Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bodenbeläge | ||||
| Vollflächige Verklebung Holzboden | m² | 17,84 € | - | |
| Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt) | m² | 3,57 € | - | |
| Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplan | m² | 7,58 € | - | |
| Verlegung Laminatboden | m² | 11,90 € | - | |
| Verlegung Vinylboden (Klick) | m² | - | ||
| Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder) | m² | 18,60 € | - | |
| Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung Stabparkett | m² | - | ||
| Verlegung Chevron-Parkett (Französisches Fischgrät) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbe | m² | - | ||
| Parkett schleifen und 3× lackieren | m² | - | ||
| Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett) | m² | 44,60 € | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 5,95 € | - | |
| Acryl-Verfugung entlang der Sockelleisten | lfm | 1,64 € | - | |
| Setzen von Übergangsprofilen | Stk. | 11,90 € | - | |
Wann sich Kleben mehr lohnt als schwimmend verlegen
Ein schwimmend verlegter Boden liegt auf einer dünnen Unterlage und ist mit dem Estrich nicht verbunden. Er ist schneller verlegt, kann beim Gehen aber klappern und leicht federn. Ein verklebter Boden ist fest mit dem Untergrund verbunden. Er klingt satter und fühlt sich unter den Füßen wie eine geschlossene Fläche an.
Sinnvoll ist das Verkleben vor allem in diesen Fällen:
- Massivparkett und Stabparkett: Massivholz arbeitet bei wechselnder Luftfeuchtigkeit stärker und kann sich lose verlegt verziehen oder Fugen bilden
- Fußbodenheizung: Ohne Luftschicht und Unterlage kommt die Wärme leichter im Raum an
- Große, offene Räume: Verklebtes Parkett lässt sich oft ohne Übergangsprofile durch mehrere Räume führen, wenn der Hersteller das zulässt
- Stark begangene Flächen: Im Vorzimmer, Wohnzimmer oder Büro würden die Verbindungen eines schwimmenden Bodens mit der Zeit stark beansprucht
Auch Mehrschichtparkett mit Klickverbindung lässt sich verkleben. Ob der Hersteller das erlaubt und mit welchem Kleber, steht im technischen Merkblatt. Nicht jedes Klick-Parkett ist dafür gedacht.
Was der Untergrund leisten muss
Der Kleber hält nur auf einem Untergrund, der selbst hält. Sandet der Estrich ab oder ist er zu feucht, zeigt sich der Fehler früher oder später auf der ganzen Fläche. Der Untergrund muss sein:
- Trocken: Die Restfeuchte misst man mit der CM-Methode. Dabei wird eine Probe aus dem Estrich entnommen, ein Gerät nur auf die Oberfläche zu halten reicht nicht. Bei Zementestrich gelten meist rund 1,8 bis 2 CM-%, bei Calciumsulfatestrich (Anhydrit) etwa 0,5 CM-%, mit Fußbodenheizung jeweils etwas weniger. Die genauen Werte geben die ÖNORM für Parkettarbeiten und die Hersteller von Parkett und Kleber vor
- Fest: Ohne absandende Schichten, Risse oder lose Stellen
- Eben: Die Toleranzen sind in Österreich in der ÖNORM DIN 18202 geregelt, viele Parketthersteller verlangen zusätzlich engere Werte. Größere Unebenheiten gleicht man mit Spachtelmasse aus
- Sauber: Frei von Staub, Fett, Farbresten und alten Kleberresten
Calciumsulfatestrich wird vor dem Verlegen angeschliffen und gründlich abgesaugt. Bei Fußbodenheizung muss der Estrich vorher nach Aufheizprotokoll belegreif geheizt werden. Dieses Protokoll erstellt der Installateur, und der Parkettleger sollte es vorliegen haben.
Vor dem Kleber kommt fast immer eine Grundierung. Sie gleicht die Saugfähigkeit an, bindet restlichen Staub und verbessert die Haftung. Die Grundierung sollte aus dem System stammen, das der Kleberhersteller empfiehlt.
Soll auf einen alten Belag geklebt werden, etwa auf Fliesen oder altes Parkett, muss dieser fest, hohlraumfrei und entfettet sein. Lose Parkettstäbe gehören entfernt, sonst löst sich der neue Boden mit ihnen zusammen.
Welcher Kleber passt
Für Holz nimmt man keinen Universalkleber. In der Praxis kommen vor allem drei Gruppen vor:
- SMP- und Silankleber: Sie bleiben elastisch, fangen die natürliche Bewegung des Holzes ab und sind lösemittelfrei. Sie eignen sich für die meisten Mehrschichtböden und auch für Fußbodenheizung
- Einkomponenten-PU-Kleber: Fest und trotzdem elastisch, auch für Massivparkett geeignet
- Zweikomponenten-PU-Kleber: Sehr fest und feuchteunempfindlich, für anspruchsvolle Holzarten und hohe Belastung. Sie müssen genau angemischt und zügig verarbeitet werden
Bei exotischen Hölzern, zum Beispiel sehr ölhaltigen Arten, schreiben Hersteller oft einen bestimmten Kleber vor. Die Faustregel ist einfach: Das Merkblatt des Parketts und das Merkblatt des Klebers müssen zusammenpassen. Achten Sie in Wohnräumen außerdem auf emissionsarme Produkte.
Anleitung für Heimwerker: Parkett Schritt für Schritt verkleben
Ob Sie selbst verlegen oder einem Parkettleger über die Schulter schauen: So läuft die Arbeit in der richtigen Reihenfolge ab.
- Parkett im Verlegeraum akklimatisieren lassen, meist mindestens 48 Stunden in den geschlossenen Paketen.
- Restfeuchte des Estrichs messen, Festigkeit und Ebenheit prüfen.
- Untergrund anschleifen, absaugen, bei Bedarf spachteln und trocknen lassen.
- Grundierung auftragen und die Trockenzeit laut Hersteller einhalten.
- Verlegung planen: Verlegerichtung, Fugenversatz und Startwand festlegen. Meist verlegt man entlang der längeren Wand oder in Richtung des Lichteinfalls.
- Kleber mit der Zahnspachtel in der vom Hersteller genannten Zahnung auftragen, immer nur so viel Fläche, wie sich innerhalb der offenen Zeit belegen lässt.
- Elemente ins Kleberbett drücken, zusammenfügen und mit Schlagklotz und Gummihammer nachklopfen. An den Wänden eine Randfuge laut Hersteller lassen, üblich sind etwa 10 mm.
- Laufend Ebenheit und Fugen kontrollieren und hochgedrückten Kleber sofort von der Oberfläche entfernen.
- Boden ruhen lassen. Begehbar ist er meist nach etwa 24 Stunden, Möbel und volle Belastung je nach Kleber meist nach 48 bis 72 Stunden.
- Sockelleisten montieren, die die Randfugen abdecken.
Während der Arbeit und einige Tage danach sollte der Raum etwa 18 bis 22 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 45 bis 60 % haben. Eine Fußbodenheizung wird vor dem Kleben abgeschaltet oder heruntergeregelt und nach dem Aushärten des Klebers langsam wieder hochgefahren.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Arbeit anfällt, hängt vor allem davon ab:
- Zustand des Untergrunds: Ein neuer, ebener und trockener Estrich ist der einfache Fall. Alter, unebener Beton oder das Entfernen von altem Parkett samt Kleber kostet viele Stunden
- Raumform: Nischen, Säulen, Heizungsrohre und viele Türstöcke bedeuten viele genaue Zuschnitte
- Art des Parketts: Mehrschichtdielen mit Klick gehen schneller als Massivstäbe im Muster, etwa im Fischgrät
- Holzart und Kleber: Hartes Holz lässt sich schwerer schneiden, und 2K-Kleber verlangen mehr Erfahrung
Im Mehrparteienhaus sollten Sie die Hausverwaltung vorher informieren, schon wegen des Lärms beim Schleifen und Herausreißen des alten Bodens und der Ruhezeiten laut Hausordnung. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist auch der Trittschallschutz ein Thema: Ein neuer Belag darf ihn gegenüber den Nachbarn nicht verschlechtern.
Typische Fehler
- Zu feuchter Estrich: Das Holz zieht von unten Feuchtigkeit, quillt auf, und der Kleber kann seine Haftung verlieren. Eine CM-Messung gehört deshalb immer dazu
- Grundierung vergessen oder Staub auf der Fläche: Der Kleber haftet dann am Staub, nicht am Estrich
- Zu wenig Kleber oder falsche Zahnspachtel: Unter den Elementen bleiben Hohlstellen, die beim Abklopfen hohl klingen
- Offene Zeit überschritten: Der Kleber bildet eine Haut, und das Element haftet nicht mehr richtig
- Fehlende Randfugen: Auch verklebtes Parkett arbeitet ein wenig und kann sich ohne Abstand zur Wand aufwölben
- Nicht akklimatisiertes Holz: Dielen direkt aus dem kalten Lager verändern sich nach dem Verlegen noch, und es öffnen sich Fugen
Worauf Sie bei der Übernahme achten
Gehen Sie bei der Übernahme die ganze Fläche ab und prüfen Sie diese Punkte:
- Der Boden klingt beim Abklopfen nirgends hohl und nichts bewegt sich unter dem Fuß
- Die Fugen zwischen den Elementen sind gleichmäßig und alle Stöße geschlossen
- Die Oberfläche ist frei von Kleberresten, Kratzern und Hammerabdrücken
- An den Wänden ist eine Randfuge vorhanden und die Leisten decken sie vollständig ab
- Anschlüsse an Türstöcken und Rohren sind sauber zugeschnitten
- Sie haben das Protokoll der CM-Messung und die Namen von Kleber und Grundierung erhalten
- Sie haben Pflegehinweise und wissen, ab wann der Boden voll belastbar ist und die Heizung wieder laufen darf
Häufige Fragen
Im Raum selbst klingen Schritte auf verklebtem Parkett leiser und weniger hohl. Wie viel Trittschall bei den Nachbarn ankommt, hängt aber vor allem von Decke und Trittschalldämmung unter dem Estrich ab. Wenn das für Sie wichtig ist, sprechen Sie vor der Wahl des Systems mit dem Parkettleger.
Ja, aber deutlich mühsamer als ein schwimmender Boden. Die Elemente werden meist abgestemmt, und die Kleberreste müssen vom Estrich abgeschliffen werden. Verkleben ist daher eine Lösung für viele Jahre.
Bei guter Verlegung und Pflege Jahrzehnte. Ist die Nutzschicht dick genug, kann man das Parkett mehrmals abschleifen und neu versiegeln oder ölen, was seine Lebensdauer deutlich verlängert.
Bei Mehrschichtparkett auf gutem Untergrund ist das möglich, wenn Sie die Herstellervorgaben einhalten, die Feuchte messen lassen und ohne Zeitdruck arbeiten. Fehler beim Kleben lassen sich aber kaum korrigieren. Bei Massivparkett, Mustern und Fußbodenheizung beauftragen die meisten deshalb einen Parkettleger.
Regelmäßig saugen, nur nebelfeucht wischen und Reiniger für versiegeltes oder geöltes Holz verwenden. Unter Möbel gehören Filzgleiter, unter Bürostühle mit Rollen eine Schutzmatte und an den Eingang ein Fußabstreifer. Geölte Böden brauchen ab und zu ein Pflegeöl.
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