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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dachstuhl | ||||
| Montage Holzbalkendecke | lfm | - | ||
| Montage klassischer Dachstuhlkonstruktionen | lfm | - | ||
| Montage Dachstuhl aus Nagelplattenbindern | m² | - | ||
| Montage Mauerlatte | lfm | 11,43 € | - | |
| Montage Sparren | lfm | 8,57 € | - | |
| Montage Zangen | lfm | 7,14 € | - | |
| Montage Pfetten / Stützen | lfm | 10,00 € | - | |
| Dachstuhlarbeiten Satteldach | m² | - | ||
| Dachstuhl richten (Walmdach / Zeltdach) | m² | - | ||
Wann sich eine Holzbalkendecke lohnt
Holz ist deutlich leichter als Beton, lässt sich gut bearbeiten und wird trocken eingebaut. Es gibt kein Warten, bis etwas aushärtet. Im Altbau ist das oft der entscheidende Punkt, denn das vorhandene Mauerwerk trägt eine Stahlbetondecke häufig nicht. In einem kleineren Haus verlegen Zimmerer Balken und Schalung meist innerhalb weniger Tage.
Bevor Sie eine Zimmerei beauftragen, klären Sie, wofür die Decke dienen soll. Ein unbeheizter Dachboden, ein bewohntes Dachgeschoß mit Möbeln und eine Sichtbalkendecke stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Tragfähigkeit, Dämmung und Oberfläche. Danach richten sich Balkenquerschnitt, Balkenabstand und der gesamte Aufbau.
Querschnitt, Abstände, Auflager und Verankerung legt ein Statiker fest, etwa ein Ziviltechniker für Bauwesen, nicht das Augenmaß des Professionisten. Eine neue oder ersetzte Decke ist ein Eingriff in die tragende Konstruktion. In einer Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus sprechen Sie deshalb zuerst mit der Hausverwaltung, denn tragende Bauteile gehören zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Informieren Sie die Hausverwaltung auch rechtzeitig über laute Arbeiten.
So läuft die Montage ab
Der Ablauf unterscheidet sich je nachdem, ob neu gebaut wird oder ob im Altbau zuerst die alte Decke geöffnet werden muss. Die Grundschritte sind ähnlich:
- Den Raum aufmessen, die tragenden Wände prüfen und den Bestand mit Plan und Statik abgleichen.
- Bei Sanierung die alten Träme freilegen und Balkenköpfe, Auflager im Mauerwerk und Feuchtigkeit beurteilen.
- Das Holz vorbereiten: zuschneiden, abbinden und den nötigen Holzschutz herstellen, bei Sichtbalken zusätzlich hobeln und schleifen.
- Die Auflager vorbereiten: Untergrund ausgleichen und das Holz mit einer Sperrschicht vom Mauerwerk trennen.
- Die Balken in Mauertaschen, auf eine Mauerbank oder einen Unterzug in den vorgegebenen Abständen legen und verankern.
- Höhe, Ebenheit und Achsabstände laufend kontrollieren.
- Schalung und weitere Schichten nach Plan einbauen: Dampfbremse, Dämmung, Trittschalldämmung, Fußboden oder Deckenbekleidung.
Warum so viel Aufmerksamkeit für die Ebenheit? Ein kleiner Höhenunterschied zwischen den Balken zeigt sich später als schiefer Boden oder als Riss in der Deckenbekleidung. Um das zu beheben, müssen fertige Schichten wieder heraus.
Holz, Aufbau und Varianten
Für Deckenbalken nimmt man üblicherweise Bauholz aus Nadelholz, meist Fichte oder Kiefer. Verbreitet ist technisch getrocknetes Konstruktionsvollholz (KVH). Bei großen Spannweiten oder hohen Ansprüchen an Formstabilität greift man zu Brettschichtholz (BSH), das sich weniger verzieht und weniger reißt. Das Holz muss trocken sein, die von der Statik verlangte Festigkeitsklasse haben und darf keine Fäulnis oder Spuren von Insekten zeigen.
Beim Holzschutz gibt in Österreich die ÖNORM B 3802 die Richtung vor. Sie setzt zuerst auf baulichen Schutz: trockenes Holz, trockene Auflager, kein Dauerkontakt mit Feuchte. Chemische Holzschutzmittel kommen nur dort zum Einsatz, wo sie wirklich nötig sind. Im trockenen Innenraum kann man mit trockenem KVH oft darauf verzichten.
Der Aufbau hängt davon ab, was über und unter der Decke liegt:
- Decke unter einem unbeheizten Dachboden: vor allem Wärmedämmung zwischen den Balken und eine Dampfbremse auf der warmen Raumseite, damit Feuchtigkeit aus dem Wohnraum nicht in die Dämmung zieht.
- Decke unter einem bewohnten Dachgeschoß: zusätzlich Trittschalldämmung, eine federnde Schicht und eine schwerere lastverteilende Platte oder ein Trockenestrich, damit Schritte nicht im Raum darunter zu hören sind.
- Sichtbalkendecke: höherwertiges Holz, eine sichtbare Schalung aus Brettern oder Dielen und sorgfältiges Schleifen, Beizen und Lackieren oder Ölen.
- Technische Decke mit Verkleidung: Schalung aus OSB oder Holzwerkstoffplatten, hier zählt die Funktion, nicht das Aussehen.
Zwischen die Balken kommt Mineralwolle oder Holzfaserdämmung. Wichtig ist, dass sie den Raum gleichmäßig ausfüllt, ohne Lücken und ohne gestauchte Stellen. Sonst entstehen Wärmebrücken und das Risiko von Kondenswasser steigt.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist ein Neubau mit geraden Wänden, bekannten Maßen und guter Zufahrt für das Material. Aufwendiger wird es, wenn:
- der Raum eine große Spannweite hat und kräftigere Balken, engere Abstände, Unterzüge oder Stahlteile nötig sind,
- im Altbau nach dem Öffnen faule Balkenköpfe, feuchtes Mauerwerk oder beschädigte Auflager zum Vorschein kommen,
- alte Beschüttungen zwischen den Trämen, etwa Schlacke, oder mit alten Holzschutzmitteln behandeltes Holz fachgerecht entsorgt werden müssen,
- die Balken sichtbar bleiben und eine genaue Bearbeitung und Oberfläche brauchen,
- über der Decke Wohnraum mit Schallschutz- und Bodenschichten entsteht,
- das Material über eine enge Stiege, durch schmale Zugänge oder in die Höhe gebracht werden muss.
Achten Sie beim Vergleich von Angeboten darauf, was genau enthalten ist. Manche umfassen nur das Verlegen der Balken, andere auch Holz, Holzschutz, Verbindungsmittel, Schalung, Dämmung und Transport. Vergleichen lohnt sich nur bei gleichem Leistungsumfang.
Typische Fehler bei der Montage
In der Praxis wiederholen sich dieselben Probleme:
- Feuchtes oder schlecht gelagertes Holz, das sich nach dem Einbau verzieht, reißt und den Boden darüber knarren lässt.
- Unterschätzte Statik, wenn sich eine zu starke Durchbiegung erst nach dem Verlegen des Bodens oder dem Aufstellen von Trennwänden zeigt.
- Balkenköpfe direkt im feuchten Mauerwerk ohne Trennung, was genau dort zu Fäulnis führt, wo der Balken am meisten trägt.
- Alte Träme einfach überdeckt, ohne ihren Zustand zu prüfen. Fäulnis oder Schädlinge arbeiten unter der neuen Schicht weiter.
- Fehlende oder unterbrochene Dampfbremse, die zu Kondenswasser in der Dämmung führt.
- Boden starr mit den Balken verbunden, ohne federnde Schicht, sodass jeder Schritt ein Stockwerk tiefer zu hören ist.
Die meisten dieser Fehler sieht man an der fertigen Decke nicht mehr. Deshalb lohnt sich eine Kontrolle, bevor die Balken verdeckt werden.
So prüfen Sie die fertige Decke
Sinnvoll ist es, zweimal auf die Baustelle zu kommen: nach dem Verlegen der Balken, bevor sie verdeckt werden, und bei der Übernahme. Prüfen Sie dabei:
- Querschnitt und Abstände der Balken entsprechen der Statik
- Die Balkenköpfe sind vom Mauerwerk getrennt und liegen trocken
- Die Verankerung ist nach Plan ausgeführt und die Balken bewegen sich nicht
- Das Holz ist trocken, wie geplant geschützt und ohne Risse oder Schädlingsspuren
- Die Schalung liegt eben und knarrt beim Begehen nicht
- Die Dämmung füllt den Raum lückenlos und die Dampfbremse ist auch an Wänden und Durchdringungen dicht angeschlossen
- Bei Wohnraum darüber liegt unter dem Boden eine federnde Trittschalldämmung
- Sichtbalken haben eine gleichmäßige Oberfläche und Beschichtung
- Sie haben Nachweise zu Holz und Holzschutz sowie ein Übernahmeprotokoll erhalten
Häufige Fragen
Ja. Der Statiker legt Balkenquerschnitt, Abstände, Auflager und die zulässige Belastung fest. Ohne Berechnung drohen starke Durchbiegung, Schwingungen oder zu geringe Tragfähigkeit, besonders bei großer Spannweite und bewohntem Dachgeschoß.
Ja, bei Sanierungen ist das üblich, viele Altbauten wie Gründerzeithäuser haben ohnehin Tramdecken. Vorher werden Feuchte im Mauerwerk, Zustand der alten Träme und ihre Auflager geprüft. Beschädigte Teile werden nach Vorgabe des Statikers ersetzt oder verstärkt.
Meist liegt es an zu feuchtem Holz, das nach dem Einbau trocknet und arbeitet, oder an einem Boden, der ohne federnde Schicht starr mit den Balken verbunden ist. Gut getrocknetes Holz, genaues Verlegen und ein passender Bodenaufbau beugen dem vor.
Üblich ist trockenes Nadelholz wie Fichte oder Kiefer, oft als Konstruktionsvollholz. Bei großen Spannweiten nimmt man Brettschichtholz. Entscheidend ist ein guter Schutz vor Feuchtigkeit, vor allem an den Auflagern.
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