Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Trockenboden mit Rigidur-Bodenelementen

Ein Trockenboden aus Rigidur-Bodenelementen ist die Unterlage für den späteren Bodenbelag. Er besteht aus einer trockenen Ausgleichsschüttung und Bodenelementen aus Gipsfaser. Dabei kommt kein Wasser ins Spiel, Sie müssen also nicht wochenlang warten, bis etwas austrocknet. Gewählt wird diese Lösung vor allem bei Renovationen von Wohnunge

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
15.12 CHF/ m²
Orientierungsspanne
12.10 CHF - 19.72 CHF
Wohnung 60 m²
2268.27 CHF
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Bodenbeläge5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Spezialböden
Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegenm²15.12 CHF-
Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttungm²-
Polyurethan-Designboden (Flüssigboden)m²-
Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mmm²-
Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmorm²-
Arbeit gesamt
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Wie der Boden aufgebaut ist und warum man ihn wählt

Der Aufbau ist einfach. Auf den tragenden Untergrund kommt eine Schutzfolie, darauf eine trockene Schüttung, die Unebenheiten ausgleicht, bei Bedarf zusätzlich eine druckfeste Dämmplatte. Obenauf liegen die Bodenelemente. Rund um den Raum klebt man einen Randdämmstreifen, der den Boden von den Wänden trennt.

Ein Rigidur-Bodenelement besteht aus zwei Gipsfaserplatten, die versetzt miteinander verklebt sind. Am Rand entsteht so ein Stufenfalz, also eine kleine Stufe, in die das nächste Element greift. Diesen Falz bestreicht man mit Kleber und sichert ihn je nach Herstellerangabe mit Schrauben oder Klammern. So entsteht eine feste, durchgehende Fläche.

Warum nicht einfach ein klassischer Unterlagsboden? Ein Zement- oder Anhydrit-Unterlagsboden bringt viel Wasser ins Haus und braucht oft Wochen zum Austrocknen. Er ist ausserdem deutlich schwerer, und eine alte Holzbalkendecke oder ein Dachgeschoss trägt das nicht immer. Der Trockenboden ist leicht, ist begehbar, sobald der Kleber in den Fugen ausgehärtet ist, und bringt keine Feuchtigkeit in die bewohnte Wohnung.

Ablauf der Verlegung Schritt für Schritt

  1. Alten Belag und lose Schichten entfernen, den Untergrund reinigen und prüfen, ob er fest und trocken ist.
  2. Schutzfolie mit Überlappung auslegen. Auf einer Holzdecke verhindert sie, dass die Schüttung durch die Ritzen rieselt, auf Beton schützt sie vor Feuchtigkeit von unten.
  3. Randdämmstreifen entlang der Wände und um feste Bauteile kleben.
  4. Schüttung einbringen, mit einer Latte über Lehren eben abziehen und je nach System verdichten.
  5. Falls der Aufbau es vorsieht, druckfeste Dämmplatten verlegen.
  6. Bei der ersten Reihe den Stufenfalz auf der Wandseite abschneiden und an der geradesten Wand beginnen.
  7. Fugen mit Kleber bestreichen, Elemente einlegen und mit Schrauben oder Klammern sichern.
  8. Reihen versetzt verlegen, damit die Querfugen nicht auf einer Linie liegen.
  9. Nach dem Aushärten ausgetretenen Kleber abstossen. Den überstehenden Randstreifen erst nach dem Verlegen des Belags abschneiden.

Elemente und Schüttung: welche Variante wann

Die Bodenelemente gibt es in mehreren Stärken und auch mit aufkaschierter Dämmung. Ein dünneres Element reicht in Wohnungen und Häusern mit normaler Nutzung meist aus. Ein dickeres Element nimmt man dort, wo viele Leute unterwegs sind oder schwere Möbel und Geräte stehen. Varianten mit Polystyrol oder Mineralwolle verbessern die Wärmedämmung und dämpfen den Trittschall, was vor allem die Nachbarn im Mehrfamilienhaus schätzen.

Als Schüttung dient die Systemschüttung des Herstellers oder Blähton. Der Hersteller gibt vor, welche Schüttung in welcher Höhe unter die Elemente darf. Bei grösseren Höhen bringt man sie in Lagen ein und verdichtet sie sorgfältig, sonst setzt sich der Boden später.

Auf den Trockenboden passen Laminat, Vinyl, Parkett, Teppich und Platten. Schwimmende Beläge kommen meist direkt auf die Elemente. Bei geklebten Belägen und Platten wird die Oberfläche in der Regel grundiert und je nach Belag gespachtelt. Unter Platten gehört ein flexibler Kleber, und diese Arbeit überlässt man gerne einem Plattenleger. Im Bad braucht es eine Abdichtung, denn Gipsfaser allein gehört nicht in den Nassbereich. Auch eine Bodenheizung lässt sich kombinieren, aber nur mit einem System, das der Hersteller für diesen Aufbau freigibt.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Am schnellsten geht es in einem leeren, rechtwinkligen Raum mit festem und einigermassen ebenem Untergrund. Mehr Aufwand bedeuten:

  • Entfernen alter Schichten, Kleberreste und Pappe
  • Grosse Höhenunterschiede, die eine dicke Schüttung verlangen
  • Verwinkelte Grundrisse mit Nischen, schmalen Gängen und Übergängen in andere Räume
  • Rohre und Kabel im Boden, um die herum man schneiden und sorgfältig schütten muss
  • Schwieriger Zugang, etwa wenn das Material ohne Lift in obere Stockwerke getragen werden muss

In älteren Häusern mit Holzbalkendecke lohnt es sich, zuerst den Zustand der Balken anzuschauen. Federt die Decke spürbar oder sind die Balken befallen, sollte ein Bauingenieur sie beurteilen. Im Stockwerkeigentum ist es sinnvoll, die Liegenschaftsverwaltung und die Nachbarn früh über die Arbeiten zu informieren, vor allem wegen Lärm und Trittschall. Neue elektrische Leitungen im Boden darf nur eine Elektroinstallateurin oder ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV verlegen.

Typische Fehler, die sich später rächen

  • Fehlender Randdämmstreifen. Der Boden berührt die Wände, überträgt Schall, und bei Bewegungen im Material können Fugen reissen.
  • Schlecht verdichtete Schüttung. Sie setzt sich mit der Zeit, der Boden gibt stellenweise nach oder knarrt.
  • Systemfremde Schüttung. Sand oder ungeprüfte Materialien sind oft nicht stabil genug.
  • Weggelassene Folie. Die Schüttung rieselt durch Ritzen oder zieht Feuchtigkeit von unten.
  • Lose Kabel in der Schüttung. Leitungen gehören in Schutzrohre und dürfen keine Erhebungen bilden.
  • Nicht abgeschnittener Stufenfalz an der Wand. Der Rand des Elements liegt dann hohl und knarrt oder bricht an der Wand.
  • Zu wenig Kleber im Falz. Die Elemente bewegen sich gegeneinander, und die Fuge öffnet sich mit der Zeit.

Anleitung für Heimwerker: Rigidur-Elemente verlegen

Haben Sie einen festen Untergrund, eine genaue Wasserwaage oder einen Laser und etwas Geduld, schaffen Sie die Verlegung auch selbst. Bei einer Holzdecke mit unklarer Tragfähigkeit oder bei Leitungen im Boden holen Sie besser eine Fachperson. Lesen Sie die Verlegeanleitung des Herstellers vorher durch, sie geht dieser Beschreibung vor.

  1. Raum ausräumen, alten Belag entfernen und Untergrund absaugen.
  2. Höchsten Punkt des Bodens einmessen und die Höhe des fertigen Bodens samt Belag und Türübergängen festlegen.
  3. Folie mit Überlappung auslegen und an den Wänden hochziehen.
  4. Randdämmstreifen rundum ankleben.
  5. Lehren setzen, Schüttung einbringen, mit der Latte abziehen und verdichten.
  6. Elemente abschnittweise verlegen und dabei nur auf bereits verlegte Platten treten.
  7. Bei der ersten Reihe den Stufenfalz abschneiden und die Reihe entlang der geraden Wand auslegen.
  8. Kleber in zwei Raupen auf den Falz auftragen, nächstes Element einlegen und die Fuge mit Schrauben oder Klammern sichern.
  9. Jede neue Reihe versetzen, damit die Querfugen nicht auf einer Linie liegen.
  10. Ebenheit laufend mit einer langen Latte prüfen, nicht erst am Schluss.
  11. Nach dem Aushärten Kleberreste abstossen und die Fläche absaugen.

So prüfen Sie den fertigen Boden

  • Der Boden ist eben, die Latte liegt nirgends deutlich hohl und kippelt nicht
  • Beim Gehen knarrt nichts und die Elemente geben nicht nach
  • Der Randdämmstreifen läuft rundum und der Boden berührt nirgends die Wand
  • Die Fugen sind verklebt, gesichert und frei von ausgetretenem Kleber
  • Die Querfugen sind in benachbarten Reihen versetzt
  • Die Bodenhöhe passt zu Übergängen und Türen
  • Bei Bodenheizung entspricht der Aufbau den Herstellerangaben und Rohre oder Kabel sind unbeschädigt
  • Sie haben vom Unternehmer Angaben zum verwendeten System erhalten und wissen, welcher Belag und welcher Kleber darauf passen

Häufige Fragen

In einer normalen Wohnung sind Schüttung und Elemente meist in ein bis zwei Tagen verlegt. Den Belag können Sie verlegen, sobald der Kleber in den Fugen ausgehärtet ist, ohne wochenlanges Warten wie beim Unterlagsboden.

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