Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Einbauschrank nach Mass montieren

Ein Einbauschrank nach Mass nutzt Platz, mit dem ein gewöhnliches Möbel nichts anfangen kann: die Nische im Korridor, den Raum unter der Dachschräge, eine ganze Schlafzimmerwand vom Boden bis zur Decke oder die Ecke hinter der Tür.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·2 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 78.70/ Std.
Richtwert-Spanne
CHF 62.96 - CHF 102.30
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Einbauschrank nach Mass montieren

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Schreinerarbeiten2 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Möbel und Regale
Montage Einbauschrank nach MassStd.CHF 78.70 / Std.Std.Menge eingeben-
Montage und Aufhängen von HolzregalenStk.CHF 30.25 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Summe Arbeit
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Was die Montage umfasst

Die Montage eines Einbauschranks nach Mass wird in der Preisliste nach Arbeitsstunden abgerechnet. Ein einfacher Nischenschrank steht nach wenigen Stunden, während eine ganze Schrankfront mit Dachschräge, Beleuchtung und Schiebetüren zwei Monteure einen vollen Tag beschäftigen kann. Üblicherweise gehören dazu:

  • das Hineintragen, Auspacken und Kontrollieren der Teile,
  • die Kontrolle der Raummasse und der Abgleich mit dem Aufmass,
  • der Zusammenbau von Korpussen, Seitenwänden, Tablaren und Zwischenwänden,
  • das Ausrichten in Waage und Lot, das Unterlegen und Einstellen von Stellfüssen oder Sockel,
  • die Befestigung an der Wand und bei Bedarf an der Decke sowie das Schliessen der Fugen mit Passleisten oder Blenden,
  • der Einbau der Inneneinteilung, also Kleiderstangen, Schubladen, Körbe und Auszüge,
  • das Einhängen und Einstellen der Schiebe- oder Drehtüren samt Dämpfung,
  • das Abdichten der Anschlussfugen, die Montage der Griffe und das Aufräumen.

Nicht inbegriffen sind die Herstellung des Schranks und das Plattenmaterial, die Beschläge, das Schiebetürsystem, die LED-Beleuchtung und ihr elektrischer Anschluss. Ebenfalls nicht inbegriffen sind Arbeiten an den Wänden, etwa das Begradigen einer stark schiefen Leibung, und die Demontage eines alten Schranks. Den Anschluss einer Beleuchtung an die feste 230-V-Installation übernimmt ein Elektroinstallateur mit Bewilligung.

Wann montiert wird und was vorbereitet sein muss

Der Einbauschrank gehört zu den letzten Arbeiten in der Wohnung. Die Wände sollten verputzt, gestrichen und trocken sein, der Bodenbelag verlegt und die Sockelleisten entweder montiert oder im Schrankbereich bewusst weggelassen. Wird der Schrank auf frischen Putz oder einen noch feuchten Unterlagsboden gestellt, nimmt die Spanplatte Feuchtigkeit auf, und die Türen können sich später verziehen.

Schon vor dem Aufmass sollten Sie klären:

  • Boden unter dem Schrank. Steht der Schrank auf dem fertigen Boden, oder wird der Belag darunter ausgespart? Schwimmend verlegtes Parkett unter einem schweren Schrank mit festem Sockel kann nicht mehr arbeiten und an den Stössen aufgehen.
  • Strom. Für eine Innenbeleuchtung muss vorher eine Leitung an die richtige Stelle geführt werden. Alternativen sind Akkuleuchten oder eine Steckdose ausserhalb des Schranks.
  • Schalter und Steckdosen. Was hinter dem Schrank verschwinden würde, muss vorher versetzt werden.
  • Heizung und Lüftung. Der Schrank darf nicht vor einem Heizkörper stehen und keine Lüftungsöffnung verdecken. In Wohnungen mit kontrollierter Wohnungslüftung gilt das auch für Zu- und Abluftventile. An einer Aussenwand ist ein kleiner Abstand zur Hinterlüftung sinnvoll.
  • Ebenheit von Wänden und Decke. Beim Aufmass sollte geprüft werden, wie stark die Raumhöhe von einer Seite zur anderen abweicht. In Altbauten sind mehrere Zentimeter keine Ausnahme.
  • Transportweg. Die Teile und vor allem raumhohe Türen müssen durch Treppenhaus, Lift und Zimmertür passen.
  • Mietwohnung. In der Schweiz wohnen viele Menschen zur Miete. Klären Sie Bohrungen und den Einbau vorher schriftlich mit der Verwaltung, auch die Frage, ob der Schrank beim Auszug bleiben darf oder entfernt werden muss.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Raum und Teile kontrollieren

Zuerst messen die Monteure den Raum nach und vergleichen ihn mit dem Aufmass. Sie prüfen, ob alle Teile geliefert wurden, ob beim Transport etwas beschädigt wurde und ob die Masse stimmen. Hat sich die Wand seit dem Aufmass verändert, etwa durch zusätzlichen Abrieb oder Plättli, zeigt sich das jetzt.

Basis ausrichten

Der Schrank steht auf einem Sockel oder auf verstellbaren Füssen. Bei unebenem Boden wird die Basis unterlegt oder eingestellt, bis sie exakt in der Waage ist. Von diesem Schritt hängt alles Weitere ab. Ist die Basis schief, verzieht sich der Korpus, und die Schiebetüren laufen von selbst auf eine Seite.

Korpusse zusammenbauen

Seiten, Böden, Tablare und Zwischenwände werden nacheinander verbunden. Breite Schränke bestehen aus mehreren Korpussen nebeneinander, die miteinander verschraubt werden. Jeder Korpus wird im Lot und über die Diagonalen geprüft, damit er rechtwinklig ist.

Befestigen und Fugen schliessen

Ein hoher Schrank muss an der Wand befestigt werden, und zwar im tragfähigen Untergrund, also im Mauerwerk, im Beton oder in den Profilen einer Leichtbauwand, mit Dübeln für das jeweilige Material. Fugen zu einer unebenen Wand oder Decke werden mit Passleisten geschlossen, die vor Ort nach dem Wandverlauf zugeschnitten werden. Unter einer Dachschräge wird die Seite oder die Oberseite des Schranks im passenden Winkel angepasst.

Inneneinteilung einbauen

In die Korpusse kommen Kleiderstangen, Auszugskörbe, Schubladen, Schuhauszüge und weiteres Zubehör. Die Höhe der Stange richtet sich danach, was dort hängen soll. Lange Mäntel und Kleider brauchen mehr Höhe, für Hemden und Vestons reicht weniger.

Schiebetüren montieren

Die obere Laufschiene wird am Schrank oder an der Decke befestigt, die untere Führungsschiene unten. Beide müssen parallel und in der Waage sein. Die Türen werden eingehängt und über die Stellschrauben an den Laufwerken justiert, bis die Fugen zu den Schrankseiten gleichmässig sind. Hersteller von Schiebetürbeschlägen, in der Schweiz etwa Hawa, geben zwischen benachbarten Türen einige Millimeter Abstand vor, oft etwa 3 bis 5 mm. Zuletzt wird der gedämpfte Einzug eingestellt, damit die Türen vor dem Anschlag abbremsen.

Drehtüren und Fertigstellung

Bei Drehtüren werden Topfscharniere eingesetzt und die Türen in drei Richtungen eingestellt, damit die Fugen gleich sind und sich die Türen nicht berühren. Dann folgen die Griffe oder bei grifflosen Fronten eine Push-to-open-Mechanik. Zum Schluss wird der Schrank gereinigt, die Schutzfolie entfernt und der Lauf aller Türen und Schubladen geprüft.

Anleitung für Heimwerker: Schrank aus massgefertigten Teilen aufbauen

Einige Anbieter liefern den Einbauschrank passgenau zugeschnitten mit Anleitung, die Montage übernimmt der Kunde. Vorgehen:

  1. Teile auspacken, nach Plan sortieren und Anzahl sowie Masse kontrollieren.
  2. Raumhöhe an mehreren Stellen messen und den tiefsten Punkt bestimmen.
  3. Mit einem Leitungssucher prüfen, wo in der Wand Leitungen und Rohre verlaufen.
  4. Sockel oder Füsse über die ganze Schranklänge mit der Wasserwaage ausrichten.
  5. Korpusse zusammenbauen und die Diagonalen messen, die gleich lang sein müssen.
  6. Korpusse aufstellen, untereinander verschrauben und an der Wand befestigen.
  7. Obere und untere Schiene genau nach Anleitung montieren.
  8. Türen einhängen, Höhe und Fugen einstellen und die Schrauben anziehen.
  9. Inneneinteilung montieren und jede Schublade und jeden Korb ausprobieren.
  10. Fugen zu Wand und Decke mit Passleisten schliessen.

Schwere Türen mit Spiegel oder Glas sollte man zu zweit montieren. Raumhohe Spiegeltüren wiegen mehr, als man denkt, und können beim Umfallen gefährlich werden.

Materialien und Varianten

Korpus

Am verbreitetsten ist kunstharzbeschichtete Spanplatte in einer Stärke von etwa 19 mm. Sie ist preiswert und in vielen Dekoren erhältlich. Für Fronten und Türen wird auch lackierte oder folierte MDF verwendet. Massivholz ist bei Einbauschränken seltener, weil es mit der Feuchtigkeit arbeitet und teurer ist. Schweizer Schreinereien fertigen häufig vollständig nach Mass in der eigenen Werkstatt, während Systemanbieter mit Standardkorpussen und Passblenden arbeiten.

Schiebetüren

Schiebetüren brauchen keinen Schwenkbereich und passen in schmale Korridore und kleine Schlafzimmer. Der Rahmen ist aus Aluminium oder Stahl, die Füllung aus Spanplatte, Spiegel, lackiertem Glas oder einer Kombination. Es ist jedoch immer nur ein Teil des Schranks offen.

Drehtüren

Sie zeigen den ganzen Inhalt auf einmal und schliessen dichter, brauchen aber freien Platz vor dem Schrank. Steht dort ein Bett oder ein Pult, sind sie oft unpraktisch.

Ankleide ohne Türen

In einem eigenen Ankleideraum wird oft ein offenes System mit Tablaren und Stangen ohne Türen eingebaut. Die Montage ist einfacher, dafür ist alles sichtbar, und es setzt sich mehr Staub ab.

Beleuchtung

LED-Streifen in Profilen oder Leuchten mit Bewegungsmelder schalten beim Öffnen der Türen ein. Das Netzgerät muss für einen Austausch zugänglich sein und darf in einem geschlossenen Fach nicht überhitzen.

Masse und Inneneinteilung, die Sie durchdenken sollten

Der Monteur baut auf, was geplant wurde. Ob der Schrank im Alltag gut funktioniert, entscheidet sich deshalb bei der Planung. Beim Aufmass lohnt es sich, an einige praktische Punkte zu denken.

  • Tiefe. Für einen Schrank mit Kleiderbügeln rechnet man meist mit einer Innentiefe von etwa 55 bis 60 cm, damit die Bügel nicht an die Türen stossen. Schiebetüren benötigen für die Schienen zusätzlich einige Zentimeter.
  • Hängehöhe. Lange Mäntel und Kleider brauchen deutlich mehr Höhe als Hemden und Vestons. Häufig wird ein Teil mit einer Stange und ein anderer mit zwei Stangen übereinander geplant.
  • Schubladen hinter Schiebetüren. Eine Schublade muss so sitzen, dass sie sich herausziehen lässt, ohne an die Tür oder an deren Rahmen im Überlappungsbereich zu stossen.
  • Obere Tablare. Tablare unter der Decke eignen sich für Koffer und saisonale Dinge. Was täglich gebraucht wird, gehört auf Augen- und Griffhöhe.
  • Abteil für Staubsauger oder Bügelbrett. Im Korridor ist ein Abteil ohne Tablare praktisch, in dem hohe Gegenstände Platz finden.

Wenn Sie unsicher sind, messen Sie Ihre eigene Kleidung und die Dinge, die in den Schrank sollen. Das ist einfacher, als die Einteilung später umzubauen.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Aufmass vor fertigen Wänden. Es kommt vor, dass auf dem Grundputz gemessen wird und der Schrank nach dem Abrieb oder dem Plättlilegen nicht mehr in die Nische passt.
  • Basis nicht ausgerichtet. Die Schiebetüren öffnen oder schliessen sich von selbst, und die Fugen zwischen den Türen sind oben anders als unten.
  • Schrank nicht an der Wand befestigt. Beim Öffnen schwerer Türen oder wenn Kinder klettern, kann er kippen.
  • Befestigung in nicht tragfähigem Untergrund. Ein Dübel in einer Gipsplatte ohne Profil oder in mürbem Putz hält nicht.
  • Schrank an der Aussenwand ohne Hinterlüftung. Dahinter kondensiert Feuchtigkeit, und es bildet sich Schimmel, den niemand bemerkt, bis es muffig riecht.
  • Schrank vor Steckdose oder Schalter. Das Versetzen wurde vergessen, und der Schrank muss nachträglich ausgeschnitten werden.
  • Ungünstige Inneneinteilung. Lange Kleider haben keinen Platz, Schubladen stossen an Türgriffe, oder hinter der Schiebetür lässt sich eine Schublade nicht öffnen.
  • Montage auf frischem Putz. Feuchtigkeit gelangt in die Platten, und die Türen verziehen sich.

Bewilligungen und Zuständigkeiten

Für den Einbau eines Schranks ist in der Regel keine Baubewilligung nötig, im Zweifel fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, ob für Ihr Vorhaben etwas zu beachten ist. Montiert wird üblicherweise von einer Schreinerei oder von Monteuren des Herstellers. Arbeiten an der festen 230-V-Installation, etwa ein neuer Anschluss für die Schrankbeleuchtung, darf nur eine Person oder Firma mit Installationsbewilligung ausführen, und nach Abschluss wird ein Sicherheitsnachweis erstellt. Eine LED-Beleuchtung mit Steckernetzteil können Sie selbst einstecken. Müssen für den Schrank Steckdosen oder Schalter versetzt werden, ist das eine eigene Elektroarbeit mit separater Position.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • der Schrank steht in der Waage, was Sie mit der Wasserwaage auf einem Tablar und oben prüfen,
  • halb geöffnete Schiebetüren bleiben stehen und bewegen sich nicht von selbst,
  • die Türen laufen über die ganze Länge leicht, und die Dämpfung stoppt sie ohne Anschlagen,
  • die Fugen zwischen und rund um die Türen sind oben und unten gleich,
  • der Schrank wackelt nicht, wenn Sie dagegen drücken, und ist fest mit der Wand verbunden,
  • die Passleisten zu Wand und Decke liegen an, ohne sichtbare Spalten dahinter,
  • Schubladen und Körbe lassen sich ganz ausziehen und stossen weder an Türen noch an Griffe,
  • die Plattenkanten sind nicht angeschlagen, und auf den Fronten sind keine Kratzer,
  • die Beleuchtung schaltet beim Öffnen ein, und das Netzgerät ist zugänglich,
  • Sie haben die Einstellanleitung der Beschläge und einen Servicekontakt beim Hersteller.

Einige Wochen nach der Montage können sich die Türen leicht verstellen, weil sich der Schrank setzt und das Material sich an die Raumfeuchte anpasst. Üblich ist, mit der Schreinerei eine Nachjustierung nach den ersten Wochen zu vereinbaren.

Preis und was ihn beeinflusst

Die Montage eines Einbauschranks nach Mass wird in der NUMIQ-Preisliste pro Arbeitsstunde berechnet, inklusive Kleinmaterial, ohne Schrank, Beschläge und Beleuchtung. Den aktuellen Stundensatz finden Sie in der Preisliste unter Schreinerarbeiten. Die Preise unterscheiden sich je nach Kanton und Stadt.

Der Endbetrag für die Montage hängt vor allem von der Stundenzahl ab. Sie wird beeinflusst durch:

  • Breite und Höhe des Schranks und die Anzahl der Korpusse,
  • Anzahl und Art der Türen, wobei schwere Spiegel- oder Glastüren mehr Zeit brauchen,
  • Dachschräge, Nische oder unebene Wände, die vor Ort angepasst werden müssen,
  • den Umfang der Inneneinteilung, der Auszüge und Schubladen,
  • den Zugang zur Wohnung, ein Stockwerk ohne Lift und den Weg vom Fahrzeug,
  • die Montage von Beleuchtung und weiterem Zubehör.

Den Schrank selbst kalkuliert der Hersteller nach Plan. Den Unterschied machen vor allem das Türmaterial und die Inneneinteilung, etwa Auszugskörbe und gedämpfte Schubladen.

Muss vorher ein alter Schrank entfernt werden, lesen Sie den Beitrag Einbauschrank abbrechen. Für die Planung der ganzen Wohnung passt auch die Seite zur Küchenmontage, für Leichtbau der Beitrag zu Ablagen und Nischen in Gipskarton.

Häufige Fragen

Ein einfacher Nischenschrank mit zwei Schiebetüren ist meist in wenigen Stunden fertig. Eine ganze Schrankfront mit Dachschräge, Beleuchtung und viel Ausstattung kann zwei Monteure einen ganzen Tag oder länger beschäftigen.

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