Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Fugenloser Polyurethan-Designboden

Ein Polyurethan-Designboden ist eine dünne, fugenlose Schicht aus zweikomponentigem Polyurethanharz. Die Fachfirma giesst das Material auf den vorbereiteten Untergrund, wo es zu einer glatten, leicht elastischen Oberfläche aushärtet. Viele wählen ihn für Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer oder Büro, wenn sie eine durchgehende Fläche ohne Fug

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
15.12 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
12.10 CHF - 19.72 CHF
Wohnung 60 m²
2268.27 CHF
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Bodenbeläge5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Spezialböden
Polyurethan-Designboden (Flüssigboden)m²-
Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttungm²-
Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegenm²15.12 CHF-
Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mmm²-
Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmorm²-
Summe Arbeit
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Was zu dieser Arbeit gehört und wo der Boden passt

Gemeint ist meist das ganze System: Untergrundvorbereitung, Grundierung, Polyurethan-Grundschicht, Designschicht und abschliessender Schutzlack. Je nach System ist der Aufbau insgesamt etwa 2 bis 3 mm dick. Das Bodenniveau steigt also kaum, und Türen müssen oft nicht gekürzt werden.

Warum Polyurethan und nicht Epoxid? Epoxid ist härter und eignet sich eher für Garage, Werkstatt oder Lager. Polyurethan ist elastischer, federt beim Gehen leicht nach, fühlt sich wärmer an und «klappert» weniger unter den Schuhen. Deshalb kommt es vor allem in Wohnräumen zum Einsatz. Wunder sollten Sie aber nicht erwarten: Die dünne Schicht dämpft den Gehschall im Raum etwas, den Trittschall zur Wohnung unter Ihnen löst aber nur ein passender Bodenaufbau mit Dämmung.

Mit einer Bodenheizung verträgt sich der Boden gut, weil er dünn ist und die Wärme ohne grosse Verluste durchlässt. Sagen Sie der Firma im Voraus, dass eine Bodenheizung vorhanden ist. Sie wählt dann ein geeignetes System und plant das Aufheizen danach.

So läuft die Ausführung Schritt für Schritt

In einem normalen Raum dauert die Arbeit meist einige Tage, denn jede Schicht muss aushärten. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:

  1. Untergrund beurteilen: Festigkeit, Ebenheit, Risse und Feuchtigkeit. Die Feuchte wird mit einem Messgerät bestimmt, den zulässigen Wert gibt der Systemhersteller vor.
  2. Oberfläche anschleifen und Reste von Klebstoff, Anstrichen, Öl und Fett entfernen. Danach alles gründlich absaugen.
  3. Risse und Schadstellen ausbessern, bei Bedarf den Untergrund mit selbstnivellierender Spachtelmasse ausgleichen.
  4. Grundierung auftragen. Sie festigt die Oberfläche, verringert die Saugfähigkeit und sorgt für gute Haftung.
  5. Polyurethan-Grundschicht in der vorgeschriebenen Dicke giessen und mit der Stachelwalze entlüften.
  6. Designschicht gestalten: einfarbig, mit Pigmenten, Metallic-Effekt oder Muster.
  7. Nach dem Aushärten Schutzlack im gewünschten Glanzgrad auftragen, bei Bedarf mit rutschhemmendem Zusatz.
  8. Aushärtezeit einhalten: Begehbar ist der Boden meist nach etwa einem Tag, Möbel und volle Belastung erst nach einigen Tagen, je nach Hersteller.

Während dem Giessen und Aushärten sollte der Raum gelüftet werden, und Kinder, Haustiere sowie empfindliche Personen halten sich besser anderswo auf. Nicht ausgehärtete Harze reizen die Haut, und die Dämpfe sind unangenehm. Der fertig ausgehärtete Boden riecht nicht mehr.

Oberflächenvarianten und wann welche passt

  • Einfarbiger Boden in Grau, Beige, Sand oder Anthrazit. Er wirkt ruhig und zeitlos und ist technisch am wenigsten anspruchsvoll.
  • Metallic-Effekt mit Tiefenwirkung, die sich je nach Licht verändert. Passt in repräsentative Räume, das Ergebnis ist aber immer etwas einzigartig und lässt sich schwer genau vorhersagen.
  • Muster oder Beton- und Steinoptik. Sie entsteht von Hand direkt vor Ort. Lassen Sie sich deshalb ein Muster der jeweiligen Firma zeigen.
  • Matter oder seidenmatter Lack zeigt Staub, Fussspuren und feine Kratzer weniger. Für eine Wohnung mit Hund oder Kindern ist das die praktischere Wahl.
  • Glänzender Lack wirkt edel, zeigt aber jeden Schmutz und kann bei Nässe rutschig sein.
  • Rutschhemmende Ausführung ist in Küche, Eingang und Bad sinnvoll.

Bei hellen Böden lohnt sich die Frage, ob der Decklack UV-stabil ist. Manche Polyurethane vergilben mit der Zeit an der Sonne, beständigere Systeme behalten ihre Farbe.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Schneller und einfacher geht es bei einer grossen, ebenen und trockenen Fläche ohne Hindernisse, zum Beispiel auf einem neuen Zement- oder festen Anhydrit-Unterlagsboden im Neubau. Ein einfarbiger Boden macht weniger Aufwand als ein Muster oder Metallic.

Mehr Arbeit entsteht bei:

  • Alten Platten, die angeschliffen, verfugt und ausgeglichen werden müssen
  • Bröckeligem, fettigem oder feuchtem Untergrund
  • Verwinkelten Räumen mit Nischen, Übergängen und Stufen
  • Anschlüssen an die Wand oder gegossenen Treppen
  • Kleinen Flächen, bei denen sich Vorbereitung und Geräte auf wenige Quadratmeter verteilen
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, wo alles ausgeräumt und abgedeckt werden muss

Im Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum informieren Sie am besten frühzeitig die Liegenschaftsverwaltung oder den Hauswart, vor allem wegen des Lärms beim Schleifen. So wissen auch die Nachbarn, was auf sie zukommt.

Typische Fehler beim gegossenen Boden

  • Unterschätzter Untergrund. Schmutz, Staub oder Feuchtigkeit zeigen sich später als Blasen, Ablösungen und Risse. Feuchtigkeit von unten ist ein häufiger Grund, warum sich die Schicht löst.
  • Falsche Schichtdicke oder Reihenfolge. Ist die Schicht zu dünn, sinkt die Belastbarkeit. Werden Aushärtezeiten nicht eingehalten, entstehen Flecken und Wolken.
  • Missachtete Dehnfugen. Dehnfugen im Untergrund müssen in die gegossene Schicht übernommen werden, sonst reisst der Boden darüber.
  • Eingeschaltete Heizung beim Giessen. Die Bodenheizung muss während der Verarbeitung ausgeschaltet sein und wird nach dem Aushärten schrittweise nach Herstellerangaben wieder hochgefahren.
  • Ungeeignete Oberfläche. Ein glänzender Boden ohne Rutschhemmung im Eingang oder Bad ist ein unnötiges Risiko.
  • Zu frühe Belastung. Möbel auf einem nicht ausgehärteten Boden hinterlassen Abdrücke.

So prüfen Sie den fertigen Boden bei der Abnahme

  • Die Oberfläche ist durchgehend, ohne Blasen, Krater und sichtbare Ansätze
  • Farbe und Glanz sind gleichmässig, ohne Wolken und Streifen im Streiflicht
  • Ränder an Wänden, Türzargen und Übergängen sind sauber abgeschlossen
  • Dehnfugen sind erhalten und gefüllt
  • Der Boden ist eben, ohne spürbare Wellen unter der Sockelleiste
  • Die Firma hat Ihnen Angaben zum verwendeten System, zu den Belastungszeiten und zum Aufheizen der Bodenheizung übergeben
  • Sie haben Empfehlungen zur Reinigung und Pflege erhalten

Häufige Fragen

Oft ja, wenn die Platten fest sitzen und beim Abklopfen nicht hohl klingen. Sie werden angeschliffen, die Fugen gefüllt, die Fläche ausgeglichen und grundiert. Lose Platten müssen vorher entfernt und die Stelle ausgebessert werden.

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