Die Montage der Sparren kostet laut aktueller Preisliste 8,57 € pro lfm Arbeitsleistung. Mauerbank, Zangen, Pfetten, Lattung und Dachschalung werden extra verrechnet. Hat das Dach eine aufwendigere Form mit mehreren Kehlen und Graten, dauert die Montage länger und der Preis steigt.
Leistungsarten und ihre Preise
Grundlegendes tragendes Element des Dachstuhls, das im Außenmauerwerk verankert wird. Ihre genaue Lage und Verankerung bestimmen die Geometrie des gesamten Dachs.
Haupttragender Teil der Dachkonstruktion. Abstand und Querschnitt der Sparren legt der Statiker nach Spannweite und Belastung des Dachs fest.
Verbinden gegenüberliegende Sparren und verhindern, dass sie ausknicken. Sie werden in der Höhe laut statischer Berechnung eingebaut.
Bei größerer Spannweite stützen sie die Sparren in der Mitte ab und leiten die Last in tragende Steher oder Zwischenwände weiter.
Schafft den Untergrund für die Dacheindeckung und zugleich einen Luftspalt für die Hinterlüftung unter der Eindeckung.
Vollflächige Schalung aus Brettern oder Platten, verwendet unter Blecheindeckungen oder als Untergrund für weitere Dachschichten.
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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dachstuhl | ||||
| Montage Sparren | lfm | 8,57 € | - | |
| Montage Holzbalkendecke | lfm | - | ||
| Montage klassischer Dachstuhlkonstruktionen | lfm | - | ||
| Montage Dachstuhl aus Nagelplattenbindern | m² | - | ||
| Montage Mauerlatte | lfm | 11,43 € | - | |
| Montage Zangen | lfm | 7,14 € | - | |
| Montage Pfetten / Stützen | lfm | 10,00 € | - | |
| Dachstuhlarbeiten Satteldach | m² | - | ||
| Dachstuhl richten (Walmdach / Zeltdach) | m² | - | ||
| Demontage | ||||
| Demontage des alten Dachstuhls | m² | - | ||
| Demontage Dachschalung | m² | 1,70 € | - | |
| Demontage Dachlattung bei geneigtem Dach | m² | 2,86 € | - | |
| Demontage gebundener Dachstuhlkonstruktionen | lfm | 2,14 € | - | |
| Dämmungen | ||||
| Verlegung Dampfsperre | m² | 2,86 € | - | |
| Verlegung Unterspannbahn | m² | - | ||
| Holzschutz | ||||
| Beizen und Reinigen des Holzes | m² | 2,70 € | - | |
| Holzimprägnierung (Anstrich / Spritzen) | m² | 4,28 € | - | |
| Schalung und Lattung | ||||
| Diffusionsoffene Unterspannbahn verlegen | m² | 2,86 € | - | |
| Dachlattung | m² | 5,70 € | - | |
| Lattung und Konterlattung | m² | 2,70 € | - | |
| Konterlattung | m² | 4,28 € | - | |
| Dachschalung aus OSB / gehobelten Brettern | m² | 11,43 € | - | |
| Montage Holzschalung | m² | 6,28 € | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur tragende Konstruktion Mauerbank 20 lfm, Sparren 60 lfm und Zangen 20 lfm | 885,60 € |
| Dachstuhl mit Pfetten und Lattung Konstruktion wie oben, ergänzt um 10 lfm Pfetten sowie Lattung und Konterlattung auf der gesamten Fläche | 1256,60 € |
| Komplette Konstruktion mit Unterdeckbahn und Imprägnierung Konstruktion wie oben, dazu diffusionsoffene Unterdeckbahn auf der gesamten Fläche und Imprägnierung aller Holzteile | 2313,00 € |
Vorbereitung vor der Montage des Dachstuhls
Der Zimmerer prüft, ob das Außenmauerwerk unter der Mauerbank waagrecht ist und die Maße stimmen. Unebenheiten gleicht er vor der Montage durch Unterlegen oder Vergießen aus.
Noch vor der Montage erhält das Konstruktionsholz einen Imprägnieranstrich gegen Schimmel, Pilze und holzzerstörende Insekten.
Die Mauerbank wird mit chemischen oder mechanischen Ankern laut Statik im Mauerwerk verankert. Dabei achtet der Zimmerer darauf, dass sie genau waagrecht liegt.
Die Sparren werden laut Plan in gleichem Abstand und mit gleicher Neigung versetzt und mit Winkeln oder zimmermannsmäßigen Verbindungen an der Mauerbank befestigt.
Die Zangen kommen in die Höhe, die die statische Berechnung vorgibt. Sie steifen den ganzen Dachstuhl aus, damit die Sparren nicht ausknicken.
Arbeitsablauf
- 01Der Zimmerer besichtigt die Baustelle, prüft das Mauerwerk und übernimmt die Planunterlagen für den Dachstuhl.
- 02Das Holz wird gegen Schimmel und holzzerstörende Insekten imprägniert.
- 03Rund um das Gebäude wird die Mauerbank versetzt und verankert.
- 04Sparren und Zangen werden laut statischer Berechnung montiert.
- 05Bei größerer Spannweite kommen Pfetten und Steher dazu.
- 06Lattung und Konterlattung werden angebracht und die diffusionsoffene Unterdeckbahn verlegt.
- 07Wo die Konstruktion es erfordert, wird das Dach eingeschalt.
- 08Vor der Übergabe an den Dachdecker werden Geometrie, Gefälle und Verankerung kontrolliert.
5 häufige Fehler
Liegt die Mauerbank nicht eben oder ist sie schlecht verankert, zieht sich der Fehler durch den ganzen Dachstuhl. Die Sparren stehen schief und auch die Eindeckung macht Probleme.
Ein unterdimensionierter Dachstuhl kann sich unter Schnee und Wind zu stark durchbiegen. Querschnitt und Abstand der Sparren müssen daher aus der statischen Berechnung kommen.
Unbehandeltes Holz wird leicht von Schimmel und holzzerstörenden Insekten befallen, vor allem wenn die Konstruktion vor dem Eindecken länger Feuchtigkeit abbekommt.
Den Lüftungsspalt zwischen Unterdeckbahn und Lattung schafft die Konterlattung. Fehlt er, kondensiert Feuchtigkeit unter der Eindeckung und schädigt das Holz des Dachstuhls nach und nach.
Sitzen Grat- und Kehlsparren nicht genau, verlaufen die Dachlinien schief und die Eindeckung lässt sich nur schlecht verlegen.
Wie der Dachstuhl das Dach trägt
Der Dachstuhl ist das Gerippe des Daches. Er trägt die Deckung mit allen Schichten, dazu Schnee und Wind, und leitet dieses Gewicht weiter in die Außenwände und die tragenden Innenwände. Eine gute Planung achtet aber nicht nur darauf, dass kein Balken bricht. Das Dach darf sich nicht durchbiegen, die Sparren dürfen nicht seitlich auseinanderlaufen, und die ganze Konstruktion muss auch Wind aushalten, der das Dach nicht nur nach unten drückt, sondern auch anhebt. Fachleute nennen das Windsog. Viele denken daran zu wenig, vor allem bei leichten Blechdächern. Schwere Dachziegel halten das Dach von selbst unten, ein leichtes Blech tut das nicht.
Warum zeigen sich manchmal Risse direkt unter dem Dach? Schräge Sparren drücken mit ihren Füßen ganz natürlich nach außen. Diese Kraft muss etwas auffangen: Kehlbalken, Zangen, die Decke oder ein Ringbalken aus Stahlbeton. Entfernt jemand bei einer Sanierung ein Bauteil, das genau diese Arbeit erledigt hat, etwa beim Öffnen des Dachgeschoßes bis unter den First, kann die Außenwand unter der Mauerbank nach außen wandern. Typisch sind dann schräge Risse in den Raumecken knapp unter dem Dach.
Kehlbalkendach, Pfettendach und Binderdach
Beim Kehlbalkendach bilden zwei Sparren, verbunden durch einen Kehlbalken, einen steifen Rahmen in Form eines A, ganz ohne Stützen in der Mitte. Diese Bauart passt zu steileren Satteldächern mit kleinerer Spannweite, als grober Richtwert bis etwa acht bis neun Meter, je nach Neigung und Belastung. Der Dachraum bleibt frei, und an den Kehlbalken wird oft die Unterdecke befestigt.
Das Pfettendach sehen Sie in Österreich auf sehr vielen Einfamilienhäusern, auf älteren wie auf neueren. Die Sparren liegen auf waagrechten Pfetten, diese ruhen auf den Säulen eines sogenannten stehenden Stuhls, und Zangen verbinden Sparren und Säulen zu einem festen Gefüge. So lassen sich größere Spannweiten überbrücken. Wer das Dachgeschoß ausbauen will, muss die Säulen aber bei der Raumaufteilung einplanen. Bei Walmdächern kommen Grat- und Kehlsparren dazu, an die kürzere Sparren, die Schifter, anschließen. Hier zählt genaues Aufmessen und Zuschneiden, denn davon hängt ab, ob die Dachflächen später eben liegen.
Ein Binderdach besteht aus industriell gefertigten Fachwerkbindern. Sie sind aus schlankerem Holz, und die Knoten halten Nagelplatten aus Stahl mit eingepressten Dornen zusammen. Der Lieferant berechnet und fertigt die Binder nach Plan, auf die Baustelle kommen sie fertig. Für sie gilt eine Regel ohne Ausnahme: Auf der Baustelle wird nicht nachträglich gesägt oder gebohrt, und keine Diagonale darf fehlen. Jeder einzelne Stab ist Teil der Berechnung. Normale Binder füllen den ganzen Dachraum aus. Es gibt aber auch Binder, die in der Mitte Platz für einen nutzbaren Raum lassen.
Bauholz: Feuchte, Festigkeitsklasse und KVH
Der Statiker rechnet die Querschnitte für eine bestimmte Festigkeitsklasse des Holzes, bei Dachstühlen meist C24 nach ÖNORM EN 338. Holz direkt aus dem Sägewerk, das niemand sortiert hat, muss diese Festigkeit nicht erreichen. Bauholz sollte deshalb nach ÖNORM EN 14081 sortiert und gekennzeichnet sein. Wenn das Holz angeliefert wird, werfen Sie einen Blick auf den Lieferschein: Dort sollten Festigkeitsklasse und CE-Kennzeichnung stehen.
Frisch geschnittene Fichte hat oft eine Holzfeuchte von über 30 Prozent. Trocknet sie erst im fertigen Dach, schwindet sie, verdreht sich und reißt. Verbindungen lockern sich, und die Dachflächen werden wellig. Für Dachstühle empfiehlt sich daher Holz mit einer Feuchte von in der Regel höchstens 20 Prozent. Konstruktionsvollholz (KVH) wird technisch auf etwa 15 Prozent getrocknet, gehobelt und an den Kanten gefast. Es verzieht sich weniger, und Insekten befallen es nicht so gern. Brettschichtholz (BSH) kommt dort zum Einsatz, wo größere Spannweiten nötig sind oder die Balken im Wohnraum sichtbar bleiben sollen.
In der Praxis sieht man oft, dass das Holz wochenlang direkt auf dem Boden und ohne Abdeckung auf der Baustelle liegt. Bauholz gehört auf Unterlagen über dem Gelände, die Lagen werden mit Stapellatten getrennt und so abgedeckt, dass unter der Plane Luft zirkulieren kann.
Holzschutz mit Chemie und durch kluge Konstruktion
Die ÖNORM EN 335 teilt Holz in die Gebrauchsklassen 1 bis 5 ein, je nachdem, wie stark es Feuchtigkeit ausgesetzt ist. In Österreich ergänzt die ÖNORM B 3802 diese Regeln für den Holzschutz im Hochbau. Ein Dachstuhl im trockenen Dachraum gehört zu den unteren Klassen, eine Pergola im Regen zu den oberen. Nach der Klasse richten sich Schutzmittel und Verfahren. Ein Anstrich oder Sprühen schützt nur eine dünne Schicht an der Oberfläche, Tauchen dringt tiefer ein, und eine Kesseldruckimprägnierung im Werk hält deutlich länger. Denken Sie daran: Jedes Kürzen und jedes Bohrloch auf der Baustelle legt ungeschütztes Holz frei. Schnittflächen und Zapfen werden deshalb nachträglich gestrichen.
Eine Imprägnierung gegen Pilze und Insekten ist kein Brandschutz. Einen Brandschutzanstrich verlangt das Brandschutzkonzept nur bei bestimmten Gebäuden, und er wird mit einem eigenen Mittel ausgeführt. Keine Chemie rettet allerdings Holz, das dauerhaft nass ist. Baulicher Holzschutz heißt deshalb vor allem drei Dinge: Das Holz berührt weder Beton noch Erdreich, Wasser läuft schnell ab, und Luft kann das Holz umströmen.
Statik, Schnee und Wind
Die Schneelast wird in Österreich nach ÖNORM EN 1991-1-3 mit dem nationalen Anhang bestimmt. Er teilt das Land in Schneelastzonen ein und berücksichtigt auch die Seehöhe. Dasselbe Haus bekommt im Wiener Becken andere Sparrenquerschnitte als im Salzkammergut oder in einem Tiroler Hochtal. Der Statiker bezieht außerdem das Gewicht der Deckung, die Dachneigung, windgeschützte Stellen, an denen sich Schnee sammelt, und die Windlast mit ein.
Den statischen Nachweis erstellt ein Statiker, also ein Ziviltechniker oder ein befugter Baumeister, nicht der Zimmerer und nicht der Bauherr. Sie brauchen ihn auch, wenn Sie ein bestehendes Dach verändern: wenn eine leichte Deckung durch Betondachsteine ersetzt wird, wenn eine Photovoltaikanlage aufs Dach kommt, wenn eine Gaupe entsteht oder wenn für den Dachausbau Säulen entfernt werden sollen. Gerade bei Photovoltaik wird oft nur an das zusätzliche Gewicht gedacht. Über die Halterungen leitet die Anlage aber auch Windkräfte in die Sparren.
Verbindungen, Verankerung und Anschluss ans Mauerwerk
Beim Neubau wird die Mauerbank meist mit Gewindestangen oder Ankern im Ringbalken befestigt, Art und Abstand legt der Statiker fest. Zwischen Beton und Holz kommt eine Sperrbahn, damit das Holz keine Feuchtigkeit aus dem Beton zieht. Die Sparren werden mit einer Kerbe, der Kerve, auf die Mauerbank gesetzt und mit Winkelverbindern oder Sparrenpfettenankern befestigt. Diese halten den Sparren auch dann fest, wenn der Wind an ihm zieht.
Klassische Zimmermannsverbindungen wie Zapfen, Blattverbindungen oder Schwalbenschwanz finden Sie an älteren Dachstühlen bis heute, und gut gemacht halten sie sehr lange. Im Neubau setzen sich immer mehr Stahlverbinder durch. Wichtig ist, dass der Zimmerer genau die Schrauben oder Nägel in der Art und Anzahl einsetzt, mit der der Statiker gerechnet hat. Gewöhnliche Spax-Schrauben aus dem Baumarkt ersetzen keine zugelassenen Verbindungsmittel.
Was über dem Dachstuhl liegt und was darunter
Ein Steildach funktioniert nur, wenn die Schichten in der richtigen Reihenfolge liegen. Auf den Sparren liegt eine diffusionsoffene Unterdeckbahn, darauf die Konterlatten in Richtung der Sparren und erst darauf die Dachlatten für die Ziegel. Die Konterlatten schaffen einen belüfteten Spalt zwischen Bahn und Deckung, durch den Feuchtigkeit von der Traufe zum First abzieht. Nagelt jemand die Dachlatten direkt auf die Bahn, staut sich Wasser, das unter die Ziegel gelangt, an der Latte und läuft in die Konstruktion. Lassen Sie die Bahn außerdem nicht länger offen liegen, als der Hersteller erlaubt, denn UV-Licht macht sie kaputt.
Eine durchgehende Holzschalung ist unter einer Stehfalzdeckung vom Spengler, unter Bitumenschindeln und bei manchen flachen Neigungen nötig. Soll im Dachgeschoß gewohnt werden, kommt zwischen die Sparren eine Wärmedämmung und auf der Raumseite eine Dampfbremse. Ihre Stöße und die Anschlüsse an die Wände werden luftdicht verklebt. Warum ist das so wichtig? Wasserdampf aus der Wohnung, der durch eine undichte Stelle schlüpft, kondensiert im Winter in der Dämmung und am Holz. Für den Wärmeschutz gibt in Österreich die OIB-Richtlinie 6 Mindestanforderungen vor, und für die thermische Sanierung gibt es Förderungen von Bund und Land, etwa den Sanierungsbonus. Klären Sie Einzelheiten vorab mit einem Energieberater, bevor Aufträge vergeben werden.
Der alte Dachstuhl und das Thema Asbest
Bei einem älteren Haus, ob Gründerzeithaus oder Siedlungshaus aus den Fünfzigern, lohnt es sich, den Dachstuhl Stück für Stück anzuschauen, bevor eine neue Deckung draufkommt. Ovale Ausfluglöcher, feines Bohrmehl und Holz, das unter der Oberfläche braun wird, können auf den Hausbock oder auf Fäulnis hindeuten. Ob das Holz noch gesund ist, prüfen Sie mit einem spitzen Werkzeug: Weiches Holz gibt leicht nach. Schadhafte Stellen lassen sich durch Anlaschen ersetzen. Dabei wird das schlechte Stück herausgeschnitten und ein neues angesetzt. Den ganzen Dachstuhl tauscht man nur, wenn der Schaden großflächig ist.
Auf alten Dächern liegen oft Asbestzementplatten, im Volksmund nach dem Markennamen Eternit genannt. Ausbauen darf sie nur ein Fachbetrieb mit entsprechender Sachkunde für Asbestarbeiten. Der Abfall wird als gefährlicher Abfall entsorgt. Wer die Platten selbst bricht, schneidet oder vom Dach wirft, setzt Asbestfasern in der Umgebung frei, auch beim Nachbarn.
Pergolen, Gartenhäuser und Carports
Bei freistehenden Holzbauten passieren die meisten Fehler dort, wo Holz auf den Boden trifft. Betonieren Sie Steher nicht ein und graben Sie sie nicht direkt ins Erdreich. Sie gehören in Pfostenträger aus Stahl, die in Betonfundamenten verankert sind, sodass die Unterseite des Holzes über dem Gelände bleibt und Wasser abtropfen kann. Die oberen Enden der Balken schrägen Sie ab oder decken sie ab, denn Hirnholz saugt Wasser viel schneller auf als die Seiten eines Balkens.
Hat die Pergola ein festes Dach, etwa aus Polycarbonat, trägt sie bereits Schnee, und der Wind drückt dagegen. Sie braucht also ausreichend bemessene Hölzer und Aussteifungen, die sie senkrecht halten. Wird sie an eine gedämmte Fassade mit Vollwärmeschutz angeschlossen, muss die Befestigung so durch die Dämmung geführt werden, dass diese unbeschädigt bleibt und keine Wärmebrücke entsteht. Dafür gibt es spezielle Montageelemente. Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus, informieren Sie die Hausverwaltung rechtzeitig, bevor am Dach gearbeitet wird.
Anleitung für Heimwerker: Schutzanstrich einer Holzpergola erneuern
Die Lasur an einer Pergola oder einem Gartenhaus auffrischen, das schaffen Sie auch ohne Zimmererausbildung. An tragende Teile gehen Sie dabei aber nicht heran, und von der Leiter arbeiten Sie nur in sicherer Höhe und mit einer zweiten Person in der Nähe.
- Einen trockenen Tag ohne pralle Sonne wählen, mit einer Temperatur im Bereich, den der Hersteller angibt, und frühestens einen Tag nach dem letzten Regen.
- Das Holz mit einem Schraubenzieher anstechen, vor allem an den Füßen der Steher und an den oberen Balkenenden, und weiche oder morsche Stellen vom Zimmerer beurteilen lassen.
- Die Oberfläche mit einer Bürste von Staub, Spinnweben, Moos und abblätternder Farbe befreien.
- Vergraute und raue Stellen mit Schleifpapier in Faserrichtung anschleifen und den Staub abkehren.
- Pflaster, Pflanzen und die angrenzende Hauswand mit Folie abdecken.
- Eine dünne Schicht Lasur derselben Art wie der alte Anstrich mit dem Pinsel in Faserrichtung auftragen.
- Balkenenden, Verbindungen und Stellen an Beschlägen, an denen Wasser stehen bleibt, besonders sorgfältig streichen.
- Die nächste Schicht erst nach der Trocknungszeit laut Hersteller auftragen und prüfen, ob Wasser an den Füßen der Steher frei ablaufen kann.
So nehmen Sie den Dachstuhl ab
Nehmen Sie den Dachstuhl ab, bevor Unterdeckbahn und Ziegel draufkommen, solange noch alles sichtbar ist. Prüfen Sie:
- Querschnitte, Abstände und Lage der Hölzer entsprechen Plan und Statik
- Das Holz hat die angegebene Festigkeitsklasse und ist nicht sichtbar nass, verdreht oder befallen
- Die Mauerbank liegt waagrecht, ist nach Plan verankert und durch eine Sperrbahn vom Beton getrennt
- Die Sparren liegen in einer Ebene, und der First ist gerade, wenn Sie am Dach entlangschauen
- Winkelverbinder, Sparrenpfettenanker und Anker sind mit allen vorgesehenen Schrauben oder Nägeln befestigt
- Schnittflächen und Zapfen sind nachträglich imprägniert
- Bei Bindern ist kein Stab angesägt, angebohrt oder weggelassen
- Am Rauchfang hält das Holz den Brandschutzabstand nach Plan und Herstellerangaben ein, im Zweifel fragen Sie den Rauchfangkehrer
- Lieferschein des Holzes, Nachweis der Imprägnierung und Fotos der Verankerung liegen Ihnen vor
Tragen Sie alle Mängel ins Abnahmeprotokoll ein, bevor der Dachstuhl geschlossen wird. Liegen die Ziegel erst einmal, lässt sich eine Verankerung nur noch nachbessern oder ein Balken nur noch tauschen, wenn ein Teil der Deckung wieder herunterkommt.
Häufige Fragen
Laut aktueller Preisliste kostet die Montage der Sparren 8,57 € pro lfm Arbeitsleistung. Welcher Querschnitt und Abstand nötig ist, legt die statische Berechnung je nach Dachtyp und Neigung fest.
Die Montage der Mauerbank kostet 11,43 € pro lfm Arbeitsleistung. Enthalten sind das Versetzen und die Verankerung im Außenmauerwerk.
Lattung und Konterlattung kosten 2,70 € pro m² Arbeitsleistung.
Nicht in jedem Fall ist das ausdrücklich vorgeschrieben, in der Praxis wird Konstruktionsholz aber fast immer imprägniert. Die Imprägnierung schützt das Holz während der gesamten Lebensdauer des Dachs vor Schimmel und holzzerstörenden Insekten.
Die tragende Konstruktion berechnet der Statiker. Er berücksichtigt Schnee- und Windlast sowie das Gewicht der Eindeckung. Der Zimmerer baut den Dachstuhl danach genau nach dieser Berechnung.
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