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Abschließendes Bestreuen mit Einfegen in die Fugen

Das abschließende Bestreuen mit Einfegen in die Fugen ist der letzte Arbeitsschritt beim Verlegen von Betonpflaster, Verbundpflaster oder Natursteinpflaster. Auf die fertige Fläche kommt trockener Sand, den man mit dem Besen in die Zwischenräume der Steine kehrt, bis sie ganz gefüllt sind. So stützen sich die Steine gegenseitig, und die F

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
1,47 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,10 € - 2,00 €
Wohnung 60 m²
221,00 €
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Pflasterarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pflaster
Abschließendes Absanden und Einkehren der Fugenm²1,47 €-
Verlegung Verbundpflaster 4-6 cmm²11,74 €-
Verlegung Verbundpflaster 8-10 cmm²-
Verlegung Designpflasterm²-
Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cmm²8,07 €-
Schneiden Verbundpflaster 4-6 cmlfm5,00 €-
Schneiden Verbundpflaster 8-10 cmlfm8,07 €-
Fugen mit Quarzsand verfüllenm²2,20 €-
Summe Arbeit
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So läuft das Einfegen ab

Das Einfegen beginnt erst, wenn die Steine liegen, die Randsteine gesetzt und die Ränder zugeschnitten sind. Die Fläche muss trocken und frei von Schneidstaub und Bruchstücken sein. Der Ablauf ist einfach, entscheidend ist die Sorgfalt.

  • Sand aufstreuen: Den trockenen Fugensand dünn und gleichmäßig auf der Fläche verteilen.
  • Einkehren: Den Besen abwechselnd in verschiedene Richtungen führen, möglichst schräg zu den Fugen. So fällt der Sand hinein und bleibt nicht obenauf liegen.
  • Abrütteln: Eine Rüttelplatte mit Gummimatte oder Gleitvorrichtung aus Kunststoff fährt mehrmals über die Fläche. Die Steine setzen sich ins Bett, und der Sand verdichtet sich in den Fugen.
  • Nachfüllen: Nach dem Rütteln sackt der Sand ab. Deshalb wieder Sand aufbringen und einkehren. Das wiederholt sich, bis die Fugen bis zur Kante voll sind.
  • Abkehren: Den überschüssigen Sand zusammenkehren. Oft lässt man eine dünne Schicht einige Tage liegen, damit Regen und Begehen sie weiter in die Fugen drücken, und kehrt den Rest danach ab.

Warum reicht einmaliges Einkehren nicht? In einer schmalen Fuge bleibt der Sand anfangs nur im oberen Bereich hängen. Erst das Rütteln und das wiederholte Nachfüllen bringen ihn in die ganze Tiefe. Nur eine volle Fuge hält die Steine wirklich fest.

Quarzsand, Polymer-Fugensand oder Splitt

Welches Material passt, hängt von der Fugenbreite, der Belastung der Fläche und davon ab, wie viel Pflege Sie sich zumuten wollen.

Quarzsand oder gewaschener Fugensand

Das ist die übliche Wahl für Gehsteige, Terrassen und Höfe. Gemeint ist trockener, feiner, sauberer Sand, meist in der Körnung 0/2 mm, der auch in schmale Fugen gut eindringt. Der Nachteil: Regen und Kehren spülen ihn mit der Zeit teilweise aus, deshalb muss er gelegentlich nachgefüllt werden.

Polymer-Fugensand

Dieser Sand enthält ein Bindemittel, das nach dem Anfeuchten mit feinem Sprühstrahl aushärtet. Er wird weniger ausgewaschen und erschwert das Wachstum von Unkraut. Er eignet sich für Zufahrten und viel genutzte Flächen. Er verzeiht aber weniger Fehler: Vor dem Anfeuchten muss die Oberfläche völlig sauber sein, sonst bleiben Schlieren auf den Steinen. Außerdem darf es nicht regnen, bevor das Bindemittel fest ist. Die nötige Fugenbreite und Fugentiefe sowie die Trocknungszeit stehen in den Angaben des Herstellers, halten Sie sich daran.

Feiner Splitt oder Brechsand

Bei Pflaster mit breiteren Fugen und bei versickerungsfähigem Pflaster, das Regenwasser durchlassen soll, kommt feiner Splitt in die Fugen, so wie es der Pflasterhersteller empfiehlt. Normaler Sand wäre aus solchen Fugen schnell ausgespült. Für viele Hausbesitzer lohnt sich der Blick auf diese Bauweise: Wenn Regenwasser auf dem eigenen Grund versickert, entlastet das den Kanal. Ob das bei den Kanalgebühren Ihrer Gemeinde eine Rolle spielt, erfahren Sie am Gemeindeamt.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand unterscheidet sich je nach Fläche deutlich, und davon hängen auch Zeit und Kosten ab.

  • Große, gerade Flächen mit einfacher Form gehen schnell, die Rüttelplatte lässt sich dort gut wenden.
  • Verwinkelte Flächen mit Bögen, Stufen, Randsteinen und rund um Schächte und Abläufe brauchen Handarbeit.
  • Schmale Fugen füllen sich langsamer und brauchen mehr Durchgänge.
  • Strukturierte oder gestrahlte Oberflächen halten Sand in kleinen Vertiefungen fest, das Abkehren dauert länger.
  • Polymer-Fugensand verlangt mehr Aufmerksamkeit als normaler Sand: gründlich reinigen, richtig anfeuchten, das Wetter im Blick behalten.
  • Altes Pflaster macht mehr Arbeit als eine neue Fläche, weil zuerst Unkraut, Moos und Erde aus den Fugen müssen.

Fehler, die sich erst später zeigen

In der Praxis sieht man oft eine Fläche, die fertig wirkt, deren Steine aber nach dem ersten Winter anfangen zu wackeln. Die Ursache liegt fast immer in den Fugen.

  • Arbeiten bei Nässe: Feuchter Sand verklebt, bleibt oben liegen und kommt nicht in die Tiefe.
  • Fugen nur oben gefüllt: Nach dem ersten Regen sackt der Sand ab, und die Steine verlieren ihren Halt.
  • Rütteln vergessen: Ohne Rüttelplatte setzen sich die Steine nicht, und der Sand verdichtet sich nicht.
  • Rütteln ohne Schutzmatte: Die Stahlplatte zerkratzt die Oberfläche oder lässt Kanten abplatzen.
  • Nasse oder verschmutzte Fläche abrütteln: Der Schmutz wird in die Oberfläche gedrückt und hinterlässt Flecken.
  • Falsches Material: Lehmiger, staubiger oder zu grober Sand füllt die Fugen nicht und kann auf hellem Pflaster Flecken machen.
  • Hochdruckreiniger zu früh: Wer die Fläche direkt nach dem Einfegen mit starkem Wasserstrahl reinigt, spült den Sand gleich wieder heraus.

Anleitung für Heimwerker: Fugensand einkehren

Das Einfegen und spätere Nachfüllen können Sie gut selbst erledigen. Eine Rüttelplatte bekommen Sie im Baumarkt oder beim Geräteverleih, fragen Sie ausdrücklich nach einer Gummimatte oder Gleitvorrichtung für Pflaster. Gehört die Fläche zu einem Mehrparteienhaus, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft, nicht zuletzt weil die Rüttelplatte laut ist. Gegen Unkraut in alten Fugen hilft ein Fugenkratzer. Chemische Unkrautvernichter haben auf gepflasterten Flächen nichts verloren, weil sie mit dem Regen in Kanal und Boden gelangen, und ihre Verwendung ist in Österreich ohnehin stark eingeschränkt.

  1. Trockenes Wetter abwarten und prüfen, ob Pflaster und Sand trocken sind.
  2. Die Fläche abkehren und Schneidreste, Laub und Erde entfernen.
  3. Bei altem Pflaster Unkraut und Schmutz aus den Fugen kratzen.
  4. Den Sand in dünner Schicht abschnittsweise aufstreuen.
  5. Mit dem Besen abwechselnd in verschiedene Richtungen kehren, bis der Sand an der Oberfläche liegen bleibt.
  6. Die Fläche mit der Rüttelplatte samt Schutzmatte abfahren, vom Rand zur Mitte, in überlappenden Bahnen.
  7. Sand nachfüllen, wieder einkehren und das Rütteln bei Bedarf wiederholen.
  8. Den überschüssigen Sand abkehren oder eine dünne Schicht einige Tage liegen lassen und danach entfernen.
  9. Bei Polymer-Fugensand nach Herstelleranleitung vorgehen: die Oberfläche vollständig reinigen und erst dann fein anfeuchten.

So prüfen Sie die fertigen Fugen

Ob Sie die Arbeit vom Pflasterer übernehmen oder selbst eingekehrt haben: Gehen Sie die Fläche in Ruhe ab, möglichst bei Tageslicht.

  • Die Fugen sind bis zur Steinkante gefüllt, ohne sichtbare Löcher
  • Beim Darübergehen wackelt oder klappert kein Stein
  • Die Fläche ist eben, ohne eingesackte Stellen an Randsteinen und Schächten
  • Die Steinkanten sind vom Rütteln weder zerkratzt noch abgeplatzt
  • Auf dem Pflaster sind keine Schmutzflecken und keine Schlieren von Polymer-Fugensand
  • Der überschüssige Sand ist entfernt oder es ist vereinbart, wann er abgekehrt wird
  • Sie wissen, welches Fugenmaterial verwendet wurde, damit Sie später passend nachfüllen können

Häufige Fragen

Prüfen Sie die Fläche mindestens einmal im Jahr, meist im Frühjahr nach dem Winter. Bei neuem Pflaster sackt der Sand in den ersten Monaten sichtbar ab, füllen Sie in dieser Zeit öfter nach. Polymer-Fugensand hält länger, sollte aber auch ab und zu kontrolliert werden.

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