchbiegt. Dort setzt man statt auf Gewebe meist auf eine Trennfuge, etwa einen Kellenschnitt, oder auf einen elastischen Anschluss. Zeigen sich schräge oder wachsende Risse in der Wand, ist das kein Problem der Oberfläche. Dann lohnt es sich, einen Statiker hinzuzuziehen.
Anleitung für Heimwerker: kleine Trennwand armieren
Die Gewebearmierung können Sie selbst schaffen, wenn Sie Geduld mitbringen und von einem niedrigen, stabilen Podest aus arbeiten. Nehmen Sie sich für den ersten Versuch eine kleine Wand vor, zum Beispiel im Abstellraum, und arbeiten Sie in Ruhe Bahn für Bahn.
- Wand von Staub und Mörtelresten säubern, größere Löcher vorher füllen.
- Untergrund grundieren und nach Herstellerangabe trocknen lassen.
- Gewebe in Bahnen auf Wandhöhe zuschneiden und kleinere Stücke für die Ecken der Öffnungen vorbereiten.
- Diagonalstreifen in die Türecken und einen Streifen über Materialwechsel einsetzen.
- Spachtel nach Herstellerangabe anrühren und kurz reifen lassen.
- Spachtel mit der Zahnkelle in der Breite einer Bahn auftragen.
- Gewebe oben anlegen und mit der Glättkelle von der Mitte zu den Rändern eindrücken.
- Nächste Bahn mit etwa 10 cm Überlappung anschließen.
- Gewebe frisch in frisch mit einer dünnen Spachtelschicht abdecken und glätten.
- Wand aushärten lassen und erst danach weitere Schichten auftragen.
Stoßen Sie beim Schlitzen oder beim Abschlagen von altem Putz auf Stromleitungen, hören Sie sofort auf. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers. In einer Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus ist es sinnvoll, vorab die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft zu informieren, vor allem wenn laute Vorarbeiten anstehen.
Abnahme der fertigen Wand
Gehen Sie bei der Abnahme mit Streiflicht über die Wand, zum Beispiel mit einer Taschenlampe, die Sie flach an die Oberfläche halten. So sehen Sie Unebenheiten, die bei normalem Licht verschwinden.
- Das Gewebe scheint nirgends durch und steht nirgends hervor
- Auf der Fläche gibt es keine Blasen, Falten oder sich lösende Stellen
- In den Ecken von Türen und Durchgängen sitzen Diagonalstreifen
- Materialwechsel sind mit Gewebe überdeckt, das auf beide Seiten übergreift
- Die Fläche ist eben, und beim Anlegen einer Richtlatte zeigen sich keine deutlichen Mulden
- Rund um Dosen und an Kanten ist sauber gearbeitet, und das Gewebe ist dort nicht zu knapp abgeschnitten
- Der Professionist hat Ihnen gesagt, welches Material er verwendet hat und wann die nächste Schicht folgen kann
Häufige Fragen
Nicht immer. Empfehlenswert ist es vor allem im Neubau, bei Materialwechseln, bei dünnen und langen Wänden und bei der Sanierung rissiger Oberflächen. Die Ecken von Öffnungen werden aber fast immer verstärkt.
Die reine Arbeit in einem normalen Zimmer dauert meist ein bis zwei Tage. Dazu kommt die Zeit, in der Grundierung und Spachtel trocknen. Sie hängt von der Schichtdicke und den Bedingungen im Raum ab.
Meistens nicht. Auf die armierte Schicht kommt in der Regel noch ein Feinspachtel oder ein Putz und erst dann der Anstrich. Erlaubt ein System das direkte Ausmalen, steht das im technischen Merkblatt des Herstellers.
Es reduziert Haarrisse in der Oberfläche deutlich, stoppt aber keine Bewegungen der Konstruktion wie eine durchbiegende Decke oder ein setzendes Fundament. Solche Risse müssen an ihrer Ursache behoben werden, nicht nur an der Oberfläche.
An einer kleinen Wand ja, wenn Sie die Überlappungen einhalten und das Gewebe in den frischen Spachtel drücken. Bei großen Flächen, hohen Wänden oder wenn Sie eine völlig ebene Fläche für glänzende Farbe brauchen, macht sich die Erfahrung eines Professionisten meist im Ergebnis bemerkbar.
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