Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Kieskoffer bis 30 cm Stärke erstellen

Der Kieskoffer, oft auch Fundationsschicht genannt, ist die tragende Schicht aus Kies oder gebrochenem Gestein unter einem Plattenbelag, einem Verbundsteinplatz, einer Terrasse oder einer Betonfläche. Nach dem Verlegen sieht man ihn nicht mehr.

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
CHF 4.05/ m²
Orientierungsspanne
CHF 3.24 - CHF 5.27
Wohnung 60 m²
CHF 607.30
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Preisverzeichnis für Bauarbeiten: Kieskoffer bis 30 cm Stärke erstellen

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Pflasterarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Untergrundvorbereitung
Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellenm²CHF 4.05 / m²m²Menge eingeben-
Aufnehmen von Verbundpflasterm²CHF 5.45 / m²m²Menge eingeben-
Erdaushub für Pflasteruntergrundm³CHF 70.65 / m³m³Menge eingeben-
Verlegen Geotextilm²CHF 3.85 / m²m²Menge eingeben-
Schottertragschicht inkl. Verdichtungm²CHF 15.15 / m²m²Menge eingeben-
Splittbett für Pflasterm²CHF 5.05 / m²m²Menge eingeben-
Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellenm²CHF 5.45 / m²m²Menge eingeben-
Untergrund mit Rüttelplatte verdichtenm²m²-
Arbeit gesamt
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Wann 30 cm reichen und wann nicht

Die Stärke des Koffers legt man nicht nach Augenmass fest. Sie hängt davon ab, was später auf der Fläche steht oder fährt, und wie tragfähig der Boden darunter ist. Derselbe Gartenweg kommt auf sandigem Grund mit weniger aus als auf weichem, lehmigem Boden.

  • Ein Koffer bis 30 cm ist üblich unter Gartenwegen, Sitzplätzen, Terrassen und Abstellplätzen für Personenwagen, sofern der Boden fest und trocken ist. Er wird meist in zwei Lagen eingebaut, jede wird einzeln verdichtet.
  • Ein stärkerer Koffer ist nötig, wenn schwerere Fahrzeuge zufahren, unter einer Garagenplatte oder wenn weicher, nasser Boden gegen Kies ausgetauscht werden muss. Dann sind es drei oder mehr Lagen.

Liegt die Fläche in einer Gegend mit tiefem Frost oder auf lehmigem Boden, lohnt sich ein Gespräch mit dem Gartenbauer oder Ingenieur, ob die Stärke für eine frostsichere Fläche genügt. Unter einer Bodenplatte für ein Gebäude bestimmt der Bauingenieur Aufbau und Stärke, oft auf Grundlage eines Baugrundgutachtens. Dort ist kein Platz für Improvisation.

So läuft die Arbeit ab

  1. Fläche ausmessen, Ränder abstecken, Höhe des fertigen Belags und Gefälle festlegen.
  2. Humus und allen weichen, organischen oder durchnässten Boden bis auf den tragfähigen Untergrund abtragen.
  3. Auf die nötige Tiefe ausheben und das Aushubmaterial abführen oder auf dem Grundstück einbauen.
  4. Sohle des Aushubs verdichten und prüfen, ob sie irgendwo nachgibt oder Schlamm hochdrückt.
  5. Bei lehmigem oder feuchtem Untergrund ein Trennvlies (Geotextil) auslegen, damit sich der Kies nicht in den Boden drückt.
  6. Erste Lage aus gröberem Material einbringen und gleichmässig verteilen.
  7. Lage mit der Vibroplatte in Längs- und Querrichtung verdichten, die Bahnen überlappen lassen.
  8. Zweite Lage einbringen und ebenso verdichten, bis die Gesamtstärke erreicht ist.
  9. Oberste Lage nach Höhen und Gefälle abziehen, laufend mit Latte und Nivelliergerät kontrollieren.

Eine Lage misst je nach Gewicht des Verdichtungsgeräts ungefähr 10 bis 20 cm. Eine leichte Vibroplatte verdichtet nur dünnere Lagen, eine schwere Platte oder eine Walze schafft mehr. Warum nicht alles auf einmal? Weil der Koffer sonst nur oben fest wäre und darunter lockere Stellen blieben, die sich später setzen.

Material und Schichtaufbau

Ein Koffer funktioniert wie ein Sandwich: unten grobes, tragendes Material, oben feineres, das sich genau abziehen lässt. Ein typischer Aufbau sieht so aus:

  • Untere Tragschicht aus grobem, gebrochenem Material oder einem Kiesgemisch, zum Beispiel 0/45, das die Last verteilt und Wasser gut ableitet
  • Obere Lage aus feinerem Gemisch, das die Hohlräume füllt und die Schichten miteinander verzahnt
  • Ausgleich an der Oberfläche: Unter Platten oder Pflaster folgt danach noch ein dünnes Splittbett, unter Beton genügt meist ein sauber abgezogenes feines Kiesgemisch

Warum gebrochenes Material statt rundem Flusskies? Die kantigen Körner verkeilen sich beim Verdichten ineinander, die Schicht wird stabil. Runde Körner rollen leichter aufeinander ab. Das Material soll sauber sein, ohne Lehm und Pflanzenreste, sonst wird es bei Regen schmierig und verliert seine Tragfähigkeit. Häufig kommt auch geprüftes Recyclingmaterial zum Einsatz, sofern es für den Zweck geeignet ist. Fragen Sie beim Kieswerk nach, welches Gemisch für Fundationsschichten vorgesehen ist.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Wie aufwendig die Arbeit wird, und damit auch, wie viel sie kostet, hängt vor allem von den Verhältnissen auf dem Grundstück ab. Einfacher wird es bei:

  • Ebenem Gelände und festem, trockenem Untergrund
  • Guter Zufahrt für Bagger und Lastwagen bis zur Fläche
  • Der Möglichkeit, den Aushub auf dem Grundstück zu verwenden

Mehr Aufwand und mehr Zeit bedeuten dagegen:

  • Hanglage, die zuerst ausgeglichen werden muss
  • Lehmiger oder vernässter Boden, der Vlies oder eine Sickerleitung braucht
  • Enge Platzverhältnisse hinter dem Haus, wo Material mit der Schubkarre gebracht und von Hand ausgehoben wird
  • Weite Wege für die Abfuhr des Aushubs und Arbeiten in einer nassen Jahreszeit

Typische Fehler, die sich erst später zeigen

  • Zu dicke Lagen auf einmal. Die Oberfläche wirkt fest, weiter unten bleibt das Material locker und setzt sich mit der Zeit.
  • Zu wenige Übergänge mit der Platte. Häufig sieht man, dass die Fläche einmal abgefahren wird und fertig. Verdichtet wird, bis die Platte keine Spuren mehr hinterlässt.
  • Zu trockenes Material. Ganz trockenes Kiesgemisch lässt sich schlecht verdichten. Leicht anfeuchten hilft, durchnässen schadet.
  • Humus oder Schlamm auf der Sohle. Organisches Material zersetzt sich, und der Koffer darüber sinkt ein.
  • Kein Gefälle, keine Entwässerung. Stehendes Wasser im Koffer senkt die Tragfähigkeit und hebt im Winter beim Gefrieren den Belag an.
  • Am falschen Ort gespart. Wo regelmässig Autos fahren oder parkieren, drückt sich ein zu dünner Koffer rasch zu Spurrinnen aus.

Kontrolle und Abnahme

Schauen Sie sich den fertigen Koffer an, bevor Platten oder Beton darauf kommen. Später lassen sich Fehler nur noch durch Ausbauen beheben. Prüfen Sie bei der Abnahme:

  • Die Gesamtstärke entspricht der vereinbarten Stärke bis 30 cm
  • Humus und weicher Boden sind bis auf den tragfähigen Untergrund entfernt
  • Jede Lage wurde einzeln verdichtet, nicht die ganze Stärke auf einmal
  • Beim Begehen und beim Überfahren mit der Vibroplatte bleiben keine Spuren, nichts gibt nach
  • Die Höhen stimmen mit dem Plan, das Gefälle führt vom Haus weg oder zur Rinne
  • Unter einer 2-m-Latte zeigen sich keine deutlichen Mulden oder Buckel
  • Die Ränder sind ebenso gut verdichtet wie die Mitte
  • Bei Flächen mit höheren Anforderungen ist die Verdichtung so nachgewiesen, wie es der Ingenieur verlangt, zum Beispiel mit einem Plattendruckversuch

Häufige Fragen

Ein Handstampfer genügt höchstens für kleine Ecken und entlang von Randsteinen. Für die ganze Fläche braucht es eine Vibroplatte oder eine Walze, sonst wird die nötige Tragfähigkeit nicht erreicht.

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