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Grundierung des Bodens vor der Nivellierung

Die Grundierung ist ein dünner Anstrich auf Beton, Zementestrich, Calciumsulfatestrich (Anhydrit) oder einem anderen Untergrund. Sie kommt direkt vor dem Gießen der Ausgleichsmasse auf den Boden. Der Boden wird dadurch nicht ebener. Die Nivelliermasse haftet aber besser und trocknet gleichmäßig. Sie brauchen die Grundierung immer, wenn Si

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·14 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
1,93 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,50 € - 2,60 €
Wohnung 60 m²
290,00 €
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Bodenbeläge14 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Grundierung des Untergrundesm²1,93 €-
Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauenm²4,16 €-
Sockelleisten demontierenlfm1,78 €-
Verklebtes Linoleum entfernenm²6,70 €-
Schleifen des Betonuntergrundesm²8,92 €-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²3,57 €-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²2,53 €-
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²9,66 €-
Randdämmstreifen umlaufendlfm1,64 €-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²8,92 €-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²-
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²-
Bitumenbahn aufgeschweißt (1 Lage)m²-
Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübelnStk.26,76 €-
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Wozu die Grundierung dient und warum sie nicht fehlen darf

Jeder Untergrund saugt Wasser anders auf. Alter Beton zieht es wie ein Schwamm, ein glatter Anhydritestrich kaum. Gießen Sie Ausgleichsmasse auf eine ungrundierte Fläche, entziehen die saugenden Stellen ihr schnell das Wasser. Die Masse kann dort nicht richtig aushärten. Sie bleibt weicher, reißt leichter oder löst sich später ab.

Die Grundierung leistet drei Dinge:

  • Sie gleicht die Saugfähigkeit an, damit die Masse auf der ganzen Fläche gleich trocknet
  • Sie bindet Reststaub und festigt die oberste Schicht des Untergrunds
  • Sie verbindet den alten Untergrund mit der neuen Schicht

Hersteller von Ausgleichsmassen nennen die Grundierung im technischen Merkblatt meist als Voraussetzung. Fehlt sie, haben Sie bei einer späteren Reklamation schlechte Karten.

Nur grundieren oder zusätzlich Ecken mit Acryl abdichten

Diese Arbeit gibt es in zwei Varianten. Der Unterschied liegt darin, wie viel vor dem Gießen erledigt wird.

Grundierung des Untergrunds bedeutet: Fläche reinigen und Grundierung auftragen. Das passt, wenn Wand und Boden sauber aneinander anschließen und nirgends offene Fugen sind. Oft klebt dann auch schon der Randdämmstreifen ringsum.

Grundierung mit Abdichten der Ecken umfasst zusätzlich das Abdichten von Ecken und Fugen an den Wänden. Auch Rohrdurchführungen und Türschwellen werden mit Acryl verschlossen. Ausgleichsmasse ist sehr flüssig und findet jede Lücke. In der Praxis läuft sie oft unter der Wand ins Nebenzimmer oder in einen Hohlraum unter der Schwelle. Im Mehrparteienhaus kann sie sogar durch die Fuge am Heizungsrohr in die Wohnung darunter tropfen. Acryl verschließt diese Stellen. So bleibt die Masse dort, wo sie hingehört, und die Schicht wird so dick wie geplant.

Das Abdichten vor dem Nivellieren hat nichts mit dem Acryl an den Sockelleisten vor dem Ausmalen zu tun. Dieses kommt erst ganz am Ende, wenn Belag und Leisten liegen, und dient vor allem der Optik.

Welche Grundierung passt zu welchem Untergrund

Die Wahl hängt davon ab, worauf gegossen wird:

  • Universalgrundierung für normal saugende, feste Untergründe wie neueren Beton oder Zementestrich, im Baumarkt oft gebrauchsfertig erhältlich
  • Tiefengrund für alte, staubige und leicht mürbe Untergründe, dringt tiefer ein und festigt die Oberfläche
  • Grundierung für Calciumsulfat- und Gipsestriche, diese Böden sind feuchteempfindlich und brauchen ein Produkt, das der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt
  • Haftbrücke für nicht saugende Flächen wie alte Fliesen oder Terrazzo, eine normale Grundierung hätte dort nichts, worin sie einziehen kann

Sicher fahren Sie, wenn Grundierung und Ausgleichsmasse vom selben Hersteller stammen. Die Produkte sind aufeinander abgestimmt. Das Merkblatt nennt dann genau Verdünnung, Verbrauch und Trockenzeit.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Die meiste Zeit kostet nicht der Anstrich selbst, sondern die Vorbereitung. Mehr Aufwand bedeuten:

  • Reste von altem Kleber, die abgeschliffen oder abgekratzt werden müssen
  • Fettflecken, typisch in ehemaligen Küchen und Werkstätten
  • Mürbe Stellen, die entfernt und ausgebessert werden müssen
  • Sehr stark saugende Untergründe, die zwei Anstriche brauchen
  • Verwinkelte Räume mit vielen Ecken, Rohren und Schwellen, wo viel mit dem Pinsel gearbeitet und bei der zweiten Variante auch abgedichtet wird

Eine große, gleichmäßige Fläche mit sauberem Estrich ist dagegen schnell grundiert, meist reicht die Rolle.

Anleitung für Heimwerker: Grundieren vor dem Nivellieren

Das Grundieren können Sie selbst übernehmen, die Arbeit ist nicht gefährlich. Es kommt auf Sorgfalt und Geduld beim Trocknen an. Ist der Untergrund fragwürdig, etwa mürbe oder feucht, sollte ihn lieber ein Professionist wie ein Bodenleger oder Estrichleger beurteilen.

  1. Kleberreste, alte Anstriche und lose Teile mit Spachtel oder Schleifmaschine entfernen.
  2. Fettige Stellen mit einem geeigneten Reiniger entfetten und trocknen lassen.
  3. Die ganze Fläche gründlich absaugen, wenn möglich mit einem Industriesauger.
  4. Prüfen, ob der Untergrund trocken und fest ist, im Zweifel die Restfeuchte messen lassen.
  5. Randdämmstreifen rundum ankleben, falls noch keiner vorhanden ist.
  6. Bei der Variante mit Abdichtung Ecken, Wandfugen, Rohrdurchführungen und Schwellen mit Acryl schließen und nach Herstellerangabe trocknen lassen.
  7. Grundierung nach Merkblatt anmischen, die Verdünnung nicht schätzen.
  8. Ecken, Ränder und Bereiche um Rohre mit dem Pinsel streichen.
  9. Die Fläche mit der Rolle im Kreuzgang streichen, von der hintersten Ecke Richtung Tür, dünn und ohne Lacken.
  10. Bei stark saugendem Untergrund nach dem Trocknen der ersten Schicht eine zweite auftragen.
  11. Die Grundierung nach Herstellerangabe trocknen lassen, meist einige Stunden, und den Boden bis dahin nicht betreten.

Arbeiten Sie bei etwa 10 bis 25 °C, ohne Durchzug und ohne direkte Sonne. Bei Kälte dauert das Trocknen deutlich länger. Bei Hitze trocknet der Anstrich, bevor er in den Untergrund einziehen kann.

Typische Fehler

  • Grundierung auf Staub oder Fett: Sie verbindet sich mit dem Schmutz statt mit dem Untergrund, und die Ausgleichsmasse löst sich später
  • Ausgelassene Stellen: Vor allem an Wänden und hinter Heizkörpern entstehen dann Blasen oder feine Risse
  • Zu dicke Schicht oder Lacken: Es bildet sich ein glänzender Film, auf dem die Masse schlechter haftet
  • Verdünnen nach Gefühl: Zu dünn wirkt die Grundierung nicht, zu dick bildet sie eine dichte Sperrschicht
  • Gießen auf nassen Anstrich: Die Schichten verbinden sich nicht, der Boden kann später reißen
  • Offene Fugen: Die Masse läuft in Hohlräume oder zu den Nachbarn, und im Raum fehlt Material

Kontrolle vor dem Gießen der Ausgleichsmasse

Bevor die Ausgleichsmasse angerührt wird, gehen Sie den Boden einmal durch:

  • Die Oberfläche ist trocken und klebt nicht mehr
  • Der Anstrich ist überall gleichmäßig, ohne Lücken und glänzende Stellen
  • Ecken, Ränder und die Bereiche um Rohre sind gestrichen
  • Der Randdämmstreifen liegt rundum
  • Bei der Variante mit Abdichtung sind Ecken und Fugen durchgehend geschlossen und das Acryl ist trocken
  • Auf dem Boden liegt kein neuer Staub, und es sind keine Schuhabdrücke zu sehen
  • Die Grundierung entspricht der, die der Hersteller zur gewählten Ausgleichsmasse empfiehlt

Häufige Fragen

Auf normal saugendem, festem Untergrund meistens ja. Alter, stark saugender Beton braucht oft zwei Schichten: Die erste dringt tief ein, die zweite gleicht die Oberfläche an. Den genauen Ablauf nennt der Hersteller.

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