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Abdichtung im Badezimmer unter Platten

Die Abdichtung im Badezimmer ist eine dünne, wasserdichte Schicht, die vor dem Plattenlegen auf Wand und Boden aufgetragen wird. Platten und Fugenmörtel sind nämlich nicht wasserdicht: Mit der Zeit dringt Wasser durch sie hindurch ins Mauerwerk oder in den Unterlagsboden. Eine Abdichtung brauchen Sie bei jedem neuen Bad und bei jeder Sani

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
13.00 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
10.32 CHF - 16.93 CHF
Wohnung 60 m²
1952.07 CHF
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Plattenarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Abdichtung (Bad)m²13.00 CHF-
Grundierung vor Verfliesungm²2.23 CHF-
Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeitenlfm6.87 CHF-
Summe Arbeit
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Wo im Bad abgedichtet wird

Am meisten Wasser bekommt die Dusche ab, vor allem eine bodenebene Dusche mit Rinne oder Bodenablauf. Hier wird der ganze Duschboden abgedichtet und die Wände mindestens so hoch, wie Spritzwasser hinkommt. In der Praxis ist das meist bis über die Höhe der Brause.

Warum auch unter der Badewanne, wenn die Wanne das Wasser doch hält? Wasser läuft an den Platten hinunter und gelangt durch die Fuge zwischen Wanne und Wand unter die Wanne, wo es niemand bemerkt. Deshalb werden der Boden unter der Wanne, die Wand dahinter und ein Streifen über dem Wannenrand abgedichtet.

Beim Lavabo und beim WC fällt weniger Wasser an. Ein Streifen an der Wand hinter dem Lavabo lohnt sich trotzdem. Den Boden dichtet man in der Regel im ganzen Bad ab und zieht die Abdichtung rundum etwas an den Wänden hoch. So läuft Wasser bei einer Überschwemmung weder in die Wände noch ins Nachbarzimmer.

Im Mehrfamilienhaus und im Stockwerkeigentum schützt eine saubere Abdichtung ausserdem die Wohnung unter Ihnen.

Welche Materialien es gibt und wann welches passt

  • Flüssigabdichtung (Dispersion): fertig angerührte Masse im Kessel, die mit Roller oder Pinsel aufgetragen wird. Sie lässt sich einfach verarbeiten und wird deshalb von vielen Heimwerkern und Plattenlegern in normalen Bädern verwendet.
  • Zweikomponentige Dichtschlämme auf Zementbasis: wird aus Pulver und flüssiger Komponente angemischt. Sie ist robuster und eignet sich für Bereiche, die dauernd nass sind, zum Beispiel bodenebene Duschen oder Wellnessbereiche.
  • Dichtbahnen im System: werden auf den Untergrund geklebt, haben eine gleichmässige Dicke und brauchen keine Wartezeit zwischen Schichten. Sie passen dort, wo der Untergrund noch etwas feucht ist oder wo es schnell weitergehen soll.

Zu jeder Variante gehören Dichtbänder für Ecken und den Übergang von Wand zu Boden, Formteile für Innen- und Aussenecken sowie Manschetten für Rohrdurchführungen und den Bodenablauf. Alle Produkte sollten aus einem System eines Herstellers stammen, inklusive Grundierung und Plattenkleber. Dann haben Sie die Gewissheit, dass alles zusammenpasst. Abdichtungen unter Platten werden nach der Norm SN EN 14891 geprüft, das steht meist auf der Verpackung.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Wie viel Arbeit anfällt, und damit auch, was die Abdichtung am Ende kostet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Zustand des Untergrunds: Ein ebener, fester und trockener Verputz oder Unterlagsboden wird nur grundiert. Unebenheiten, alte Kleberreste oder sandender Verputz bedeuten zusätzliche Arbeit.
  • Art des Untergrunds: Gipskarton, Porenbeton oder ein Anhydrit-Unterlagsboden brauchen eine passende Grundierung. Anhydrit muss zudem genügend trocken sein, das wird mit einer Feuchtemessung geprüft.
  • Grundriss des Raums: Jede Ecke, Nische, Vorwand und Rohrdurchführung ist ein weiteres Detail mit Band oder Manschette.
  • Art der Dusche: Eine Dusche mit Duschwanne ist einfacher. Eine bodenebene Dusche mit Rinne braucht einen genauen Anschluss an den Ablauf und ein sorgfältig ausgeführtes Gefälle.
  • Abgedichtete Fläche: Nur Dusche und Wanne abzudichten ist weniger Aufwand als den ganzen Boden und die Wände in voller Höhe.

Anleitung für Heimwerker: Abdichten mit Flüssigabdichtung

Das Streichen mit Flüssigabdichtung schafft auch ein geübter Laie. Wichtig sind Geduld und die genaue Einhaltung der Trocknungszeiten laut Hersteller. Wenn Sie beim Anschluss an eine Duschrinne unsicher sind, überlassen Sie dieses Detail dem Plattenleger.

  1. Alte Platten, Kleberreste und losen Verputz entfernen.
  2. Grössere Unebenheiten ausgleichen und die Ausbesserungen trocknen lassen.
  3. Die Fläche absaugen und von Staub, Fett und Schmutz befreien.
  4. Eine für den Untergrund geeignete Grundierung auftragen und trocknen lassen.
  5. Dichtbänder in Ecken, Kanten und den Übergang Wand-Boden in die erste Schicht einbetten.
  6. Manschetten auf die Rohrdurchführungen setzen und die Dichtmanschette am Ablauf oder an der Rinne einbauen.
  7. Die erste Schicht auf die ganze Fläche auftragen und nach Anleitung trocknen lassen.
  8. Die zweite Schicht auftragen, wenn möglich quer zur ersten, damit keine dünnen Stellen bleiben.
  9. Prüfen, ob die Schicht durchgehend ist, ohne Löcher, Blasen und durchscheinende Stellen.
  10. Die vollständige Aushärtung abwarten und erst dann die Platten mit flexiblem Kleber verlegen.

Typische Fehler

  • Keine Dichtbänder in den Ecken: In Ecken bewegt sich der Untergrund, ein reiner Anstrich reisst dort.
  • Nur eine dünne Schicht: Hersteller schreiben meist zwei Schichten und eine Mindestdicke vor, die eine einzelne Schicht nicht erreicht.
  • Grundierung weggelassen: Die Abdichtung haftet dann schlecht und kann sich mitsamt den Platten lösen.
  • Nur der Boden abgedichtet: Duschwasser läuft an den Wänden hinunter und dringt ohne hochgezogene Abdichtung ins Mauerwerk.
  • Abdichtung nicht sauber an den Ablauf angeschlossen: Bei bodenebenen Duschen ist das eine häufige Ursache für Wasserschäden.
  • Platten auf noch feuchte Abdichtung verlegt: Die Schicht ist nicht ausgehärtet, und der Kleber kann sie beschädigen.

So prüfen Sie die fertige Abdichtung

Schauen Sie sich die Abdichtung an, bevor die Platten sie verdecken. Danach ist ein Fehler nur noch schwer zu finden. Gehen Sie diese Liste durch:

  • Die Schicht ist durchgehend und gleichmässig gefärbt, ohne durchscheinende Stellen
  • In den Ecken und am Übergang Wand-Boden sind Dichtbänder eingebettet
  • Rohrdurchführungen haben Manschetten, Ablauf oder Rinne sind mit einer Dichtmanschette angeschlossen
  • In der Dusche reicht die Abdichtung an den Wänden bis über die Höhe der Brause
  • Der Boden ist auch unter der Badewanne abgedichtet, und die Abdichtung ist an den Wänden hochgezogen
  • Die Schicht hat keine Blasen, Risse oder abgelösten Stellen
  • Der Plattenleger kennt das verwendete System und verlegt mit dem Kleber, den der Hersteller dafür empfiehlt

Häufige Fragen

Unbedingt in der Dusche und bei der Badewanne. Empfehlenswert ist auch der ganze Boden mit an den Wänden hochgezogener Abdichtung. Wände ausserhalb der nassen Bereiche werden meist nicht abgedichtet, ein Streifen hinter dem Lavabo ist aber eine gute Absicherung.

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