Laminat schwimmend verlegen kostet gemäss aktueller Preisliste CHF 25.25 pro m² Arbeitsleistung. Eine komplette Parkettsanierung mit Schleifen, Spachteln und drei Lackschichten liegt bei CHF 60.55 pro m², eine Ausgleichsmasse bei CHF 13.90 pro m². Wie viel Sie am Ende bezahlen, hängt vor allem davon ab, wie eben und wie trocken der Unterlagsboden ist, wie die Räume geschnitten sind und wie viele Details anfallen. Sockelleisten, Übergangsprofile und das Entfernen des alten Belags werden separat verrechnet. Den aktuellen Preis sehen Sie nach der Anmeldung.
Leistungsarten und ihre Preise
Preisgünstiger, schwimmend verlegter Bodenbelag mit widerstandsfähiger Oberfläche. Er braucht einen ebenen, trockenen und tragfähigen Untergrund, eine passende Trittschalldämmung und eine freie Randfuge.
Die geringe Aufbauhöhe und das angenehme Gehgefühl sind bei Renovationen ein Vorteil. Das dünne Material zeichnet jedoch Unebenheiten nach, deshalb wird die Qualität des Untergrunds besonders sorgfältig geprüft.
Die natürliche Nutzschicht sorgt für eine warme Optik und lässt sich später renovieren. Das Holz wird vor der Montage akklimatisiert, und das Raumklima muss danach stabil bleiben.
Die feste Verbindung mit dem Untergrund reduziert den Trittschall und verbessert die Wärmeübertragung, etwa bei einer Bodenheizung. Nötig sind ein genau vorbereiteter Untergrund und ein Klebstoff, der zum jeweiligen Belag passt.
Traditioneller Bodenbelag mit langer Lebensdauer. Stabparkett zum Verkleben hat keine Klicksysteme, die Stäbe werden mit Nut und Kamm verbunden oder glatt verlegt. Nach dem Verkleben wird die Aushärtezeit des Klebstoffs eingehalten, oft 48 Stunden bis mehrere Tage, erst danach folgen das maschinelle Schleifen und die Oberflächenbehandlung.
Geeignet bei tragfähigem Parkett ohne grössere Ablösungen. Geschliffen wird mit der Walzen- oder Bandschleifmaschine sowie der Randschleifmaschine. Der Kitt wird mit Schleifstaub vermischt, vollflächig mit der Glättkelle aufgetragen und nach dem Trocknen mit feiner Körnung nachgeschliffen. Danach folgen drei Lackschichten: eine Grundierung und zwei Deckschichten.
Preisliste Bodenbelagsarbeiten 2026
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
Was kostet das je nach Umfang
| Laminat auf vorbereitetem Untergrund Verlegung von 45 m² Laminat, Montage von 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofilen | CHF 1410.05 |
| Klick-Vinyl mit Vorbereitung Grundierung und Ausgleich von 45 m², Verlegung des Vinylbodens, 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofile | |
| Komplette Parkettsanierung Schleifen, Spachteln und dreifache Lackierung auf 45 m², Montage von 30 m Sockelleisten | CHF 2966.25 |
Wann ausführen
Materialarten und ihre Preise
Die widerstandsfähige Oberfläche und die einfache Pflege eignen sich für übliche Wohnräume. Eine beschädigte Nutzschicht lässt sich nicht durch Schleifen erneuern.
Verträgt übliche Feuchtigkeit gut und hat eine geringe Aufbauhöhe. Er braucht einen sehr ebenen Untergrund und muss vom Hersteller für die konkreten Einsatzbedingungen vorgesehen sein.
Es ist formstabiler als Massivholz und wird je nach Produkt schwimmend verlegt oder verklebt. Die Nutzschicht ist meist 2 bis 4 mm stark, sodass sich der Boden über seine Lebensdauer nur 1- bis 3-mal abschleifen lässt. Die übliche Pflege erfolgt mit Pflegemittel oder Öl, nicht durch Schleifen.
Traditionelle, geklebte Holzelemente ermöglichen eine wiederholte Renovation. Ein anspruchsvolleres Muster erhöht die Anzahl der Zuschnitte und die Verlegezeit.
Die Hilfsmaterialien werden nicht unabhängig voneinander gewählt. Sie müssen mit dem Untergrund, dem Belag und einer allfälligen Bodenheizung ein abgestimmtes System bilden.
Untergrundvorbereitung Schritt für Schritt
Bevor der Belag bestellt wird, prüft der Bodenleger, ob der Untergrund tragfähig, eben und sauber ist und wie hoch der ganze Aufbau wird. Dabei achtet er auf den Platz unter den Türen, den Anschluss an die Nachbarräume und die Höhe von Sockelleisten und Übergangsprofilen.
Ob der Unterlagsboden trocken genug ist, sieht man ihm nicht an, und auch die Zeit seit dem Einbau sagt wenig aus. Deshalb misst der Bodenleger die Feuchte mit der CM-Methode (Calciumcarbid-Messung). Als Richtwert für die Belegreife gelten bei Zementunterlagsboden meist höchstens etwa 2 %, bei Anhydritunterlagsboden etwa 0,5 %, mit Bodenheizung noch weniger. Massgebend ist immer, was der Hersteller von Belag und Klebstoff vorgibt. Ein zu feuchter Untergrund ist der häufigste Grund für Reklamationen bei Holzböden.
Der Bodenleger entfernt Klebstoffreste, weiche Oberflächenschichten und einzelne Unebenheiten. Der Untergrund muss tragen und frei von allem sein, was die Haftung von Grundierung oder Klebstoff beeinträchtigen würde.
Welche Grundierung passt, hängt von der Art des Untergrunds ab und davon, wie stark er saugt. Die Ebenheit prüft der Bodenleger mit der 2-Meter-Richtlatte. Üblich sind 2 bis 3 mm auf 2 m, bei Vinyl gilt ein strengerer Wert. Genügt das nicht, trägt er eine Ausgleichsmasse in der Stärke auf, die das Herstellersystem vorgibt.
Vor dem Start legt der Bodenleger fest, in welche Richtung verlegt wird, wie breit die Randreihen werden und wie Übergänge, Treppenabschlüsse und Randfugen aussehen. So entstehen später keine zu schmalen Zuschnitte und keine Fugen an ungünstigen Stellen.
Arbeitsablauf
- 01Der Bodenleger misst die Nettofläche und den Raumumfang aus und zählt Türen, Nischen und Durchführungen.
- 02Er prüft den Untergrund auf Ebenheit, Tragfähigkeit und Restfeuchte und hält die Ergebnisse fest, bevor der Untergrund abgedeckt wird.
- 03Was nicht trägt, wird entfernt. Danach saugt er die Fläche ab und schleift, grundiert oder gleicht sie aus, wo nötig.
- 04Der Belag lagert vorher im Raum, in dem er verlegt wird, und passt sich dem Klima an. Bei Laminat sind das meist 48 Stunden, bei Holz 48 bis 72 Stunden, oder so lange, wie der Hersteller angibt.
- 05Der Bodenleger legt Verlegerichtung und Raster fest. Bei schwimmender Verlegung auf Beton kommt eine Dampfbremse (PE-Folie, 0,2 mm stark, falls sie nicht schon in der Trittschalldämmung integriert ist) und eine passende Trittschalldämmung darunter. Wird geklebt, zieht er den Klebstoff mit dem Zahnspachtel auf dem Untergrund auf, nicht auf der Unterseite der Dielen.
- 06Der Boden wird Reihe für Reihe oder im geplanten Muster verlegt. Dabei kontrolliert der Bodenleger laufend Fugen, Ebenheit und die Randfuge rundum, bei schwimmender Verlegung meist 8 bis 10 mm zur Wand. Bei grossen Flächen trennt er den Boden im Türbereich.
- 07An Türen, Rohrdurchführungen und festen Bauteilen schneidet er sauber zu und lässt dem Boden trotzdem Platz, sich zu bewegen.
- 08Zum Schluss montiert er Sockel- und Übergangsleisten. Die Sockelleisten werden an der Wand befestigt, nicht durch den schwimmenden Belag in den Untergrund.
- 09Der Bodenleger reinigt die Fläche und übergibt sie mit Hinweisen, wann der Boden belastet werden darf, wie Sie ihn reinigen, welches Raumklima er braucht und wie die Bodenheizung zum ersten Mal in Betrieb genommen wird.
- Zwei-Meter-Richtlatte und Messkeil zur Kontrolle der Ebenheit des Untergrunds
- Gerät zur fachgerechten CM-Messung der Restfeuchte im Unterlagsboden
- Industriesauger und Schleifmaschine mit Absaugung
- Rührwerk, Behälter, Zahnrakel für die Ausgleichsmasse und Stachelwalze zum Entlüften
- Kapp- oder Tauchsäge mit Absaugung je nach Belagsart
- Abstandskeile, Schlagklotz und vom Hersteller empfohlenes Montagewerkzeug
5 häufige Fehler
Auf unebenem Grund federn die Elemente, der Boden knarrt und die Klickverbindungen werden belastet. Eine dickere Trittschalldämmung gleicht das nicht aus, sie kann die Bewegung sogar noch verstärken.
Der Unterlagsboden kann oben trocken und innen noch feucht sein. Wer einen zu feuchten Aufbau abdeckt, riskiert Schäden an Holz, Klebstoff und der unteren Belagsschicht.
Ein schwimmender Boden darf nicht von Sockelleiste, Türzarge, Küchenmöbeln oder einer Schraube festgeklemmt werden. Ändern sich Temperatur und Feuchte, braucht er Platz, um sich auszudehnen und zusammenzuziehen.
Entscheidend ist der Wärmedurchlasswiderstand des ganzen Aufbaus, nicht nur jener des Belags. Deshalb prüft der Bodenleger auch, ob Trittschalldämmung und Klebstoff geeignet sind und welche Oberflächentemperatur der Hersteller höchstens zulässt.
Steht die Aufbauhöhe nicht vorher fest, streifen am Ende vielleicht die Türen, das Übergangsprofil wird zur Stolperkante oder die Sockelleiste deckt die Randfuge nicht ab. Deshalb plant der Bodenleger diese Details schon vor dem Ausgleichen.
Spezialböden und Trockenbodensysteme
Ein Trockenunterlagsboden aus Gipsfaserplatten liegt lose auf einer Schüttung aus Blähton. Die Platten kommen zweilagig mit umlaufendem Stufenfalz aus dem Werk und werden miteinander verklebt und verschraubt, ganz ohne Metallprofile. Der Blähton dämmt, und für eine Bodenheizung in Trockenbauweise gibt es eine Systemplatte mit Nuten und Wärmeleitlamellen. Eine gegossene Epoxid- oder Polyurethanbeschichtung und eine elektrische Heizmatte sind anders aufgebaut und werden anders ausgeführt. Sie ersetzen also keinen normalen schwimmenden Boden. Bevor entschieden wird, prüft der Fachbetrieb Tragfähigkeit, Feuchte, gewünschte Höhe, Dehnungsfugen, Beheizung und die Nutzung des Raums. Deshalb stehen diese Arbeiten in der Preisliste als eigene Positionen.
Welcher Bodenbelag passt in welchen Raum
Einen Boden wählen Sie nicht nur nach dem Aussehen. Wichtiger ist, was im Raum passiert. Läuft man dort mit Strassenschuhen? Kann Wasser auf den Boden kommen? Rennen Kinder oder ein Hund durch die Wohnung? Liegt eine Bodenheizung darunter? Ein Belag, der im Schlafzimmer viele Jahre hält, kann im Eingang oder in der Küche nach wenigen Saisons alt aussehen.
- Laminat: verträgt Kratzer gut und gehört zu den günstigeren Lösungen. Wie abriebfest er ist, zeigen die AC-Klassen. In Wohnungen wählt man meist AC4, für stark begangene Flächen eine höhere Klasse. Der Kern besteht aber aus Holzfaserplatte. Läuft Wasser in die Fugen, quillt er auf. Ins Badezimmer gehört Laminat deshalb nicht.
- Vinyl: Wasser macht ihm nichts aus, er ist leiser und fühlt sich wärmer an. Wie lange er hält, hängt von der Dicke der Nutzschicht ab. Vinyl mit festem Mineralkern bleibt formstabiler. Weicher Vinyl passt sich dem Untergrund besser an, zeigt aber jede Unebenheit.
- Parkett und Holzböden: ein natürliches Material, das sich mehrmals auffrischen lässt. Holz reagiert aber empfindlich auf die Luftfeuchtigkeit, und spitze Gegenstände hinterlassen Spuren.
- Keramische Platten: in Küche, Eingang und Bad sehr robust und ideal zusammen mit einer Bodenheizung. Dafür fühlen sie sich kühl und hart an.
Haben Sie grosse Fenster nach Süden? Schwimmend verlegter Vinyl erwärmt sich in der direkten Sonne und dehnt sich aus. In solchen Räumen wird deshalb oft vollflächig verklebter Vinyl gewählt, der sich nicht bewegt.
Der Untergrund: Ebenheit und Restfeuchte
Auch ein hochwertiger Belag ist nur so gut wie der Untergrund darunter. Legen Sie einen schwimmenden Boden auf eine unebene Fläche, federt er unter den Füssen, knarrt, und die Klickverbindungen gehen mit der Zeit kaputt. Dünner Klebevinyl wiederum zeichnet jede Welle und jedes Sandkorn ab. Die Ebenheit prüft der Bodenleger deshalb mit einer langen Richtlatte. Erhöhte Stellen werden abgeschliffen, Vertiefungen mit einer selbstverlaufenden Ausgleichsmasse aufgefüllt.
Ein neuer Unterlagsboden enthält viel Wasser, und das verdunstet über Wochen, manchmal Monate. Wird Parkett oder ein geklebter Belag zu früh verlegt, wandert die Feuchtigkeit in den Boden. Das Holz quillt, Vinyl löst sich, und unter einem schwimmenden Boden kann sich Schimmel bilden. Die Restfeuchte misst man mit der CM-Methode (Carbid-Methode) direkt im Unterlagsboden. Als grobe Richtwerte gelten unter Parkett bei Zementunterlagsboden etwa 2 Prozent, bei Anhydrit- oder Calciumsulfat-Unterlagsboden rund 0,5 Prozent. Mit Bodenheizung liegen die Werte noch tiefer. Die genauen Grenzwerte gibt immer der Hersteller von Belag und Klebstoff vor.
Kommt der neue Boden auf alte Platten oder einen alten Belag, muss dieser fest sein und darf sich nirgends bewegen. Tiefe Fugen in alten Platten werden gefüllt. Sonst zeichnet sich ihr Muster nach einiger Zeit durch dünnen Vinyl ab, und Sie sehen es auf dem Boden.
Unterlage, Dampfbremse und Trittschall
Unter einen schwimmenden Boden gehört eine Unterlage. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus, dämpft den Schall und schont die Klickverbindungen. Auf Zement- oder Anhydrit-Unterlagsboden kommt unter Laminat und Parkett zusätzlich eine Dampfbremsfolie. Ihre Stösse werden überlappt und abgeklebt, damit sie die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund zurückhält. Manche Unterlagen haben die Dampfbremse bereits eingebaut. Hat ein Vinyl die Unterlage schon integriert, legen Sie keine zweite darunter, sonst werden die Verbindungen überlastet.
Im Mehrfamilienhaus geht es auch um den Trittschall, also das Geräusch der Schritte, das in die Wohnung darunter dringt. Laminat auf dünner Unterlage klingt beim Gehen hohl und laut, Vinyl und geklebte Böden sind leiser. Ersetzen Sie einen Teppich durch einen harten Belag, lohnt sich eine gute Trittschallunterlage. Sonst müssen Sie mit Reklamationen der Nachbarn von unten rechnen. In der Schweiz beschreibt die Norm SIA 181 den Schallschutz im Hochbau, ein guter Bodenleger kennt die Anforderungen. Eine dickere Unterlage ist aber nicht automatisch besser. Bei Klickvinyl und bei Bodenheizung schreiben die Hersteller genaue Werte vor, und daran halten Sie sich.
Wohnen Sie im Stockwerkeigentum, werfen Sie vorher einen Blick ins Reglement der Gemeinschaft. Dort stehen manchmal Regeln zu Bodenbelägen und Trittschall. Zudem legt die Hausordnung meist Ruhezeiten für lärmige Arbeiten fest. Eine kurze Info an die Liegenschaftsverwaltung oder den Hauswart und an die Nachbarn erspart viel Ärger, gerade wenn geschliffen wird.
Schwimmender Boden: Dehnfugen, Übergänge und Küchenkombination
Ein schwimmender Boden ist nicht mit dem Untergrund verbunden. Er dehnt sich mit Temperatur und Feuchtigkeit aus und zieht sich wieder zusammen. Deshalb braucht er rundum an den Wänden eine Fuge, die später die Sockelleiste abdeckt. In langen Räumen und dort, wo die Fläche schmaler wird, etwa in Türdurchgängen, setzt man eine Dehnfuge mit Übergangsprofil. Wie lang eine Fläche ohne Dehnfuge sein darf, gibt der Hersteller an.
Durchgehende Böden ohne Profile durch die ganze Wohnung sehen schön aus und sind immer gefragter. Beim schwimmenden Boden geht das aber nur, wenn der Hersteller es für diese Grösse ausdrücklich zulässt. Sonst beginnt der Boden zu wellen oder bricht in den Verbindungen. Beim vollflächig verklebten Boden gilt diese Einschränkung nicht.
Küchenkombination, Einbauschrank oder eine schwere Kochinsel stellen Sie nicht auf einen schwimmenden Boden. Sie drücken ihn auf den Untergrund, und er kann sich nicht mehr frei bewegen. Es gibt zwei Lösungen: Der Boden wird nur bis zur Küche verlegt, darunter bleibt der Untergrund. Oder die Küche wird vor dem Verlegen montiert, und der Boden wird mit Fuge daran angeschlossen. In der Praxis kommt es oft vor, dass sich der Boden nach dem ersten Winter genau bei schweren Möbeln aufwölbt.
Bodenheizung und Bodenbelag
Jeder Belag bremst die Wärme. Je grösser dieser Widerstand, desto weniger Wärme kommt im Raum an und desto wärmer muss das Heizwasser sein. Gerade mit einer Wärmepumpe, wie sie in der Schweiz heute in vielen Häusern läuft, spielt das eine Rolle: Sie arbeitet sparsamer, wenn das Wasser nicht so heiss sein muss. Die Hersteller geben deshalb an, ob ein Belag für Bodenheizung geeignet ist. Der gesamte Wärmedurchlasswiderstand von Belag und Unterlage soll tief sein.
Warum empfiehlt man bei Bodenheizung geklebte Böden? Zwischen Belag und Unterlagsboden gibt es keine Luftschicht, welche die Wärme bremst. Beim Holz wählt man ein formstabiles Mehrschichtparkett und Holzarten, die sich beim Austrocknen wenig verziehen. Buche und Ahorn reagieren stärker auf Feuchtigkeitsschwankungen und sind für Bodenheizung weniger zu empfehlen. Die Oberflächentemperatur unter dem Parkett darf den Wert, den der Hersteller angibt, nicht überschreiten.
Parkett: Massiv oder Mehrschicht, Lack oder Öl
Massivparkett besteht in der ganzen Dicke aus einem Stück Holz und lässt sich viele Male abschleifen. Mehrschichtparkett hat auf einer Trägerschicht eine dünnere Nutzschicht aus Edelholz. Es bleibt formstabiler, arbeitet weniger und eignet sich gut für Bodenheizung. Wie oft Sie es auffrischen können, hängt von der Dicke der Nutzschicht ab.
Die Oberfläche schützt man mit Lack oder Öl. Lack bildet einen widerstandsfähigen Film, der Boden ist leicht zu pflegen. Wird er aber beschädigt, muss man meist die ganze Fläche abschleifen und neu lackieren, sonst sieht man die Reparatur. Öl zieht ins Holz ein, die Oberfläche wirkt matt und natürlicher. Dafür braucht sie regelmässige Pflege. Der grosse Vorteil: Eine beschädigte Stelle lässt sich örtlich anschleifen und nachölen, ohne dass ein Unterschied bleibt.
Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit. Im Winter trocknet die Heizungsluft aus, und zwischen den Brettern öffnen sich Fugen, im Sommer schliessen sie sich wieder. Sinkt die Luftfeuchtigkeit deutlich unter etwa 40 Prozent, kann das Holz reissen. Bei hoher Feuchtigkeit wölben sich die Bretter. Ein Luftbefeuchter im Winter tut dem Boden gut und Ihnen auch.
Alte Parkettböden renovieren
In vielen Schweizer Wohnungen aus den 1950er bis 1980er Jahren liegt Mosaik- oder Riemenparkett aus gutem Holz. Nach einer Renovation sieht es oft fast wie neu aus. Vor dem Schleifen prüft der Bodenleger lose Stäbe und klebt sie nach. Er kontrolliert auch, wie viel Holz über der Nut noch vorhanden ist, denn davon hängt ab, wie oft sich das Parkett noch schleifen lässt. Fugen werden mit Fugenkitt gefüllt, der mit Schleifstaub vermischt wird, damit er den Farbton des Holzes trifft.
Geschliffen wird schrittweise, von grober zu feiner Körnung. An Wänden und in Ecken arbeitet man mit einer kleineren Randschleifmaschine nach. Danach wird der Staub abgesaugt, eine Grundierung oder ein Grundöl aufgetragen und zum Schluss die Deckschichten. Klären Sie vor dem Lackieren, womit das Parkett früher behandelt wurde. Alte Wachse und manche Öle verhindern, dass der neue Lack haftet, und müssen zuerst entfernt werden.
Eine Renovation lohnt sich nicht, wenn das Parkett bis auf die Nut abgeschliffen, von Insekten befallen, lange durchnässt oder auf grosser Fläche lose ist. Dann ist ein neuer Boden die vernünftigere Lösung.
Anleitung für Heimwerker: Kratzer und Dellen im Parkett ausbessern
Kleine Schäden am Holzboden können Sie oft selbst beheben, ohne einen Bodenleger zu rufen. Das Vorgehen hängt davon ab, ob Ihr Boden geölt oder lackiert ist.
- Oberflächenbehandlung feststellen: Auf Lack bleibt ein Wassertropfen als Perle stehen, in geöltes Holz zieht er nach kurzer Zeit leicht ein.
- Bei einer Delle im geölten Holz, etwa nach einem heruntergefallenen Gegenstand, ein feuchtes Baumwolltuch auf die Stelle legen und kurz mit dem Bügeleisen darüberfahren. Der Dampf richtet die gestauchten Holzfasern wieder auf.
- Nach dem Trocknen die Stelle mit feinem Schleifpapier in Faserrichtung leicht anschleifen und mit dem gleichen Öl behandeln, das auf dem übrigen Boden ist.
- Einen flachen Kratzer im geölten Boden mit feinem Papier in Faserrichtung anschleifen und nachölen. Überschüssiges Öl nach einigen Minuten trocken abreiben.
- Einen flachen Kratzer im lackierten Boden mit einem Retuschierstift oder Hartwachs im Holzton abdecken. Tiefere Lackschäden nur durch Anschleifen und Neulackieren einer grösseren Fläche beheben.
- Filzgleiter unter Stuhl- und Möbelbeine kleben und unter den Bürostuhl eine Schutzmatte legen, damit sich der Schaden nicht wiederholt.
Worauf Sie bei der Abnahme des Bodens achten
- Der Boden ist eben, federt nicht und knarrt oder knackt beim Gehen nicht in den Verbindungen
- Die Stösse der Dielen sind dicht, ohne vorstehende Kanten und ohne Spalten
- Die Randfuge ist rundum von Sockelleisten abgedeckt, die nicht am Boden befestigt sind
- Übergangsprofile sitzen fest, und die Türen öffnen sich, ohne zu streifen
- Ein geklebter Boden klingt beim Abklopfen nicht hohl
- Sie haben das Protokoll der Feuchtemessung des Untergrunds und eine Pflegeanleitung passend zur Oberfläche erhalten
- Einige Dielen aus der gleichen Produktionscharge sind für spätere Reparaturen aufbewahrt
Verwandte Arbeiten: Betonuntergrund schleifen, Laminatboden verlegen, Holzboden mit Klick-System verlegen
Häufige Fragen
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Wann Sie einen Betonuntergrund vor dem neuen Boden schleifen sollten, wie die Arbeit abläuft, was sie erschwert und wie Sie das Resultat prüfen.
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Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
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