Laminat schwimmend verlegen kostet laut aktueller Preisliste 11,90 € pro m² Arbeitsleistung. Eine komplette Parkettsanierung mit Schleifen, Spachteln und drei Lackschichten liegt bei 44,60 € pro m², eine Nivelliermasse bei 9,66 € pro m². Klick-Vinyl verlegen: Gesperrt. Der Endpreis hängt vor allem davon ab, wie eben und wie trocken der Estrich ist, wie verwinkelt die Räume sind und wie viele Details zu lösen sind. Sockelleisten, Übergangsprofile und das Entfernen des alten Belags werden gesondert verrechnet.
Leistungsarten und ihre Preise
Preisgünstiger, schwimmend verlegter Belag mit widerstandsfähiger Oberfläche. Er braucht einen ebenen, trockenen und tragfähigen Untergrund, eine passende Trittschalldämmung und eine freie Randfuge rundum.
Die geringe Aufbauhöhe und das angenehme Gehgefühl sind bei Sanierungen ein Vorteil. Das dünne Material zeichnet Unebenheiten aber nach, deshalb wird der Untergrund besonders genau geprüft.
Die natürliche Nutzschicht wirkt warm und lässt sich später renovieren. Das Holz wird vor der Montage akklimatisiert, und das Raumklima muss danach stabil bleiben.
Die feste Verbindung mit dem Untergrund verringert den Gehschall und verbessert die Wärmeübertragung. Nötig sind ein exakt vorbereiteter Untergrund und ein Klebstoff, der zum jeweiligen Belag passt.
Klassischer Boden mit langer Lebensdauer. Stabparkett zum Verkleben hat kein Klicksystem, die Stäbe werden mit Nut und Feder verbunden oder glatt verlegt. Nach dem Verkleben muss der Klebstoff aushärten, oft 48 Stunden bis mehrere Tage, erst dann wird maschinell geschliffen und die Oberfläche behandelt.
Sinnvoll bei festsitzendem Parkett ohne größere Ablösungen. Geschliffen wird mit Walzen- oder Bandschleifmaschine und Randschleifer. Die Spachtelmasse wird mit Schleifstaub angemischt, vollflächig mit der Glättspachtel aufgezogen und nach dem Trocknen mit feiner Körnung nachgeschliffen. Danach folgen drei Lackschichten: Grundierung und zwei Decklacke.
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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bodenbeläge | ||||
| Verlegung Laminatboden | m² | 11,90 € | - | |
| Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt) | m² | 3,57 € | - | |
| Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplan | m² | 7,58 € | - | |
| Verlegung Vinylboden (Klick) | m² | - | ||
| Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder) | m² | 18,60 € | - | |
| Vollflächige Verklebung Holzboden | m² | 17,84 € | - | |
| Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung Stabparkett | m² | - | ||
| Verlegung Chevron-Parkett (Französisches Fischgrät) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbe | m² | - | ||
| Parkett schleifen und 3× lackieren | m² | - | ||
| Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett) | m² | 44,60 € | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 5,95 € | - | |
| Acryl-Verfugung entlang der Sockelleisten | lfm | 1,64 € | - | |
| Setzen von Übergangsprofilen | Stk. | 11,90 € | - | |
| Spezialböden | ||||
| Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttung | m² | - | ||
| Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegen | m² | 11,90 € | - | |
| Polyurethan-Designboden (Flüssigboden) | m² | - | ||
| Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mm | m² | - | ||
| Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmor | m² | - | ||
| Vorbereitung | ||||
| Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauen | m² | 4,16 € | - | |
| Sockelleisten demontieren | lfm | 1,78 € | - | |
| Verklebtes Linoleum entfernen | m² | 6,70 € | - | |
| Schleifen des Betonuntergrundes | m² | 8,92 € | - | |
| Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierung | m² | 3,57 € | - | |
| Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Ecken | m² | 2,53 € | - | |
| Grundierung des Untergrundes | m² | 1,93 € | - | |
| Selbstnivellierende Ausgleichsmasse | m² | 9,66 € | - | |
| Randdämmstreifen umlaufend | lfm | 1,64 € | - | |
| Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor) | m² | 8,92 € | - | |
| Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Boden | m² | - | ||
| Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung) | m² | - | ||
| Bitumenbahn aufgeschweißt (1 Lage) | m² | - | ||
| Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübeln | Stk. | 26,76 € | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | 29,74 € | - | |
Was kostet das je nach Umfang
| Laminat auf vorbereitetem Untergrund Verlegung von 45 m² Laminat, Montage von 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofilen | 737,80 € |
| Klick-Vinyl mit Vorbereitung Grundierung und Nivellierung von 45 m², Verlegung des Vinylbodens, 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofile | ab 773,05 € |
| Komplette Parkettsanierung Schleifen, Spachteln und drei Lackschichten auf 45 m², Montage von 30 m Sockelleisten | 2185,95 € |
Wann ausführen
Materialarten und ihre Preise
Robuste Oberfläche und einfache Pflege machen es passend für übliche Wohnräume. Eine beschädigte Nutzschicht lässt sich durch Schleifen nicht erneuern.
Verträgt übliche Feuchtigkeit gut und hat eine geringe Aufbauhöhe. Braucht einen sehr ebenen Untergrund und muss für die konkreten Einsatzbedingungen freigegeben sein.
Formstabiler als Massivholz und je nach Produkt schwimmend verlegt oder verklebt. Die Nutzschicht hat meist 2 bis 4 mm, daher lässt sich der Boden im Laufe seiner Lebensdauer nur 1- bis 3-mal abschleifen. Die laufende Pflege erfolgt mit Pflegemittel oder Öl, nicht durch Schleifen.
Klassische, geklebte Holzelemente erlauben eine mehrfache Renovierung. Ein aufwendigeres Muster erhöht die Zahl der Zuschnitte und die Verlegezeit.
Die Hilfsstoffe werden nicht einzeln ausgesucht. Sie müssen mit Untergrund, Belag und einer allfälligen Fußbodenheizung ein abgestimmtes System bilden.
Untergrundvorbereitung Schritt für Schritt
Noch bevor der Belag bestellt wird, prüft der Bodenleger, ob der Untergrund tragfähig, eben und sauber ist und wie hoch der gesamte Aufbau wird. Er denkt dabei an den Platz unter den Türen, den Anschluss an die Nachbarräume und die Höhe von Sockelleisten und Übergangsprofilen.
Ob der Estrich trocken ist, lässt sich weder mit freiem Auge noch an der Zeit seit dem Einbringen beurteilen. Gemessen wird mit der CM-Methode (Calciumcarbid). Als Richtwert gelten bei Zementestrich etwa 2 %, bei Anhydritestrich etwa 0,5 %, mit Fußbodenheizung noch weniger. Maßgeblich sind aber immer die Vorgaben der Hersteller von Belag und Klebstoff. Ein zu feuchter Untergrund ist der häufigste Grund für Reklamationen bei Holzböden.
Der Bodenleger entfernt Kleberreste, weiche Oberflächenschichten und örtliche Unebenheiten. Der Untergrund muss danach fest sein und frei von allem, was die Haftung von Grundierung oder Klebstoff beeinträchtigen würde.
Die Grundierung wählt der Bodenleger nach Art des Untergrunds und danach, wie stark er saugt. Die Ebenheit prüft er mit der 2-Meter-Richtlatte. Üblich sind 2 bis 3 mm auf 2 m, bei Vinyl noch weniger. Passt das nicht, bringt er eine Nivelliermasse in der Stärke auf, die das Herstellersystem vorgibt.
Vor Beginn legt der Bodenleger Verlegerichtung, Breite der Randreihen, Übergänge zwischen den Räumen, Abschlüsse an der Stiege und Wandabstände fest. So vermeidet er schmale Zuschnitte und Stöße an ungünstigen Stellen.
Arbeitsablauf
- 01Der Bodenleger misst die Nettofläche und den Raumumfang aus und zählt Türen, Nischen und Durchführungen.
- 02Er prüft Ebenheit, Festigkeit und Restfeuchte des Untergrunds und dokumentiert die Ergebnisse, bevor der Untergrund abgedeckt wird.
- 03Lose Schichten werden entfernt, die Fläche abgesaugt und bei Bedarf geschliffen, grundiert oder ausgeglichen.
- 04Der Belag akklimatisiert direkt in dem Raum, in dem er verlegt wird. Laminat meist 48 Stunden, Holz 48 bis 72 Stunden oder so lange, wie es der Hersteller angibt.
- 05Der Bodenleger legt Verlegerichtung und Raster fest. Bei schwimmender Verlegung auf Beton kommt eine Dampfbremse darunter (PE-Folie mit 0,2 mm, falls die Trittschalldämmung keine hat) und eine passende Trittschalldämmung. Bei geklebten Böden wird der Klebstoff mit der Zahnspachtel auf den Untergrund aufgezogen, nicht auf die Unterseite der Dielen.
- 06Verlegt wird Reihe für Reihe oder im vereinbarten Muster. Laufend kontrolliert werden Fugen, Ebenheit und der Wandabstand, der bei schwimmender Verlegung meist 8 bis 10 mm beträgt. Bei großen Flächen wird der Boden im Türbereich getrennt.
- 07An Türen, Rohren und festen Bauteilen schneidet er sauber zu, sodass der Boden weiterhin arbeiten kann.
- 08Zum Schluss setzt er Sockel- und Übergangsleisten. Die Sockelleisten werden an der Wand befestigt, nie durch den schwimmenden Belag in den Untergrund.
- 09Der Bodenleger reinigt die Fläche und übergibt sie mit Hinweisen, wann der Boden belastet werden darf, wie er gereinigt wird, welches Raumklima er braucht und wie die Fußbodenheizung erstmals in Betrieb geht.
- Zwei-Meter-Richtlatte und Messkeil zur Kontrolle der Ebenheit des Untergrunds
- Gerät zur fachgerechten Messung der Restfeuchte im Estrich
- Industriesauger und Schleifmaschine mit Absaugung
- Rührwerk, Kübel, Rakel für die Nivelliermasse und Stachelwalze zum Entlüften
- Kapp- oder Tauchsäge mit Absaugung je nach Belagsart
- Abstandskeile, Schlagklotz und vom Hersteller empfohlenes Montagewerkzeug
5 häufige Fehler
Über Unebenheiten federn die Elemente, der Boden knarrt und die Verbindungen werden beansprucht. Eine dickere Trittschalldämmung ersetzt das Ausgleichen nicht und kann die Bewegung sogar verstärken.
Der Estrich kann an der Oberfläche trocken und innen noch feucht sein. Wird so ein Untergrund abgedeckt, können Holz, Klebstoff und die Unterseite des Belags Schaden nehmen.
Ein schwimmender Boden darf weder von Sockelleiste, Türstock, Küchenzeile noch von einer Schraube festgeklemmt werden. Ändern sich Temperatur und Feuchte, dehnt er sich aus und zieht sich zusammen, dafür braucht er Spielraum.
Entscheidend ist der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Aufbaus, nicht nur des Belags. Zu prüfen ist auch, ob Trittschalldämmung und Klebstoff passen und welche maximale Oberflächentemperatur der Hersteller zulässt.
Ist die Aufbauhöhe vorher nicht klar, streifen die Türen, das Übergangsprofil wird zur Kante und die Sockelleiste deckt die Randfuge nicht ab. Diese Details werden daher schon vor dem Nivellieren geplant.
Spezialböden und Trockenestrich
Ein Trockenestrich aus Gipsfaserplatten liegt lose auf einer Blähtonschüttung. Die Elemente sind werkseitig zweilagig mit Stufenfalz ausgeführt und werden miteinander verklebt und verschraubt, ohne Metallprofile. Der Blähton dämmt, daher wird eine Fußbodenheizung im Trockenaufbau mit einer Systemplatte mit Nuten und Wärmeleitblechen gelöst. Eine gegossene Epoxid- oder Polyurethanbeschichtung und eine elektrische Heizmatte sind anders aufgebaut und werden anders ausgeführt. Sie ersetzen keinen üblichen schwimmenden Boden. Vor der Auswahl sind Tragfähigkeit, Feuchte, verfügbare Höhe, Dehnfugen, Beheizung und die Nutzung des Raums zu beurteilen. Deshalb führt die Preisliste diese Arbeiten als eigene Positionen.
Welcher Bodenbelag passt in welchen Raum
Einen Bodenbelag wählen Sie nicht nur nach der Optik. Wichtiger ist, was im Raum passiert. Geht man dort mit Straßenschuhen? Kann Wasser auf den Boden kommen? Toben Kinder oder ein Hund durch die Wohnung? Liegt unter dem Boden eine Fußbodenheizung? Ein Material, das im Schlafzimmer viele Jahre schön bleibt, kann im Vorraum oder in der Küche schon nach wenigen Jahren abgenutzt aussehen.
- Laminat: verträgt Kratzer gut und gehört zu den günstigeren Lösungen. Wie abriebfest es ist, zeigen die AC-Klassen. Für die Wohnung nimmt man meist AC4, für stark begangene Bereiche eine höhere Klasse. Der Kern besteht aber aus Holzfaserplatte. Läuft Wasser in die Fugen, quillt er auf. Ins Bad gehört Laminat deshalb nicht.
- Vinyl: kommt mit Wasser zurecht, ist leiser und fühlt sich wärmer an. Wie lange es hält, hängt von der Stärke der Nutzschicht ab. Vinyl mit festem Mineralkern, oft Rigid-Vinyl genannt, bleibt formstabiler. Weiches Vinyl passt sich dem Untergrund besser an, zeigt dafür aber jede Unebenheit.
- Holzboden: ein Naturmaterial, das sich mehrmals abschleifen und auffrischen lässt. Er reagiert allerdings empfindlich auf die Luftfeuchtigkeit, und spitze oder harte Gegenstände hinterlassen Spuren.
- Fliesen: in Küche, Vorraum und Bad sehr robust und ein guter Partner für die Fußbodenheizung. Sie fühlen sich aber kühl und hart an.
Haben Sie große Fenster nach Süden? Schwimmend verlegtes Vinyl heizt sich in der direkten Sonne auf und dehnt sich aus. In solchen Räumen wählt man deshalb oft vollflächig verklebtes Vinyl, das an Ort und Stelle bleibt.
Der Untergrund: eben und trocken genug
Auch ein hochwertiger Boden ist nur so gut wie das, worauf er liegt. Legen Sie einen schwimmenden Boden auf einen unebenen Untergrund, federt und knarrt er beim Gehen, und die Klickverbindungen gehen mit der Zeit kaputt. Dünnes Klebevinyl zeichnet jede Welle und sogar ein Sandkorn ab. Deshalb prüft man die Ebenheit mit einer langen Richtlatte. Hohe Stellen werden abgeschliffen, Mulden mit selbstverlaufender Spachtelmasse ausgeglichen.
Frischer Estrich steckt voller Wasser, und das braucht Wochen, manchmal Monate, bis es verdunstet ist. Kommt Holz oder ein verklebter Belag zu früh darauf, zieht die Feuchtigkeit in den Boden. Holz quillt, Vinyl löst sich, und unter einem schwimmenden Boden kann sich Schimmel bilden. Die Restfeuchte misst der Bodenleger mit der CM-Methode direkt im Estrich. Als grobe Orientierung gelten für Holzböden auf Zementestrich etwa 2 % und auf Calciumsulfat- oder Anhydritestrich etwa 0,5 %. Mit Fußbodenheizung sollen die Werte noch niedriger liegen. Die verbindlichen Grenzwerte nennt immer der Hersteller von Belag und Kleber.
Soll der neue Boden auf alte Fliesen oder einen alten Belag, muss der Untergrund fest sein und darf nirgends wackeln. Tiefe Fliesenfugen werden verspachtelt. Sonst drückt sich ihr Raster nach einiger Zeit durch dünnes Vinyl, und Sie sehen es auf dem Boden.
In vielen Häusern aus der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre liegen noch alte Vinyl-Asbest-Platten, sogenannte Floor-Flex-Platten, oder schwarzer Kleber, der Asbest oder PAK enthalten kann. Solche Beläge sollten Sie nicht selbst herausreißen oder abschleifen. Lassen Sie im Zweifel eine Probe untersuchen und beauftragen Sie für den Ausbau einen dafür befugten Fachbetrieb.
Unterlage, Dampfsperre und Trittschall
Unter einen schwimmenden Boden gehört eine Unterlage. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus, dämpft den Schall und schützt die Klickverbindungen. Auf Zement- oder Anhydritestrich kommt unter Laminat und Holz zusätzlich eine Dampfsperrfolie. Ihre Bahnen werden überlappt und verklebt, damit sie die Feuchtigkeit aufhält, die aus dem Untergrund nach oben steigt. Manche Unterlagen haben diese Folie schon eingebaut. Hat Ihr Vinyl eine Unterlage bereits auf der Rückseite, legen Sie keine zweite darunter, sonst werden die Klickverbindungen überlastet.
Im Mehrparteienhaus spielt der Trittschall eine große Rolle, also das Geräusch Ihrer Schritte, das in die Wohnung darunter dringt. Laminat auf einer dünnen Unterlage klingt beim Gehen hohl und laut, Vinyl und verklebte Böden sind leiser. Tauschen Sie Teppich gegen einen harten Boden, lohnt sich eine gute Trittschalldämmung. Sonst läutet bald der Nachbar von unten. Dicker heißt aber nicht automatisch besser. Bei Klick-Vinyl und auf Fußbodenheizung schreiben die Hersteller genaue Kennwerte vor, und an die sollten Sie sich halten.
Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung, schauen Sie vorher in die Hausordnung und fragen Sie bei der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft nach. Manche Gemeinschaften regeln Ruhezeiten für laute Arbeiten oder verlangen, dass der Trittschallschutz nach einem Belagwechsel nicht schlechter wird. Zur Orientierung dienen dabei oft die ÖNORM B 8115 zum Schallschutz und die OIB-Richtlinie 5. In einer Mietwohnung sprechen Sie den Austausch mit dem Vermieter ab. Wollen Sie tiefer eingreifen, etwa den Estrich entfernen oder Leitungen verlegen, klären Sie das unbedingt vorher mit der Hausverwaltung: Der Estrich gilt in vielen Häusern als allgemeiner Teil der Liegenschaft und nicht als Teil Ihrer Wohnung.
Schwimmender Boden: Fugen, Übergänge und die Küche
Ein schwimmender Boden ist nicht mit dem Untergrund verbunden. Er dehnt sich mit Wärme und Feuchtigkeit aus und zieht sich wieder zusammen. Deshalb braucht er rundum an den Wänden einen Abstand, die Randfuge. Die Sesselleiste deckt sie später ab. In langen Räumen und an Engstellen, zum Beispiel in Türdurchgängen, setzt man eine Dehnungsfuge mit Übergangsprofil. Wie groß eine Fläche ohne Fuge sein darf, gibt der Hersteller vor.
Durchgehende Böden ohne Profile durch die ganze Wohnung sehen schön aus und werden immer öfter gewünscht. Bei schwimmender Verlegung geht das aber nur, wenn der Hersteller es für diese Flächengröße erlaubt. Sonst wölbt sich der Boden, wenn er arbeitet, oder die Klickverbindungen brechen. Bei vollflächig verklebten Böden gibt es diese Grenze nicht.
Küchenzeile, Einbauschrank oder eine schwere Kochinsel gehören nicht auf einen schwimmenden Boden. Sie drücken ihn fest auf den Untergrund, und er kann sich nicht mehr frei bewegen. Es gibt zwei Lösungen: Der Boden wird nur bis an die Küche verlegt und darunter bleibt der Untergrund, oder die Küche wird vor dem Verlegen montiert und der Boden mit Dehnungsfuge angearbeitet. Häufig sieht man, dass sich ein Boden nach dem ersten Winter genau an solchen schweren Möbeln aufwölbt.
Fußbodenheizung und der passende Belag
Jeder Belag bremst die Wärme ein wenig. Je stärker er das tut, desto weniger Wärme kommt im Raum an und desto wärmer muss das Heizwasser sein. Deshalb geben die Hersteller an, ob ein Belag für Fußbodenheizung geeignet ist. Der Wärmedurchlasswiderstand von Belag und Unterlage zusammen sollte niedrig sein. Das ist besonders wichtig, wenn eine Wärmepumpe heizt, denn sie arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen umso sparsamer. Wer eine alte Öl- oder Gasheizung tauschen will, landet oft bei einer Wärmepumpe, und dann lohnt es sich, den Bodenbelag gleich mitzudenken. Für den Heizungstausch und die thermische Sanierung gibt es Förderungen von Bund und Land, etwa den Sanierungsbonus. Was aktuell gilt, erfahren Sie bei der Förderstelle Ihres Bundeslandes oder bei einer Energieberatung.
Warum werden auf Fußbodenheizung gern verklebte Böden empfohlen? Zwischen Belag und Estrich liegt keine Luftschicht, die die Wärme aufhält. Bei Holz wählt man einen formstabilen Mehrschichtboden und Holzarten, die sich beim Austrocknen wenig verziehen. Buche und Ahorn reagieren stärker auf Feuchteschwankungen und sind deshalb weniger geeignet. Die Oberflächentemperatur unter Holz darf den Wert nicht überschreiten, den der Hersteller angibt.
Ein Punkt, der bei Neubau und Sanierung oft unterschätzt wird: Ein beheizter Estrich wird vor dem Verlegen nach einem festen Plan aufgeheizt und wieder abgekühlt. Lassen Sie sich vom Installateur ein Aufheizprotokoll geben. Der Bodenleger braucht es, bevor er mit der Arbeit beginnt.
Holzboden: Massivholz oder Mehrschicht, Lack oder Öl
Massivholzdielen bestehen durch und durch aus einem Stück Holz und lassen sich viele Male abschleifen. Mehrschichtparkett hat auf einer Trägerschicht eine dünnere Nutzschicht aus Edelholz. Es bleibt formstabiler, arbeitet weniger und passt auch auf Fußbodenheizung. Wie oft Sie es renovieren können, hängt von der Stärke dieser Nutzschicht ab.
Die Oberfläche schützt man mit Lack oder Öl. Lack bildet einen festen Film, der Boden ist leicht zu pflegen. Ist der Lack aber beschädigt, muss meist die ganze Fläche abgeschliffen und neu versiegelt werden, sonst sieht man die Ausbesserung. Öl zieht ins Holz ein, die Oberfläche bleibt matt und wirkt natürlicher. Dafür braucht sie regelmäßige Pflege. Ihr großer Vorteil: Eine beschädigte Stelle lässt sich einzeln anschleifen und nachölen, ohne dass ein Unterschied bleibt.
Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit. Im Winter trocknet die Heizungsluft aus, zwischen den Dielen öffnen sich Fugen, die sich im Sommer wieder schließen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit deutlich unter etwa 40 %, kann das Holz reißen. Ist sie sehr hoch, wölben sich die Dielen. Ein Luftbefeuchter im Winter tut dem Boden gut, und Ihnen auch.
Altes Parkett sanieren
Stabparkett aus den 1960er bis 1980er Jahren ist oft aus gutem Holz und sieht nach einer Sanierung wieder fast wie neu aus. Gleiches gilt für alte Fischgrätparkette und Schiffböden in Altbauwohnungen. Vor dem Schleifen prüft man lose Stäbe und klebt sie neu fest. Wichtig ist auch, wie viel Holz noch über der Feder steht, denn davon hängt ab, wie oft sich noch schleifen lässt. Die Fugen werden mit Fugenkitt gefüllt, der mit Schleifstaub angerührt wird. So hat er denselben Farbton wie das Holz.
Geschliffen wird in mehreren Gängen von grober zu feiner Körnung. An Wänden und in Ecken arbeitet man mit einer kleineren Randschleifmaschine nach. Danach wird der Staub abgesaugt, Grundierung oder Öl aufgetragen und zum Schluss die Deckschichten. Klären Sie vor dem Versiegeln, womit das Parkett früher behandelt wurde. Alte Wachse und manche Öle lassen neuen Lack nicht haften und müssen erst entfernt werden.
Bei älterem Parkett liegt manchmal ein schwarzer, teerhaltiger Kleber darunter, der PAK enthalten kann. Fällt Ihnen beim Lösen von Stäben solcher Kleber auf, unterbrechen Sie die Arbeit und lassen Sie das Material prüfen. Den Ausbau übernimmt dann ein Fachbetrieb.
Eine Sanierung lohnt sich nicht, wenn das Parkett bis auf die Feder abgeschliffen ist, Insekten es befallen haben, es lange durchnässt war oder auf großer Fläche lose liegt. Dann ist ein neuer Boden die vernünftigere Lösung.
Anleitung für Heimwerker: Kratzer und Dellen im Holzboden ausbessern
Kleine Schäden am Holzboden bekommen Sie oft auch ohne Bodenleger in den Griff. Wie Sie vorgehen, hängt davon ab, ob Ihr Boden geölt oder lackiert ist.
- Oberfläche bestimmen: Auf Lack bleibt ein Wassertropfen als Perle stehen, in geöltes Holz zieht er nach kurzer Zeit leicht ein.
- Bei einer Delle in geöltem Holz, etwa nach einem heruntergefallenen Gegenstand, ein feuchtes Baumwolltuch auflegen und kurz mit dem Bügeleisen darübergehen. Der Dampf richtet die gestauchten Holzfasern wieder auf.
- Nach dem Trocknen die Stelle mit Schleifpapier leicht in Faserrichtung anschleifen und mit demselben Öl behandeln wie den übrigen Boden.
- Einen flachen Kratzer im geölten Boden mit feinem Schleifpapier in Faserrichtung anschleifen und nachölen. Überschüssiges Öl nach einigen Minuten trocken abwischen.
- Einen flachen Kratzer im lackierten Boden mit einem Retuschierstift oder Hartwachs in Holzfarbe schließen. Tiefere Lackschäden nur durch Abschleifen und Neuversiegeln einer größeren Fläche beheben.
- Filzgleiter unter Sessel- und Möbelbeine kleben und unter den Bürosessel eine Schutzmatte legen, damit der Schaden nicht wiederkommt.
Worauf Sie bei der Abnahme achten sollten
- Der Boden ist eben, federt nicht und knarrt oder knackt beim Gehen nicht in den Verbindungen
- Die Stöße der Dielen sind dicht, ohne vorstehende Kanten und ohne Spalten
- Die Randfuge ist rundum von Sesselleisten abgedeckt, und die Leisten sind nicht am Boden befestigt
- Die Übergangsprofile sitzen fest, und die Türen gehen ohne Schleifen auf und zu
- Ein verklebter Boden klingt beim Abklopfen nicht hohl
- Sie haben ein Protokoll der Feuchtemessung, bei Fußbodenheizung auch das Aufheizprotokoll, und eine Pflegeanleitung passend zur Oberfläche erhalten
- Einige Dielen aus derselben Produktionscharge sind für spätere Reparaturen aufgehoben
Häufige Fragen
Eine komplette Parkettsanierung, also maschinelles Schleifen, vollflächiges Spachteln und drei Lackschichten, kostet laut aktueller Preisliste 44,60 € pro m² Arbeitsleistung. Lack und sonstiges Material werden gesondert verrechnet.
Klick-Vinyl wird schwimmend verlegt und hält über das Klicksystem, Klebe-Vinyl wird vollflächig auf den Untergrund geklebt. Beide sind dünn und zeigen jede Unebenheit, sie brauchen also einen ebeneren Untergrund als Laminat. Oft muss die ganze Fläche mit Nivelliermasse ausgeglichen werden, um 9,66 € pro m².
Die Verlegung eines Laminatbodens kostet laut aktueller Preisliste 11,90 € pro m² Arbeitsleistung. Vorbereitung und Ausgleich des Untergrunds, Sockelleisten, Übergangsprofile und das Entfernen des alten Belags werden gesondert verrechnet.
Nicht immer. Ausgeglichen wird, wenn der Untergrund nicht so eben ist, wie es der Belaghersteller verlangt, oder wenn die Aufbauhöhe angepasst werden muss. Ob das nötig ist, zeigt die Kontrolle mit der Richtlatte, nicht bloß ein Blick auf die Oberfläche.
Nur wenn der alte Boden fest, eben, trocken und hygienisch einwandfrei ist und der Hersteller des neuen Systems einen solchen Untergrund zulässt. Weiche, lose oder feuchte Schichten müssen entfernt werden. Prüfen Sie auch, wie hoch der Boden an Türen und Übergängen wird.
Ja, wenn der Hersteller es freigibt. Geprüft werden der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Aufbaus, die passende Trittschalldämmung und die maximal zulässige Oberflächentemperatur. Die Heizung wird schrittweise nach dem vorgegebenen Aufheizprogramm in Betrieb genommen, nicht sofort mit voller Leistung.
Das hängt vom Grundriss, der Größe der Elemente und dem Verlegemuster ab. Bei einfacher Verlegung reicht eine kleinere Reserve, bei diagonaler Verlegung oder Mustern braucht es mehr. Die genaue Menge ergibt sich aus dem Verlegeplan und der Empfehlung des Herstellers.
Neben der Fläche vor allem Zustand und Ebenheit des Untergrunds, die Anzahl der Räume und Türen, die Verlegeart, die Menge an Zuschnitten, Sockelleisten und Übergängen und ob ein alter Boden abgetragen werden muss. Deshalb werden die einzelnen Arbeiten getrennt berechnet und nicht mit einem Pauschalpreis pro m².
Ein schwimmender Boden ist nicht fest mit dem Untergrund verbunden und arbeitet als zusammenhängende Fläche. Ein geklebter Boden haftet vollflächig, wirkt fester und leitet die Wärme meist besser. Er braucht aber einen sorgfältiger vorbereiteten Untergrund und einen genau passenden Klebstoff.
Oft ja, wenn es stark genug ist, fest sitzt und keine größeren Schäden durch Feuchtigkeit oder Holzschädlinge aufweist. Vor der Sanierung werden lose Stäbe, Fugen, Ebenheit und die noch verbleibende Holzstärke zum Abschleifen geprüft.
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