Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage des Parkettbelages und Verklebung der ursprünglichen Parkettfriese: Erneuerung

Bei dieser Arbeit wird altes Massivholzparkett nicht ersetzt, sondern wiederverwendet. Der Parkettleger nimmt die einzelnen Stäbe, auch Friese genannt, vorsichtig heraus, reinigt und sortiert sie und klebt sie anschließend auf einen neuen oder sanierten Untergrund. Meist entsteht dabei wieder das ursprüngliche Muster, zum Beispiel Fischgr

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
10,22 €/ m²
Richtwert-Spanne
3,57 € - 44,60 €
Wohnung 60 m²
1533,00 €
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Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²3,57 €-
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²7,58 €-
Verlegung Laminatbodenm²11,90 €-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²18,60 €-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²17,84 €-
Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Verlegung Chevron-Parkett (Französisches Fischgrät)m²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²44,60 €-
Montage von Sockelleistenlfm5,95 €-
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm1,64 €-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.11,90 €-
Summe Arbeit
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Wann sich die Wiederverlegung lohnt

Massive Parkettstäbe aus Eiche, Buche oder Esche halten Jahrzehnte und lassen sich mehrfach abschleifen. Sind die Stäbe fest und Nut und Feder noch intakt, ist die Wiederverlegung eine vernünftige Entscheidung. Sie behalten Optik, Patina und Muster, der Boden passt weiter zu den alten Türen und Türstöcken, und es entsteht kaum Abfall.

Sinnvoll ist die Erneuerung vor allem, wenn:

  • die Stäbe aus Massivholz sind und die meisten Verbindungen unbeschädigt sind
  • der Boden einen historischen oder gestalterischen Wert hat, etwa im Gründerzeithaus
  • Sie ein einheitliches Bild mit den übrigen Räumen erhalten wollen
  • der Untergrund saniert werden muss, das Holz aber in gutem Zustand ist

Sind die Stäbe verfault, vom Holzwurm befallen oder lange durchnässt gewesen, oder ist nach früheren Schleifgängen kaum noch Holz über der Feder übrig, lohnt sich meist ein Austausch, zumindest in Teilen.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Über die Qualität entscheidet zum großen Teil die Vorbereitung. Das eigentliche Verkleben ist nur die zweite Hälfte der Arbeit.

  1. Vorsichtiger Ausbau: Die Stäbe werden von Hand mit feinem Werkzeug gelöst, damit Nut und Feder nicht abbrechen.
  2. Unterseite reinigen: Reste von altem Kleber, Bitumen oder Kitt werden von der Unterseite und den Kanten entfernt, damit der neue Kleber hält und der Stab plan aufliegt.
  3. Sortieren: Jeder Stab wird auf Maß, Höhe und Schäden geprüft. Gerissene oder unvollständige Stäbe werden aussortiert oder am Rand verbaut, wo die Sesselleiste sie verdeckt.
  4. Akklimatisieren: Die Stäbe lagern einige Tage, in der Regel mindestens 48 Stunden, in dem Raum, in dem sie verlegt werden, bei normaler Raumtemperatur und Luftfeuchte.
  5. Verlegeplan und Trockenprobe: Der Parkettleger legt die Achse des Musters fest, klärt die Übergänge zu den Nachbarräumen und den Startpunkt. Einen Teil der Stäbe legt er trocken aus, um zu prüfen, ob sie sauber ineinanderpassen.
  6. Verkleben: Der Kleber wird mit einer Zahnspachtel auf den Untergrund aufgetragen, die Stäbe werden nach Muster eingelegt, angedrückt und mit dem Gummihammer nachgeklopft. Ebenheit und Richtung werden laufend kontrolliert.
  7. Aushärten: Der Boden bleibt in Ruhe, bis der Kleber ausgehärtet ist. Das dauert meist etwa 12 bis 24 Stunden, bei manchen Klebern länger. Die genaue Zeit gibt der Hersteller vor.

Danach folgen Schleifen, Verfugen und Oberflächenbehandlung mit Öl oder Lack. Oft übernimmt das derselbe Parkettleger, in der Preisliste stehen diese Arbeiten aber meist als eigene Positionen.

Kleber und Untergrund: was passt

Warum reicht nicht einfach irgendein Holzleim? Massivholz arbeitet, wenn sich die Luftfeuchte ändert, und der Kleber muss diese Bewegungen mitmachen. Für Massivparkett nimmt man heute meist wasserfreie Kleber auf Silanbasis (MS- oder SMP-Kleber) oder Polyurethankleber. Dispersionskleber enthalten Wasser, das das Holz aufquellen lassen kann. Sie kommen deshalb nur dort infrage, wo der Hersteller sie für das Format und die Holzart ausdrücklich freigibt. Worauf es bei der Verlegung im Detail ankommt, regeln in Österreich die einschlägigen ÖNORMen für Holzfußböden, an denen sich ein seriöser Parkettleger orientiert.

Der Untergrund muss tragfähig, eben, sauber und trocken sein:

  • Zementestrich wird vor dem Kleben entstaubt, die Restfeuchte wird gemessen, üblicherweise mit der CM-Methode. Eine Grundierung richtet sich nach dem Klebersystem.
  • Calciumsulfatestrich (Anhydrit) wird in der Regel angeschliffen und abgesaugt. Er reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit.
  • OSB- und Gipsfaserplatten müssen fest verschraubt sein, dürfen nicht federn und brauchen sauber angeglichene Stöße.

Ist der alte Untergrund stark uneben, kommt eine Ausgleichsmasse oder ein Trockenestrich aus Gipsfaserplatten zum Einsatz. Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus mit Eigentumswohnungen, sprechen Sie vor jedem Eingriff in den Bodenaufbau mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002. Als Mieter klären Sie solche Arbeiten vorher mit dem Vermieter. Häufig geht es dabei um den Trittschall zu den Nachbarn unter Ihnen. Wird in die Deckenkonstruktion eingegriffen, etwa bei alten Holzbalkendecken, ziehen Sie für die Statik eine Fachperson hinzu, zum Beispiel einen Baumeister oder Statiker.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Der Aufwand schwankt bei der Wiederverlegung viel stärker als bei neuem Parkett. Zügiger geht es, wenn:

  • die Stäbe nur auf Kleber liegen, der sich leicht löst
  • die meisten Stäbe vollständig und gleich groß sind
  • das Muster einfach ist, zum Beispiel ein Schiffsverband in geraden Reihen
  • der Raum rechtwinklig ist und wenige Ausschnitte hat

Mehr Zeit braucht es, wenn unten eine dicke Schicht Bitumen klebt, wenn fehlende Stäbe aus gleichem Holz und mit gleichem Profil ergänzt werden müssen oder wenn Fischgrät, Diagonalverlegung oder Muster mit Fries und Rahmen gefragt sind. Verwinkelte Räume mit Nischen, Heizungsrohren und Türstöcken bedeuten zusätzlich viel genaues Zuschneiden.

Bei alten Böden ist Vorsicht beim Kleber angebracht. Schwarze Parkettkleber auf Teer- oder Bitumenbasis können sogenannte PAK enthalten, also gesundheitsschädliche Stoffe. In alten Bodenschichten kann vereinzelt auch Asbest vorkommen. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie eine Probe im Labor untersuchen. Asbest darf nur ein dafür befugter Fachbetrieb entfernen.

Typische Fehler bei der Wiederverlegung

  • Grober Ausbau. Wer mit dem Stemmeisen hebelt, bricht leicht die Feder ab, und aus einem guten Stab wird Abfall.
  • Schlecht gereinigte Unterseite. Bitumenreste bilden Buckel, der Stab federt oder löst sich später.
  • Keine Akklimatisierung. Stäbe, die im Keller oder in der Garage lagen, trocknen nach dem Verkleben nach, und es öffnen sich Fugen.
  • Falscher oder zu wenig Kleber. Es entstehen Hohlstellen, die beim Gehen klappern oder knarren.
  • Kein Randabstand zur Wand. Das Holz kann sich nicht ausdehnen, der Boden kann sich aufwölben.
  • Verrutschte Achse. Beim Fischgrät vergrößert sich eine kleine Abweichung am Anfang mit jeder Reihe. In der Raummitte lässt sie sich dann nur noch durch Ausbauen ganzer Reihen beheben.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie vor dem Schleifen oder bei der Abnahme langsam und aufmerksam über den Boden. Achten Sie auf diese Punkte:

  • Die Stäbe klappern, federn und knarren nicht, wenn Sie das Gewicht verlagern
  • Das Muster hält die Richtung, die Achse passt zur Tür oder zur Hauptwand
  • Die Übergänge zwischen den Räumen sind fließend und ohne Höhenversatz
  • An den Wänden ist ein Randabstand frei, den später die Sesselleiste verdeckt
  • Aus den Fugen quillt kein Kleber, die Oberfläche ist nicht verschmiert
  • Ergänzte Stäbe haben dasselbe Maß und Profil wie die alten
  • Der Parkettleger hat Ihnen gesagt, welchen Kleber er verwendet hat und ab wann geschliffen werden kann

Häufige Fragen

Meist ja, wenn Holz und Verbindungen gesund sind. Der alte Kleber muss aber gründlich von der Unterseite runter, sonst hält der neue nicht. Wegen möglicher Schadstoffe sollte mit Absaugung und Atemschutz gearbeitet werden. Den Abfall entsorgen Sie nach den Vorgaben Ihrer Gemeinde, meist über das Altstoffsammelzentrum oder einen Entsorgungsbetrieb.

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