Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pflaster | ||||
| Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cm | m² | 8,07 € | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 4-6 cm | m² | 11,74 € | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 8-10 cm | m² | - | ||
| Verlegung Designpflaster | m² | - | ||
| Schneiden Verbundpflaster 4-6 cm | lfm | 5,00 € | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 8-10 cm | lfm | 8,07 € | - | |
| Fugen mit Quarzsand verfüllen | m² | 2,20 € | - | |
| Abschließendes Absanden und Einkehren der Fugen | m² | 1,47 € | - | |
Warum kleine Formate mehr Arbeit machen
Bei großem Verbundpflaster deckt ein einzelner Stein eine recht große Fläche ab. Kleinpflaster funktioniert anders: Auf einen Quadratmeter kommen Dutzende bis Hunderte Steine. Jeden davon nimmt der Pflasterer in die Hand, setzt ihn, richtet ihn aus und prüft die Lage. Die Arbeit geht deshalb deutlich langsamer voran, auch wenn die Fläche auf den ersten Blick klein wirkt.
Dazu kommt die Genauigkeit. Ein großes Format verzeiht kleine Abweichungen, kleine Steine verstecken sie nicht. Läuft eine Reihe am Anfang nur leicht aus der Flucht, wird der Fehler nach ein paar Metern immer größer und das Muster verzieht sich. Ebenheit, Fugen und Reihenverlauf prüft ein guter Professionist deshalb laufend, nicht erst am Schluss.
Bei Naturstein kommt noch etwas hinzu: Die Steine sind nicht alle gleich hoch und nicht exakt gleich geformt. Jeder einzelne muss so ins Bett geklopft werden, dass seine Oberseite zur Umgebung passt. Kleinpflaster wird deshalb fast immer von Hand verlegt.
So läuft die Verlegung ab
Der Ablauf ähnelt der normalen Pflasterverlegung. Der Unterschied liegt vor allem im Tempo und in der Kontrolle:
- Boden ausheben, Untergrund planieren und verdichten
- Tragschicht aus Schotter oder Mineralgemisch einbauen und verdichten, die Dicke richtet sich nach der späteren Belastung
- Randsteine setzen, die die Ränder halten und die Linie der Fläche vorgeben
- Bettung aus Splitt oder Brechsand vorbereiten, bei gebundener Bauweise aus Mörtel
- Steine von Hand nach Schnur und Muster verlegen und jeden mit dem Gummihammer oder Pflasterhammer festklopfen
- Fugen mit Sand, Splitt oder Fugenmörtel füllen
- Fläche abrütteln, Fugen nachfüllen und die Oberfläche reinigen
Für Gehwege liegt die Tragschicht üblicherweise bei grob 15 bis 30 cm, die Bettung bei etwa 3 bis 5 cm. Den genauen Aufbau passt man an den Untergrund an und daran, ob nur Fußgänger oder auch Autos über die Fläche fahren. Fachbetriebe orientieren sich dabei an den einschlägigen ÖNORMEN und Richtlinien für Pflasterarbeiten. Bei Verlegung in Mörtel oder Beton gelten die Herstellerangaben, auch dafür, wie lange die Fläche aushärten muss, bevor sie belastet wird.
Im Mehrparteienhaus gehören Hof und Zugänge meist zur gemeinsamen Liegenschaft. Sprechen Sie Ihr Vorhaben dann mit der Hausverwaltung ab und informieren Sie sie rechtzeitig über laute Arbeiten wie das Abrütteln, damit die Nachbarn Bescheid wissen.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Der Aufwand ist nicht überall gleich. Länger und damit teurer wird es vor allem bei:
- Unregelmäßigem Naturstein statt gleichmäßiger Betonsteine
- Aufwendigen Mustern wie Bögen, Segmentbögen, Schuppen oder Farbkombinationen
- Kleinen, verwinkelten Flächen mit Ecken, Stufen, Schächten und viel Schneidarbeit
- Schlechtem oder unfertigem Unterbau, der erst nachgebessert werden muss
- Schwierigem Zugang, wenn das Material nicht direkt zur Fläche gebracht werden kann
Einfache gerade Reihen, eine zusammenhängende größere Fläche, ein sauber vorbereiteter Unterbau und eine freie Zufahrt helfen dagegen spürbar.
Wo Kleinpflaster passt und worauf Sie achten sollten
Kleine Steine folgen Bögen, leichten Gefällen und unregelmäßigen Formen sehr gut. Deshalb sieht man sie oft in historischen Ortskernen, bei sanierten Altbauten und überall dort, wo eine Fläche handwerklich und fein wirken soll. Auf gutem Unterbau verteilt sich die Last auf viele Steine, und die Fläche hält lange.
Rechnen Sie allerdings mit sehr vielen Fugen. Sind sie schlecht gefüllt, spült Regen sie aus, Schmutz setzt sich fest und Unkraut wächst. Außerdem zeigt Kleinpflaster jede Unebenheit sofort. Wie fast immer beim Pflastern liegt die Ursache späterer Schäden meist im unterschätzten Unterbau, nicht in den Steinen selbst.
Typische Fehler
- Zu wenig verdichteter Unterbau, mit der Zeit entstehen Mulden und Spurrinnen
- Fehlendes Gefälle, Wasser bleibt stehen oder läuft zum Haus (üblich ist etwa 2 % vom Gebäude weg)
- Muster nicht vorab geplant, an den Rändern entstehen schmale Reststücke
- Ungleichmäßige Fugen, die Optik und Stabilität stören
- Schlecht gefüllte Fugen, die Steine lockern sich und wandern
- Fehlende oder schlecht gesetzte Randsteine, das Pflaster läuft an den Rändern auseinander
Anleitung für Heimwerker: kleine Einfassung oder Gartenweg aus Kleinpflaster
Einen kurzen Gartenweg oder eine Beeteinfassung schaffen Sie mit Geduld auch selbst. Bei einer Einfahrt oder großen Fläche ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl, weil der Unterbau dort ein Auto tragen muss. Eine Rüttelplatte können Sie im Baumarkt oder beim Maschinenverleih mieten.
- Fläche mit Pflöcken und Schnur abstecken, Höhe und Gefälle markieren.
- Boden bis zur nötigen Tiefe ausheben und die Sohle verdichten.
- Schotter oder Mineralgemisch lagenweise einbauen und jede Lage verdichten.
- Randsteine in Beton setzen und aushärten lassen.
- Splittbett verteilen und mit einer Latte eben abziehen.
- Steine von einer festen Kante aus nach Schnur verlegen und jeden mit dem Gummihammer festklopfen.
- Nach jeder Reihe die Ebenheit mit Latte und Wasserwaage prüfen.
- Fugen mit Sand oder Splitt einkehren, abkehren und die Fläche abrütteln.
- Nach einigen Tagen die Fugen kontrollieren und nachfüllen.
So prüfen Sie die fertige Fläche
- Die Fläche ist eben, unter einer langen Latte zeigen sich keine deutlichen Mulden oder hochstehenden Steine
- Beim Darübergehen wackelt oder klappert kein Stein
- Die Fugen sind gleichmäßig und vollständig gefüllt
- Reihen und Muster laufen gerade, Bögen sind gleichmäßig
- Nach Regen läuft das Wasser ab und bildet keine Lacken
- Die Randsteine sitzen fest und das Pflaster liegt dicht an
- Die Umgebung ist sauber und Restmaterial ist abtransportiert
Häufige Fragen
Der Aufpreis hängt am kleinen Format, er fällt daher in der Regel bei Beton- und Natursteinpflaster an. Bei Naturstein dauert die Arbeit meist noch länger, weil die Steine unterschiedlich hoch sind und mehr ausgeglichen werden müssen.
Ein einfaches Muster, wenig Schneidarbeit, eine zusammenhängende Fläche ohne unnötige Ecken und ein gut vorbereiteter Unterbau helfen. Am Unterbau oder an den Fugen zu sparen, lohnt sich dagegen nicht, denn spätere Reparaturen machen mehr Aufwand.
Für Wege und Terrassen reicht meist ein gut verdichteter Schotterunterbau mit Splittbett, der Wasser versickern lässt. In Mörtel oder Beton verlegt man vor allem bei höherer Belastung oder wenn feste, unkrautarme Fugen gewünscht sind. Entscheidend sind der Untergrund und das, was später über die Fläche fährt.
Sand oder Splitt setzen sich in den Fugen nach und ein Teil wird vom Regen ausgespült. Ein- oder zweimaliges Nachfüllen ist normal. Wackeln die Steine gleichzeitig, liegt die Ursache meist in einem schlecht verdichteten Unterbau oder Bett.
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