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Feiner Kalkzementputz (Feinputz)

Feiner Kalkzementputz, meist einfach Feinputz genannt, ist eine dünne Oberschicht auf dem Unterputz. Er macht aus einer rauen, körnigen Wand eine glatte, gleichmäßige Fläche, die bereit zum Ausmalen ist. Sie brauchen ihn im Neubau nach dem Unterputz, bei der Sanierung im Altbau, wenn der alte Oberputz mürbe geworden ist, oder an der Fassa

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12,17 €/ m²
Richtwert-Spanne
9,70 € - 15,90 €
Wohnung 60 m²
1826,00 €
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²12,17 €-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²25,78 €-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²34,37 €-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1,43 €-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²9,30 €-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feinputz (Glättputz)m²11,46 €-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²8,60 €-
Außenputzm²14,32 €-
SturzeinbauStk.22,90 €-
Zumauern von Öffnungenm²35,80 €-
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Schiedel-Kamin mauernlfm-
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Was Feinputz ist und was innen und außen unterscheidet

Die Mischung besteht aus Kalk, Zement und sehr feinem Sand. Der Kalk macht den Putz elastischer und diffusionsoffen. Die Wand kann also Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Der Zement sorgt für Festigkeit. Das Korn ist fein, meist um einen halben Millimeter, und die Schicht ist dünn, in der Regel wenige Millimeter laut Hersteller. Feinputz gleicht deshalb keine großen Unebenheiten aus. Das ist Aufgabe des Unterputzes darunter.

Ein Wort zur Verwechslungsgefahr: Mit „Stuck“ meint man in Österreich meist Gesimse, Rosetten und Ornamente an der Decke, wie man sie aus Gründerzeitwohnungen kennt. Das ist eine eigene Arbeit. Hier geht es um die schlichte, feine Oberschicht auf der ganzen Wand- oder Deckenfläche.

Feinputz für innen eignet sich für Wohnräume, Vorräume, Küchen und bei guter Lüftung auch für Bäder. Wichtig sind eine glatte Oberfläche, ein gleichmäßiges Bild und gute Haftung für die Farbe. Im Bad ersetzen ihn dort, wo Wasser spritzt, eine Abdichtung und Fliesen vom Fliesenleger. Der Putz selbst ist nicht wasserdicht.

Feinputz für außen muss Regen, Frost und Sonne aushalten. Verwendet wird nur ein Produkt, das der Hersteller ausdrücklich für außen freigibt. Ist die Fassade mit einem Vollwärmeschutz (WDVS) gedämmt, gehört darauf der Putz aus dem jeweiligen System, kein beliebiger Kalkzementputz. Die Arbeit an der Fassade ist aufwendiger: Sie brauchen ein Gerüst, passendes Wetter und saubere Details an Fenstern, Fensterbänken und Sockel. Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus, sprechen Sie vor jedem Eingriff an der Fassade mit der Hausverwaltung. Die Fassade gehört in der Regel zu den allgemeinen Teilen der Liegenschaft, über die die Eigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG 2002) entscheidet. Als Mieter klären Sie solche Arbeiten mit dem Vermieter.

So wird Feinputz Schritt für Schritt aufgebracht

  1. Untergrund prüfen: Der Unterputz muss fest, trocken, staubfrei und ausreichend durchgehärtet sein. Als grobe Faustregel gilt etwa ein Tag Standzeit pro Millimeter Putzdicke, die genaue Zeit nennt der Hersteller.
  2. Bei altem Putz lose Stellen abklopfen, alte Anstriche und Fett entfernen, Risse ausbessern.
  3. Untergrund vornässen oder grundieren, damit dem frischen Putz das Wasser nicht zu schnell entzogen wird.
  4. Fenster, Böden und Leitungen abdecken, außen das Gerüst aufstellen und sichern.
  5. Material nach Angabe auf dem Sack anmischen, immer mit derselben Wassermenge pro Sack.
  6. Dünne Schicht mit der Glättkelle auftragen, von Hand oder mit der Putzmaschine.
  7. Sobald der Putz angezogen hat, die Fläche mit Schwamm- oder Filzbrett gleichmäßig abreiben.
  8. Frischen Putz vor Sonne, Zugluft, Frost und Regen schützen, bis er ausgehärtet ist.

Von Hand aufzutragen lohnt sich bei kleineren Flächen, im Altbau und dort, wo viele Ecken und Öffnungen sind. Die Maschine ist auf großen, geraden Flächen im Neubau schneller. Das Abreiben am Ende bleibt aber immer Handarbeit.

Welcher Untergrund passt und wann es mehr Vorarbeit braucht

Feinputz gehört auf mineralische Unterputze, also Kalkzement- oder Kalkputz. Auf Ziegelmauerwerk mit Unterputz ist das der einfachste Fall. Porenbeton saugt stark, hier geht es nicht ohne Grundierung. Wo verschiedene Baustoffe aufeinandertreffen, etwa Mauerwerk und ein Ringbalken aus Beton, wird in den Unterputz ein Armierungsgewebe eingelegt, damit dort später kein Riss entsteht. Glatter Beton bekommt zuerst eine Haftbrücke, sonst hält der Putz schlecht.

Auf Gipsputz kommt kein Kalkzementputz, die beiden Materialien vertragen sich nicht. Ist die Wand mit Gips verputzt, wird sie mit einer passenden Spachtelmasse geglättet.

Was die Arbeit leichter macht und was sie aufwendiger macht

Am meisten zählt der Zustand des Untergrunds. Ein gerader, sauberer und durchgehärteter Unterputz bedeutet zügiges Arbeiten. Alter, mürber oder rissiger Putz bedeutet Abklopfen, Ausbessern, Grundieren und manchmal Gewebe. Außerdem spielen eine Rolle:

  • Größe und Form der Fläche, denn eine große gerade Wand geht schneller als kleine Räume mit vielen Ecken
  • Raumhöhe, weil Decken und hohe Altbauräume ein Rollgerüst brauchen
  • Anzahl der Fenster, Türen, Laibungen und Eckschutzschienen
  • Außen das Gerüst, Schutznetze und das Warten auf passendes Wetter
  • Eine bewohnte Wohnung, die gründlich abgedeckt und gereinigt werden muss

Typische Fehler

In der Praxis passiert es oft, dass Feinputz auf einen Unterputz kommt, der noch nicht durchgehärtet ist. Der Unterputz schwindet noch, und an der Oberfläche zeigen sich feine Haarrisse. Ebenfalls häufig: zu schnelles Austrocknen durch direkte Sonne, Durchzug oder voll aufgedrehte Heizung gleich nach dem Verputzen. Der Zement kann nicht richtig abbinden, die Oberfläche sandet ab oder reißt. Verarbeitet wird meist etwa zwischen +5 und +25 °C, die genauen Werte stehen beim Hersteller.

Probleme machen auch eine fehlende Grundierung auf saugendem Untergrund, eine zu dicke Schicht, die reißt, oder eine zu dünne, durch die Unebenheiten durchscheinen. Oft wird auch zu früh ausgemalt. Die Wand muss trocken sein, und das dauert meist einige Wochen. Sonst entstehen Flecken oder die Farbe blättert ab. An der Fassade entstehen Schäden, wenn kurz vor Regen oder Frost verputzt wird.

Anleitung für Heimwerker: Feinputz auf einer kleinen Innenwand

Eine kleinere Fläche innen, zum Beispiel eine ausgebesserte Wand in einem Zimmer, schaffen Sie mit etwas Geduld auch selbst. Fassade und Arbeiten in größerer Höhe überlassen Sie besser einem Professionisten mit Gerüst.

  1. Raum ausräumen, Boden und Fenster mit Folie abdecken.
  2. Lose Stellen abklopfen, Staub von der Wand abkehren.
  3. Größere Löcher und Risse vorher mit Unterputz füllen und durchhärten lassen.
  4. Wand grundieren oder gleichmäßig vornässen.
  5. Kleinere Menge Material genau nach Anleitung anmischen.
  6. Dünne Schicht mit der Glättkelle von oben nach unten auftragen.
  7. Warten, bis der Putz angezogen hat, dann mit dem Schwammbrett in kreisenden Bewegungen abreiben.
  8. Fenster gegen Durchzug schließen, nicht stark heizen und die Wand langsam trocknen lassen.
  9. Erst ausmalen, wenn der Putz vollständig trocken ist.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Sehen Sie sich die Wand bei Tageslicht an und zusätzlich mit einer Lampe, die flach an der Oberfläche entlang leuchtet. So erkennen Sie jede Welle. Welche Ebenheit gilt, steht im Auftrag. Fehlt dort eine Angabe, orientieren sich Professionisten meist an den einschlägigen ÖNORMen für Putzarbeiten.

  • Die Oberfläche ist gleichmäßig, ohne Flecken, Kratzer und Kornnester
  • An der Wand und in den Ecken sind keine Risse
  • Beim Darüberstreichen mit der Hand sandet oder bröselt nichts
  • Mit einer langen Richtlatte zeigen sich keine deutlichen Mulden oder Wellen über die vereinbarte Ebenheit hinaus
  • Ecken und Laibungen sind gerade und scharfkantig
  • Anschlüsse an Decke, Fenster, Türen und Schalter sind sauber
  • Außen sind die Details an Fensterbänken und Sockel sorgfältig ausgeführt
  • Hersteller und Produkt sind im Übernahmeprotokoll notiert, ebenso Mängel, die noch behoben werden müssen

Häufige Fragen

Nein. Feinputz ist die feine Oberschicht auf dem Unterputz. Stuck meint in Österreich meist dekorative Elemente wie Gesimse und Rosetten, die eigens gefertigt werden.

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