Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage - PVC-Eckschutzleiste

Eine PVC-Eckschutzleiste ist ein schmales Profil in L-Form. Sie kommt auf die Außenecken von Wänden. Dort hält sie die Kante gerade und stabil, und der Putz reißt nicht. Meist brauchen Sie sie bei einer Fassadendämmung, in Österreich oft Vollwärmeschutz genannt. Dort wird sie in die Armierungsschicht auf den Dämmplatten eingebettet. Auch

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
1,73 €/ lfm
Richtwert-Spanne
1,30 € - 2,30 €
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Montage PVC-Eckprofillfm1,73 €-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²37,70 €-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²44,00 €-
WDVS-Montage bis 20 cmm²20,43 €-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm4,70 €-
Decken- / Dachbodendämmungm²15,70 €-
Dampfsperrem²6,30 €-
Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1,26 €-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm1,73 €-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Wozu die Eckschutzleiste dient

An einer Hausecke stößt man am häufigsten an: mit dem Fahrrad, dem Rasenmäher, der Leiter oder der Einkaufstasche. Putz oder Spachtelmasse allein würde an einer scharfen Kante schnell abplatzen. Die Leiste verstärkt die Kante und schützt sie.

Die zweite Aufgabe sieht man nicht. An der Ecke treffen zwei Flächen aufeinander, und im Putz entstehen dort Spannungen, etwa durch den Wechsel von Wärme und Frost. Eine Leiste mit Gewebe verteilt diese Spannungen in die Fläche. So reißt die Ecke nicht.

Der dritte Grund ist die Optik. Von Hand lässt sich eine lange, gerade und scharfe Kante kaum herstellen. Die Leiste gibt die Linie vor, und der Verputzer arbeitet daran entlang wie an einer Führung.

PVC rostet nicht und verträgt Feuchtigkeit. Deshalb wird es an Fassaden und im Vollwärmeschutz häufiger eingesetzt als verzinkte Metallprofile. Bei diesen können sich mit der Zeit Rostflecken zeigen.

Welche Leisten es gibt und wann welche passt

  • PVC-Eckschutzleiste mit Glasfasergewebe: Auf beiden Schenkeln ist ein Gewebestreifen angebracht. Beim Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist das der übliche Standard. Das Gewebe wird mit dem Armierungsgewebe der ganzen Fassade verbunden. So wird die Ecke Teil der Armierungsschicht.
  • PVC-Eckschutzleiste ohne Gewebe: Sie hat nur gelochte Schenkel. Sie eignet sich für Innenputz und für Stellen, an denen die Ecke wenig belastet wird. Für das WDVS ist sie ungeeignet, weil die Armierung fehlt.
  • Leiste mit variablem Winkel: Sie ist für Ecken gedacht, die keinen rechten Winkel haben, zum Beispiel schräge Laibungen oder Erker.
  • Tropfkantenprofil: Es kommt an untere Kanten, etwa über Fenstern oder an der Unterseite von Balkonplatten. Wasser tropft dort ab und läuft nicht an der Wand herunter.
  • Dehnfugenprofile: Sie gehören nicht an jede Ecke. Man setzt sie dort, wo verschiedene Materialien aufeinandertreffen oder die Planung es vorsieht. So übertragen sich Bewegungen des Baukörpers nicht auf den Putz.

Beim WDVS gilt eine einfache Regel: Verwenden Sie die Profile, die der Systemhersteller in seiner technischen Dokumentation nennt. Das System ist als Ganzes geprüft. Wild kombinierte Bauteile können seine Haltbarkeit schwächen.

So läuft die Montage ab

Der Ablauf hängt davon ab, ob die Leiste ins WDVS oder in einen klassischen Putz kommt. Das Prinzip bleibt gleich: ein ebener, tragfähiger Untergrund, genaues Setzen und genug Zeit zum Aushärten.

Beim Wärmedämmverbundsystem

  1. Die Dämmplatten sind verklebt, bei Bedarf verdübelt und an der Ecke plan geschliffen. An der Kante gibt es keine Versätze und keine offenen Fugen.
  2. Auf die Ecke kommt Armierungsmörtel in der Breite der Leistenschenkel.
  3. Die Leiste wird in den Mörtel gedrückt. Die Profilkante folgt genau der Linie der Ecke.
  4. Jeder Abschnitt wird mit Wasserwaage oder Richtlatte geprüft, an hohen Ecken auch mit dem Lot.
  5. Das Gewebe der Leiste wird faltenfrei und ohne Blasen in den Mörtel eingearbeitet.
  6. Das Flächengewebe der Fassade überlappt das Eckgewebe so, wie es der Systemhersteller vorgibt, meist um etwa 10 cm.
  7. Die Fläche wird überspachtelt und muss durchtrocknen, bevor Grundierung und Oberputz folgen.

Beim klassischen Putz

Auf Mauerwerk wird die Leiste meist mit Batzen aus Putz- oder Gipsmörtel angesetzt, ausgerichtet und angezogen. Erst danach wird die Ecke verputzt. Die Leiste dient hier als Lehre, an der der Putz auf beiden Wandseiten abgezogen wird. Die Dicke unter der Leiste muss zur Putzdicke passen, sonst entsteht an der Ecke ein Buckel oder eine Mulde.

Stöße zwischen zwei Leisten

Ist eine Ecke länger als eine Leiste, werden die Abschnitte stumpf gestoßen, also ohne Spalt und ohne Überlappung. Das Gewebe sollte sich am Stoß dagegen überlappen, damit die Armierung durchgeht.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie aufwendig die Montage ist und was sie am Ende kostet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Gliederung der Fassade. Ein Haus mit einfachem Grundriss hat wenige lange Ecken. Viele Fenster, Loggien, Erker und Laibungen bedeuten viele kurze Abschnitte, Zuschnitte und Anschlüsse.
  • Höhe und Zugang. Im Erdgeschoß reicht oft eine Leiter oder ein kleines Gerüst. Ein Mehrparteienhaus braucht ein Gerüst über die ganze Höhe, und die Arbeit darauf geht langsamer.
  • Zustand des Untergrunds. Bei einer Sanierung, gerade im Altbau, stellt sich manchmal heraus, dass der alte Putz an der Ecke hohl oder feucht ist. Er muss erst entfernt und ausgebessert werden.
  • Art der Leiste. Leisten mit Gewebe und Tropfkantenprofile verlangen mehr Genauigkeit als eine einfache Innenleiste.
  • Wetter. Bei Kälte, Regen oder praller Sonne ruht die Arbeit, und die Massen trocknen anders.
  • Zusammenspiel mit anderen Arbeiten. Werden die Leisten im Rahmen eines ganzen Vollwärmeschutzes gesetzt, stehen Gerüst und Material schon bereit. Die Montage läuft dann nahtlos mit.

Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung, gehört die Fassade zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Über Arbeiten daran entscheidet die Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002, in der Regel über die Hausverwaltung. Als Mieter sprechen Sie vorher mit Ihrem Vermieter. Wenn Sie für eine Dämmung Förderungen von Bund und Land nutzen möchten, etwa den Sanierungsbonus, informieren Sie sich vor Beginn der Arbeiten über die aktuellen Bedingungen.

Typische Fehler

  • Leiste auf staubigem oder mürbem Untergrund. Der Mörtel haftet nicht, und die Leiste löst sich mit der Zeit. Entlang der Kante zeigt sich ein Haarriss, durch den Wasser eindringt. Stark saugende Untergründe wie Porenbeton werden vorher grundiert.
  • Schiefe Ecke. Ein paar Millimeter Abweichung sieht man an einer langen Ecke nach dem Verputzen deutlich, vor allem im Streiflicht. Die Korrektur heißt dann abschlagen und neu machen.
  • Unterbrochenes Gewebe. Schließt das Eckgewebe nicht an das Flächengewebe an, entsteht eine Schwachstelle. Risse zeigen sich dort meist nach dem ersten Winter.
  • Fehlende Diagonalarmierung an Fenstern. An den Ecken von Öffnungen sammeln sich Spannungen. Ohne schräg eingelegte Gewebestreifen entstehen die typischen Risse, die schräg von der Fensterecke weglaufen.
  • Spalten und Überlappungen an Stößen. Ein Spalt reißt, eine Überlappung bildet eine Stufe.
  • Zeitdruck. Weitere Schichten auf noch weichem Mörtel können die Leiste verschieben. Regen oder Frost kurz nach der Montage stören das Abbinden. Hersteller nennen meist eine Verarbeitungstemperatur von etwa +5 °C bis +25 °C. Sie empfehlen außerdem, frische Flächen vor Regen und direkter Sonne zu schützen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Schauen Sie sich die Ecken möglichst vor dem Oberputz an. Dann lassen sich Fehler noch leicht beheben. Gehen Sie diese Punkte durch:

  • Die Kante verläuft über die ganze Höhe gerade, geprüft mit Richtlatte oder Lot
  • Beim schrägen Blick entlang der Wand sind keine Wellen, Buckel oder Mulden zu sehen
  • Die Leiste klingt beim Abklopfen nicht hohl und gibt beim Drücken nicht nach
  • Die Stöße sind dicht, ohne Spalt und ohne Stufe
  • Das Gewebe ist vollständig eingespachtelt, steht nirgends ab und wirft keine Falten
  • Das Flächengewebe überlappt das Eckgewebe ausreichend
  • An den Ecken von Fenstern und Türen liegen diagonale Gewebestreifen
  • Untere Kanten über Öffnungen haben ein Tropfkantenprofil, wo die Planung es vorsieht

Häufige Fragen

Eine Leiste ohne Gewebe schützt die Kante und hilft beim Ausrichten. Eine Leiste mit Gewebe armiert zusätzlich den Bereich um die Ecke und verbindet sich mit der Armierungsschicht der Fassade. Im Vollwärmeschutz nimmt man deshalb die Leiste mit Gewebe. Die Variante ohne Gewebe gehört eher in den Innenraum.

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