Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dämmung | ||||
| Dämmung der Fensterlaibungen (XPS) | lfm | 5.56 CHF | - | |
| Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung) | m² | 44.52 CHF | - | |
| Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung) | m² | 51.94 CHF | - | |
| WDVS-Montage bis 20 cm | m² | 24.10 CHF | - | |
| Decken- / Dachbodendämmung | m² | 18.55 CHF | - | |
| Dampfsperre | m² | 7.42 CHF | - | |
| Aussen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm) | m² | - | ||
| Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehen | m² | - | ||
| Montage PVC-Eckprofil | lfm | 2.04 CHF | - | |
| APU-Anputzleiste mit Gewebe setzen | lfm | 1.50 CHF | - | |
| Sturzprofil mit Tropfkante | lfm | 2.04 CHF | - | |
| PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig) | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm) | m² | - | ||
Warum für die Leibung meist XPS gewählt wird
XPS (extrudiertes Polystyrol) ist eine feste Platte mit geschlossenen Zellen. Im Vergleich zum weissen Polystyrol EPS nimmt es viel weniger Wasser auf, ist druckfester und behält seine Form besser. Bei gleicher Dicke dämmt es meist auch etwas besser. An der Leibung zählt das, denn der Platz ist knapp und rund ums Fenster ist es oft feuchter, etwa durch Regen an der Fensterbank oder durch Kondensat.
Üblich sind Platten von ungefähr 20 bis 50 mm Dicke. Wie viel Platz vorhanden ist, hängt vor allem davon ab, wie viel Fensterrahmen sichtbar bleibt. Die Dämmung darf weder die Beschläge verdecken noch das Öffnen des Flügels behindern. Geeignet sind Platten mit rauer oder geriffelter Oberfläche, denn auf glatten Platten halten Kleber und Grundputz schlechter. Eine glatte Platte muss vor dem Kleben aufgeraut werden.
So wird die Leibung mit XPS gedämmt
Zuerst wird der Untergrund vorbereitet. Loser Verputz, Staub und alte Anstriche müssen weg, saugende Untergründe wie Porenbeton werden grundiert. Die Platten werden genau zugeschnitten, und der Kleber kommt auf die Platte, nicht auf die Wand. Bei schmalen Leibungsstreifen wird er meist vollflächig mit der Zahnkelle aufgezogen. Bei breiteren Platten genügt ein umlaufender Wulst am Rand mit einigen Punkten in der Mitte. Die Platten werden dicht gestossen verlegt. Kleine Fugen füllt man mit niedrig expandierendem PU-Schaum, der für Polystyrol geeignet ist.
Ist der Kleber ausgehärtet, werden Unebenheiten abgeschliffen und der Staub entfernt. Dann folgt die Armierung: Grundputz auftragen, ein Glasfasergewebe einbetten und eine zweite, ausgleichende Schicht darüberziehen. An den Kanten werden Eckprofile mit Gewebe gesetzt. In die Ecken der Fensteröffnung kommen vor der flächigen Armierung schräge Gewebestreifen, sogenannte Diagonalarmierungen. Sie verhindern Risse, die dort sonst gern entstehen. Zum Schluss folgen Grundierung und Deckputz: aussen ein Putz, der zum Fassadensystem passt, innen ein üblicher Innenputz.
Anschluss an den Fensterrahmen
Zwischen Dämmung und Rahmen entsteht eine Fuge, und sie entscheidet darüber, ob der Anschluss auf Dauer dicht bleibt. Deshalb wird am Rahmen ein Anschlussprofil mit Dichtband und Gewebe aufgeklebt. Es nimmt die Bewegungen des Rahmens bei Temperaturwechseln auf. Nur Acryl oder Silikon in dieser Fuge reisst mit der Zeit. Bei der Fenstermontage sollte die Anschlussfuge innen mit einem dampfdichten und aussen mit einem dampfdurchlässigen Band geschützt sein. Fehlen diese Bänder, ersetzt die Leibungsdämmung sie nicht.
Anschluss an die Fassade
Ist die Fassade mit einer verputzten Aussenwärmedämmung (Kompaktfassade) gedämmt, muss die Leibungsdämmung lückenlos an die Wanddämmung anschliessen. Jede Lücke wird zur Wärmebrücke, genau dort, wo man sie nicht haben will. Gut abstimmen lässt sich das, wenn Fenster, Leibungen und Fassade im selben Auftrag ausgeführt werden. Bei einer umfassenden Fassadendämmung lohnt sich ausserdem ein Blick auf das kantonale Gebäudeprogramm, ob und unter welchen Bedingungen die Arbeiten unterstützt werden.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Einfach ist eine Leibung im Erdgeschoss mit ebenem, tragfähigem Untergrund, bei der das Fenster bereits sitzt und die Anschlussbänder am Rahmen in Ordnung sind. Aufwendiger und damit teurer wird es bei:
- Arbeit in der Höhe, die ein Gerüst oder eine Hebebühne braucht
- losem oder feuchtem Altputz, der abgeschlagen werden muss
- tief sitzenden Fenstern mit grosser Leibungsfläche
- unebenen, schiefen oder gerundeten Leibungen mit vielen Zuschnitten
- fehlenden Anschlussbändern am Rahmen oder beschädigter Fensterbank
- wenig sichtbarem Rahmen, wenn eine dünne Platte und sehr genaue Schnitte nötig sind
Typische Fehler
- Kleben auf staubigen, feuchten oder abblätternden Untergrund: Die Platten lösen sich oft schon nach dem ersten Winter
- Kleber, der nicht für XPS gedacht ist, oder lösemittelhaltiger Schaum, der die Platte angreift
- Fehlendes oder nur aufgelegtes Gewebe, das nicht im Grundputz eingebettet ist, sodass die Oberfläche reisst
- Fuge am Rahmen nur mit Dichtstoff verschlossen, ohne Anschlussprofil
- Arbeiten bei Frost, Regen oder praller Sonne, wenn der Kleber nicht richtig abbinden kann
- Zu kurze Wartezeiten zwischen den Schichten
- Zu dünne Platten, die die Leibung nur optisch abschliessen, während die Wärmebrücke bleibt
Anleitung für Heimwerker: Leibung am Erdgeschossfenster dämmen
Selbst Hand anlegen sollten Sie nur bei Fenstern, die Sie vom Boden oder von einem niedrigen, stabilen Podest aus erreichen. Arbeiten in der Höhe und den Anschluss an eine komplett neue Fassade überlassen Sie besser dem Fachbetrieb. Arbeiten Sie bei der Temperatur, die der Hersteller angibt, meist ungefähr zwischen +5 und +25 °C, und nicht bei Regen oder direkter Sonne.
- Prüfen, ob am Fensterrahmen Anschlussbänder vorhanden sind und ob der Untergrund fest und trocken ist.
- Losen Verputz, Staub und Fett entfernen, saugenden Untergrund grundieren.
- Jede Fläche einzeln ausmessen und die Platten zuschneiden, idealerweise mit einem Heissdrahtschneider.
- Glatte Plattenoberflächen aufrauen und Kleber für XPS auf die Platte auftragen.
- Platte andrücken, mit der Wasserwaage prüfen und ausrichten, solange der Kleber noch nicht anzieht.
- Fugen zwischen den Platten mit PU-Schaum für Polystyrol füllen und nach dem Aushärten bündig abschneiden.
- Nach dem Aushärten des Klebers die Oberfläche abschleifen und gründlich abstauben.
- Anschlussprofil auf den Rahmen kleben, Eckprofile mit Gewebe an den Kanten setzen.
- Grundputz aufziehen, Gewebe mit Überlappung einbetten und nach dem Trocknen die Ausgleichsschicht auftragen.
- Nach der vorgeschriebenen Standzeit grundieren und den Deckputz auftragen.
So prüfen Sie die fertige Leibung
- Die Platten klingen beim Abklopfen nicht hohl und stehen nirgends ab
- Das Gewebe ist nirgends sichtbar und die Oberfläche hat keine Risse
- Die Kanten sind gerade, mit Eckprofil geschützt und ohne Ausbrüche
- Der Anschluss an den Rahmen ist sauber, mit Anschlussprofil und ohne Spalten
- Das Fenster lässt sich frei öffnen und die Dämmung verdeckt weder Beschläge noch Entwässerungsöffnungen
- Die Leibungsdämmung schliesst lückenlos an die Fassadendämmung an
- Die Fensterbank ist dicht angeschlossen und das Wasser läuft nach aussen, weg von der Wand
Häufige Fragen
Ja. Beide Schreibweisen meinen dieselbe Mauerfläche rund um das Fenster. In Plänen und Unterlagen der Fachleute finden Sie beide Formen.
Bei schmalen Leibungen werden die Platten meist nur geklebt. Ein Dübel lässt sich dort schlecht setzen und kann den Rahmen oder die Mauerkante beschädigen. Gedübelt wird eher bei breiten Flächen und schwachem Untergrund, nach den Angaben des Systemherstellers.
Bei Raumtemperatur meist mindestens ein bis zwei Tage, bei kühlem Wetter auch länger. Massgebend ist immer das technische Merkblatt des verwendeten Klebers und Grundputzes.
Ja, aber bauphysikalisch ist die Dämmung von aussen günstiger. Von innen wird gedämmt, wenn aussen nicht gearbeitet werden kann, etwa weil die Fassade unverändert bleiben soll. Dann muss die Dampfbremse sorgfältig gelöst sein, sonst droht Kondenswasser in der Wand.
Kleine Schäden lassen sich örtlich beheben: reinigen, die Platte bei Bedarf neu verkleben und den Grundputz mit Gewebe erneuern. Löst sich ein grosser Teil, ist es meist sinnvoller, die Leibung zu entfernen und auf tragfähigem Untergrund neu aufzubauen.
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