Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Spezialböden | ||||
| Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mm | m² | - | ||
| Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttung | m² | - | ||
| Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegen | m² | 15.12 CHF | - | |
| Polyurethan-Designboden (Flüssigboden) | m² | - | ||
| Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmor | m² | - | ||
Wann ein dünner Epoxidboden passt und wann nicht
Die dünne Schicht hält normales Begehen aus, ebenso ein parkiertes Auto, Öl, Streusalz und Reinigungsmittel. Weil es keine Fugen gibt, setzt sich kein Schmutz fest und Wasser dringt nicht in Ritzen ein. Deshalb bewährt sich der Boden in Garagen, Werkstätten, Heizräumen und Eingangsbereichen, aber auch in Showrooms und Büros.
An manchen Stellen ist Vorsicht nötig. Epoxid ist steif und gleicht keine Bewegungen im Untergrund aus. Bewegt sich der Unterlagsboden oder hat er Risse, zeichnen sich diese mit der Zeit auch in der neuen Schicht ab. In alten Kellern ohne Abdichtung gegen Bodenfeuchte kann Feuchtigkeit von unten Blasen in den Belag drücken. Herkömmliches Epoxid vergilbt zudem mit der Zeit im direkten Sonnenlicht. Bei grossen Fensterflächen wählt man deshalb eine UV-beständige Deckschicht. Wünschen Sie in Wohnräumen eine weichere und leisere Oberfläche, passt oft ein Polyurethan-Giessboden besser, denn er ist etwas elastischer.
So entsteht der Boden Schritt für Schritt
Ob der Boden lange hält, entscheidet sich zum grossen Teil bei der Vorbereitung des Untergrunds. Das Giessen selbst ist erst die zweite Hälfte der Arbeit.
- Untergrund beurteilen. Der Fachbetrieb prüft Festigkeit, Risse, Ebenheit und Feuchte. Ein Zement-Unterlagsboden sollte nach Angaben der meisten Hersteller eine Restfeuchte von ungefähr höchstens 4 % aufweisen, gemessen mit der CM-Methode. Ein Calciumsulfat-Unterlagsboden (Anhydrit) muss deutlich trockener sein. Die Feuchte wird gemessen, Schätzen reicht nicht.
- Mechanisch vorbereiten. Der Untergrund wird geschliffen, gefräst oder kugelgestrahlt. So verschwinden Kleberreste, alte Farbe, Fett und die schwache oberste Schicht. Ziel ist eine saubere, leicht aufgeraute Fläche. Grössere Unebenheiten gleicht man vorher mit einer Spachtelmasse aus, nicht mit einer dicken Epoxidschicht.
- Staub absaugen. Nach dem Schleifen saugt man die Fläche gründlich mit einem Industriesauger ab. Feiner Staub gehört zu den häufigsten Ursachen dafür, dass sich der Belag später ablöst.
- Grundieren. Auf den trockenen Untergrund kommt eine Epoxidgrundierung. Sie verfestigt die Oberfläche, gleicht die Saugfähigkeit aus und sorgt für guten Haftverbund. Bei stark saugendem Untergrund trägt man sie manchmal zweimal auf.
- Anmischen. Harz und Härter werden im exakten Verhältnis nach Herstellerangabe mit einem langsam laufenden Rührwerk gemischt, bis die Masse ganz gleichmässig ist. Danach zählt die Verarbeitungszeit: Wer sie überschreitet, riskiert, dass die Masse schon im Kessel anzieht.
- Auftragen. Die Masse wird mit Zahnspachtel oder Glätter abschnittsweise verteilt. Die Abschnitte verbindet man «nass in nass», damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.
- Entlüften. Mit einer Stachelwalze drückt man die Luftblasen aus der noch flüssigen Schicht.
- Aushärten lassen. Begehbar ist der Boden meist nach rund 24 Stunden. Voll belastbar ist er je nach Produkt und Temperatur in der Regel nach einigen Tagen, oft nach etwa einer Woche. Bis dahin muss er vor Staub, Wasser und schweren Gegenständen geschützt bleiben.
Nicht ausgehärtetes Epoxid reizt die Haut und kann Allergien auslösen. Zur Arbeit gehören deshalb Handschuhe und Schutzbrille, ausserdem muss der Raum gut gelüftet werden. In einem Mehrfamilienhaus kann sich der Geruch aus Keller oder Garage ins Treppenhaus ausbreiten. Es lohnt sich deshalb, die Nachbarn kurz vorzuwarnen und für Durchzug zu sorgen.
Oberflächen und wann welche sinnvoll ist
- Einfarbig. Die gängigste Wahl, die Farbtöne stammen meist aus der RAL-Palette. Eine glänzende Oberfläche wirkt sauber, zeigt aber Kratzer und Staub stärker. Matt oder seidenmatt ist im Haushalt praktischer.
- Rutschhemmend. In die Schicht wird feiner Quarzsand oder ein anderer Füllstoff eingestreut oder eingemischt. Das eignet sich für Garage, Werkstatt und Eingang, wo man mit nassen Schuhen hereinkommt. Je gröber die Struktur, desto sicherer ist der Boden, desto mühsamer aber auch die Reinigung.
- Dekorchips. Farbige Flocken werden in die nasse Schicht gestreut und mit einem transparenten Deckanstrich fixiert. Das Ergebnis erinnert an Terrazzo und kaschiert kleinen Schmutz gut.
- Metallic-Effekt. Metallische Pigmente erzeugen eine glänzende Oberfläche mit Tiefenwirkung. Das wirkt repräsentativ, verlangt aber viel Geschick, und jeder Boden sieht etwas anders aus.
- Farbzonen und Markierungen. In Betrieben lassen sich Sicherheitsstreifen, Parkfelder oder ein Firmenlogo einarbeiten.
Denken Sie bei der Farbwahl an die Nutzung: Helle Töne lassen einen Raum grösser wirken, dunkle und graue Töne verstecken Schmutz besser. Deshalb sieht man in Garagen meist Grau.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist ein grosser rechteckiger Raum mit festem, trockenem und ebenem Beton. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen durch:
- Alte Anstriche, Kleber oder Platten, die entfernt oder gründlich abgeschliffen werden müssen
- Risse, lose Stellen und Unebenheiten, die repariert und gespachtelt werden müssen
- Einen feuchten Untergrund, bei dem man warten oder eine Spezialgrundierung einsetzen muss
- Einen verwinkelten Grundriss mit vielen Ecken, Stützen und Übergängen
- Dekorative Oberflächen und Decklacke, die zusätzliche Schichten und Wartezeiten bedeuten
- Einen kalten Raum, der vorher beheizt werden muss
Typische Fehler bei der Ausführung
Die meisten Schäden zeigen sich nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen oder Monaten. In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Fehler:
- Schlecht gereinigter Untergrund. Staub, Fett oder eine schwache Oberschicht des Unterlagsbodens führen zu Ablösungen und Blasen.
- Falsches Mischverhältnis. Die Masse härtet dann nicht vollständig aus und bleibt weich oder klebrig.
- Kein Entlüften. Auf der Oberfläche bleiben kleine Krater und Poren, in denen sich Schmutz sammelt.
- Ungeeignete Bedingungen. Bei Kälte härtet Epoxid langsam und ungleichmässig aus. Bei hoher Luftfeuchte kann ein milchiger Schleier oder eine klebrige Oberfläche entstehen. Die Untergrundtemperatur sollte in der Regel mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegen.
- Überdeckte Risse und Fugen. Risse im Untergrund müssen saniert werden, sonst erscheinen sie auch im Epoxid. Dehnfugen im Unterlagsboden müssen in die neue Schicht übernommen werden.
- Zu frühe Belastung. Möbel, das Auto oder nasses Reinigen kurz nach dem Giessen hinterlassen Spuren.
So prüfen Sie den fertigen Boden bei der Abnahme
- Die Oberfläche ist geschlossen, ohne Blasen, Krater und abgelöste Stellen
- Beim Abklopfen klingt es nirgends hohl
- Farbe und Glanz sind einheitlich, ohne sichtbare Ansätze zwischen den Abschnitten
- Nach der vom Hersteller angegebenen Zeit ist die Oberfläche weder klebrig noch weich
- Die Ränder an Wänden, Zargen und Schwellen sind sauber abgeschlossen
- Die Dehnfugen sind übernommen und gefüllt
- Die rutschhemmende Oberfläche ist gleichmässig über die ganze Fläche verteilt, falls vereinbart
- Sie haben Angaben zum verwendeten System, zur Zeit bis zur vollen Belastbarkeit und zur empfohlenen Reinigung erhalten
Häufige Fragen
Oft ja, sofern die Platten fest haften, nicht hohl klingen und keine gesprungenen Stücke haben. Die Oberfläche muss angeschliffen, entfettet und mit einer passenden Grundierung vorbehandelt werden. Die Fugen füllt man vorher, sonst können sie sich abzeichnen. Sind die Platten lose, ist es sicherer, sie zu entfernen und einen neuen Untergrund vorzubereiten.
Ja, die dünne Schicht leitet die Wärme gut. Der Unterlagsboden muss vorher nach Protokoll aufgeheizt und ausgetrocknet sein. Während Giessen und Aushärten bleibt die Heizung ausgeschaltet. Danach fährt man sie schrittweise hoch, damit der Boden keinen Temperaturschock erhält.
Vorsichtig begehen lässt er sich meist nach rund 24 Stunden. Schwere Möbel, das Auto und nasses Reinigen erst nach der vom Hersteller angegebenen Zeit, in der Regel nach einigen Tagen. Filzgleiter unter den Möbelbeinen schonen die Oberfläche.
Wischen, Staubsaugen und feuchtes Aufnehmen mit einem milden Reiniger genügen. Scheuerpulver und harte Bürsten machen die Oberfläche mit der Zeit matt. Lokale Schäden lassen sich anschleifen und mit einer neuen Schicht ausbessern, farblich passt die Reparatur aber nicht immer ganz. Ist die Oberfläche nach Jahren abgenutzt, lässt sie sich mit einem neuen Deckanstrich auffrischen.
Epoxid ist härter und widerstandsfähiger gegen Chemikalien, deshalb passt es in Garagen und Technikräume. Polyurethan ist elastischer, angenehmer zu begehen, leiser und verträgt Sonnenlicht besser. Man wählt es deshalb öfter für Wohnräume und Büros. Häufig kombiniert man beide: Epoxid als Grundschicht und Polyurethan als Deckschicht.
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