Preisverzeichnis Bauarbeiten: Oberste Geschoßdecke und Dachgeschoß dämmen
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Österreich. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dämmung | ||||
| Decken- / Dachbodendämmung | m² | € 13,80 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung und Verdübelung) | m² | € 34,50 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung) | m² | € 38,65 / m² | m² | Menge eingeben- |
| WDVS-Montage bis 20 cm | m² | € 17,95 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Dämmung der Fensterlaibungen (XPS) | lfm | € 4,15 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Dampfsperre | m² | € 5,50 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm) | m² | m² | - | |
| Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehen | m² | m² | - | |
| Montage PVC-Eckprofil | lfm | € 2,60 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| APU-Anputzleiste mit Gewebe setzen | lfm | € 1,25 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Sturzprofil mit Tropfkante | lfm | € 3,45 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig) | m² | m² | - | |
| PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm) | m² | m² | - | |
Was die Dämmung von Geschoßdecke und Dachgeschoß umfasst
In der NUMIQ Preisliste versteht man unter dieser Position die Arbeit beim Verlegen von Wärmedämmung aus Mineralwolle in Platten oder Rollen, abgerechnet pro m² gedämmter Fläche. Es geht um zwei übliche Fälle:
- Oberste Geschoßdecke unter einem unbeheizten Dachboden. Die Dämmung wird von oben, vom Dachboden aus, zwischen die Tramen oder auf die Massivdecke in einer oder zwei Lagen verlegt.
- Ausgebautes Dachgeschoß. Die Dämmung kommt zwischen die Sparren, eine weitere Lage unter die Sparren, raumseitig wird mit Dampfbremse und Verkleidung geschlossen, meist mit Gipskartonplatten.
Zur Arbeit gehören das Zuschneiden und Einlegen der Dämmung, das Verlegen in Lagen mit versetzten Stößen, das Ergänzen der Dämmung an Mauerwerk, Rauchfang und Durchdringungen sowie die übliche Fixierung, damit die Dämmung nicht herausfällt. Kleines Verbrauchsmaterial wie Messerklingen, Klebebänder und Klammern ist im Arbeitspreis enthalten.
Was die Arbeit üblicherweise nicht umfasst: die Mineralwolle selbst, die Dampfbremse und deren Montage, Kanthölzer und Lattungen, die Gipskartonverkleidung, Laufstege aus Brettern am Dachboden, Reparaturen am Dachstuhl, den Tausch der Unterdeckbahn sowie den Ausbau und die Entsorgung alter Dämmung. Diese Arbeiten werden als eigene Positionen abgerechnet.
Wann die Decke und wann das Dach gedämmt wird
Zuerst muss feststehen, welcher Teil des Hauses warm und welcher kalt bleibt. Danach richtet sich, wo die Dämmung hinkommt.
Der Dachboden wird nicht bewohnt
Liegt über der Decke ein Dachboden, der nicht bewohnt wird und nur als Abstellfläche dient, wird die oberste Geschoßdecke gedämmt. Der Dachboden bleibt kalt und unbeheizt, beheizt wird nur der Raum unter der Decke. Diese Lösung ist günstiger, weil die Deckenfläche kleiner ist als die Fläche der Dachschrägen und die Dämmung bequem von oben verlegt wird, ohne Überkopfarbeit. Bei einer Holztramdecke kommt die Dämmung zwischen die Tramen und eine zweite Lage quer darüber. Bei einer Stahlbeton- oder Ziegeldecke wird direkt auf die Decke verlegt.
Das Dachgeschoß wird bewohnt oder soll ausgebaut werden
Wird das Dachgeschoß bewohnt oder ist ein Ausbau geplant, wird die Dachschräge gedämmt. Die Dämmung kommt zwischen die Sparren, unter die Sparren und in die waagrechte Kehlbalkenlage, falls vorhanden. Das ist ein anspruchsvollerer Aufbau, der raumseitig mit einer Dampfbremse luftdicht geschlossen und außen durch eine diffusionsoffene Unterdeckbahn geschützt sein muss.
Jahreszeit
Gedämmt werden kann das ganze Jahr über, weil es sich um einen trockenen Arbeitsgang im Inneren des Daches handelt. Die meisten Hausbesitzer kümmern sich am Beginn der Heizsaison darum, wenn die ersten Heizkosten anfallen. Im Sommer ist es auf einem unbelüfteten Dachboden sehr heiß und die Arbeit körperlich anstrengender, daher sind Frühling und Herbst für die Partie meist am angenehmsten.
Vor dem Dämmen sollte das Dach überprüft werden. Ist das Dach undicht, ist der Dachstuhl von Holzschädlingen befallen oder fehlt die Unterdeckbahn, müssen diese Punkte zuerst gelöst werden. Nasse Dämmung verliert ihre Dämmwirkung, und das Holz darunter beginnt zu faulen.
Ablauf Schritt für Schritt
Oberste Geschoßdecke unter einem unbeheizten Dachboden
- Dachboden vorbereiten. Ausräumen, absaugen, alte durchfeuchtete oder beschädigte Dämmung entfernen und die Elektroleitungen auf der Decke kontrollieren.
- Decke abdichten. Bei Holzdecken mit Sturzschalung und bei alten Decken mit Rissen wird von unten oder von oben eine luftdichte Ebene hergestellt, also eine Dampfbremse oder das Abdichten von Rissen und Durchdringungen. Warme, feuchte Raumluft darf nicht in die Dämmung strömen.
- Erste Lage verlegen. Bei einer Tramdecke die Dämmung 1 bis 2 cm breiter zuschneiden als den Abstand zwischen den Tramen, damit sie dicht anliegt. Bei einer Massivdecke vollflächig verlegen, Platten dicht gestoßen.
- Zweite Lage quer verlegen. Die zweite Lage rechtwinklig zur ersten verlegen, damit Fugen und Tramen, die eine Wärmebrücke bilden, überdeckt werden.
- Ränder ergänzen. Die Dämmung bis zu den Außenwänden und über die Mauerbank führen, am Rauchfang die vorgeschriebenen Abstände einhalten und Durchdringungen sauber umschließen.
- Dachbodenzugang dämmen und abdichten. Die Dachbodenluke oder die Bodentreppe ist oft die größte Schwachstelle der ganzen Decke.
- Laufstege herstellen. Wird der Dachboden begangen, auf Kanthölzern über der Dämmung Bretter oder OSB-Platten verlegen, damit die Dämmung nicht zusammengedrückt wird.
Ausgebautes Dachgeschoß zwischen und unter den Sparren
- Dach von außen und Unterdeckbahn prüfen. Die Bahn muss unbeschädigt sein, und über der Dämmung muss je nach Dachaufbau eine Hinterlüftungsebene oder eine diffusionsoffene Bahn vorhanden sein.
- Sparrenabstände messen. Die Dämmung 1 bis 2 cm breiter zuschneiden als das lichte Maß zwischen den Sparren und fugenlos einklemmen.
- Lattung unter den Sparren montieren. Die Latten quer auf die Sparren schrauben. Ihre Höhe entspricht der Dicke der zweiten Dämmlage.
- Zweite Lage unter den Sparren einlegen. Diese Lage überdeckt die Sparren und verringert Wärmebrücken, weil Holz schlechter dämmt als Mineralwolle.
- Dampfbremse montieren. Die Bahn raumseitig befestigen, alle Stöße, Überlappungen und Durchdringungen mit Systemklebeband abkleben und mit Anschlusskleber an das Mauerwerk anschließen. Löcher mit Reparaturband schließen.
- Verkleidung montieren. In die Unterkonstruktion aus Gipskartonprofilen kann eine dritte, dünnere Dämmlage als Installationsebene eingelegt werden, danach werden die Platten verschraubt.
Diesen Ablauf beschreiben die Verarbeitungsanleitungen der großen Mineralwollehersteller wie Rockwool, Isover oder Knauf Insulation. Rockwool gibt für die Kombination aus Zwischen- und Untersparrendämmung an, dass die Dämmdicke raumseitig vor der Dampfbremse höchstens etwa ein Viertel der Zwischensparrendämmung betragen soll, damit sich kein Tauwasser an der Folie bildet.
Materialien und Dämmstärken
Mineralwolle
Für Geschoßdecke und Dachgeschoß wird Glaswolle oder Steinwolle verwendet. Sie ist nicht brennbar, diffusionsoffen und dämmt auch Schall gut. Rollen eignen sich für die freie Fläche am Dachboden, Platten sind steifer und halten zwischen den Sparren besser ohne Unterstützung. Für die Zwischensparrendämmung bieten die Hersteller Klemmfilze und Klemmplatten an, die sich zwischen die Sparren klemmen und nicht herausfallen.
Empfohlene Dämmstärke
Die bautechnischen Anforderungen in Österreich, die über die OIB-Richtlinie 6 in den Bauordnungen der Länder verankert sind, sehen für Decken und Dachschrägen gegen Außenluft und gegen durchlüftete Dachräume einen U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²K) vor. Für ein Niedrigenergiehaus werden etwa 0,15 W/(m²K) empfohlen, für Passivhausniveau rund 0,10 W/(m²K). Bei Mineralwolle mit einer Wärmeleitfähigkeit um 0,035 W/(mK) entspricht das auf einer Massivdecke grob 17 bis 18 cm für 0,20, rund 22 bis 24 cm für 0,15 und etwa 35 cm für 0,10. In der Praxis werden am Dachboden häufig zwei Lagen mit zusammen 25 bis 30 cm verlegt, bei der Dachschräge wird die Sparrenhöhe mit einer weiteren Lage unter den Sparren kombiniert, weil der Holzanteil die Wirkung verringert.
Dampfbremse und Unterdeckbahn
Die Dampfbremse ist eine Bahn mit hohem Diffusionswiderstand auf der warmen, raumseitigen Seite der Dämmung. Die Unterdeckbahn liegt auf der kalten Seite und muss im Gegenteil diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit aus der Konstruktion nach außen entweichen kann. Werden diese Bahnen verwechselt, ist das ein schwerer Fehler. In der Sanierung werden häufig feuchtevariable Dampfbremsen eingesetzt, die mehr Sicherheit gegen Feuchteschäden bieten. Details zur Montage finden Sie im Beitrag zum Verlegen und zur Montage der Dampfbremse.
Weitere Möglichkeiten
Am Dachboden wird neben Platten und Rollen auch Einblasdämmung verwendet, die Unebenheiten und unregelmäßige Hohlräume besser ausfüllt. Beim ausgebauten Dachgeschoß wird manchmal ein Spritzschaum gewählt, der direkt auf die Unterseite des Daches gesprüht wird. Für die oberste Geschoßdecke gibt es auch begehbare Dämmelemente aus EPS oder Mineralwolle mit Deckschicht, bei EPS sind aber Brandverhalten und Diffusionsverhalten zu beachten.
Platten und Rollen oder Einblasdämmung
Das Verlegen von Platten und Rollen eignet sich dort, wo der Dachboden ausreichend hoch und gut begehbar ist und die Decke eben ist. Der Vorteil ist, dass der Eigentümer genau sieht, welche Dämmstärke eingebaut wurde, und die Dämmung später leicht zur Seite gelegt werden kann, wenn an der Decke oder an der Elektroinstallation etwas zu reparieren ist. Beim ausgebauten Dachgeschoß zwischen den Sparren wird praktisch nur mit Platten und Rollen gearbeitet, weil die Dämmung in der Schräge halten muss.
Einblasdämmung lohnt sich bei einem niedrigen Dachboden, auf dem man nicht stehen kann, bei vielen Tramen, Streben und unregelmäßigen Stellen sowie dort, wo das Material nicht über eine Leiter hinaufgetragen werden kann. Die Maschine steht vor dem Haus, und die Dämmung wird über einen Schlauch gefördert. Bei einer freien Fläche ohne Hindernisse sind beide Methoden vergleichbar, dann entscheiden Preis und Verfügbarkeit der Partie.
Häufige Fehler aus der Praxis
- Fugen zwischen den Platten. In der Praxis wird die Dämmung oft genau auf Maß oder mit Spalten zugeschnitten. Durch die Fugen entweicht Wärme, und die Dämmung verliert einen Teil ihrer Wirkung.
- Nur eine Lage zwischen den Tramen. Die Tramen bleiben frei und bilden Wärmebrücken. Eine zweite Lage quer darüber deckt sie ab.
- Löcher und nicht verklebte Stöße in der Dampfbremse. Feuchte Luft strömt in die Dämmung, kondensiert, und das Holz wird feucht. Typische Stellen sind Elektrodosen, Durchdringungen und der Anschluss an das Mauerwerk.
- Dampfbremse auf der falschen Seite. Eine Bahn mit hohem Diffusionswiderstand unter der Dachdeckung schließt die Feuchtigkeit in der Konstruktion ein.
- Zusammengedrückte Dämmung. Wird die Dämmung begangen oder werden Dinge darauf abgestellt, verliert sie an Dicke und Dämmwirkung.
- Vergessener Dachbodenzugang. Eine ungedämmte und undichte Luke leitet viel Wärme ab, darunter bildet sich Kondensat.
- Verstopfte Dachbelüftung. Dämmung, die an der Traufe bis an die Unterdeckbahn gestopft wird, blockiert die Luftströmung, und das Dach wird von innen feucht.
- Dämmung dicht am Rauchfang. Am Rauchfang sind die Abstände zu brennbaren Baustoffen sowie die Vorgaben des Rauchfangherstellers und des Dämmstoffherstellers einzuhalten.
Genehmigungen und Gewerbeberechtigung
Wird das Dachgeschoß gleichzeitig zu Wohnraum ausgebaut, etwa mit neuen Dachflächenfenstern oder Gaupen, klären Sie bei der Baubehörde Ihrer Gemeinde, ob eine Bauanzeige oder Baubewilligung nötig ist. Dämmarbeiten an Bauteilen gehören in Österreich zu den reglementierten Gewerben, beauftragen Sie daher einen Betrieb mit passender Gewerbeberechtigung, etwa Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer, Dachdecker, Holzbau-Meister oder Stuckateur und Trockenausbauer. Bei der Übernahme ist es sinnvoll, Nachweise über das verwendete Material und die Dämmstärke zu erhalten. Bei der Arbeit mit Mineralwolle werden Schutzkleidung, Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske empfohlen.
So kontrollieren Sie die fertige Arbeit
Sehen Sie sich die Dämmung bei der Übernahme an, bevor sie von Gipskarton oder Laufstegen verdeckt wird. Später sind Fehler nicht mehr zu sehen. Diese Punkte lohnen sich:
- die Dämmstärke an mehreren Stellen messen und mit der Vereinbarung vergleichen,
- prüfen, ob zwischen den Platten und an den Tramen keine Fugen sind und die Stöße der Lagen versetzt sind,
- die Ränder an den Außenwänden ansehen, ob die Dämmung bis zur Mauerbank reicht,
- kontrollieren, ob Durchdringungen, Rauchfang und Dachbodenzugang sauber gelöst sind,
- bei der Dampfbremse die Verklebung der Stöße und den Anschluss an das Mauerwerk prüfen, ohne Löcher und Risse,
- sicherstellen, dass an der Traufe die Hinterlüftung frei bleibt und die Dämmung die Belüftung nicht blockiert,
- die Angaben zum verwendeten Produkt und zur Dämmstärke anfordern.
Im ersten Winter lohnt sich ein Blick auf die Decke von unten, ob sich feuchte Stellen oder Schimmel in den Ecken bilden. Treten sie auf, gibt es irgendwo eine Wärmebrücke oder eine Undichtheit in der Dampfbremse. Hilfreich kann auch eine Thermografie bei kaltem Wetter sein, die Stellen mit Wärmeverlust sichtbar macht. Bei Bedarf kann auch ein Luftdichtheitstest durchgeführt werden.
Preis und was ihn beeinflusst
Der Arbeitspreis in der NUMIQ Preisliste liegt bei rund 14 € pro m² Dämmung von oberster Geschoßdecke oder Dachgeschoß. Der Preis umfasst die Arbeit und kleines Verbrauchsmaterial, ohne die Dämmung selbst, die Dampfbremse und die Verkleidung. Je nach Region und Stadt bewegt sich die Arbeit etwa zwischen 12 und 16 € pro m².
Den Endbetrag beeinflussen vor allem:
- ob es sich um einen waagrechten Dachboden oder um eine Dachschräge handelt, bei der über Kopf und langsamer gearbeitet wird,
- die Anzahl der Lagen und die gesamte Dämmstärke,
- der Zugang zum Dachboden, seine Höhe und das Hinauftragen des Materials,
- die Gliederung des Daches, die Anzahl der Sparren, Gaupen und Durchdringungen,
- Ausbau und Entsorgung alter Dämmung,
- Zusatzarbeiten wie Dampfbremse, Unterkonstruktion, Verkleidung und Laufstege.
Vergleichen Sie bei Angeboten immer dieselbe Dämmstärke und denselben Dämmstofftyp. Die Bundesförderung Sanierungsbonus nimmt 2026 keine neuen Anträge mehr an, viele Bundesländer fördern die Dämmung der obersten Geschoßdecke aber im Rahmen ihrer Sanierungsförderung. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf dem offiziellen Portal Ihres Bundeslandes. Wenn Sie auch eine Verkleidung im Dachgeschoß planen, lesen Sie den Beitrag zur Montage von Trockenbau-Dachschrägen und Decken im Dachgeschoß. Beim ausgebauten Dachgeschoß ist eine Spritzschaumdämmung eine Alternative. Weitere Positionen zur Dämmung finden Sie im Bereich Gebäudedämmung.
Häufige Fragen
Wird das Dachgeschoß nicht bewohnt und ist auch kein Ausbau geplant, ist die Dämmung der obersten Geschoßdecke vorteilhafter. Die Fläche ist kleiner und die Arbeit einfacher. Wird das Dachgeschoß bewohnt, wird die Dachschräge gedämmt.
Für den in Österreich geforderten U-Wert von 0,20 W/(m²K) reichen auf einer Massivdecke grob 18 cm Mineralwolle, für den empfohlenen Niedrigenergiestandard sind es rund 22 bis 24 cm. In der Praxis werden oft zwei Lagen mit zusammen 25 bis 30 cm verlegt. Eine dickere Schicht spart mehr Wärme, die Kosten steigen aber.
Die Decke muss luftdicht sein, damit keine feuchte Raumluft in die Dämmung strömt. Bei einer Stahlbetondecke erfüllt oft die Decke selbst diese Aufgabe. Bei einer Holztramdecke mit Sturzschalung wird eine Dampfbremse oder Abdichtung meist empfohlen. Entscheiden sollte ein Fachbetrieb anhand des Deckenaufbaus.
Der Dachboden eines üblichen Einfamilienhauses mit etwa 100 m² ist bei gutem Zugang meist in ein bis zwei Tagen gedämmt. Beim ausgebauten Dachgeschoß mit Schrägen, Dampfbremse und Verkleidung dauert es deutlich länger.
Ja. Eine dicke Schicht Mineralwolle verlangsamt den Wärmeeintrag vom aufgeheizten Dach in die Räume. Beim ausgebauten Dachgeschoß helfen im Sommer vor allem eine dickere, schwerere Dämmung und eine gut durchlüftete Ebene unter der Dachdeckung.
Auf der Mineralwolle selbst nicht, weil sie sich zusammendrückt. Wird der Dachboden genutzt, werden auf Kanthölzern über der Dämmung Bretter oder OSB-Platten verlegt und so Laufstege hergestellt. Alternativ gibt es begehbare Dämmelemente für die oberste Geschoßdecke.
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