Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Untergrundvorbereitung | ||||
| Untergrund mit Rüttelplatte verdichten | m² | - | ||
| Aufnehmen von Verbundpflaster | m² | 3,96 € | - | |
| Erdaushub für Pflasteruntergrund | m³ | 51,38 € | - | |
| Verlegen Geotextil | m² | 2,20 € | - | |
| Schottertragschicht inkl. Verdichtung | m² | 10,28 € | - | |
| Splittbett für Pflaster | m² | 2,50 € | - | |
| Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellen | m² | 2,94 € | - | |
| Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellen | m² | 3,96 € | - | |
So läuft das Verdichten Schritt für Schritt ab
Verdichtet wird in mehreren Durchgängen, und jeder baut auf dem vorherigen auf. Einmal mit der Maschine über den fertigen Schotter fahren reicht nicht.
- Planum verdichten: Nachdem Humus, Wurzeln und weiche Erde entfernt sind, wird zuerst die Sohle der Baugrube verdichtet. Fachleute nennen sie Planum. Ist sie weich oder lehmig, arbeitet der Schotter darüber später.
- Tragschicht lagenweise einbauen: Schotter oder Kantkorn-Gemisch wird in Lagen von meist etwa 10 bis 20 cm verteilt. Eine leichte Platte schafft eher die untere Grenze, eine schwere auch dickere Lagen. Jede Lage wird für sich verdichtet, erst dann kommt die nächste.
- Bahnen mit Überlappung: Die Platte wird gleichmäßig in Bahnen geführt, die sich leicht überlappen. Pro Lage sind meist etwa 3 bis 6 Übergänge nötig, abwechselnd längs und quer.
- Höhe und Gefälle prüfen: Nach jeder Lage werden Höhe und Gefälle mit Richtlatte und Schnur kontrolliert. Am Haus soll das Wasser vom Gebäude weglaufen, üblich sind etwa 1 bis 2 % Gefälle.
Ein Punkt wird in älteren Anleitungen gern verwechselt: Das Pflasterbett aus Splitt oder Brechsand direkt unter den Steinen wird vor dem Verlegen nicht verdichtet. Es wird nur mit der Latte glatt abgezogen. Die Rüttelplatte kommt erst wieder zum Einsatz, wenn das Pflaster liegt, und zwar mit einer Gummimatte oder Plattengleitvorrichtung, damit sich die Steine setzen und keine Kanten abplatzen.
Material und Aufbauhöhe je nach Belastung
Gut verdichten lässt sich gebrochenes Mineralgemisch mit abgestufter Körnung, also eine Mischung aus groben und feinen Anteilen. Die groben Körner tragen die Last und lassen Wasser durch, die feinen füllen die Zwischenräume. Runder Rollschotter oder Material mit nur einer Korngröße weicht unter der Platte eher zur Seite aus, statt fester zu werden.
Wie dick der Unterbau insgesamt sein muss, hängt davon ab, was später über die Fläche geht:
- Gartenweg und Terrasse: Meist reicht eine dünnere Tragschicht, oft etwa 15 bis 25 cm
- Einfahrt und Pkw-Stellplatz: Der Unterbau ist dicker, meist ungefähr 30 bis 50 cm, und wird in mehreren Lagen eingebaut, unten mit gröberem Material als Frostschutzschicht. Gerade in höheren Lagen mit langen, kalten Wintern lohnt sich hier keine Sparsamkeit
- Schwere Fahrzeuge: Hier sollte ein Planer, ein Baumeister oder ein erfahrener Fachbetrieb den Aufbau festlegen
Warum so viele Lagen? Eine einzige dicke Schicht wird nur oben fest, in der Tiefe bleibt sie locker. Mehrere dünne Lagen ergeben eine gleichmäßige Festigkeit über die ganze Höhe. Bei dichtem, lehmigem Boden lohnt es sich, an die Entwässerung zu denken und eventuell ein Geotextil zwischen Erdreich und Schotter zu legen, damit sich die Materialien nicht vermischen.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Aufwand und damit auch Kosten hängen vor allem davon ab:
- Art des Bodens: Sandiger, durchlässiger Boden verhält sich viel gutmütiger als nasser Lehm
- Anzahl und Dicke der Lagen: Unter einer Einfahrt ist ein Vielfaches mehr zu verdichten als unter einem Gartenweg
- Zugänglichkeit: Enge Stellen, Stiegen und Bereiche an Mauern und Randsteinen brauchen eine kleinere Maschine oder Handarbeit
- Feuchtigkeit und Wetter: Aufgeweichter Untergrund muss abtrocknen, zu trockenes Material wird leicht angefeuchtet
- Hanglage: Am Hang ist die Platte schwerer zu führen, es geht langsamer voran
- Leitungen im Boden: Liegen sie flach, müssen sie vorher geortet und ausgespart werden
Typische Fehler beim Verdichten
- Zu dicke Lage auf einmal: Oben wirkt sie fest, darunter setzt sie sich mit der Zeit.
- Zu wenige Übergänge oder zu schnelles Arbeiten: Die Fläche sieht fertig aus, bleibt aber an einzelnen Stellen weich.
- Ränder ausgelassen: An Randsteinen und Mauern ist der Unterbau am schwächsten, dort sackt das Pflaster zuerst ab.
- Falsche Feuchte: Trockener Schotter lässt sich kaum verdichten, durchnässter wird zu Gatsch.
- Ungeeignetes Material: Runder Rollschotter, verschmutzter Bauschutt oder Erde mit Pflanzenresten.
- Weiches Planum übersehen: Selbst perfekt verdichteter Schotter gibt nach, wenn die Grubensohle darunter nachgibt.
Anleitung für Heimwerker: Untergrund mit einer Mietrüttelplatte verdichten
Bei einem Gartenweg oder einer Terrasse können Sie das mit einer Platte aus dem Baumaschinenverleih selbst schaffen. Bei einer Einfahrt oder schwierigem Boden ist ein Fachbetrieb die sicherere Wahl. Holen Sie vor dem Graben bei den Netzbetreibern (Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation) eine Leitungsauskunft ein. Beschädigen Sie eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort den Bereich und rufen Sie den Gasnotruf 128 an, bei Gefahr für Personen zusätzlich die 112.
- Fläche, Höhen und Gefälle mit Schnur und Pflöcken abstecken.
- Humus, Wurzeln und weiche Erde bis auf tragfähigen Boden ausheben.
- Planum mit mehreren Übergängen verdichten, weiche Stellen gegen Schotter austauschen.
- Randsteine oder eine andere Randeinfassung nach dem gewählten Aufbau setzen.
- Erste Lage Mineralgemisch etwa 10 bis 20 cm dick verteilen, passend zum Gewicht der Platte.
- Feuchte prüfen: Eine Handvoll Material soll beim Zusammendrücken die Form halten, ohne dass Wasser austritt.
- Fläche in überlappenden Bahnen abfahren, an den Rändern beginnen und zur Mitte hin arbeiten.
- Übergänge quer wiederholen, bis die Platte keine sichtbaren Spuren mehr hinterlässt.
- Höhe und Ebenheit mit der Richtlatte prüfen, Mulden auffüllen und erneut verdichten.
- Weitere Lagen genauso einbauen und verdichten, bis zur Höhe unter dem Pflasterbett.
Tragen Sie bei der Arbeit feste Schuhe, Handschuhe und Gehörschutz. Eine Platte mit Verbrennungsmotor gehört nicht in geschlossene Räume. Am Hang führen Sie die Platte in Gefällerichtung, nie quer zum Hang. In der Nähe alter Mauern und Kellerwände arbeiten Sie vorsichtig, denn starke Vibrationen können schwaches Mauerwerk beschädigen, gerade bei Altbauten.
So prüfen Sie den fertigen Unterbau
Bevor das Pflasterbett und die Steine kommen, gehen Sie mit dem ausführenden Betrieb diese Liste durch:
- Das Planum wurde verdichtet, bevor der Schotter eingebaut wurde
- Das Material wurde in Lagen eingebaut und jede Lage einzeln verdichtet
- Weder schwere Schuhe noch ein weiterer Übergang der Platte hinterlassen Spuren
- An Rändern und Randsteinen gibt es keine weichen oder abgesackten Stellen
- Eine aufgelegte Richtlatte zeigt keine deutlichen Lücken oder Buckel
- Das Gefälle führt vom Haus weg und nirgends bleibt Wasser stehen
- Die Dicke des Unterbaus entspricht dem, was je nach Belastung vereinbart wurde
- Bei Einfahrten und größeren Flächen wurde, falls vereinbart, ein Lastplattenversuch zur Tragfähigkeit gemacht, wie er in Österreich nach ÖNORM üblich ist
Häufige Fragen
Meist etwa 3 bis 6 überlappende Übergänge, abwechselnd in zwei Richtungen. Aussagekräftiger als die Zahl ist das Ergebnis: Die Platte hinterlässt keine Spuren mehr und die Oberfläche setzt sich nicht mehr sichtbar.
Das Pflasterbett wird vor dem Verlegen nur glatt abgezogen. Verdichtet wird es erst zusammen mit dem verlegten Pflaster, mit Gummimatte unter der Platte. Danach wird Fugenmaterial eingekehrt.
Bei sehr kleinen Stellen, etwa um einen Pfosten oder in einer Ecke, geht das mit einem Handstampfer. Für einen Weg oder eine Einfahrt bringt Handarbeit keine gleichmäßige Festigkeit, das Pflaster wird mit der Zeit wellig.
Ist der Untergrund aufgeweicht, warten Sie besser, bis er abgetrocknet ist. Nasser Lehm und Gatsch werden unter der Platte nur verdrückt und bilden eine weiche Schicht, die später nachgibt.
Für Gartenweg und Terrasse reicht meist eine leichtere Platte, für Einfahrten und dickere Lagen eignet sich eine schwerere Maschine. Sagen Sie im Verleih, welches Material und welche Fläche Sie verdichten wollen, und fragen Sie gleich nach einer Gummimatte für das Abrütteln des Pflasters.
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