Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Gerüst bis 10 m: Montage, Demontage und Miete

Ohne Gerüst lässt sich eine Fassade kaum dämmen. Diese Position umfasst drei Dinge: Anlieferung und Aufbau des Fassadengerüsts, die Miete während der Arbeiten und am Schluss Abbau und Abtransport. Mit einer Höhe bis 10 Meter decken Sie die meisten Einfamilienhäuser und kleineren Mehrfamilienhäuser ab.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 9.10/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 7.28 - CHF 11.83
Wohnung 60 m²
CHF 1365.24
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Gerüst bis 10 m: Montage, Demontage und Miete

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Wärmedämmung (WDVS)5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Ostatné práce
Fassadengerüst aufbauenm²CHF 9.10 / m²m²Menge eingeben-
Gerüstabbau nach Abschluss der WDVS-Arbeitenm²CHF 4.45 / m²m²Menge eingeben-
Gerüstmiete 100 m²TagCHF 30.20 / TagTagMenge eingeben-
Gerüstmiete 300 m²TagCHF 90.80 / TagTagMenge eingeben-
Gerüstmiete 1000 m²TagCHF 201.80 / TagTagMenge eingeben-
Summe Arbeit
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Was diese Leistung umfasst

Die Gerüstbaufirma liefert das Material und stellt das Gerüst rund ums Haus auf. Sie richtet sich dabei nach Höhe und Form der Fassade und nach den Arbeiten, die darauf gemacht werden. Danach bleibt das Gerüst stehen, solange die Handwerker arbeiten. Diese Zeit wird als Miete verrechnet. Ist die Fassade fertig, baut die Firma das Gerüst ab, verlädt es und fährt es weg.

Montage, Miete und Demontage stehen in der Offerte oft getrennt, manchmal auch mit dem Transport als eigener Position. Das ist für Sie von Vorteil, weil Sie genau sehen, wofür Sie bezahlen. Die Firma, die das Gerüst stellt, ist auch dafür verantwortlich, dass es standsicher, verankert und sicher ist. Massgebend ist unter anderem die Norm SN EN 12811-1 für Arbeitsgerüste. Die Suva stellt zudem Merkblätter zu Fassadengerüsten bereit, die gut erklären, worauf es ankommt.

Der Aufbau eines Fassadengerüsts gehört in die Hände ausgebildeter Gerüstbauer. Es ist Arbeit in der Höhe, und ein Fehler bei der Verankerung oder beim Seitenschutz kann zu einem Absturz führen. Ein Fassadengerüst selbst aufzustellen, ist deshalb keine gute Idee.

Welches Gerüst sich für die Wärmedämmung eignet

Bei Häusern bis 10 Meter kommen meist diese Gerüstarten zum Einsatz:

  • Fassaden-Rahmengerüst: die übliche Lösung für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser, schnell aufgebaut und mit bequemer Arbeitsfläche
  • Stahlrohrgerüst: passend für verwinkelte Fassaden, Erker, Giebel und ungewöhnliche Formen
  • Modulgerüst: lässt sich gut an komplizierte Grundrisse und höhere Lasten anpassen
  • Fahrbares Alugerüst: für kurze, punktuelle Arbeiten, nicht für eine ganze Fassadendämmung

Für eine verputzte Aussenwärmedämmung ist vor allem eines wichtig: Das Gerüst muss im richtigen Abstand zur Wand stehen. Es braucht Platz für die Dämmstärke und zusätzlich genug Raum, um bequem zu kleben, zu schleifen und zu verputzen. Steht das Gerüst zu nah, kann man nach dem Aufkleben der Platten kaum noch sauber arbeiten. Steht es zu weit weg, muss sich der Handwerker vorbeugen, und darunter leiden Qualität und Sicherheit. Teilen Sie der Firma deshalb früh mit, welche Dämmstärke geplant ist.

So laufen Montage und Demontage ab

Bei einem gewöhnlichen Einfamilienhaus sieht das in der Praxis etwa so aus:

  1. Die Firma besichtigt das Haus oder lässt sich Fotos und Masse der Fassade schicken.
  2. Termin, Lagerplatz für das Material und Zufahrt für den Lastwagen werden abgesprochen.
  3. Die Gerüstbauer bereiten den Untergrund vor und setzen Unterlagen und verstellbare Fussspindeln, damit die Rahmen auch auf unebenem Gelände senkrecht stehen.
  4. Sie bauen Lage für Lage Rahmen, Beläge, Geländer und Leitern zwischen den Gerüstlagen auf.
  5. Das Gerüst wird in regelmässigen Abständen an der Wand verankert, so wie es der Hersteller des Systems vorgibt.
  6. Bei Bedarf wird ein Schutznetz gespannt, das den frischen Putz vor Wind und direkter Sonne schützt.
  7. Das Gerüst wird zur Benutzung übergeben, und die Firma erklärt, was daran nicht verändert werden darf.
  8. Ist die Fassade fertig, wird das Gerüst in umgekehrter Reihenfolge abgebaut und abtransportiert, und die Umgebung wird aufgeräumt.

Bei einem Einfamilienhaus dauert der Aufbau meist etwa einen Tag, der Abbau ungefähr gleich lang. Eine verwinkelte Fassade, eine Hanglage oder ein enges Grundstück verlängern die Arbeit.

Denken Sie bei der Wärmedämmung an die Gerüstanker. Sie sitzen in der Wand und gehen durch die spätere Dämmung hindurch. Die Fassadenbauer schneiden die Platten um die Anker herum zu. Nach dem Abbau müssen die Ankerlöcher sorgfältig verschlossen werden, sonst entstehen dort Wärmebrücken und Wasser kann in die Fassade eindringen. Klären Sie vorher, wer diese Löcher schliesst.

Was den Auftrag einfacher oder aufwendiger macht

Der Aufwand und damit der Gesamtbetrag hängen von einigen Punkten ab:

  • Fassadenfläche: Ein grösseres Haus braucht mehr Material und Arbeit, bei grösseren Aufträgen fällt der Preis pro Quadratmeter aber oft günstiger aus
  • Form des Hauses: Gerade Wände sind einfach, Lukarnen, Ecken, Balkone und Giebel brauchen mehr Zeit
  • Gelände und Zufahrt: Hanglage, eine schmale Strasse, ein Zaun direkt am Haus oder Nachbargebäude erschweren den Aufbau
  • Mietdauer: Jeder zusätzliche Tag kostet, deshalb lohnt sich ein guter Terminplan
  • Distanz: Der Transport wird meist nach Kilometern für Hin- und Rückweg berechnet
  • Zusatzteile: Schutznetze, Konsolen zur Verbreiterung des Belags oder ein Bauaufzug

Warum lohnt sich eine genaue Terminplanung? Das Gerüst steht, und Sie zahlen dafür auch an Tagen, an denen an der Fassade gerade nichts passiert. Ideal ist, wenn die Gerüstbauer kurz vor dem Fassadenbauer kommen und nicht eine Woche vorher.

Nachbarn und Mehrfamilienhäuser

Ragt das Gerüst auf das Nachbargrundstück, sprechen Sie frühzeitig mit den Nachbarn und halten Sie die Abmachung am besten schriftlich fest. Das erspart später Ärger, etwa wegen eines beschädigten Gartens oder eines versperrten Zugangs.

In einem Mehrfamilienhaus mit Stockwerkeigentum wird über Gerüst und Fassadendämmung gemeinsam entschieden. Die Organisation übernimmt meist die Liegenschaftsverwaltung, im Alltag hilft oft der Hauswart. Die Bewohner sollten wissen, dass das Gerüst vor Fenstern und Balkonen steht und dass sie ihre Fenster sichern sollten, denn ein Gerüst ist auch ein möglicher Einstieg für Einbrecher.

Typische Fehler bei der Bestellung

Häufig sieht man, dass nur ein Teil der Fassade eingerüstet wird und sich während der Arbeiten zeigt, dass noch eine weitere Wand dazukommt. Ein Nachrüsten bedeutet zusätzlichen Transport und zusätzliche Montage. Messen Sie deshalb die ganze Fassade aus und besprechen Sie mit der Firma alle Wände, die gedämmt werden.

Ein zweiter Fehler ist eine zu knapp bemessene Mietdauer. Schlechtes Wetter, verspätetes Material oder ein krankes Teammitglied verschieben die Arbeiten schnell. Einige Tage Reserve sind meist vernünftig.

Der dritte Fehler: Offerten nur nach dem Tagesansatz zu vergleichen. Vergleichen Sie den Gesamtbetrag für Montage, Miete, Demontage und Transport. Fragen Sie auch nach der Betriebshaftpflichtversicherung und nach der Ausbildung der Gerüstbauer. Im Frühling und Herbst sind die Agenden voll, reservieren Sie den Termin deshalb einige Wochen im Voraus.

Kontrolle bei der Übergabe und nach dem Abbau

Prüfen Sie bei der Übergabe des Gerüsts und nach dem Abtransport:

  • Das Gerüst steht senkrecht, die Fussspindeln stehen auf festen Unterlagen
  • Die Anker sind über die ganze Höhe und Länge gesetzt, nichts wackelt
  • Die Beläge sind vollständig, ohne Lücken und fest verlegt
  • Geländer und Bordbretter sind auf jeder Arbeitslage vorhanden
  • Der Abstand zur Wand passt zur geplanten Dämmstärke
  • Die Aufstiege über die Leitern sind sicher und frei
  • Das Schutznetz ist fest montiert, falls es bestellt wurde
  • Nach dem Abbau ist klar, wer die Ankerlöcher verschliesst
  • Die Umgebung ist aufgeräumt, Rasen, Plattenbelag und Zaun sind unbeschädigt

Häufige Fragen

Bei einem Fassadengerüst ist davon abzuraten. Es ist Arbeit in der Höhe, die ausgebildete Gerüstbauer machen sollten. Passiert auf einem selbst gebauten Gerüst ein Unfall, können Sie als Auftraggeber in der Verantwortung stehen.

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