
Mit einer Terrasse schaffen Sie einen gemütlichen Ort für Familie und Freunde. Dort kann man gemeinsam im Freien essen, grillen oder einfach bei einer Tasse Kaffee ein paar ruhige Minuten genießen. Außerdem steigert eine Terrasse den Wert jeder Liegenschaft und zahlt sich bei einem späteren Verkauf deutlich aus.
Der Bau einer Gartenterrasse muss gar nicht schwierig sein, vor allem wenn Sie das Vorhaben in kleinere Teilprojekte aufteilen. Wenn Sie ohne Hektik arbeiten und jeden Schritt verstehen, bauen Sie eine sichere Terrasse und lassen Fehlern kaum Raum.
Wann sollte man mit dem Terrassenbau beginnen?
Viele möchten im Frühling mit dem Bau loslegen. Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und man sieht sich in ein paar Wochen schon auf der Terrasse entspannen.
Wenn Sie aber Professionisten beauftragen möchten, warten Sie besser bis zum Herbst. Dann gehen bei den Baufirmen weniger Aufträge ein und sie haben mehr Zeit für Ihr Projekt. Bevor Sie mit dem Bau beginnen, lohnt sich außerdem ein Blick in eine Preisliste für Bauarbeiten. So bekommen Sie ein Gefühl für die Kosten und können Ihr Budget rechtzeitig planen. Wer dagegen selbst erst im Herbst mit dem Terrassenbau anfängt, gerät leicht unter Zeitdruck, weil alles vor dem Winter fertig sein soll.
Bevor Sie beginnen
Die Terrasse sollte vom Haus aus über eine Hinter- oder Seitentür zugänglich sein. Bauen Sie die Terrasse nie auf gleicher Höhe mit dem Fußboden im Haus - setzen Sie sie stattdessen 6 bis 7 Zentimeter tiefer. Die Fläche, auf der die Terrasse entstehen soll, muss eben und frei von größeren Hindernissen im Boden sein, etwa Baumwurzeln. Wenn Sie auf der Terrasse Beleuchtung oder Steckdosen vorsehen, planen Sie die nötigen Elektroinstallationsarbeiten schon vor Baubeginn ein, damit die Leitungen sicher verlegt und vorbereitet sind. Räumen Sie die Fläche in der geplanten Terrassengröße frei und zusätzlich rundherum etwa zwei Meter, damit Ihnen bei der Arbeit nichts im Weg ist.
1. Wandbalken anzeichnen und ausschneiden
Zeichnen Sie mit Wasserwaage und Bleistift die Umrisse des waagrechten Wandbalkens an, der an der Hauswand befestigt wird und später die Träger der Unterkonstruktion aufnimmt. Schneiden Sie diesen Bereich aus. Stellen Sie die Kreissäge auf die Stärke des Balkens ein und schneiden Sie entlang der Markierung durch die Fassadenverkleidung. Stellen, die das Sägeblatt nicht erreicht, arbeiten Sie mit Hammer und Stemmeisen heraus. Entfernen Sie die ausgeschnittene Verkleidung und entsorgen Sie sie.
2. Wandbalken an der Wand befestigen
Schneiden Sie ein verzinktes Anschlussblech auf die Länge des Wandbalkens zu. Montieren Sie das Blech oben im Ausschnitt, sodass es unter die Fassadenverkleidung greift. Befestigen Sie den Wandbalken mit Nägeln im Ausschnitt. Nageln Sie nicht in die Ständer der Hauswand, denn dort kommen später die Schrauben hin. Bohren Sie mit der Bohrmaschine die Löcher für die Schrauben ins Holz. Drehen Sie die Schrauben samt Unterlegscheiben ein. Dichten Sie anschließend mit Kartuschenpistole und wetterfester Dichtmasse den gesamten Wandbalken ab, einschließlich der Schraublöcher und des Anschlussblechs.
3. Position der Stehern festlegen
Messen Sie vom Wandbalken 2,5 Meter in den Garten hinaus. Dort kommen drei Stehern hin. Bauen Sie aus Holz fünf Schnurgerüste mit 60 x 120 Zentimetern. Stellen Sie die Schnurgerüste außerhalb der geplanten Terrassenfläche auf, drei am vorderen Ende und je eines an den Seiten. Spannen Sie zwischen den beiden seitlichen Gerüsten eine Maurerschnur, und zwar über der geplanten Position der Fundamente.
Spannen Sie dann drei Maurerschnüre vom Wandbalken zu den drei Schnurgerüsten am vorderen Ende. Auch diese Schnüre sollen über den geplanten Fundamenten verlaufen. Die Schnüre sollten sich an drei Punkten kreuzen. Lassen Sie von jedem Kreuzungspunkt ein Senklot zu Boden. Markieren Sie die Stelle, an der das Lot den Boden berührt. Lassen Sie Schnüre und Schnurgerüste vorerst stehen.
4. Fundamente ausheben und betonieren
Heben Sie an den drei markierten Stellen die Löcher für die Fundamente aus. Graben Sie bis unter die Frostgrenze oder so tief, wie es die Bauvorschriften verlangen, damit das Fundament stabil und dauerhaft ist. Dieser Schritt erfordert genaue und sorgfältige Maurerarbeiten, damit der Untergrund für die gesamte Terrassenkonstruktion richtig vorbereitet ist. Füllen Sie in jedes Loch 7,5 Zentimeter losen Schotter ein.
Schneiden Sie mit der Handsäge Schalrohre auf die Tiefe der Fundamentlöcher plus 5 Zentimeter zu und setzen Sie je eines in jedes Loch. Mischen Sie Beton an und füllen Sie damit die Fundamentlöcher bis oben auf. Solange der Beton noch weich ist, setzen Sie in jedes Fundament einen sogenannten J-Bolzen mit dem Gewinde nach oben. Zum Schluss bauen Sie Schnurgerüste und Maurerschnüre ab.
5. Stehern montieren
Setzen Sie auf jeden der Bolzen in den Fundamenten einen Pfostenanker aus Metall. Schrauben Sie auf jeden Bolzen eine Mutter und ziehen Sie sie fest. Schneiden Sie mit der Säge drei Stehern zu. Jeder Steher sollte so lang sein wie der Abstand zwischen der Oberkante des Betonfundaments und der Unterkante des Holzrahmens, der später darauf liegt, plus etwa 30 Zentimeter. Nageln Sie die Stehern in die Pfostenanker. Richten Sie die Stehern aus und verschrauben Sie sie.
6. Querbalken montieren
Wenn Sie keinen fertigen Brettschichtholzbalken für den Außenbereich verwenden, können Sie selbst einen herstellen, indem Sie zwei Balken mit Baukleber verleimen und zusammenzwingen. Den so vorbereiteten Balken nageln Sie dann an seinen Platz. Die Arbeit mit Balken und Stehern ist ein zentraler Teil der Zimmermannskonstruktionen, die für die Stabilität der ganzen Terrasse sorgen. Halten Sie den Balken an die Stehern und markieren Sie deren Position darauf. Schneiden Sie den Balken mit der Kreissäge an den Markierungen zu. Montieren Sie oben auf jedem Steher einen Balkenträger und achten Sie darauf, dass alle in dieselbe Richtung zeigen, damit sie den Balken fest halten. Legen Sie den Balken ein und befestigen Sie ihn mit verzinkten Schrauben an den Balkenträgern.
7. Stirnträger und Randträger zusammenbauen
Befestigen Sie die beiden äußeren Randträger. Jeder kommt an ein Ende des Wandbalkens und wird dort mit einem Balkenschuh befestigt. Legen Sie die beiden Randträger so auf, dass sie vom Wandbalken quer über den Querbalken verlaufen und darüber hinausragen. Befestigen Sie anschließend den Stirnträger an den beiden Randträgern.
Nageln Sie dazu von vorne durch den Stirnträger in die Randträger. Stirnträger und Randträger sollten zusammen ein Rechteck mit rechten Winkeln bilden. Messen Sie beide Diagonalen nach. Ist der Rahmen rechtwinkelig, sind die Diagonalen gleich lang. Korrigieren Sie den Rahmen bei Bedarf.
8. Unterkonstruktion verlegen
Markieren Sie mit dem Maßband entlang des Wandbalkens alle 40 Zentimeter oder in dem Abstand, den Ihr Terrassenplan vorgibt. Beginnen Sie bei einem der Randträger und zählen Sie ihn als ersten Träger. Wiederholen Sie das Anzeichnen am Stirnträger. Nageln Sie mittig auf jeder Markierung einen Balkenschuh an. Setzen Sie die Träger ein und nageln Sie sie fest.
9. Terrassenboden verlegen
Legen Sie die Terrassendielen zunächst trocken und ohne zu bohren auf die Unterkonstruktion, um zu sehen, wie viele Sie für die Fläche vom Haus bis zum Stirnträger brauchen. Die letzte Diele sollte bündig mit der Kante des Stirnträgers abschließen.
Lassen Sie zwischen den Dielen eine Fuge von 3 Millimetern. Beginnen Sie beim Haus und schrauben Sie die Dielen Stück für Stück auf die Träger. Bei den letzten fünf bis sechs Dielen müssen Sie die Fugenbreite eventuell etwas anpassen, damit die letzte Diele bündig mit dem Stirnträger abschließt.
10. Stiege und Geländer
Liegt die Terrasse höher als der Garten, bauen Sie eine einfache Stiege an. Wie viel Material Sie für Stiege und Geländer brauchen, hängt von der Größe der Terrasse ab. Die Abstände im Geländer müssen den Baunormen entsprechen, ebenso die Höhe und Breite der Stufen.
Foto: Olya Kobruseva: https://www.pexels.com/sk-sk/photo/stol-ovocie-prestierania-vaza-na-kvety-8916602/
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Tím NUMIQ
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