Das Verlegen von Pflastersteinen mit 4-6 cm Dicke kostet laut aktueller Preisliste 11,74 € pro m² Arbeitsleistung. Dickere Steine für Einfahrten, Randschnitte, Randsteine und die Vorbereitung des Untergrunds werden extra verrechnet, je nachdem, wie viel Arbeit auf Ihrer Fläche tatsächlich anfällt.
Leistungsarten und ihre Preise
Übliche Dicke für Flächen, die nicht befahren werden. Die Steine kommen in ein Sandbett und werden mit schmalen Fugen verlegt.
Dickere, befahrbare Pflastersteine brauchen auch einen kräftigeren Aufbau der Tragschichten darunter.
Die verdichtete Schotterschicht verteilt die Last und leitet Wasser unter dem Pflaster ab. Je stärker die Fläche belastet wird, desto dicker fällt die Schicht aus.
Fassen die Pflasterfläche bei Einfahrten und Stellplätzen ein und werden in ein Betonbett mit Rückenstütze gesetzt.
Niedrigere Randsteine für Gehsteige und Gartenflächen, sie werden weniger tief gesetzt als Straßenrandsteine.
Trennt den Boden von der Schotterschicht, damit sich beides nicht vermischt. Das verlängert die Lebensdauer des Unterbaus.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pflaster | ||||
| Verlegung Verbundpflaster 4-6 cm | m² | 11,74 € | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 8-10 cm | m² | - | ||
| Verlegung Designpflaster | m² | - | ||
| Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cm | m² | 8,07 € | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 4-6 cm | lfm | 5,00 € | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 8-10 cm | lfm | 8,07 € | - | |
| Fugen mit Quarzsand verfüllen | m² | 2,20 € | - | |
| Abschließendes Absanden und Einkehren der Fugen | m² | 1,47 € | - | |
| Untergrundvorbereitung | ||||
| Aufnehmen von Verbundpflaster | m² | 3,96 € | - | |
| Erdaushub für Pflasteruntergrund | m³ | 51,38 € | - | |
| Verlegen Geotextil | m² | 2,20 € | - | |
| Schottertragschicht inkl. Verdichtung | m² | 10,28 € | - | |
| Splittbett für Pflaster | m² | 2,50 € | - | |
| Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellen | m² | 2,94 € | - | |
| Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellen | m² | 3,96 € | - | |
| Untergrund mit Rüttelplatte verdichten | m² | - | ||
| Bordsteine | ||||
| Setzen von Rasenkantensteinen | lfm | 5,00 € | - | |
| Setzen von Straßenrandsteinen | lfm | 8,07 € | - | |
| Randsteine in erdfeuchten Beton setzen | lfm | 15,40 € | - | |
| Pflasterstein als Bordersatz in Beton setzen | lfm | 9,98 € | - | |
| Außenanlagen | ||||
| Verlegung von Palisaden bis 50 cm | Stk. | 5,00 € | - | |
| Verlegung von Palisaden über 50 cm | Stk. | 6,02 € | - | |
| Außentreppen aus Palisaden herstellen | lfm | - | ||
| Entwässerung | ||||
| Setzen Entwässerungsrinne in Beton | lfm | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Verlegung der Pflastersteine 50 m² Pflastersteine mit 4-6 cm Dicke auf vorbereitetem Untergrund, ohne Randsteine | 587,00 € |
| Untergrund vorbereiten und pflastern 50 m² Schotterunterbau samt Verdichtung, Geotextil und Verlegung der Pflastersteine | 1211,00 € |
| Kompletter Gehsteig samt Randsteinen und Zuschnitten Unterbau, Verlegung von 50 m² Pflaster, 30 lfm Gartenrandsteine und Zuschnitt an den Rändern auf 15 lfm | 1435,55 € |
Untergrund für das Pflaster vorbereiten
Erdreich oder altes Pflaster wird so tief abgetragen, wie es der Unterbau und die erwartete Belastung der Fläche verlangen.
Das Vlies wird auf dem eingeebneten Boden ausgelegt. Es trennt die Erde vom Schotter, damit sich das Schotterbett nicht zusetzt.
Der Schotter wird lagenweise eingebracht und jede Lage mit der Rüttelplatte verdichtet. So entsteht ein tragfähiger Unterbau, durch den Wasser gut abrinnen kann.
Noch vor dem Pflastern werden die Randsteine genau nach den abgesteckten Höhen und Fluchten in ein Betonbett gesetzt.
Eine dünne Schicht Splitt wird verdichtet und mit der Richtlatte abgezogen, damit die Steine überall gleichmäßig aufliegen.
Arbeitsablauf
- 01Fläche vermessen, Höhen, Fluchten und Gefälle abstecken.
- 02Ungeeignetes Erdreich bis zur nötigen Tiefe ausheben.
- 03Geotextil auslegen, Schotter einbringen und verdichten.
- 04Randsteine rundum in ein Betonbett setzen.
- 05Splittbett aufbringen und mit der Richtlatte abziehen.
- 06Pflastersteine mit passendem Gefälle und Verband verlegen, an den Rändern zuschneiden.
- 07Das verlegte Pflaster mit Rüttelplatte und Schutzmatte abrütteln.
- 08Fugen mit Quarzsand füllen und die Fläche zum Schluss abkehren.
5 häufige Fehler
Auf einer ebenen oder falsch geneigten Fläche bleibt das Wasser stehen. Im Winter leiden Pflaster und Unterbau dadurch deutlich schneller.
Nicht verdichteter Schotter setzt sich mit der Zeit ungleichmäßig, und das Pflaster sackt ab, vor allem in der Einfahrt, wo Autos drüberfahren.
Fehlen Betonbett und Rückenstütze, drückt das Pflaster oder ein drüberfahrendes Auto den Randstein nach und nach seitlich weg.
Pflaster mit 4-6 cm ist für Fußgänger gedacht und wird in einer Einfahrt beschädigt. Für Autos braucht es 8-10 cm dicke Steine und einen passenden Unterbau.
Ohne Trennlage vermischt sich die Erde mit der Zeit mit dem Schotter, der Unterbau trägt nicht mehr und das Pflaster wird wellig.
Der Unterbau: Aufbau je nach Belastung
Ob Ihr Pflaster Jahrzehnte hält oder sich nach dem ersten Winter wellt, entscheidet der Unterbau. Die Steine selbst verteilen die Last nur. In den Boden ableiten müssen sie die verdichteten Schotterschichten darunter. Wenn Wellen, Senken oder auseinanderlaufende Fugen auftauchen, liegt die Ursache fast immer im Unterbau und nicht in den Steinen.
Von unten nach oben sieht der Aufbau meist so aus:
- Planum: Zuerst kommen Humus und weicher Boden heraus. Die Sohle der Baugrube ziehen Sie im Gefälle ab und verdichten sie. Haben Sie lehmigen oder tonigen Boden, legen Sie ein Geotextil, also ein Trennvlies, darauf. Es verhindert, dass sich Erde und Schotter mit der Zeit vermischen.
- Tragschicht: gebrochener Schotter in gröberer Körnung. Die kantigen Körner verkeilen sich ineinander und lassen sich gut verdichten. Unter Gehwegen und Terrassen sind in der Praxis etwa 15 bis 25 cm üblich. Unter Einfahrten und Pkw-Stellplätzen braucht es deutlich mehr, je nach Boden 30 cm und darüber.
- Bettung: eine dünne Schicht aus feinem Splitt, in die Sie die Steine legen. Sie ziehen sie mit einer Latte genau auf Höhe ab und betreten sie danach nicht mehr.
- Pflaster und Fugen: Die verlegten Steine rütteln Sie ab und füllen die Fugen mit Sand.
Verdichten Sie den Schotter in Lagen, nie die ganze Dicke auf einmal. Eine Rüttelplatte wirkt nur bis zu einer bestimmten Tiefe. Schütten Sie eine dicke Schicht auf einmal ein, verdichtet sich nur der obere Teil, unten bleibt der Schotter locker. Runden Flusskies sollten Sie für die Tragschicht nicht nehmen. Die Körner rutschen aneinander ab und lassen sich nicht zuverlässig verdichten.
Wer einen Fachbetrieb beauftragt, kann im Vertrag auf die einschlägige ÖNORM für Pflasterarbeiten verweisen. Sie beschreibt, wie Pflasterarbeiten fachgerecht auszuführen sind, und gibt beiden Seiten eine klare Grundlage.
Gefälle und Entwässerung
Wasser muss vom Pflaster ablaufen. Sonst gelangt es in den Unterbau, und im Winter sprengt der Frost ihn auf. Deshalb legen Sie die Fläche im Gefälle an, meist mit etwa 1 bis 2 %, vom Haus weg zu einer Stelle, an der das Wasser versickern oder abfließen kann. Das Gefälle entsteht schon im Planum und in der Tragschicht, nicht erst in der Bettung. So bleibt jede Schicht überall gleich dick.
Vor der Garage, am Hauseingang und auf größeren Flächen setzen Sie Entwässerungsrinnen ein. Das Regenwasser von Ihrem Pflaster darf nicht zum Nachbarn oder auf die öffentliche Straße laufen. Lässt der Boden es zu, ist eine einfache Lösung, das Wasser in angrenzende Beete, in den Rasen oder in eine Sickermulde oder einen Sickerschacht auf dem eigenen Grundstück zu leiten.
Parken Sie auf der Fläche nur ab und zu, etwa wenn Besuch kommt? Dann passen Rasengittersteine oder Drainpflaster gut. Das Wasser sickert direkt in den Boden, und die Fläche bleibt zum Teil grün. Für die tägliche Zufahrt sind sie allerdings weniger bequem, und im Winter lässt sich Schnee darauf schlechter schieben. Ein Nebeneffekt: Manche Gemeinden berücksichtigen bei den Gebühren für Kanal oder Niederschlagswasser, wie viel Fläche versiegelt ist. Durchlässige Beläge werden dabei oft günstiger eingestuft. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, wie sie das handhabt.
Die Fläche planen, bevor der Bagger kommt
Überlegen Sie vor dem Aushub, was alles unter dem Pflaster verlaufen soll. Ist die Fläche fertig, bekommen Sie kein Kabel und kein Rohr mehr darunter, ohne Steine aufzunehmen. Legen Sie deshalb Leerrohre ein: für den Strom zum Tor und zum Torantrieb, für Außenleuchten, Klingel, Kameras oder Bewässerung, auch wenn Sie sie heute noch nicht brauchen. Zeichnen oder fotografieren Sie den Verlauf und messen Sie ihn von festen Punkten aus, zum Beispiel von der Hausecke. Den elektrischen Anschluss selbst muss ein konzessionierter Elektrotechniker herstellen.
Klären Sie vor dem Graben auch, ob auf dem Grundstück schon Leitungen liegen: Gas, Wasser, Kanal oder Kabel. Die Netzbetreiber, Stadtwerke und oft auch die Gemeinde geben dazu Leitungsauskünfte. Beschädigen Sie beim Graben eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort den Bereich, vermeiden Sie offenes Feuer und elektrische Geräte und rufen Sie aus sicherer Entfernung den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 an.
Ein Pkw-Stellplatz sollte etwa 2,5 m breit und etwa 5 m lang sein. Parken Sie neben einer Wand oder einem Zaun, planen Sie zusätzlich Platz zum Öffnen der Türen ein. Bei der Einfahrt lohnt ein Blick auf den Wendekreis. Wendet das Auto auf dem Grundstück, oder schieben Sie rückwärts auf die Straße hinaus?
Am Haus darf das Pflaster nicht über die Sockelabdichtung reichen. Sonst gelangen Spritzwasser und tauender Schnee ins Mauerwerk. Das betrifft besonders Altbauten, deren Sockel oft schlecht oder gar nicht abgedichtet ist. Legen Sie die Fläche an der Fassade mit Gefälle vom Haus weg an. Zwischen Pflaster und Sockel lassen Sie einen schmalen Kiesstreifen, oder Sie schützen den Sockel mit einer Beschichtung, die kein Wasser aufnimmt. Bei einem Haus mit Vollwärmeschutz gilt das genauso: Die Dämmplatten im Sockelbereich vertragen dauernde Nässe schlecht.
Randsteine: warum sie zuerst kommen
Verbundpflaster hält durch die Reibung zwischen den Steinen und den Sand in den Fugen zusammen. Am Rand hat es aber nichts, woran es sich abstützen kann. Ohne Randsteine wandert es unter Last nach und nach zur Seite. Deshalb setzen Sie die Randsteine vor dem Pflaster. Sie geben gleichzeitig Höhen und Gefälle der ganzen Fläche vor.
Rasenkantensteine und niedrige Randsteine sind schmaler. Sie reichen an Gehwegen, Terrassen und im Garten. Hohe und kräftigere Randsteine gehören an Einfahrten, Stellplätze und überall dorthin, wo ein Auto über den Rand fahren kann. Den Randstein setzen Sie in ein Betonbett und stützen ihn zur Grünfläche hin mit einer Rückenstütze aus Beton ab. Ist er nur mit Erde angefüllt, drücken ihn das Pflaster und die Autoräder mit der Zeit nach außen.
Statt eines Randsteins können Sie auch eine Reihe Pflastersteine in Beton setzen. Der Rand wirkt dann ruhiger, Betonbett und Rückenstütze brauchen Sie aber genauso.
Die passenden Pflastersteine finden
Die Steindicke richtet sich danach, was über die Fläche geht oder fährt. Für Gehwege und Terrassen nimmt man Steine mit 4 bis 6 cm, meist 6 cm. Für Einfahrten und Pkw-Stellplätze brauchen Sie 8 cm, für schwerere Fahrzeuge 10 cm. Zu dünnes Pflaster bricht und verschiebt sich auf einer Einfahrt auch bei gutem Unterbau.
Wo Autos fahren, zählen auch Form und Muster. Verbundpflaster, dessen Steine ineinandergreifen, und Muster im Verband, etwa Fischgrät, halten Bremsen und Lenken besser aus als Rechtecksteine, die in Reihen in Fahrtrichtung liegen. Großformatige Platten sehen modern aus, brechen und kippen auf Einfahrten aber leichter.
- Beständigkeit: Wenn Sie Einfahrt oder Weg im Winter mit Salz streuen, wählen Sie Steine, die der Hersteller als frost- und tausalzbeständig ausweist. Bei Betonpflaster steht das in der Produktangabe nach ÖNORM EN 1338.
- Oberfläche: Glatte und fein geschliffene Steine sind bei Nässe und Glatteis rutschiger als gestrahlte oder strukturierte.
- Farbe: Die Farbtöne schwanken zwischen Produktionschargen leicht. Nehmen Sie beim Verlegen die Steine deshalb abwechselnd aus mehreren Paletten, sonst sieht man später Flecken auf der Fläche.
Weiße Ausblühungen sind kein Mangel
Auf neuem Betonpflaster zeigen sich in den ersten Monaten oft weiße Flecken oder ein grauer Schleier. Das sind Kalkausblühungen. Sie entstehen ganz natürlich beim Erhärten des Betons, wenn Wasser gelösten Kalk an die Oberfläche trägt. Ein Fehler des Pflasters ist das nicht. Regen und normale Nutzung waschen sie meist innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst ab. Greifen Sie nicht zu scharfen Säuren, sie greifen die Oberfläche an.
Verlegen, Schneiden und Abrütteln
Verlegen Sie von der schon fertigen Fläche aus nach vorn. So treten Sie nicht in die abgezogene Bettung. Lassen Sie die Bettung vor dem Rütteln etwas höher, denn das Pflaster setzt sich beim Rütteln noch. Legen Sie die Steine dicht nebeneinander mit einer schmalen Fuge für den Sand und prüfen Sie die Flucht der Reihen immer wieder mit einer Schnur.
Geschnitten wird erst an den Rändern und an Hindernissen wie Schächten oder Pfosten. Kleine Passstücke am Rand brechen leicht heraus. Teilen Sie die Fläche deshalb so ein, dass am Randstein keine schmalen Streifen übrig bleiben. Schneiden Sie mit einer Steintischsäge oder einem Trennschleifer mit Wasserkühlung. Beim trockenen Schneiden entsteht feiner quarzhaltiger Staub, der beim Einatmen der Lunge schadet.
Die fertige Fläche rütteln Sie mit einer Rüttelplatte mit Gummi- oder Kunststoffmatte ab. Die Matte schützt die Steine vor Kratzern und abplatzenden Kanten. Danach streuen Sie trockenen Sand in die Fugen, kehren ihn ein und rütteln nochmals. Wiederholen Sie das, bis die Fugen voll sind. In den ersten Wochen setzt sich der Fugensand noch. Wenn Sie später nachsanden müssen, ist das normale Pflege und kein Fehler.
Hanggrundstück, Stufen und Palisaden
Auf einem Hanggrundstück fangen Palisaden, kleine Mauern oder Stufen den Höhenunterschied ab. Palisaden setzen Sie in ein Betonfundament, und zwar ungefähr so tief, wie sie über das Gelände herausragen. Höhere Palisaden halten Erddruck aus und kippen ohne ordentliches Fundament nach vorn. Hinter Stützelementen muss das Wasser abfließen können. Nasser Boden drückt nach einem Regen deutlich stärker als trockener.
Außenstiegen aus Pflaster oder Palisaden brauchen ein festes Betonfundament und überall gleich hohe Stufen. Geben Sie der Trittfläche ein leichtes Gefälle, damit kein Wasser stehen bleibt und sich im Winter kein Eis bildet.
Anleitung für Heimwerker: abgesackte Stelle im Pflaster reparieren
Ist Ihr Pflaster an einer kleinen Stelle abgesackt oder wackeln ein paar Steine, müssen Sie nicht die ganze Fläche aufnehmen. Die Reparatur schaffen Sie gut an einem Nachmittag.
- Den ersten Stein an der abgesackten Stelle mit zwei Schraubenziehern oder einer Pflasterzange herausheben, die übrigen lassen sich danach leicht lösen.
- Die Steine in der Reihenfolge ablegen, in der sie lagen, damit sie wieder an dieselbe Stelle im Muster kommen.
- Die Bettung abtragen und die Tragschicht prüfen. Ist sie weich oder durchnässt, bis auf festen Untergrund ausheben.
- Schotter in dünnen Lagen auffüllen und jede Lage mit einem Handstampfer gründlich verdichten.
- Neue Bettung aus feinem Splitt verteilen und etwas höher als die umgebende Fläche abziehen.
- Die Steine an ihren alten Platz legen, mit dem Gummihammer festklopfen und mit einer Latte quer über die Stelle prüfen, ob alles eben ist.
- Die Fugen mit trockenem Sand füllen, einkehren und nach einigen Tagen nachsanden.
- Sackt dieselbe Stelle wieder ab, die Ursache im Untergrund suchen, etwa in einem undichten Kanalrohr oder einer schlechten Entwässerung.
Pflege und Abnahme der fertigen Fläche
Pflaster braucht wenig Pflege. Füllen Sie die Fugen bei Bedarf mit Sand nach und entfernen Sie Unkraut mechanisch, zum Beispiel mit Fugenkratzer oder Bürste. Chemische Unkrautmittel gehören nicht auf befestigte Flächen: Der Regen spült sie in den Kanal oder ins Grundwasser, und ihre Verwendung ist in Österreich stark eingeschränkt. Der Hochdruckreiniger spült Sand aus den Fugen, sanden Sie danach also jedes Mal neu ein. Ölflecken entfernen Sie möglichst bald, bevor sie in den Beton einziehen.
Bei der Abnahme der fertigen Fläche lohnt sich ein Blick auf folgende Punkte:
- Wasser läuft nach Regen oder nach einem ausgegossenen Kübel ab und bleibt nirgends stehen
- Die Fläche ist eben und ohne Wellen, geprüft mit einer langen Latte in mehreren Richtungen
- Die Steinreihen laufen gerade, die Fugen sind gleichmäßig und mit Sand gefüllt
- Die Randsteine stehen in einer Flucht, sitzen fest und haben eine Rückenstütze aus Beton
- An den Rändern gibt es keine schmalen Passstücke, die herausbrechen könnten
- Die Steinoberfläche ist vom Abrütteln weder zerkratzt noch abgeplatzt
- Die Umgebung ist von Beton- und Schotterresten gereinigt
Häufige Fragen
Das Verlegen von Pflastersteinen mit 4-6 cm Dicke kostet laut aktueller Preisliste 11,74 € pro m² Arbeitsleistung. Vorbereitung des Untergrunds, Randsteine und Randschnitte werden extra verrechnet.
Für einen Gehsteig reichen Steine mit 4-6 cm Dicke. In Einfahrten und auf Stellplätzen kommen Steine mit 8-10 cm zum Einsatz, um Gesperrt pro m², dazu ein dickerer Unterbau.
Der Randstein hält den Rand der Fläche, damit das Pflaster nicht seitlich auseinanderwandert. Deshalb kommt er vor den Pflastersteinen ins Betonbett. Ein Straßenrandstein kostet 8,07 € pro lfm.
Der Sand in den Fugen verspannt die ganze Fläche, die Steine verschieben sich nicht und zwischen ihnen wächst weniger Unkraut.
Die Fläche braucht ein durchgehendes Gefälle weg vom Haus, damit Regenwasser nicht zur Fassade oder in den Keller rinnt. Bei größeren Flächen oder Einfahrten zur Straße helfen eine Rinne oder ein Sickerschacht, damit das Wasser nicht auf Nachbargrund oder die Straße läuft. Klären Sie Gefälle und Entwässerung daher schon vor Beginn der Arbeiten.
Ähnliche Arbeiten
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.