Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Betonuntergrund schleifen

Beim Schleifen des Betonuntergrunds wird die Oberfläche für einen neuen Bodenbelag vorbereitet. Eine Diamantschleifmaschine trägt vorstehende Stellen, die schwache oberste Betonschicht und Reste von alten Klebern oder Anstrichen ab. Nötig ist das vor allem bei Renovationen: Unter dem herausgerissenen alten Belag kommt oft ein holpriger od

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·14 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
11.35 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
9.02 CHF - 14.80 CHF
Wohnung 60 m²
1701.90 CHF
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Bodenbeläge14 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Schleifen des Betonuntergrundesm²11.35 CHF-
Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauenm²5.30 CHF-
Sockelleisten demontierenlfm2.27 CHF-
Verklebtes Linoleum entfernenm²8.50 CHF-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²4.54 CHF-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²3.22 CHF-
Grundierung des Untergrundesm²2.46 CHF-
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²12.30 CHF-
Randdämmstreifen umlaufendlfm2.08 CHF-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²11.35 CHF-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²-
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²-
Bitumenbahn aufgeschweisst (1 Lage)m²-
Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübelnStk.34.03 CHF-
Summe Arbeit
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Wann das Schleifen sinnvoll ist und wann es nicht reicht

Die Schleifmaschine bearbeitet die Oberfläche. Grosse Höhenunterschiede gleicht sie nicht aus. Mit kleinen Buckeln, ausgelaufenem Beton an den Wänden und Resten von Kleber, Farbe oder alter Spachtelmasse kommt sie gut zurecht. Sie raut auch zu glatten Beton auf. Dann haften Grundierung, Ausgleichsmasse oder Kleber besser.

Ein Schliff lohnt sich vor allem, wenn:

  • Reste des alten Belags, Klebers oder Anstrichs auf dem Untergrund kleben
  • Sie Erhebungen und Kanten mit der Hand spüren
  • der Beton an der Oberfläche weich und staubig ist oder absandet
  • der Beton ungleichmässig saugt: Ein Wassertropfen versickert an einer Stelle sofort und bleibt an einer anderen stehen

Ist der Boden aber abgesenkt, hat er Mulden oder fällt eine Raumseite ab, hilft Schleifen allein nicht. Messen Sie die Unebenheiten deshalb mit einer langen Latte. Unter schwimmend verlegten Böden gilt oft eine Toleranz von rund 2 bis 3 mm auf 2 Meter. Unter Vinyl oder verklebten Belägen ist die Anforderung meist strenger. Den genauen Wert legt der Hersteller des Belags fest. Ist die Abweichung grösser, folgen nach dem Schleifen eine Grundierung und eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse. Der Schliff ist also oft der erste Schritt, aber nicht immer der einzige.

So läuft das Schleifen Schritt für Schritt ab

Zuerst prüft die Fachperson den Untergrund. Mit Latte oder Laser findet sie erhöhte Stellen. Durch Abklopfen mit einem kleinen Hammer zeigen sich hohle und lose Bereiche. Risse und Ausbrüche werden markiert und später repariert. Liegt alter Kleber auf dem Boden, muss zuerst klar sein, um welches Material es sich handelt. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt über Fehler.

Danach folgt der eigentliche Schliff. Dafür braucht es eine Einscheiben- oder Planetenschleifmaschine mit Diamantsegmenten, angeschlossen an einen Industriesauger. Grobe Segmente nehmen Kleber und Erhebungen weg, feinere machen die Oberfläche gleichmässig. Ränder an den Wänden, Ecken und die Bereiche um Rohre schleift man mit einer kleineren Handschleifmaschine und einem Diamant-Topfscheibe nach. Die grosse Maschine kommt nicht bis an die Wand.

Zum Schluss wird der Untergrund gründlich abgesaugt, am besten zweimal. Staub in den Poren würde die Haftung der nächsten Schichten verschlechtern. Direkt danach trägt man meist die Grundierung auf. Sie senkt die Saugfähigkeit des Betons und bereitet ihn auf Ausgleichsmasse oder Kleber vor.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Wenig Aufwand macht fester, nur leicht verschmutzter Beton in einem grossen, leeren Raum. Die Maschine läuft gleichmässig, und von Hand bleibt wenig nachzuschleifen. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten verursachen vor allem diese Punkte:

  • Dicke Schichten alter Kleber sowie Gummi- oder Bitumenreste, die die Segmente zusetzen
  • Kleine, verwinkelte Räume, in denen die Handarbeit an den Wänden überwiegt
  • Sehr harter Beton, der andere Segmente und mehr Durchgänge braucht
  • Beschädigter Untergrund mit Rissen und losen Stellen, die zuerst repariert werden müssen
  • Möbel, Türzargen oder Schwellen, die geschützt oder umfahren werden müssen
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, wo Türen sorgfältig abgedichtet und Staub sowie Lärm begrenzt werden müssen

Im Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum informieren Sie Liegenschaftsverwaltung, Hauswart und Nachbarn am besten vorher. Die Maschine ist laut, und die Hausordnung regelt oft, zu welchen Zeiten lärmige Arbeiten erlaubt sind.

Typische Fehler

In der Praxis wird oft nur die Raummitte sauber geschliffen, die Ränder kommen zu kurz. Beim Verlegen liegen die Dielen an der Wand dann nicht satt auf, oder die Klickverbindungen passen nicht. Ein zweiter häufiger Fehler ist Schleifen ohne Absaugung. Betonstaub enthält feinen Quarzstaub, der die Lunge schädigt. Zudem setzt er sich in der ganzen Wohnung ab.

Weitere Fehler, die man immer wieder sieht:

  • Eine Mulde schleifen, weil die Maschine zu lange an einer Stelle steht
  • Grosse Höhenunterschiede nur mit Schleifen statt mit Ausgleichsmasse beheben wollen
  • Den Staub vor dem Grundieren ungenügend absaugen
  • Die Grundierung weglassen, wodurch sich die Ausgleichsschicht später ablösen oder reissen kann
  • Unbekannten alten Kleber schleifen, ohne ihn vorher zu prüfen

Der letzte Punkt ist bei älteren Häusern und Wohnungen wichtig. Schwarze Bitumenkleber und manche alte Bodenbeläge können Asbest enthalten. Haben Sie einen Verdacht, lassen Sie eine Probe im Labor untersuchen. Asbesthaltige Materialien darf nur eine anerkannte Asbestsanierungsfirma entfernen, kein gewöhnlicher Bodenleger und auch kein Heimwerker.

Anleitung für Heimwerker: kleine Fläche mit gemieteter Maschine schleifen

Einen kleineren Raum mit festem Beton schaffen Sie auch selbst. Mieten Sie dafür eine Schleifmaschine mit passendem Sauger und nehmen Sie sich genug Zeit. Bei unbekannten alten Klebern, grossen Schäden oder einer grossen Fläche ziehen Sie besser eine Fachperson bei.

  1. Raum ausräumen, Türen, Lüftungsgitter und Verteilerkästen mit Folie abdecken und abkleben.
  2. Untergrund mit der Latte prüfen, erhöhte Stellen mit einem Filzstift markieren.
  3. Oberfläche mit einem kleinen Hammer abklopfen und lose Stellen herausspitzen.
  4. Atemschutzmaske FFP3, Schutzbrille, Gehörschutz und Arbeitsschuhe anziehen.
  5. Schleifmaschine an einen Industriesauger für Feinstaub anschliessen, zum Beispiel Staubklasse M oder H.
  6. In regelmässigen Bahnen mit leichter Überlappung schleifen, die Maschine nie an einer Stelle stehen lassen.
  7. Markierte Erhebungen mehrmals überfahren und laufend mit der Latte kontrollieren.
  8. Ränder und Ecken mit Handschleifmaschine, Diamant-Topfscheibe und Absaugung nachschleifen.
  9. Ganze Fläche zweimal gründlich absaugen.
  10. Grundierung nach Herstellerangaben auftragen und trocknen lassen.

So prüfen Sie den fertigen Untergrund

Gehen Sie den Untergrund vor dem Verlegen oder Ausgleichen selbst durch, auch wenn eine Firma geschliffen hat. Eine lange Latte, eine Taschenlampe flach über dem Boden und Ihre Hände genügen dafür.

  • Die Oberfläche ist fest, sandet nicht ab, und beim Kratzen mit einem Schlüssel entstehen keine tiefen Rillen
  • Unter der Latte gibt es in keiner Richtung grössere Spalten, als der Belagshersteller zulässt
  • Auf der Fläche sind keine Reste von Kleber, Farbe oder Fettflecken
  • Ränder, Ecken und Stellen um Rohre sind gleich gut geschliffen wie die Mitte
  • Nirgends sind Mulden vom Schleifen zu sehen
  • Der Untergrund ist gründlich abgesaugt, auf der Handfläche bleibt nach dem Darüberstreichen kein Staub
  • Risse und Ausbrüche sind repariert oder deutlich für die Reparatur markiert
  • Es ist abgemacht, ob als Nächstes Grundierung, Ausgleichsmasse oder direkt der Belag folgt

Häufige Fragen

Oft ja. Auf neuem Beton oder Unterlagsboden liegt meist eine dünne Zementhaut, die spröde ist und schlecht hält. Wird sie abgeschliffen, haften Grundierung, Ausgleichsmasse und Kleber besser. Ist die Oberfläche fest und sauber, reicht manchmal ein leichter Schliff.

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