Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Bitumenbahn auf senkrechte Flächen aufschweissen, eine Lage

Beim Aufschweissen einer Bitumenbahn auf eine senkrechte Fläche erhitzt der Abdichter eine Polymerbitumen-Dichtungsbahn mit dem Propanbrenner und klebt sie vollflächig auf die Wand. Meistens geht es um die Aussenwände von Keller und Fundament, den Sockelbereich unter dem Terrain

Aktualisiert 09/2026·13 Min. Lesezeit·2 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 30.25/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 24.20 - CHF 39.33
Wohnung 60 m²
CHF 4537.47
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Spenglerarbeiten2 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Abdichtungen
Bitumenbahn aufgeschweisst - senkrechte Fläche (1 Lage)m²CHF 30.25-
Bitumenbahn aufgeschweisst - waagerechte Fläche (1 Lage)m²CHF 18.55-
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Wo die senkrechte Abdichtung hinkommt und wovor sie schützt

Die senkrechte Bitumenabdichtung hat eine Hauptaufgabe: Sie verhindert, dass Wasser oder Feuchtigkeit aus dem Erdreich ins Mauerwerk eindringt. Auf dem Dach sorgt sie dafür, dass Wasser, das über die Fläche läuft, nicht an der Wand oder Attika hinter die Abdichtung gelangt. Typische Stellen sind:

  • Aussenwände von Keller und Untergeschoss, bevor das Erdreich wieder angeschüttet wird
  • Fundamente und Sockel, wo die senkrechte Abdichtung an die waagrechte Abdichtung unter der Wand anschliesst
  • Innenseite der Attika eines Flachdachs, wo die Dachabdichtung hochgezogen wird
  • Anschluss von Terrasse oder Balkon an die Hauswand
  • Stützmauern, Schächte und Sickergruben von aussen

Warum ausgerechnet mit der Flamme? Die aufgeschweisste Bahn verbindet sich auf der ganzen Fläche mit dem Untergrund. Es entstehen keine Hohlräume, in denen Wasser wandern könnte, und das Bitumen in den Stössen fliesst zu einer Einheit zusammen. Sauber ausgeführt, werden aus den einzelnen Bahnen eine zusammenhängende Schicht ohne Schwachstellen an den Nähten.

Wann eine Lage genügt

Eine Lage Schweissbahn kommt in der Regel gegen Bodenfeuchtigkeit und gegen nicht drückendes Wasser zum Einsatz, also Wasser, das abläuft und über eine Sickerleitung oder eine durchlässige Hinterfüllung weggeführt wird. Auch für die Hochführung an der Attika reicht oft eine Lage, sofern das zum Dachaufbau passt. Steht das Haus in lehmigem Boden, in dem sich nach Regen Wasser um das Fundament staut, oder reicht das Grundwasser bis zur Kellersohle, handelt es sich um drückendes Wasser. Dann plant man meistens zwei Lagen, ein anderes System oder eine weisse Wanne aus wasserdichtem Beton. Das entscheidet der Planer anhand der Bodenverhältnisse, nicht der Handwerker vor Ort. Wenn Sie nicht wissen, welche Art Wasser an Ihrem Haus ansteht, fragen Sie nach, bevor der Brenner angeht.

So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab

Ob Kellerwand in der Baugrube oder Attika auf dem Dach: Der Ablauf unterscheidet sich im Detail, das Prinzip bleibt gleich.

  1. Untergrund prüfen: fest, trocken, eben, ohne scharfe Grate, Mörtelreste und Staub. Kanten runden oder brechen.
  2. Hohlkehle ausbilden, also einen schrägen oder gerundeten Übergang in der Ecke zwischen waagrechter und senkrechter Fläche, aus Mörtel oder als vorgefertigter Keil. So muss die Bahn nicht über einen scharfen 90-Grad-Winkel.
  3. Untergrund mit Bitumen-Voranstrich streichen und nach Herstellerangabe trocknen lassen, meist einige Stunden.
  4. Bahnen auf Wandhöhe zuschneiden, mit Zugabe für den Anschluss an die waagrechte Fläche und für den oberen Abschluss.
  5. Bahn aufrollen, unten an die Wand ansetzen, Unterseite der Bahn und Untergrund erhitzen und die Bahn schrittweise nach oben abrollen. Mit Andrückrolle oder Spachtel anpressen, damit sie vollflächig haftet.
  6. Bei höheren Wänden die Bahn oben provisorisch oder dauerhaft mechanisch befestigen, damit sie im warmen Zustand nicht abrutscht.
  7. Seitliche Überlappungen so aufschweissen, dass am Rand eine dünne, durchgehende Bitumenwulst austritt, in der Regel rund einen halben Zentimeter.
  8. Innen- und Aussenecken, Rohr- und Ankerdurchführungen mit Zuschnitten aus derselben Bahn verstärken.
  9. Obere Kante mit einer Abschluss- oder Klemmschiene fassen, verankern und die Fuge darüber mit dauerelastischem, bitumenverträglichem Dichtstoff schliessen.
  10. Stösse kontrollieren und die fertige Fläche fotografieren, bevor eine Schutzschicht sie abdeckt.

Anschluss an die waagrechte Abdichtung

Die heikelste Stelle der senkrechten Abdichtung ist ihr unteres Ende, wo sie auf die Abdichtung unter dem Fundament oder auf dem Dach trifft. Die waagrechte Bahn wird meist einige Zentimeter an der Wand hochgezogen, und die senkrechte Bahn überdeckt sie, oder umgekehrt, je nach Reihenfolge der Arbeiten. Wichtig ist eine ausreichende Überlappung, ungefähr 10 bis 15 cm, durchgehend verschweisst. Beim Keller sieht man oft, dass die waagrechte Abdichtung nur ein Stück unter der Bodenplatte hervorschaut und verschmutzt ist. Diesen Rand muss man reinigen, trocknen und vorstreichen, sonst klebt die senkrechte Bahn nur auf Dreck.

Vorbereitung: Was bereit sein muss, bevor die Equipe kommt

Viele Probleme mit senkrechten Abdichtungen entstehen, bevor der Brenner überhaupt brennt. Vor dem Eintreffen der Abdichter sollte Folgendes erledigt sein:

  • Die Wand ist fertig, Beton oder Verputz hatten Zeit zum Aushärten und Austrocknen nach Herstellerangabe, denn frischer Beton enthält viel Wasser und die Bahn hält darauf nicht
  • Beim Keller ist die Baugrube breit genug, damit man an der Wand sicher stehen und mit dem Brenner arbeiten kann, und Böschungen oder Spriessung sichern die Grube gegen Nachrutschen
  • Bei der Attika steht ein Gerüst oder ein sicherer Zugang mit Absturzsicherung bereit
  • Brennbares Material in der Nähe ist weggeräumt, vor allem Polystyrol, Holz, Folien und Verpackungen
  • Durchführungen für Leitungen, Abwasser und Kabelschutzrohre sind vorher gesetzt, denn nachträgliches Bohren durch die fertige Abdichtung ist immer eine Schwachstelle
  • Es ist geklärt, womit die Abdichtung danach geschützt wird und wer das macht

Das Wetter spielt eine grosse Rolle. Bei Regen, Nebel und auf betautem Untergrund lässt sich nicht schweissen: Wasser unter der Bahn wird zu Dampf und bildet Blasen. Bei Kälte wird das Bitumen steif, und die Bahn bricht beim Biegen. Deshalb nennen die Hersteller eine Mindesttemperatur für die Verarbeitung. SBS-modifizierte Bahnen lassen sich meist auch bei kühlerem Wetter verarbeiten als einfache Oxidbitumenbahnen, doch auch hier gilt die Angabe im technischen Merkblatt.

Materialien und Varianten: Welche Bahn an die Wand gehört

Für senkrechte Flächen nimmt man heute fast ausschliesslich Polymerbitumen-Schweissbahnen, meist rund 4 mm dick. Unterschiede gibt es vor allem bei der Bitumenart, der Trägereinlage und der Oberfläche.

Bitumenart

  • SBS-modifiziertes Bitumen (elastomer) ist elastisch, verträgt Bewegungen im Untergrund und tiefe Temperaturen gut und wird an Wänden und Details am häufigsten verwendet
  • APP-modifiziertes Bitumen (plastomer) hält Hitze und Sonne besser aus, ist aber steifer und eignet sich weniger für Ecken und unebene Wände
  • Oxidbitumen ist die günstigste und am wenigsten elastische Gruppe und wird an senkrechten Flächen nur noch selten aufgeschweisst

Trägereinlage

Die Einlage bestimmt Festigkeit und Dehnbarkeit der Bahn. Ein Polyestervlies ist elastisch und reissfest, deshalb bevorzugt man es bei Kellern und überall dort, wo sich das Gebäude bewegen kann. Glasvlies oder Glasgewebe ist formstabiler, kann aber bei Bewegungen im Untergrund eher reissen. Eine Bahn mit Glasträger macht Sinn, wo der Untergrund ruhig ist und keine Setzungen drohen.

Oberfläche

Eine Bahn mit feiner Bestreuung oder dünner Folie auf der Oberseite passt unter das Erdreich und unter die Perimeterdämmung. An einer Attika, die der Sonne ausgesetzt bleibt, verwendet man eine Bahn mit grober Schieferbestreuung, die das Bitumen vor UV-Strahlung schützt, oder der Spengler deckt die Abdichtung mit einem Blech ab. Bleibt eine ungeschützte Bahn an der Sonne, altert das Bitumen und reisst mit der Zeit.

Wann man besser nicht schweisst

Wo Polystyroldämmung, Holzkonstruktionen oder Fenster- und Türrahmen aus Kunststoff in der Nähe sind, ist die offene Flamme ein Risiko. Polystyrol schmilzt bei Hitze, und es droht ein Brand. An solchen Stellen kommen selbstklebende Bitumenbahnen oder kalt verarbeitete Bitumendickbeschichtungen zum Einsatz, oder man stellt die Reihenfolge so um, dass vor dem Anbringen der Dämmung geschweisst wird. Beim Sockel eines aussen gedämmten Hauses ist das eine häufige Frage, die man vor Arbeitsbeginn klärt.

Senkrecht oder waagrecht: Worin sich diese Position unterscheidet

In der Preisliste gibt es eine eigene Position für das Aufschweissen einer Lage Bitumenbahn auf eine waagrechte Fläche. Das Material ist oft dasselbe, die Arbeit an der Wand ist aber eine andere und dauert länger. Die Unterschiede kurz zusammengefasst:

  • Auf der waagrechten Fläche rollt man die ganze Rolle in einem Zug ab und drückt sie mit dem Fuss oder einer Walze an, an der Wand arbeitet man mit Zuschnitten und erhitzt und presst jedes Stück einzeln
  • An der Wand wirkt die Schwerkraft, die warme Bahn will abrutschen und sich am oberen Rand lösen, deshalb braucht sie eine mechanische Befestigung und eine Abschlussschiene
  • Pro Quadratmeter gibt es an der Wand mehr Stösse, Ecken und Durchführungen, und jedes Detail kostet Zeit und verlangt Erfahrung
  • Der Abdichter arbeitet in unbequemer Haltung, in der Grube oder auf dem Gerüst, und sieht schlechter, ob das Bitumen im Stoss sauber ausgetreten ist
  • Auf der waagrechten Fläche bleibt Wasser stehen und belastet vor allem die Stösse, an der Wand läuft es ab, entscheidend sind dort die richtige Reihenfolge der Überlappungen und ein guter oberer Abschluss
  • Die senkrechte Abdichtung muss gleich nach dem Fertigstellen vor Beschädigung beim Hinterfüllen geschützt werden, die waagrechte liegt meist unter Beton, Unterlagsboden oder einer weiteren Schicht des Aufbaus

Praktisch heisst das: Wer einen Keller abdichtet, hat beide Positionen im Kostenvoranschlag, die waagrechte Fläche unter oder auf der Bodenplatte und die senkrechte Fläche rund um die Wände. Beim Flachdach ist die grosse Fläche waagrecht, die senkrechte Fläche besteht nur aus dem Streifen entlang von Attiken und Wänden. Genau dort entscheidet sich aber am häufigsten, ob das Dach dicht bleibt. Messen Sie die senkrechte Fläche über die ganze abgewickelte Höhe, inklusive Anschluss an die waagrechte Fläche und oberem Abschluss, nicht nur bis Oberkante Terrain.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand an der Wand hängt nicht nur von den Quadratmetern ab. Vor allem diese Punkte machen den Unterschied:

  • Wandhöhe: Bei höheren Wänden muss man die Bahn stossen oder befestigen und vom Gerüst aus arbeiten
  • Anzahl Ecken, Vorsprünge, Pfeiler und Durchführungen: Eine gerade, lange Wand ist viel einfacher als ein verwinkelter Grundriss
  • Zustand des Untergrunds: Altes Bruchstein- oder Backsteinmauerwerk ohne Ausgleichsschicht muss zuerst verputzt oder abgespachtelt werden
  • Entfernen alter Abdichtungen, Anstrichreste und Erde bei einer Sanierung
  • Zugang: Eine enge Grube neben dem Nachbarzaun oder eine Attika ohne Gerüst bremsen die Arbeit deutlich
  • Brennbare Materialien und Fenster in der Nähe, die man schützen oder mit einer anderen Technik lösen muss
  • Wetter: Bei Nässe und Kälte steht die Arbeit still

Bei der Sanierung eines alten Hauses braucht oft das Freilegen, Reinigen und Ausgleichen der Wand am meisten Zeit, das Aufschweissen selbst geht danach schneller. Beim Neubau mit glatter Beton- oder Steinwand ist es umgekehrt.

Wer vorher und nachher arbeitet und was zu vereinbaren ist

Die senkrechte Abdichtung steht mitten in einer Kette von Arbeiten. Wie gut sie wird, hängt davon ab, wie gut sich die Handwerker absprechen.

  • Mit Maurer und Betonbauer: ebener Untergrund, gerundete Kanten, Hohlkehle in der Ecke und ausreichend ausgehärteter Beton
  • Mit Sanitärinstallateur und Elektroinstallateur: alle Durchführungen vorher setzen, idealerweise mit Dichtmanschette oder Flansch, an die sich die Bahn anschliessen lässt
  • Mit dem Unternehmer für die Perimeterdämmung: Der Kleber für die Dämmplatten muss bitumenverträglich sein, lösemittelhaltige Kleber greifen Bitumen an
  • Mit dem, der die Grube hinterfüllt: erst nach der Kontrolle der Abdichtung, ohne Steine direkt an der Wand und lagenweise
  • Beim Dach mit dem Spengler: Die Attikaabdeckung muss den oberen Abschluss so überdecken, dass kein Wasser hinter die Bahn laufen kann

In einem Mehrfamilienhaus im Stockwerkeigentum, etwa bei der Kellerabdichtung oder bei Arbeiten am Dach, sprechen Sie die Arbeiten mit der Liegenschaftsverwaltung ab, die Eigentümergemeinschaft entscheidet darüber. In einer Mietliegenschaft ist der Hauswart oft die erste Ansprechperson für Zugang, Strom und Lagerplatz. Gehört die Abdichtung zu einer energetischen Gesamtsanierung mit Dämmung, lohnt sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm Ihres Kantons, ob Teile der Arbeiten förderfähig sind.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Fehler an der senkrechten Abdichtung sind tückisch, weil sie nach dem Hinterfüllen niemand mehr sieht. Sie zeigen sich erst als feuchte Flecken, Salzausblühungen oder Schimmel im Keller, manchmal nach Jahren.

  • Untergrund ohne Voranstrich oder staubig: Die Bahn haftet nur oberflächlich und löst sich mit der Zeit
  • Zu wenig erhitzt: Die Bahn klebt nur punktuell, dahinter entstehen Kanäle für das Wasser
  • Überhitzt: Die Trägereinlage verbrennt, das Bitumen läuft weg und die Bahn verliert an dieser Stelle ihre Festigkeit
  • Fehlender mechanischer Abschluss oben: Die Bahn löst sich, klappt um und Wasser läuft hinter die Abdichtung
  • Obere Kante unter dem Terrain: Wasser vom Sockel läuft dahinter, die Abdichtung soll in der Regel über dem Terrain enden
  • Scharfe Ecke ohne Hohlkehle: Die Bahn liegt in der Ecke hohl und reisst bei Setzungen
  • Zu kurze oder falsch gerichtete Überlappungen: Wasser läuft in den Stoss
  • Durchführungen nur mit Dichtstoff eingepackt: Der Dichtstoff härtet mit der Zeit aus und löst sich
  • Hinterfüllung mit Bauschutt und Steinen direkt auf die Bahn ohne Schutzschicht
  • Eine Lage dort, wo drückendes Wasser ansteht

Der Schutz der Abdichtung nach der Arbeit ist ein eigener, aber unverzichtbarer Schritt. Unter das Erdreich kommt meist eine Noppenbahn mit den Noppen zum Erdreich, Perimeterdämmplatten oder eine andere Schutzschicht. Hinterfüllt wird lagenweise und vorsichtig verdichtet, damit die Abdichtung weder verrutscht noch durchstochen wird.

Wie lange es dauert und worauf zu achten ist

Das Aufschweissen selbst ist fertig, sobald die Bahn abgekühlt ist, meist nach wenigen Minuten. Die gesamte Dauer hängt aber von der Vorbereitung ab. Der Voranstrich braucht laut Hersteller einige Stunden bis etwa einen Tag zum Trocknen, bei Kälte und Feuchte länger. Frischer Verputz oder eine Ausgleichsschicht muss vor dem Voranstrich trocken sein. Neue Betonwände brauchen Zeit, bis die überschüssige Feuchtigkeit entwichen ist, in der Regel einige Wochen.

An der Wand schafft man pro Tag weniger Meter als auf der waagrechten Fläche, weil mehr Details anfallen. Bei einem Haus mit einfachem Grundriss und gerader Wand ist der Keller oft in wenigen Tagen abgedichtet, bei verwinkeltem Grundriss und altem Mauerwerk dauert es länger. Hinterfüllen Sie nicht sofort nach Abschluss, sondern lassen Sie die Abdichtung zuerst kontrollieren und fotografieren.

Zur Sicherheit: Bei Arbeiten mit offener Flamme gehört ein Feuerlöscher auf die Baustelle, und nach Arbeitsschluss kontrolliert man die Stelle noch eine Weile, ob irgendwo Material glimmt. Propanflaschen bleiben nicht in der Grube, weil sich das schwere Gas am Boden sammelt. Riechen Sie Gas, verlassen Sie den Ort und rufen Sie die Pikettnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an. Bei einem Brand alarmieren Sie die Feuerwehr unter 118.

Anleitung für Heimwerker: Untergrund vor dem Aufschweissen vorbereiten

Das Aufschweissen an der Wand überlassen Sie besser den Abdichtern. Mit dem Brenner in der Grube oder auf dem Gerüst zu arbeiten ist gefährlich, und Fehler sind schwer zu erkennen. Bei der Vorbereitung des Untergrunds können Sie der Equipe aber viel abnehmen und haben die Gewissheit, dass die Abdichtung gut hält.

  1. Erdreich an der Wand bis zur vereinbarten Tiefe abgraben, nur so weit, wie es sicher ist, tiefere Gruben mit Spriessung einer Firma überlassen.
  2. Wand mit der Stahlbürste von Erde, alten Anstrichen und losen Teilen befreien und trocknen lassen.
  3. Mörtelgrate entfernen und scharfe Kanten runden.
  4. Grössere Löcher und Fugen mit Reparaturmörtel füllen und nach Herstellerangabe aushärten lassen.
  5. Staub von der Wandfläche und vom waagrechten Fundamentrand wischen oder absaugen.
  6. Wand mit Pinsel oder Roller gleichmässig und dünn mit Bitumen-Voranstrich streichen, nur nach Absprache mit dem Abdichter über das Produkt.
  7. Voranstrich gemäss technischem Merkblatt trocknen lassen und vor Regen und Staub schützen.
  8. Polystyrol, Holz und anderes brennbares Material aus der Umgebung entfernen.

Abnahme der fertigen Arbeit

Nehmen Sie die Arbeit ab, bevor die Abdichtung verdeckt wird. Gehen Sie die Wand auf der ganzen Länge ab und prüfen Sie die Stosskanten vorsichtig mit einem stumpfen Spachtel, sie dürfen sich nicht anheben lassen. Achten Sie bei der Abnahme auf Folgendes:

  • Die Bahn ist vollflächig aufgeschweisst, ohne Blasen, Falten und abstehende Ränder
  • An den seitlichen Stössen ist eine durchgehende Bitumenwulst sichtbar
  • Die Überlappungen sind breit genug und so gelegt, dass das Wasser darüber abläuft und nicht hinein
  • In der Ecke ist eine Hohlkehle, und die Bahn liegt dort ohne Hohlraum an
  • Ecken und Durchführungen sind mit Zuschnitten verstärkt und dicht angeschlossen
  • Der untere Anschluss an die waagrechte Abdichtung ist durchgehend und verschweisst
  • Die obere Kante ist mit einer Schiene gefasst, verankert und mit Dichtstoff geschlossen
  • Die Abdichtung endet über dem künftigen Terrain oder unter der Attikaabdeckung
  • Auf der Bahn gibt es keine verbrannten Stellen und keine mechanischen Beschädigungen
  • Sie haben Fotos der ganzen Fläche und der Details sowie die Angaben zur verwendeten Bahn

Häufige Fragen

Das ist keine gute Idee. Die Feuchtigkeit im Untergrund wird beim Erhitzen zu Dampf, unter der Bahn entstehen Blasen und sie verbindet sich nicht mit dem Untergrund. Der Untergrund muss trocken und der Beton nach den Vorgaben der Hersteller von Bahn und Voranstrich ausgehärtet sein.

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