Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Epoxidharzboden bis 4 mm

Ein Epoxidharzboden bis 4 mm ist eine dünne, durchgehende Schicht aus Harz und Härter. Man gießt oder spachtelt sie auf einen festen Untergrund, und sie härtet zu einer harten, fugenlosen Oberfläche aus. Gefragt ist diese Lösung vor allem dann, wenn der Boden robust und leicht zu reinigen sein soll, aber höchstens ein paar Millimeter höhe

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
11,90 €/ m²
Richtwert-Spanne
9,50 € - 15,50 €
Wohnung 60 m²
1785,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Bodenbeläge5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Spezialböden
Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mmm²-
Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttungm²-
Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegenm²11,90 €-
Polyurethan-Designboden (Flüssigboden)m²-
Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmorm²-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Wann der dünne Epoxidboden passt und wann nicht

Die dünne Schicht verträgt normales Begehen, das Befahren mit dem Pkw, Öl, Streusalz und übliche Reinigungsmittel. Weil es keine Fugen gibt, setzt sich kein Schmutz fest und Wasser dringt nicht in Stöße ein. Deshalb bewährt sich der Boden in Garagen, Werkstätten, Heizräumen und Eingangsbereichen, aber auch in Schauräumen und Büros.

An manchen Stellen ist Vorsicht angebracht. Epoxid ist steif und gleicht Bewegungen im Untergrund nicht aus. Arbeitet der Estrich oder hat er Risse, zeichnen sich diese mit der Zeit auch in der neuen Schicht ab. In alten Kellern ohne Abdichtung gegen Erdfeuchte kann Feuchtigkeit von unten das Harz zu Blasen aufdrücken. Normales Epoxid vergilbt außerdem im direkten Sonnenlicht. Bei großen Fensterflächen wählt man deshalb eine UV-beständige Deckversiegelung. Für Wohnräume, in denen Sie einen weicheren und leiseren Boden möchten, ist ein Polyurethan-Gießboden oft die passendere Wahl, weil er etwas elastischer ist.

So entsteht der Boden Schritt für Schritt

Ob der Boden lange hält, entscheidet sich zum großen Teil bei der Vorbereitung. Das Gießen selbst ist erst die zweite Hälfte der Arbeit.

  1. Untergrund prüfen. Der Fachbetrieb prüft Festigkeit, Risse, Ebenheit und Feuchte. Zementestrich sollte nach Angaben vieler Hersteller etwa bis 4 CM-% Restfeuchte haben, gemessen mit der CM-Methode. Für Calciumsulfat- oder Anhydritestrich gelten deutlich niedrigere Werte. Die Feuchte wird gemessen, Schätzen reicht nicht.
  2. Mechanisch vorbereiten. Der Untergrund wird geschliffen, gefräst oder kugelgestrahlt. So verschwinden Kleberreste, Farbe, Fett und die weiche oberste Schicht des Estrichs. Ziel ist eine saubere, leicht aufgeraute Fläche. Größere Unebenheiten gleicht man vorher mit Spachtelmasse aus, nicht mit einer dicken Epoxidschicht.
  3. Staub absaugen. Nach dem Schleifen saugt man die Fläche gründlich mit einem Industriesauger ab. Feiner Staub ist eine der Hauptursachen dafür, dass sich Beschichtungen später ablösen.
  4. Grundieren. Auf den trockenen Untergrund kommt eine Epoxidgrundierung. Sie festigt die Oberfläche, gleicht die Saugfähigkeit aus und sorgt für Haftung. Bei stark saugendem Estrich grundiert man manchmal zweimal.
  5. Anmischen. Harz und Härter werden im genauen Mischungsverhältnis des Herstellers mit einem langsam laufenden Rührwerk gemischt, bis die Masse gleichmäßig ist. Danach zählt die Topfzeit: Wird sie überschritten, zieht das Material schon im Kübel an.
  6. Auftragen. Die Masse wird mit Zahnrakel oder Glättkelle abschnittsweise verteilt. Die Abschnitte verbindet man „nass in nass“, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.
  7. Entlüften. Mit einer Stachelwalze drückt man Luftblasen aus der noch flüssigen Schicht.
  8. Aushärten lassen. Begehbar ist der Boden meist nach etwa 24 Stunden. Voll belastbar ist er je nach Produkt und Temperatur in der Regel nach einigen Tagen, oft nach rund einer Woche. Bis dahin schützen Sie ihn vor Staub, Wasser und schweren Gegenständen.

Nicht ausgehärtetes Epoxid reizt die Haut und kann Allergien auslösen. Bei der Arbeit gehören Schutzhandschuhe und Schutzbrille dazu, und der Raum wird gelüftet. Wenn der Boden in einem Keller oder einer Garage im Mehrparteienhaus entsteht, informieren Sie vorher die Hausverwaltung oder die Wohnungseigentümergemeinschaft, denn Geruch und Dämpfe können sich in gemeinsame Räume ausbreiten.

Oberflächen und wann welche sinnvoll ist

  • Einfarbig. Die gängigste Wahl, die Farbtöne stammen meist aus der RAL-Palette. Glänzende Flächen wirken sauber, zeigen aber Kratzer und Staub stärker. Matt oder seidenmatt ist im Haushalt praktischer.
  • Rutschhemmend. In die Schicht wird feiner Quarzsand oder ein anderer Füllstoff eingestreut oder eingemischt. Das passt in Garage, Werkstatt und Vorraum, wo Sie mit nassen Schuhen hereinkommen. Je gröber die Struktur, desto sicherer der Tritt, desto mühsamer aber auch das Aufwischen.
  • Farbchips. Bunte Flocken werden in die nasse Schicht gestreut und mit einer transparenten Versiegelung fixiert. Das Ergebnis erinnert an Terrazzo und kaschiert kleinen Schmutz gut.
  • Metallic-Effekt. Metallische Pigmente erzeugen eine glänzende Oberfläche mit Tiefenwirkung. Das wirkt repräsentativ, verlangt aber viel Erfahrung, und jeder Boden sieht etwas anders aus.
  • Farbzonen und Markierungen. In Betrieben lassen sich Sicherheitsstreifen, Stellplätze oder ein Firmenlogo einarbeiten.

Denken Sie bei der Farbe an die Nutzung: Helle Töne lassen den Raum größer wirken, dunkle und graue verbergen Schmutz besser. Deshalb landet in Garagen meist ein Grauton.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein großer, rechteckiger Raum mit festem, trockenem und ebenem Beton oder Estrich. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen durch:

  • Alte Anstriche, Kleber oder Fliesen, die entfernt oder gründlich angeschliffen werden müssen
  • Risse, lose Stellen und Unebenheiten, die repariert und gespachtelt werden
  • Feuchten Untergrund, bei dem man warten oder eine spezielle Grundierung einsetzen muss
  • Verwinkelte Grundrisse mit vielen Ecken, Stützen und Übergängen
  • Dekorative Oberflächen und Deckversiegelungen, also zusätzliche Schichten mit Wartezeiten dazwischen
  • Kalte Räume, die vorher beheizt werden müssen

Typische Fehler bei der Ausführung

Die meisten Schäden zeigen sich nicht sofort, sondern nach einigen Wochen oder Monaten. In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Fehler auf:

  • Untergrund schlecht gereinigt. Staub, Fett oder eine weiche Estrichoberfläche führen zu Ablösungen und Blasen.
  • Falsches Mischungsverhältnis. Die Masse härtet dann nicht vollständig aus und bleibt weich oder klebrig.
  • Entlüften vergessen. Auf der Oberfläche bleiben kleine Krater, in denen sich Schmutz sammelt.
  • Ungünstige Bedingungen. Bei Kälte härtet Epoxid langsam und ungleichmäßig aus, bei hoher Luftfeuchte kann ein milchiger Schleier oder eine klebrige Oberfläche entstehen. Die Untergrundtemperatur sollte meist mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegen.
  • Risse einfach überschichtet. Risse im Estrich müssen vorher saniert werden, sonst kommen sie im Epoxid wieder durch. Bewegungsfugen im Estrich werden in die neue Schicht übernommen.
  • Zu früh belastet. Möbel, Auto oder Nasswischen kurz nach dem Gießen hinterlassen Spuren.

So prüfen Sie den fertigen Boden bei der Abnahme

  • Die Oberfläche ist durchgehend, ohne Blasen, Krater und abgelöste Stellen
  • Beim Abklopfen klingt es nirgends hohl
  • Farbe und Glanz sind einheitlich, ohne sichtbare Ansätze zwischen den Abschnitten
  • Nach der vom Hersteller genannten Zeit ist die Oberfläche weder klebrig noch weich
  • Die Ränder an Wänden, Türstöcken und Schwellen sind sauber ausgeführt
  • Bewegungsfugen sind erhalten und geschlossen
  • Eine vereinbarte rutschhemmende Oberfläche ist gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt
  • Sie haben Angaben zum verwendeten System, zur Zeit bis zur vollen Belastbarkeit und zur empfohlenen Reinigung erhalten

Häufige Fragen

Oft ja, wenn die Fliesen fest sitzen, nicht hohl klingen und keine gesprungenen Stücke haben. Die Fläche wird angeschliffen, entfettet und mit einer passenden Grundierung vorbehandelt. Die Fugen werden vorher gefüllt, sonst können sie sich abzeichnen. Sind Fliesen lose, ist es sicherer, sie zu entfernen und einen neuen Untergrund herzustellen.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.