Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verputzen der Wände (Kalk-Zement-Grobputz)

Der Grobputz, auf der Baustelle meist Grundputz oder Unterputz genannt, ist die erste durchgehende Schicht auf dem Mauerwerk. Er gleicht unebene Ziegel, Steine oder Beton aus, schafft einen festen Untergrund und bereitet die Wand auf Feinputz, Spachtelung oder Farbe vor. Gebraucht wird er im Neubau, nach dem Aufmauern neuer Wände und bei

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
9,55 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,43 € - 35,80 €
Wohnung 60 m²
1433,00 €
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Maurer- und Putzarbeiten15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Wände verputzen (Grobputz)m²-
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²25,78 €-
Wände bis 30 cm mauern (Porotherm, Ytong)m²34,37 €-
Grundierung der Wände und des Bodensm²1,43 €-
Armierungsgewebe auf gemauerten Trennwändenm²9,30 €-
Wandausbesserungen (Rimano, Rotband)m²-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²12,17 €-
Feinputz (Glättputz)m²11,46 €-
Maschinenputz (Kalkzement)m²-
Gips- / Glättputzm²8,60 €-
Außenputzm²14,32 €-
SturzeinbauStk.22,90 €-
Zumauern von Öffnungenm²35,80 €-
Kamin mauern (Schamotte + Keramikeinsatz)lfm-
Schiedel-Kamin mauernlfm-
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So wird Grobputz Schritt für Schritt aufgebracht

Ob der Putz später hält, entscheidet sich schon vor der ersten Kelle Mörtel. Ein üblicher Ablauf sieht so aus:

  1. Untergrund vorbereiten: Die Wand muss tragfähig, sauber, staubfrei und fettfrei sein. Bei alten Wänden klopft man alles ab, was nicht mehr fest sitzt, und füllt größere Löcher vorab.
  2. Spritzbewurf oder Grundierung: Auf glatten Beton kommt ein dünnflüssiger Zement-Spritzbewurf, der eine raue Haftschicht bildet. Stark saugende Untergründe wie Porenbeton erhalten eine Grundierung oder einen Vorspritz nach Angabe des Putzherstellers. So zieht der Untergrund dem Mörtel das Wasser nicht zu schnell heraus.
  3. Putzprofile setzen: Putzleisten oder Putzlehren legen die Ebene und die Stärke des Putzes fest. An die Ecken kommen Eckschutzprofile, damit die Kanten gerade und stoßfest werden.
  4. Mörtel anrühren: Werktrockenmörtel aus dem Sack wird genau nach Anleitung mit Wasser angerührt. Mischt man auf der Baustelle selbst aus Zement, Kalk und Sand, richtet sich das Verhältnis nach dem Einsatz: Mehr Zement macht den Putz fester, aber weniger diffusionsoffen.
  5. Auftragen: Der Putz wird von Hand mit der Kelle angeworfen oder mit der Putzmaschine aufgespritzt. Eine Lage ist meist etwa 10 bis 20 mm dick. Wird mehr gebraucht, arbeitet man in zwei Lagen, die zweite erst auf die angesteifte erste.
  6. Abziehen und Ausgleichen: Mit einer Kartätsche, die auf den Profilen aufliegt, zieht man überschüssigen Mörtel ab und füllt Fehlstellen nach. Wenn der Putz angezogen hat, wird er je nach Weiterbearbeitung aufgeraut, abgerieben oder gefilzt.
  7. Nachbehandeln und Trocknen: Der Putz soll ohne direkte Sonne, Frost und starken Durchzug natürlich trocknen. Bei Hitze wird er bei Bedarf leicht angefeuchtet. Mit Heizlüftern oder voll aufgedrehter Heizung sollten Sie das Trocknen nicht erzwingen, sonst reißt der Putz.

Von Hand oder mit der Maschine, und welcher Putz wohin

Handputz passt gut zu kleineren Flächen, Ausbesserungen, verwinkelten Wänden mit vielen Laibungen und Nischen oder dort, wo keine Maschine Platz hat. Er geht langsamer, dafür hat der Professionist jede Stelle genau im Griff.

Maschinenputz lohnt sich bei ganzen Häusern und großen, zusammenhängenden Flächen. Der Mörtel hat eine gleichmäßigere Konsistenz, und die Arbeit geht deutlich schneller. Dafür braucht es Wasser- und Stromanschluss, Platz für die Maschine und ein gründliches Abkleben von Fenstern, Türen und Böden.

Welcher Putz passt, hängt vom Untergrund und vom Raum ab:

  • Wohnräume innen: klassischer Kalkzement-Grundputz, später Feinputz oder Spachtelung
  • Porenbeton und Leichtziegel: Leichtputze für diese Steine, damit der Putz nicht härter ist als das Mauerwerk
  • Feuchte Keller und altes Mauerwerk: Sanierputzsysteme, denn normaler Putz fällt auf nasser Wand schnell wieder ab
  • Außen und am Sockel: witterungs- und spritzwasserbeständige Putze nach dem System des Fassadenherstellers; bei einem Vollwärmeschutz (WDVS) gilt ohnehin dessen eigenes Putzsystem

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Bei gleicher Fläche kann der Aufwand auf zwei Baustellen sehr unterschiedlich sein. Leichter wird es bei:

  • Geradem Mauerwerk aus Plansteinen, auf dem eine dünnere Lage reicht
  • Großen, durchgehenden Wänden mit wenigen Fenstern und Ecken
  • Freiem Zugang und vorhandenem Wasser und Strom

Mehr Zeit kosten dagegen:

  • Altes, schiefes oder feuchtes Mauerwerk, das mit dicken Lagen ausgeglichen werden muss
  • Abschlagen des alten Putzes und Ausbessern des Untergrunds
  • Viele Laibungen, Ecken und Schlitze für Elektroleitungen
  • Hohe Räume oder Stiegenhäuser, in denen ein Gerüst nötig ist
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, wo alles abgedeckt und täglich aufgeräumt werden muss

Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft über Arbeitszeiten, die Entsorgung des Bauschutts und den Schutz von Stiegenhaus und Lift. So gibt es keinen Ärger mit den Nachbarn, wenn es einmal laut und staubig wird.

Fehler, die sich später rächen

  • Putz auf staubigem oder trockenem Untergrund: Er haftet nicht, klingt nach einiger Zeit hohl oder fällt ab.
  • Spritzbewurf auf Beton vergessen: Glatter Beton bietet dem Mörtel keinen Halt.
  • Zu dicke Lage auf einmal: Der Putz rutscht ab und reißt beim Trocknen.
  • Putzen bei Frost oder praller Sonne: Unter etwa +5 °C bindet der Mörtel nicht richtig ab, bei Hitze trocknet er zu schnell aus.
  • Zu früh gespachtelt oder gestrichen: Häufig sieht man, dass auf noch feuchten Putz die nächste Schicht kommt und nach ein paar Wochen Flecken oder Risse auftauchen. Als grobe Regel rechnet man etwa einen Tag Trocknung pro Millimeter Putzdicke, die genaue Zeit nennt der Hersteller.
  • Fehlende Armierung an Materialwechseln: Etwa dort, wo Ziegel an einen Betonrost stößt. Ohne Armierungsgewebe im Putz entsteht an solchen Stellen fast immer ein Riss.

Anleitung für Heimwerker: Grobputz im Keller oder in der Garage

Eine kleinere Fläche in einem Nebenraum schaffen Sie mit etwas Geduld auch selbst. Für ein ganzes Wohngeschoß oder die Fassade holen Sie besser einen Baumeister oder einen erfahrenen Verputzer. Arbeiten in der Höhe und auf dem Gerüst gehören in Fachhände.

  1. Lose Teile abklopfen und die Wand gründlich abkehren.
  2. Auf Beton einen Zement-Spritzbewurf auftragen, auf saugendes Mauerwerk eine Grundierung nach Herstellerangabe.
  3. Putzprofile mit der Wasserwaage lot- und fluchtgerecht setzen und anziehen lassen.
  4. Trockenmörtel genau nach Sackaufdruck mit Wasser anrühren, nur so viel, wie in der Verarbeitungszeit verbraucht wird.
  5. Mörtel mit der Kelle in kleinen Abschnitten von unten nach oben anwerfen.
  6. Überschuss mit der Kartätsche über die Profile abziehen und Fehlstellen nachfüllen.
  7. Nach dem Anziehen die Oberfläche mit dem Reibebrett abreiben.
  8. Putz vor Durchzug und Frost schützen und in Ruhe trocknen lassen.

So prüfen Sie den fertigen Putz

  • Eine lange Richtlatte an der Wand zeigt keine deutlichen Mulden oder Buckel; die zulässigen Abweichungen regeln die einschlägigen ÖNORMEN oder der Vertrag
  • Ecken und Laibungskanten sind gerade und senkrecht
  • Beim Abklopfen klingt der Putz nirgends hohl, sonst löst er sich vom Untergrund
  • Die Oberfläche zeigt keine Risse, bröseligen Stellen oder Flecken durch ungleichmäßiges Trocknen
  • Rund um Dosen, Rohre und Türstöcke ist sauber und vollständig angeputzt
  • Fenster, Böden und Leitungen sind nach der Arbeit von Mörtelresten befreit

Häufige Fragen

In Garage, Keller, Werkstatt oder Heizraum ja, eventuell mit einem Anstrich. In Wohnräumen kommt fast immer Feinputz oder eine Spachtelung darauf, damit die Fläche glatt wird und sich gut ausmalen lässt.

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