Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Maurer- und Verputzarbeiten: Preis pro m² 2026 und Ablauf

Hier sehen Sie, was Maurerarbeiten in der Slowakei 2026 kosten. Vergleichen Sie Zwischenwände, tragende Wände und Putzarbeiten, lesen Sie, worauf es bei einer guten Wand ankommt, und rechnen Sie den Arbeitspreis direkt mit der aktuellen Preisliste aus.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
25,78 €/ m²
Richtwert-Spanne
20,60 € - 33,60 €
Zwischenwand 20 m²
701,80 €
Der angegebene Satz gilt für die Arbeit beim Mauern einer Zwischenwand bis 12,5 cm Stärke ohne Putz. Steine, Mörtel, Stürze und Putzmischungen werden gesondert verrechnet.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Für eine Zwischenwand bis 12,5 cm Stärke aus Ziegel oder Ytong zahlen Sie laut aktueller Preisliste 25,78 € pro m² Arbeitsleistung. Eine tragende Wand bis 30 cm kostet 34,37 € pro m², feiner Kalkzementputz (Feinputz) 12,17 € pro m² und Glättputz 11,46 € pro m². Was am Ende auf der Rechnung steht, hängt vor allem davon ab, wie stark die Wand ist, welches Mauerwerk Sie wählen, wie viele Öffnungen und Ecken es gibt und wie viel verputzt wird. Das Material für Mauerwerk und Putz kommt extra dazu.

Leistungsarten und ihre Preise

25,78 €
pro m²
Gemauerte Zwischenwand

Übliche nichttragende Trennkonstruktion aus Ziegel- oder Porenbetonsteinen. Sie braucht einen ebenen Untergrund und genaues Ausmessen.

34,37 €
pro m²
Tragende oder Außenwand

Mauern stärkerer Wände im Verband mit laufender Kontrolle, ob die Wand im Lot steht. Bei tragenden Konstruktionen wird nach den Planunterlagen gearbeitet.

9,30 €
pro m²
Armierungsgewebe

Das Armierungsgewebe auf dem Mauerwerk verringert vor dem Verputzen das Risiko von Rissen an den Fugen zwischen den Steinen.

12,17 €
pro m²
Feinputz

Glatte Oberflächenschicht als Grundlage zum Ausmalen oder Verfliesen. Wird dünn auf einen abgebundenen Untergrund aufgetragen.

11,46 €
pro m²
Glättputz

Fein geglättete Endschicht mit glatter, seidenmatter Oberfläche. Verlangt geübte Hände beim Glätten und passende Feuchtigkeitsbedingungen.

22,90 €
pro Stk.
Stürze über Öffnungen

Tragendes Element über einer Tür- oder Fensteröffnung. Art und Auflager des Sturzes richten sich nach der statischen Berechnung und der Breite der Öffnung.

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Maurer- und Putzarbeiten25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²25,78 €-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²34,37 €-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1,43 €-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²9,30 €-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²12,17 €-
Feinputz (Glättputz)m²11,46 €-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²8,60 €-
Außenputzm²14,32 €-
SturzeinbauStk.22,90 €-
Zumauern von Öffnungenm²35,80 €-
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Schiedel-Kamin mauernlfm-
Außenwände bis 30 cm Stärke mauernm²34,37 €-
Tragendes Außenmauerwerk mauernm³93,08 €-
Nichttragende Außenwände mauernm²25,78 €-
Putz und Fassade
Außen-Unterputz (Kernputz) auftragenm²17,18 €-
Silikon-Fassadenputz auftragenm²21,48 €-
Fassadendämmung mit EPSm²35,80 €-
Verkleidungen
Sockelverkleidung mit Kunststeinm²-
Außenverkleidung mit Natursteinm²-
Bruchsteinverkleidung (Zaun, Sockel)m²-
Sonstige Arbeiten
Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde)Std.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Richtpreis für die Arbeit an einer Zwischenwand mit 20 m² Fläche
Gemauerte Zwischenwand ohne Putz
Mauern von 20 m² Zwischenwand und Armierung der Oberfläche vor dem Verputzen
701,80 €
Zwischenwand mit Grundierung und Feinputz
Mauern, Armierung, Grundierung und feiner Kalkzementputz auf 20 m² Fläche
973,80 €
Zwischenwand mit Türöffnung und Glättputz
Mauern, Armierung, Grundierung, Glättputz auf 20 m² und Einbau eines Sturzes über der Türöffnung
982,50 €
Die Modellsummen verwenden aktuelle Preise und die angegebenen Mengen. Steine, Mörtel, Putzmischungen und Stürze sind nicht enthalten.

Vorbereitung vor dem Mauern

01
Wand anzeichnen

Der Maurer zeichnet Lage und Stärke der Wand nach Plan auf Boden und Decke an. Dabei prüft er, wie die Wand an Türöffnungen und angrenzende Bauteile anschließt.

02
Untergrund prüfen

Unter der ersten Steinreihe muss der Boden eben, sauber und tragfähig sein. Unebenheiten gleicht der Maurer vorher mit Ausgleichsmörtel aus.

03
Material bereitstellen

Steine, Mörtel und Stürze liegen in ausreichender Menge auf der Baustelle bereit. So kann zügig durchgemauert werden, ohne dass der Mauerverband unterbrochen wird.

04
Wand vor dem Verputzen grundieren

Sobald das Mauerwerk abgebunden hat, bekommt die Wand eine Grundierung. Welche, hängt vom Untergrund und vom gewählten Putz ab.

1,43 €/m²

Arbeitsablauf

  1. 01Der Maurer legt Lage und Verlauf der Wand fest und setzt die erste Steinreihe auf ein Mörtelbett zum Ausgleichen.
  2. 02Die weiteren Reihen mauert er im Verband und prüft laufend, ob die Wand im Lot steht, die Reihen waagrecht liegen und die Fugen gleich stark sind.
  3. 03Über Türen und Fenstern setzt er einen Sturz ein, passend zur Statik und zur Breite der Öffnung.
  4. 04Die fertig gemauerte Wand braucht Zeit zum Abbinden. Wie lange, hängt vom Material und vom Wetter ab.
  5. 05Vor dem Verputzen kommt ein Armierungsgewebe auf die Wand, vor allem an den Fugen und dort, wo sie an andere Bauteile anschließt.
  6. 06Der Untergrund wird grundiert und muss trocknen. Danach trägt der Maurer den Unterputz in der vorgeschriebenen Stärke auf.
  7. 07Hat die grobe Schicht angezogen, folgt der Fein- oder Glättputz. Die Fläche wird mit der Latte abgezogen und glatt gearbeitet.
  8. 08Bevor Maler oder Fliesenleger anfangen, prüft der Maurer die fertige Fläche auf Ebenheit, Feuchtigkeit und eine saubere Oberfläche.

5 häufige Fehler

01
Auf unebenem Boden gemauert

Fehlt die Ausgleichsschicht unter der ersten Reihe, zieht sich jede Unebenheit durch die ganze Wandhöhe. Am Ende braucht es mehr Putz zum Ausgleichen.

02
Steine nicht im Verband gemauert

Sind die senkrechten Fugen zwischen den Reihen nicht richtig versetzt, wird die Wand schwächer und bekommt leichter Risse.

03
Zu früh verputzt

Wird eine frisch gemauerte Wand verputzt, bevor sie austrocknen konnte, reißt der Putz und beginnt sich abzulösen.

04
Kein Gewebe an Fugen und Ecken

Ohne Gewebe an Fugen, Ecken und Übergängen zu anderem Material zeigen sich Risse im Putz früher und kommen immer wieder.

05
Sturz zu schwach oder falsch aufgelegt

Ein ungeeigneter Sturz oder ein zu kurzes Auflager kann dazu führen, dass sich die Konstruktion durchbiegt und das Mauerwerk über der Öffnung reißt.

Woraus Wände und Trennwände heute gemauert werden

Bevor Sie sich für einen Stein entscheiden, stellen Sie sich eine einfache Frage: Was soll die Wand eigentlich können? Manche Wand trägt eine Decke, eine andere soll die Wärme im Haus halten, die nächste schützt vor dem Lärm der Nachbarn, und eine Trennwand teilt oft nur ein Zimmer. Jeder Baustoff erfüllt diese Aufgaben anders, und jeder wird auch anders vermauert.

  • Ziegel: keramische Steine mit Hohlkammern, sogenannte Hochlochziegel. In Österreich ist der Ziegel der klassische Wandbaustoff, im Altbau wie im Neubau. Heute sind die Ober- und Unterseiten meist plan geschliffen, deshalb vermauert man sie in einer dünnen Mörtelschicht. Ziegel sind fest, speichern Wärme gut und lassen Wasserdampf durch. Fachleute sagen dazu „diffusionsoffen“.
  • Porenbeton: leichte, weiße Steine, oft auch Gasbeton genannt. Sie lassen sich mit einer einfachen Säge zuschneiden und sehr genau vermauern. Gegen Kälte dämmen sie hervorragend, weil sie aber so leicht sind, halten sie Schall schlechter ab. Wenn Sie an einer solchen Wand Hängekästen oder ein schweres Regal befestigen möchten, kaufen Sie spezielle Porenbetondübel.
  • Kalksandstein: schwer, fest und sehr tragfähig. Gerade das Gewicht macht ihn zu einem guten Schallschutz. Deshalb mauert man daraus gern Wohnungstrennwände in Mehrparteienhäusern und Wände überall dort, wo es ruhig sein soll. Wärme dämmt er allein allerdings kaum, an der Außenwand braucht er zusätzlich eine Dämmung, zum Beispiel einen Vollwärmeschutz.
  • Betonsteine und Schalsteine: Sie gehören in Fundamente, Keller, Stützmauern und Gartenmauern. Schalsteine sind hohl. In die Hohlräume kommt eine Bewehrung aus Stahl, danach gießt man sie mit Beton aus.

Mischen Sie verschiedene Baustoffe in einer Wand nicht einfach nach Belieben. Jedes Material dehnt sich anders aus und setzt sich anders, und genau dort, wo zwei Materialien aufeinandertreffen, zeigt sich früher oder später ein Riss. Lässt sich eine Kombination nicht vermeiden, betten Sie im Putz über dem Übergang ein Armierungsgewebe ein.

Die erste Steinlage entscheidet über die ganze Wand

Plansteine vermauert man mit Dünnbettmörtel oder Kleber. Diese Fuge ist nur wenige Millimeter dick, Unebenheiten lassen sich darin also nicht ausgleichen. Deshalb setzt man die erste Lage in normalen Mörtel und richtet sie über die ganze Wandlänge sorgfältig waagrecht aus. Warum so genau? Jeder Fehler in der ersten Reihe wandert in alle weiteren Reihen, und oben unter der Decke ist aus wenigen Millimetern ein deutlicher Versatz geworden.

Bei Außenwänden auf dem Fundament und bei Wänden, die direkt auf dem Boden stehen, gehört unter die erste Lage eine Horizontalsperre, meist eine Bitumen- oder Kunststoffbahn. Sie verhindert, dass Wasser aus dem Fundament in das Mauerwerk aufsteigt. In der Praxis wird diese Schicht bei Zubauten oder Garagen oft vergessen. Ein paar Jahre später zeigen sich dann unten an der Wand feuchte Flecken, und der Putz beginnt abzuplatzen.

Gemauert wird im Verband, das heißt: Die senkrechten Fugen, die Stoßfugen, dürfen nicht übereinander liegen. Wie weit die Steine sich überlappen müssen, gibt der Hersteller des Mauersystems vor. Bei üblichen Steinen sind es mindestens einige Zentimeter. Haben die Steine Nut und Feder, füllen Sie die Stoßfugen nicht mit Mörtel, die Steine greifen einfach ineinander.

Trennwand in der Wohnung: So schließen Sie sie an Wände und Decke an

Bei der Sanierung einer Wohnung mauert man Trennwände meist aus Porenbeton oder aus dünnen Ziegel-Planelementen. Mit der vorhandenen Wand lässt sich die neue Wand in der Regel nicht verzahnen. Deshalb verbindet man sie über Maueranschlussanker oder flache Stahlanker, die in die Lagerfugen eingelegt werden.

Lassen Sie zwischen der Oberkante der Wand und der Decke eine Fuge frei und füllen Sie sie mit etwas Elastischem, etwa Montageschaum oder einem elastischen Dämmstreifen. Die Decke biegt sich unter Last nämlich ein wenig durch. Wäre die Wand stramm darunter verkeilt, würde die Decke auf sie drücken, und die Wand bekäme Risse. Später schließen Sie die Fuge mit Putz und Gewebe oder mit Acryldichtstoff.

Eine gemauerte Wand bringt einiges an Gewicht mit. Gerade im Altbau mit Holzdecken, etwa den in Gründerzeithäusern verbreiteten Dippelbaumdecken, aber auch in Häusern aus Betonfertigteilen prüfen Sie deshalb zuerst, ob die Decke diese Last tragen kann. Auf einer Holzdecke ist eine leichte Trockenbauwand oft die sinnvollere Lösung, zumal sie sich schneller aufstellen lässt und keine Feuchtigkeit in die Wohnung bringt.

Öffnungen und Stürze

Über Türen und Fenstern sitzt ein Sturz. Er fängt das Mauerwerk über der Öffnung ab und leitet die Last in die Wand links und rechts davon. Er muss so lang sein, dass er auf beiden Seiten sicher auf dem Mauerwerk aufliegt. In einer nichttragenden Trennwand genügt ein leichter Sturz. Über einer Öffnung in einer tragenden Wand kommt ein tragender Sturz zum Einsatz, den ein Statiker berechnet.

Wenn Sie in eine tragende Wand eingreifen wollen

Wer eine neue Öffnung in eine tragende Wand bricht oder eine vorhandene Tür verbreitert, greift in die Statik des Hauses ein. Eine tragende Wand hält die Decken und die Geschoße darüber. Ohne Abstützung während der Arbeit und ohne passenden Sturz können Risse entstehen, im schlimmsten Fall auch ernstere Schäden. Holen Sie deshalb vorher einen Statiker ins Boot, in Österreich meist ein Ziviltechniker oder ein Baumeister mit statischer Erfahrung. Er beurteilt die Wand, legt den Sturz fest, plant die Abstützung und gibt vor, in welcher Reihenfolge gearbeitet wird. Die Arbeiten selbst gehören in die Hände eines erfahrenen Baumeisters.

In einer Eigentumswohnung sollten Sie außerdem früh mit der Hausverwaltung sprechen. Tragende Wände gehören in der Regel zu den allgemeinen Teilen des Hauses und betreffen damit alle Wohnungseigentümer. In Häusern aus Betonfertigteilen greift man in tragende Wandplatten nur in Ausnahmefällen ein und immer nach Freigabe durch den Statiker. Informieren Sie die Hausverwaltung und die Nachbarn auch rechtzeitig über laute Stemmarbeiten. Eine saubere Planung vorab kostet erfahrungsgemäß deutlich weniger Zeit und Nerven als eine Reparatur im Nachhinein.

Putze: Unterputz, Oberputz, Kalkputz, Gipsputz

Klassischer Putz besteht aus zwei Lagen. Der Unterputz gleicht das Mauerwerk aus, der Oberputz sorgt für eine feine Oberfläche. Heute arbeiten viele Betriebe mit einlagigem Maschinenputz, der in einem Arbeitsgang aufgetragen und geglättet wird. Vor dem Verputzen setzt man Putzprofile an die Wand, an denen der Putz eben abgezogen wird, und an die Außenecken Eckschutzprofile, damit die Kanten gerade und stoßfest werden.

  • Kalkputz und Kalkzementputz: lässt Wasserdampf durch und ist robust. Er passt in Wohnräume, ins Bad und an die Fassade. Kalk hemmt von Natur aus Schimmel und hilft, die Luftfeuchtigkeit im Raum auszugleichen.
  • Gipsputz: ergibt auch ohne Oberputz eine sehr glatte Fläche und trocknet schnell. Er gehört in trockene Wohnräume. In die Dusche und an andere Stellen, die regelmäßig nass werden, gehört er nicht.
  • Sanierputz: für feuchtes und salzbelastetes Mauerwerk. Er hat große Poren, in denen sich die Salze ablagern, ohne den Putz zu zerstören.

Putz braucht Zeit zum Aushärten. Bei Unterputzen rechnet man in der Praxis grob mit einem Tag je Millimeter Putzdicke, die genaue Standzeit steht auf dem Sack. Wer zu früh ausmalt oder den Fliesenleger zu früh bestellt, bekommt Flecken, abblätternde Farbe und Risse.

Alter Putz: ausbessern, spachteln oder abschlagen

Bei jeder Wohnungssanierung kommt irgendwann die Frage: Was passiert mit dem alten Putz? Ist er fest und haftet gut am Mauerwerk, reicht es, die beschädigten Stellen auszubessern und die Wand zu spachteln. Die Spachtelmasse gleicht kleine Unebenheiten aus und schafft eine glatte Fläche zum Ausmalen. Sie müssen nichts abreißen und nicht wochenlang warten, bis die Wand trocken ist.

Wie finden Sie heraus, ob der Putz hält? Klopfen Sie ihn ab, mit dem Fingerknöchel oder dem Griff eines Schraubenziehers. Stellen, die hohl klingen, also anders als die Umgebung, schlagen Sie ab und ergänzen sie. Ist ein größerer Teil der Wand hohl, bröselt der Putz oder ist er durchfeuchtet, schlagen Sie ihn besser vollständig ab und verputzen neu. Eine Spachtelung auf losem Untergrund löst sich mit der Zeit samt dem alten Putz.

In alten Häusern verstecken sich unter vielen Farbschichten oft Kalkanstriche und Lehmputze. Darauf hält nicht jede moderne Spachtelmasse. Legen Sie deshalb zuerst eine kleine Probefläche an, und lassen Sie sich bei historischen Gebäuden von einem Fachmann für Denkmalpflege beraten. Noch ein Punkt zur Sicherheit: In Gebäuden, die vor Anfang der 1990er Jahre gebaut oder renoviert wurden, können Spachtelmassen, Putze und Fliesenkleber Asbest enthalten. Lassen Sie vor dem Abschlagen oder Abschleifen eine Materialprobe untersuchen. Bestätigt sich der Verdacht, dürfen nur Fachbetriebe mit entsprechender Sachkunde die Arbeiten ausführen.

Feuchtes Mauerwerk im Altbau

Viele ältere Häuser haben keine funktionierende Horizontalsperre, und die Feuchtigkeit aus dem Boden steigt in die Wände. Sie erkennen das an feuchten Flecken knapp über dem Fußboden, an weißen Salzausblühungen und an abplatzendem Putz, oft im Keller oder im Erdgeschoß. Neuer Putz allein löst das Problem nicht. Zuerst muss das Wasser gestoppt werden, etwa durch eine nachträgliche Horizontalsperre, bei der das Mauerwerk aufgesägt wird, durch eine Injektage mit einer Spezialflüssigkeit oder durch eine Drainage rund ums Haus. Welches Verfahren passt, beurteilt am sinnvollsten ein Sachverständiger oder ein Fachbetrieb für Bauwerksabdichtung. Steht ohnehin eine größere thermische Sanierung an, lohnt sich ein Blick auf die Förderungen von Bund und Land, etwa den Sanierungsbonus. Was davon gerade für Ihr Vorhaben in Frage kommt, klären Sie mit einem Energieberater.

Ein typischer Fehler: Die feuchte Wand bekommt Zementputz oder eine dichte Dispersionsfarbe. Darunter kann die Feuchtigkeit nicht verdunsten und steigt in der Wand noch höher. Auf feuchtes altes Mauerwerk gehören Kalk- oder Sanierputze, die Dampf durchlassen und der Feuchtigkeit einen Weg nach draußen lassen.

Mauern bei kaltem Wetter

Mörtel und Kleber brauchen Wasser, um fest zu werden. Gefriert dieses Wasser, zerstört es das Gefüge, und die Fuge verliert ihre Festigkeit. Mauern Sie deshalb nicht unterhalb der Temperatur, die der Hersteller angibt, meist um +5 °C, und verwenden Sie keine gefrorenen Steine. Decken Sie frisches Mauerwerk über Nacht ab und immer dann, wenn Regen kommt. Regen würde den Mörtel auswaschen, und die Oberkante der Wand würde sich mit Wasser vollsaugen. Gerade im Herbst und Frühjahr, wenn es tagsüber mild und nachts frostig ist, wird das gern unterschätzt, besonders in höheren Lagen und in inneralpinen Tälern.

Anleitung für Heimwerker: abgeplatzten Putz auf kleiner Fläche ausbessern

Ist Ihnen der Putz nur an einer kleinen Stelle abgefallen, etwa nach einem herausgezogenen Dübel oder neben der Türzarge, können Sie das selbst reparieren. Sie brauchen einen kleinen Hammer, eine Bürste, Reparaturmörtel aus dem Baumarkt, eine Glättkelle und etwas Geduld.

  1. Rund um die Schadstelle allen losen Putz mit dem Hammer abklopfen, bis der Rand fest ist.
  2. Mauerwerk mit der Bürste entstauben und anfeuchten, damit der neue Putz nicht zu schnell austrocknet.
  3. Bei tieferen Stellen den Reparaturmörtel in mehreren Lagen auftragen und jede Lage anziehen lassen.
  4. Die letzte Lage mit einer Latte oder der Glättkelle bündig zur umgebenden Wand abziehen.
  5. Sobald der Mörtel angezogen hat, die Oberfläche mit angefeuchteter Glättkelle oder einem Schwammbrett nachglätten, damit die Struktur zur Umgebung passt.
  6. Bei einem Riss am Übergang zwischen verschiedenen Baustoffen oder über einer Tür einen Streifen Glasfasergewebe in den feuchten Mörtel drücken.
  7. Die Ausbesserung so lange aushärten lassen, wie es auf der Verpackung steht, danach grundieren und ausmalen.
  8. Platzt der Putz unten an der Wand immer wieder ab, die Ursache in feuchtem Mauerwerk suchen und nicht nur nachputzen.

Worauf Sie bei der Übernahme von Mauerwerk und Putz achten

  • Die Wände sind lotrecht und eben, geprüft mit Wasserwaage und langer Richtlatte, die Abweichungen bleiben innerhalb der in den ÖNORMEN üblichen Toleranzen
  • Das Mauerwerk ist im Verband gemauert, die Stoßfugen liegen nicht übereinander
  • Unter der ersten Lage von Außenwänden und erdberührten Wänden liegt eine Horizontalsperre
  • Über den Öffnungen sitzen Stürze, die auf beiden Seiten ausreichend auf dem Mauerwerk aufliegen
  • Die Fuge zwischen Trennwand und Decke ist mit elastischem Material gefüllt
  • Der Putz ist eben, ohne Risse, Hohlstellen und Abdrücke von Latten, die Ecken sind gerade
  • Bei einem Eingriff in eine tragende Wand liegt Ihnen die statische Berechnung des Statikers vor, und die Ausführung entspricht ihr

Häufige Fragen

Für eine Zwischenwand bis 12,5 cm Stärke aus Ziegel oder Ytong zahlen Sie laut aktueller Preisliste <strong>25,78 € pro m² Arbeitsleistung</strong>. Steine, Mörtel und die Oberflächenbehandlung werden extra verrechnet.

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