Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Fassadendämmung mit Polystyrol (vollflächige Verklebung)

Bei einer Fassadendämmung mit Polystyrol entsteht eine Kompaktfassade, fachlich ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Dabei werden Platten aus expandiertem Polystyrol (EPS) auf die Aussenwand geklebt und mit Dübeln befestigt. Darauf kommen eine Armierungsschicht mit Gewebe und zum Schluss der Deckputz. Vollflächige Verklebung heisst: Der Kle

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
44.52 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
35.53 CHF - 57.94 CHF
Wohnung 60 m²
6678.33 CHF
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²44.52 CHF-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²51.94 CHF-
WDVS-Montage bis 20 cmm²24.10 CHF-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm5.56 CHF-
Decken- / Dachbodendämmungm²18.55 CHF-
Dampfsperrem²7.42 CHF-
Aussen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm2.04 CHF-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1.50 CHF-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm2.04 CHF-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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So läuft die Dämmung Schritt für Schritt ab

Eine Fassadendämmung besteht aus mehreren Arbeitsschritten, die aufeinander aufbauen. Jeder Schritt braucht passendes Wetter und genug Zeit zum Trocknen. Wird ein Schritt überhastet, zeigt sich das oft erst nach dem ersten Winter.

Untergrund vorbereiten

Die Wand muss tragfähig, trocken und sauber sein. Staub, Fett, Moos und Algen müssen weg, ebenso jeder Putz, der sandet oder hohl klingt. Risse und ausgebrochene Stellen bessert der Fachmann aus und lässt sie trocknen. Saugt der Untergrund stark, etwa bei Porenbeton oder altem Kalkputz, braucht er eine Grundierung. Sonst trocknet der Kleber zu schnell. Für die vollflächige Verklebung ist zudem wichtig, wie eben die Wand ist. Die gezahnte Kleberschicht ist dünn und gleicht grössere Unebenheiten nicht aus. Eine schiefe Wand muss deshalb zuerst ausgeglichen werden. Andernfalls wählt man die Verklebung mit Randwulst und Punkten.

Sockelprofil setzen und Platten kleben

Entlang der unteren Kante wird ein Sockelprofil montiert. Darauf stützt sich die erste Plattenreihe, und das Profil schützt gleichzeitig die untere Dämmkante. Den Kleber rührt man nach Herstellerangabe an, zieht ihn mit der Zahntraufel auf die Platte auf und drückt die Platte sofort an die Wand. Auf die Plattenränder gehört kein Kleber. Die Platten werden im Verband verlegt wie Mauersteine, damit die senkrechten Fugen benachbarter Reihen nicht übereinanderliegen. An den Hausecken greifen die Platten abwechselnd ineinander. Bei Fenstern schneidet man die Platten L-förmig zu, damit keine Fuge genau in der Ecke der Öffnung beginnt.

Dübeln, Armieren und Verputzen

Ist der Kleber fest, je nach Wetter meist nach ein bis drei Tagen, wird die Dämmung mit Fassadendübeln befestigt. Wie viele Dübel es braucht und wo sie sitzen, legt die Planung oder der Dübelplan des Herstellers fest. Massgebend sind Gebäudehöhe, Mauerwerk und Windlast. An Rändern und Ecken braucht es in der Regel mehr Dübel. Danach werden die Platten eben geschliffen. In den frischen Armierungsmörtel wird ein Glasfasergewebe eingebettet, und zwar vollständig. Die Bahnen überlappen sich ungefähr 10 cm. An den Fensterecken kommen schräge Gewebestreifen dazu, an den Kanten Eckprofile mit Gewebe. Nach dem Trocknen folgen Grundierung und Deckputz in der gewünschten Struktur und Farbe.

Material und Varianten: was wofür passt

  • Weisses Fassaden-EPS ist der bewährte Standard für die meisten Einfamilienhäuser.
  • Graues EPS mit Grafit dämmt bei gleicher Dicke besser, Sie kommen also mit einer dünneren Platte aus. In der Sonne heizt es sich aber stärker auf und muss während der Montage mit einem Gerüstnetz beschattet werden.
  • XPS oder Sockel-EPS kommt an den Sockel und unter das Terrain, wo mehr Wasser und Stösse auftreten.
  • Steinwolle ist die Alternative, wenn der Brandschutz es verlangt oder wenn Sie einen diffusionsoffeneren Aufbau möchten. Bei höheren Gebäuden schreiben die Brandschutzvorschriften oft mindestens Brandriegel aus Steinwolle vor.

Die Dämmdicke sollten Sie nicht schätzen. Die Norm SIA 380/1 beschreibt die Anforderungen an den Wärmeschutz, und eine Planerin oder ein Energieberater rechnet daraus die passende Dicke für Ihre Wand. Bei Einfamilienhäusern sind heute oft rund 16 bis 20 cm üblich, teils mehr. Zwischen dünnerer und dickerer Platte ist der Materialunterschied meist klein, die Arbeit bleibt fast gleich, und nachträglich lässt sich nichts mehr ergänzen.

Kleber, Dübel, Gewebe, Grundierung und Putz sollten als ein System vom selben Hersteller kommen. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt und zusammen geprüft. Wer Marken mischt, riskiert bei einem Schaden, ohne Garantie dazustehen.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Am meisten zählt, wie gegliedert die Fassade ist. Eine grosse, gerade Wand geht schnell. Jedes Fenster, jede Ecke, jeder Erker, Balkon oder Sims bedeutet Zuschnitt, Profile und mehr Zeit. Ein älteres Haus mit losem Putz oder schiefen Wänden braucht eine Sanierung und einen Ausgleich, noch bevor die erste Platte klebt. Zusätzlichen Aufwand verursachen:

  • ein Gerüst an einer hohen oder schwer zugänglichen Fassade,
  • Demontage und Wiedermontage von Fensterblechen, Dachrinnen, Leuchten, Satellitenschüssel oder Aussengerät einer Wärmepumpe oder Klimaanlage,
  • Gasleitungen oder ein Kasten mit dem Gashaupthahn an der Fassade,
  • eine dickere Dämmung, für die der Spengler neue, breitere Fensterbleche anfertigen muss.

Gasinstallationen an der Fassade darf nur eine konzessionierte Fachperson anpassen, beim Hausanschluss zusammen mit dem örtlichen Gasversorger. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, verlassen Sie den Gefahrenbereich und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an. Leuchten und Steckdosen an der Fassade versetzt eine Elektroinstallateurin mit Bewilligung nach NIV.

Stockwerkeigentum und Fördergelder

Im Stockwerkeigentum entscheidet die Eigentümergemeinschaft über die Fassadendämmung. Die Liegenschaftsverwaltung organisiert danach die Arbeiten und koordiniert mit dem Hauswart.

Wenn Sie Fördergelder beantragen möchten, etwa aus dem Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen, klären Sie die aktuellen Bedingungen Ihres Kantons im Voraus. Das Gesuch muss in der Regel vor Arbeitsbeginn eingereicht sein. Für eine Dämmung, die schon fertig ist, gibt es meist keinen Beitrag mehr.

Typische Fehler beim Dämmen

  • Kleben auf staubigen oder losen Untergrund. Der Kleber haftet am Staub statt an der Wand, und die Platten lösen sich mit der Zeit.
  • Vollflächig kleben auf einer schiefen Wand. Die Platte berührt nur die Erhebungen, dahinter bleiben Hohlräume. Darin zirkuliert Luft, die Dämmung verliert an Wirkung, und bei starkem Wind kann sie abreissen.
  • Platten ohne Verband und Fugen mit Resten gefüllt. Im Putz zeigen sich dann Risse, die genau den Fugen folgen. Schmale Fugen füllt man nur mit dafür vorgesehenem, niedrig expandierendem Schaum, breitere mit einem Streifen Dämmstoff.
  • Arbeiten bei ungeeignetem Wetter. Unter +5 °C bindet der Kleber nicht richtig ab. In praller Sonne und Hitze trocknet er dagegen, bevor die Platte angedrückt ist. Die obere Temperaturgrenze nennt der Hersteller, meist etwa +25 bis +30 °C. Auch Regen und starker Wind schaden.
  • Zu wenige oder falsch gesetzte Dübel. Das Problem zeigt sich erst nach einem Sturm, vor allem an exponierten Stellen.
  • Fehlende Profile und Verstärkungen an Fenstern. Ohne schräge Gewebestreifen und Anschlussprofile reisst der Putz genau in den Fensterecken.
  • Polystyrol lange ohne Putz stehen lassen. Die Sonne schädigt die Plattenoberfläche, und der Armierungsmörtel haftet danach schlechter.

So prüfen Sie die fertige Dämmung

Gehen Sie bei der Abnahme die Fassade bei Tageslicht ab, idealerweise auch bei schräg einfallender Sonne. Dann sieht man Unebenheiten gut. Achten Sie vor allem auf diese Punkte:

  • Der Putz ist eben, ohne Wellen, Blasen und sichtbare Umrisse von Platten oder Dübeln
  • Die Fassade hat keine Risse, besonders nicht in den Ecken von Fenstern und Türen
  • Hausecken und Leibungen sind gerade und mit Eckprofilen ausgeführt
  • Der Anschluss an die Fenster ist mit Dichtband oder Anschlussprofil gemacht, nicht nur verstrichen
  • Der Sockel besteht aus wasserbeständigem Material, und das Sockelprofil verläuft gerade
  • Die Fensterbleche stehen genug vor, haben eine Tropfkante, und das Wasser läuft von der Fassade weg
  • Die Putzfarbe ist gleichmässig, ohne Flecken und sichtbare Ansätze
  • Sie haben von der Firma schriftlich das verwendete System, die Dämmdicke, die Garantiebedingungen und allenfalls die Unterlagen für das Fördergesuch erhalten

Häufige Fragen

Auf einer ebenen Wand sorgt die vollflächige Verklebung für sehr guten Kontakt zwischen Platte und Untergrund und lässt kaum Luft hinter die Dämmung. Auf unebenem Mauerwerk eignet sich die Verklebung mit Randwulst und Punkten besser, weil sie Unebenheiten ausgleicht. Welche Methode passt, entscheiden der Zustand der Wand und die Vorgaben des Systemherstellers.

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