Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Aussendünnputz Abrieb 2 mm

Ein Aussendünnputz mit Abriebstruktur ist die letzte, sichtbare Schicht einer Fassade. Meist kommt er auf eine verputzte Aussenwärmedämmung, also auf den Grundputz mit eingebettetem Armierungsgewebe. Auf einem festen, glatten Altputz lässt er sich ebenfalls verwenden. Die Angabe 2 mm bezeichnet die Korngrösse, und die Schicht ist ungefähr

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
16.70 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
7.42 CHF - 51.94 CHF
Wohnung 60 m²
2504.50 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Aussen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²44.52 CHF-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²51.94 CHF-
WDVS-Montage bis 20 cmm²24.10 CHF-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm5.56 CHF-
Decken- / Dachbodendämmungm²18.55 CHF-
Dampfsperrem²7.42 CHF-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm2.04 CHF-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1.50 CHF-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm2.04 CHF-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

So wird der Abrieb Schritt für Schritt aufgetragen

Die Arbeit sieht einfach aus. Das Ergebnis hängt aber von der Reihenfolge, von den Wartezeiten und vom Wetter ab. Der Gipser geht in der Regel so vor:

  1. Untergrund prüfen. Er muss fest, trocken, sauber und staubfrei sein. Bei einer Dämmung muss die Armierungsschicht genügend ausgehärtet sein, laut Hersteller meist einige Tage.
  2. Grundierung auftragen, die zum gewählten Putz gehört. Sie gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung. Vor dem Verputzen muss sie vollständig trocken sein.
  3. Material vorbereiten. Pastöse Putze werden nur aufgerührt. Mineralische Trockenmörtel werden mit genau abgemessenem Wasser angemacht, immer mit derselben Menge, damit die ganze Fläche denselben Farbton bekommt.
  4. Putz mit der Chromstahlkelle in Kornstärke aufziehen.
  5. Solange das Material frisch ist, mit der Kunststofftaloche in kreisenden Bewegungen abreiben. So verteilen sich die Körner gleichmässig, und es entsteht die typische feinkörnige Abriebstruktur.
  6. Jede zusammenhängende Fläche, zum Beispiel eine Wand von Ecke zu Ecke, ohne Unterbruch fertig machen. Gearbeitet wird nass in nass.
  7. Frischen Putz vor Regen, direkter Sonne und Wind schützen, meist mindestens ein bis zwei Tage.

Beim Wetter lohnt sich Vorsicht. Putz, Untergrund und Luft sollten während der Arbeit und beim Trocknen ungefähr zwischen +5 °C und +25 °C liegen. Die genauen Grenzen stehen im technischen Merkblatt des Herstellers. Ideal ist bedecktes, windstilles Wetter. Auf einer aufgeheizten Südfassade trocknet das Material so schnell, dass es sich kaum noch sauber abreiben lässt.

Mineralisch, Silikon oder Silikat: welcher Putz passt

Den Abrieb mit 2 mm Korn gibt es in mehreren Putzarten. Sie sehen ähnlich aus, verhalten sich aber unterschiedlich.

  • Mineralputz basiert auf Zement und Kalk. Er ist dampfdurchlässig, nicht brennbar und wehrt dank seiner Alkalität anfangs Algen ab. Er wird als Trockenmörtel geliefert, meist in Weiss oder wenigen Farbtönen, und nach dem Aushärten in der Regel mit Fassadenfarbe gestrichen
  • Silikonharzputz weist Wasser sehr gut ab. Regen perlt ab und nimmt Staub mit, deshalb bleibt die Fassade länger sauber. Er ist elastisch und farbbeständig und eignet sich für schattige Lagen, Fassaden in der Nähe von Bäumen und Flächen mit viel Schlagregen
  • Silikatputz ist gut dampfdurchlässig und witterungsbeständig. Er ist anspruchsvoller in der Verarbeitung, weil er schnell anzieht und eine geübte Hand braucht
  • Kunstharzputz (Acrylat) ist elastisch und in vielen Farbtönen erhältlich. Er lässt aber deutlich weniger Dampf durch, deshalb wird er auf Mineralwolle meist nicht eingesetzt

Bei einer Dämmung aus Mineralwolle wählt man einen gut dampfdurchlässigen Putz, also mineralisch, Silikat oder Silikon. Auf EPS sind alle Arten möglich. Bleiben Sie wenn möglich bei einem Dämmsystem eines einzigen Herstellers: Klebemörtel, Armierung, Grundierung und Deckputz sind aufeinander abgestimmt. Werden Komponenten gemischt, übernimmt der Hersteller oft keine Garantie.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Wie aufwendig die Arbeit ist und damit auch, was sie kostet, hängt von mehreren Punkten ab:

  • Zustand des Untergrunds: Eine ebene, frisch armierte Fläche ist der einfachste Fall. Eine alte Fassade muss zuerst gereinigt, von Algen befreit, an Rissen ausgebessert und manchmal ausgeglichen werden
  • Gliederung der Fassade: Viele Fenster, Ecken, Gesimse und Fensterbänke bedeuten mehr Anschlüsse und Detailarbeit
  • Zugang und Höhe: Bei höheren Häusern braucht es ein Gerüst und Arbeit in der Höhe
  • Grösse der zusammenhängenden Flächen: Eine grosse Wand müssen mehrere Personen gleichzeitig ohne Pause bearbeiten
  • Wetter und Termin: Bei ungeeignetem Wetter darf nicht verputzt werden, deshalb kann sich der Termin verschieben
  • Farbton: Dunkle und kräftige Farben stellen höhere Ansprüche an das Material und an eine gleichmässige Verarbeitung

Wer ohnehin dämmt, sollte sich frühzeitig über das Gebäudeprogramm und kantonale Förderbeiträge informieren. Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Kanton und gelten meist nur, wenn das Gesuch vor Baubeginn eingereicht wird.

Fehler, die sich erst später zeigen

Die meisten Fehler sieht man nicht sofort. Sie zeigen sich nach dem ersten Winter oder nach einigen Jahren. In der Praxis wiederholen sich vor allem diese:

  • Ansätze und Flecken: Die Arbeit wurde mitten in der Wand unterbrochen oder in der prallen Sonne ausgeführt, und nach dem Trocknen bleiben sichtbare Streifen
  • Zu spätes Abreiben: Das Material hat schon angezogen, die Körner werden herausgerissen und die Struktur wird ungleichmässig
  • Verputzen auf feuchte oder nicht ausgehärtete Armierung: Es drohen Ausblühungen, Risse und schlechtere Haftung
  • Fehlende Grundierung: Der Untergrund saugt dem Putz das Wasser ungleichmässig ab, das gibt Farbunterschiede und eine schwächere Festigkeit
  • Fehlende Diagonalarmierung an Fensterecken: Das ist zwar ein Fehler im Untergrund, die Risse erscheinen aber genau im Deckputz
  • Zu dunkler Farbton auf der Dämmung: Eine dunkle Fläche heizt sich in der Sonne stark auf, und die Dämmung kann Schaden nehmen. Die Systemhersteller geben deshalb einen minimalen Hellbezugswert (HBW) vor. Bei dunklen Farben sollten Sie ihn immer prüfen lassen

So prüfen Sie die fertige Fassade

Schauen Sie sich die Fläche tagsüber bei Streiflicht an, wenn die Sonne schräg über die Wand scheint. Dann sehen Sie Unebenheiten und Ansätze am deutlichsten. Bei der Abnahme achten Sie auf Folgendes:

  • Die Struktur ist auf der ganzen Fläche gleichmässig, ohne kahle Stellen und ohne Kornanhäufungen
  • An den Wänden sind keine Streifen, Ansätze oder Flecken in anderem Farbton zu sehen
  • Der Putz ist an Fenstern, Fensterbänken, Sockel und Profilen sauber abgeschlossen
  • Um Fenster und in Ecken gibt es keine Haarrisse
  • Fenster, Fensterbänke und Beläge sind von Putzresten gereinigt
  • Sie haben vom Unternehmer Angaben zum verwendeten System, zur Putzart und zur Chargennummer
  • Sie wissen, wann und womit die Fassade gestrichen werden darf und wie sie gepflegt wird

Häufige Fragen

Beim Abrieb haben die Körner dieselbe Grösse, und durch das kreisende Abreiben entsteht eine gleichmässig körnige Fläche. Rillenputz enthält grössere Körner, die beim Abreiben mitrollen und feine Rillen ziehen. Technisch sind beide vergleichbar, der Unterschied liegt vor allem im Aussehen. In den Rillen hält sich Staub allerdings etwas mehr.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.