Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bordsteine | ||||
| Setzen von Straßenrandsteinen | lfm | 8,07 € | - | |
| Setzen von Rasenkantensteinen | lfm | 5,00 € | - | |
| Randsteine in erdfeuchten Beton setzen | lfm | 15,40 € | - | |
| Pflasterstein als Bordersatz in Beton setzen | lfm | 9,98 € | - | |
So läuft das Setzen Schritt für Schritt ab
Ein Randstein sieht nach einem einfachen Stück Beton aus. Wie lange er hält, entscheidet sich aber dort, wo man nicht hinsieht: im Unterbau, im Betonbett und in der Rückenstütze. In der Regel arbeitet der Fachbetrieb so:
- Linie und Höhe festlegen. Der Verlauf wird mit Pflöcken und Schnur markiert. Höhe und Gefälle stellt der Betrieb mit Nivelliergerät oder Laser passend zur späteren Oberfläche ein.
- Graben ausheben. Der Graben muss tief und breit genug sein für Schotter, Betonbett, Randstein und die Betonstütze dahinter.
- Unterbau verdichten. Die Sohle wird verdichtet. Danach kommt eine Schotterschicht, die mit der Rüttelplatte gründlich nachverdichtet wird.
- Betonbett einbringen. Auf den Schotter kommt erdfeuchter Beton. Er lässt sich gut formen, und der Stein sinkt nicht darin ein.
- Randsteine setzen. Die Steine werden in das frische Bett gelegt und mit dem Gummihammer auf die Schnur geklopft. Höhe und Gefälle prüft man dabei laufend.
- Rückenstütze betonieren. Hinten, an Straßen oft auch vorne, wird der Stein mit Beton angefüllt. So kippt er nicht weg, wenn ein Rad dagegen fährt.
- Fugen und Abschluss. Zwischen den Steinen bleibt eine schmale Fuge, die je nach Planung mit Mörtel gefüllt wird. Danach wird die Umgebung verfüllt und verdichtet, und die Fläche ist bereit für Asphalt oder Pflaster.
Randsteine setzt man vor dem Pflaster oder Asphalt. Sie sind der feste Rand, an dem sich die Fläche abstützt. Nachträglich einsetzen lassen sie sich kaum sinnvoll.
Randsteinarten und wann welche passt
Mit Straßenrandstein ist meist der Hochbord gemeint: ein Betonstein von etwa einem Meter Länge, rund 25 bis 30 cm hoch und etwa 15 cm breit. Er ist schwer und stabil und hält auch Lkw-Verkehr aus. Daneben gibt es weitere Formen:
- Rundbord oder Flachbord mit abgeschrägtem Profil, über den Autos bequem auf den Gehsteig oder in die Einfahrt fahren
- Übergangssteine, die einen hohen und einen abgesenkten Rand ohne Stufe verbinden
- Kurvensteine für Radien, damit der Rand nicht aus kurzen geraden Stücken zusammengestückelt wirkt
- Tiefbord, Rasenkanten und Beetsteine, die niedriger und schmaler sind und nur an Gehsteige und Gärten gehören, nicht an die Fahrbahn
Bei der Wahl zählt die Belastung, nicht die Optik. Fährt regelmäßig ein Transporter mit Baumaterial oder der Müllwagen über die Fläche, hält eine Rasenkante nicht lange. Gute Betonrandsteine werden nach ÖNORM EN 1340 hergestellt. Achten Sie darauf, dass sie frost- und tausalzbeständig sind, denn im Winter wird an vielen Straßen mit Salz gestreut.
Unterbau, Betonbett und Wasserablauf
Warum steht ein Randstein nach ein paar Wintern schief, obwohl er anfangs gerade war? Fast immer liegt es am Unterbau oder am Wasser, nicht am Stein selbst.
Die Schotterschicht muss dick genug und gut verdichtet sein, sonst setzt sie sich mit der Zeit. Das Betonbett ist an Straßen meist etwa 10 bis 15 cm stark. Der Randstein sitzt ungefähr zu einem Drittel seiner Höhe im Beton. Über der fertigen Fahrbahn steht er an einer normalen Straße meist etwa 10 bis 15 cm hoch. An Einfahrten und Übergängen wird er abgesenkt.
Früher hat man oft eine trockene Mischung eingestreut und nach dem Setzen nur mit Wasser übergossen. Das ist unzuverlässig, weil der Beton nicht gleichmäßig aushärtet. Ordentlich angemischter erdfeuchter Beton ist die sichere Wahl.
Das Wasser muss abfließen können. Der Fahrbahnrand bekommt Gefälle zu den Einläufen oder ins Grüne, und der Randstein darf keinen Damm bilden, hinter dem eine Lacke steht. Wasser, das in den Unterbau sickert und im Winter gefriert, drückt selbst einen gut gesetzten Stein heraus.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Der Aufwand kann stark schwanken. Leichter wird es bei:
- ebenem, gut erreichbarem Gelände, auf das Bagger und Lkw kommen
- langen geraden Abschnitten ohne Kurven und Höhensprünge
- tragfähigem, sandigem oder kiesigem Boden
Aufwendiger wird es durch:
- Ausbau und Entsorgung alter Randsteine samt Beton
- lehmigen oder nassen Boden, der tieferen Aushub und mehr Schotter braucht
- viele Kurven, geschnittene Steine und Anschlüsse an vorhandenen Asphalt
- Tragen schwerer Steine von Hand, wo keine Maschine hinkommt
- Arbeiten neben fließendem Verkehr, die eine Absperrung und Beschilderung erfordern
Vom Selbermachen ist bei Straßenrandsteinen abzuraten. Ein Stein wiegt meist mehrere Dutzend Kilogramm, quetscht schnell Finger oder belastet den Rücken. Ohne Nivelliergerät und Rüttelplatte bekommt man kaum eine gerade, feste Linie hin.
Leitungen und Wetter
Holen Sie vor dem Graben eine Leitungsauskunft bei den Netzbetreibern ein, vor allem für Gas, Strom, Wasser und Glasfaser. Wird eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort die Stelle und rufen den Gasnotruf 128 oder den Euronotruf 112 an. Graben in der Nähe von Kabeln und Gasanschlüssen gehört in die Hände eines erfahrenen Fachbetriebs.
Betoniert wird üblicherweise von Frühjahr bis Herbst. Unter etwa 5 °C härtet Beton langsam aus und kann durch Frost Schaden nehmen. Bei Hitze über etwa 30 °C trocknet er zu schnell und muss feucht gehalten oder abgedeckt werden. Auf gefrorenen oder aufgeweichten Untergrund setzt man keine Randsteine.
Typische Fehler beim Setzen
- Schlecht verdichteter Unterbau. Die Steine sacken ungleichmäßig ab, die Linie wird wellig.
- Fehlende oder zu dünne Rückenstütze. Der Randstein kippt durch Radlasten nach und nach weg.
- Falsches Gefälle. Wasser bleibt am Rand stehen, läuft unter das Pflaster und zerstört im Winter den Unterbau.
- Zu flach gesetzt. Der Stein wirkt fest, bewegt sich aber bei der ersten Belastung.
- Rasenkante an der Fahrbahn. Der schmale Stein bricht oder platzt ab.
- Zu früh belastet. Fährt man über die Steine, bevor der Beton fest genug ist, reißt das Bett.
So prüfen Sie die fertigen Randsteine
Gehen Sie bei der Übernahme die ganze Linie ab, betrachten Sie sie aus der Ferne und aus der Nähe und prüfen Sie diese Punkte:
- Die Linie ist gerade oder gleichmäßig gebogen, ohne Zacken und Ausreißer
- Benachbarte Steine haben keinen Höhenversatz, die Fugen sind gleichmäßig
- Kein Stein bewegt sich, wenn Sie kräftig mit dem Fuß dagegen drücken
- Hinter den Steinen ist eine Betonstütze zu sehen, nicht nur Erde
- Die Höhe über der Fläche entspricht der Absprache, an Einfahrten ist der Rand abgesenkt
- Nach Regen oder einem Test mit dem Gartenschlauch läuft das Wasser ab und steht nicht am Rand
- Die Steine sind nicht gerissen, abgeplatzt oder mit Beton verschmiert
- Der Betrieb hat Ihnen gesagt, ab wann Sie die Fläche mit dem Auto befahren dürfen
Häufige Fragen
Meist sitzt er etwa zu einem Drittel seiner Höhe in Betonbett und Rückenstütze. Die genaue Tiefe hängt von Steinart, Belastung und dem Aufbau der späteren Fläche ab.
An Straßen, Einfahrten und Stellplätzen ja, Betonbett und Rückenstütze sind dort unverzichtbar. Ohne Beton lassen sich nur leichte Beetsteine an Flächen setzen, die nicht befahren werden.
Das hängt vom Beton und vom Wetter ab. Üblich ist, mindestens einige Tage zu warten, bei kühlem Wetter länger. Den genauen Zeitpunkt nennt Ihnen der Betrieb passend zum verwendeten Beton.
Ist der Stein heil und hat sich nur leicht bewegt, kann er ausgebaut und auf einem neuen Bett wieder gesetzt werden. Ist der Unterbau auf längerer Strecke kaputt, lohnt es sich meist, den ganzen Abschnitt samt Unterbau neu zu machen.
Der Hochbord ist höher, breiter und für Fahrzeuglasten gedacht. Der Tiefbord ist niedriger und schmäler und trennt Gehsteige, Rasen und Beete voneinander.
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