Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage PVC-Eckprofil

Ein PVC-Eckprofil ist ein schmales Profil in L-Form. Es kommt auf die Aussenecken von Wänden, damit die Kante gerade und stabil bleibt und der Putz dort nicht reisst. Meist braucht man es bei der Fassadendämmung. In der Schweiz spricht man dabei oft von einer verputzten Aussenwärmedämmung. Das Profil wird dort in die Armierungsschicht auf

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2.04 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
1.58 CHF - 2.70 CHF
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Montage PVC-Eckprofillfm2.04 CHF-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²44.52 CHF-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²51.94 CHF-
WDVS-Montage bis 20 cmm²24.10 CHF-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm5.56 CHF-
Decken- / Dachbodendämmungm²18.55 CHF-
Dampfsperrem²7.42 CHF-
Aussen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1.50 CHF-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm2.04 CHF-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Wozu ein Eckprofil dient

An der Ecke einer Wand stösst man am häufigsten an: mit der Einkaufstasche, dem Velo, dem Rasenmäher oder der Leiter. Verputz oder Spachtelmasse allein würden an einer scharfen Kante rasch abbrechen. Das Profil verstärkt die Kante und schützt sie.

Die zweite Aufgabe sieht man weniger. An der Ecke treffen zwei Flächen aufeinander. Im Putz entstehen dort Spannungen, zum Beispiel durch den Wechsel von Wärme und Frost. Ein Profil mit Gewebe verteilt diese Spannungen auf die Umgebung, und die Ecke reisst nicht.

Der dritte Grund ist das Aussehen. Eine lange, gerade und scharfe Kante lässt sich von Hand kaum ziehen. Das Profil gibt die Kante vor, und der Gipser nutzt es als Lehre, also als Führung für seine Latte.

PVC rostet nicht und verträgt Feuchtigkeit. An Fassaden und in Dämmsystemen nimmt man es deshalb häufiger als Metallprofile. Bei Metall können mit der Zeit Rostflecken durch den Putz kommen.

Profiltypen und wann welcher passt

  • PVC-Eckprofil mit Glasfasergewebe: Auf beiden Schenkeln ist ein Streifen Armierungsgewebe angebracht. Bei der verputzten Aussenwärmedämmung ist das der übliche Standard. Das Gewebe wird mit dem Flächengewebe der Fassade verbunden, und die Ecke wird so Teil der Armierungsschicht.
  • PVC-Eckprofil ohne Gewebe: Es hat nur gelochte Schenkel. Es eignet sich für Innenputze und für Ecken, die wenig beansprucht werden. Für Dämmsysteme taugt es nicht, weil die Armierung fehlt.
  • Profil mit verstellbarem Winkel: Es ist für Ecken gedacht, die keinen rechten Winkel haben, etwa bei schrägen Leibungen oder Erkern.
  • Tropfkantenprofil: Es kommt an untere Kanten, zum Beispiel über Fenstern oder an der Untersicht von Balkonen. Das Wasser tropft dort ab und läuft nicht an der Wand hinunter.
  • Bewegungsfugenprofile: Sie gehören nicht an jede Ecke. Man setzt sie dort ein, wo verschiedene Materialien aufeinandertreffen oder wo die Planung es vorsieht. So übertragen sich Bewegungen des Gebäudes nicht in den Putz.

Bei der Dämmung gilt eine einfache Regel: Verwenden Sie die Profile, die der Hersteller des Dämmsystems in seiner technischen Dokumentation nennt. Das System ist als Ganzes geprüft. Wild kombinierte Teile können seine Widerstandsfähigkeit schwächen.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

Der Ablauf hängt davon ab, ob das Profil in eine Dämmung oder in einen klassischen Verputz kommt. Das Prinzip bleibt gleich: ein ebener, tragfähiger Untergrund, genaues Setzen und genug Zeit zum Aushärten.

Bei der verputzten Aussenwärmedämmung

  1. Dämmplatten verkleben, verdübeln und an der Ecke bündig schleifen. An der Kante dürfen keine Absätze oder Lücken bleiben.
  2. Klebe- und Armierungsmörtel in der Breite der Profilschenkel auf die Ecke auftragen.
  3. Profil in den Mörtel drücken. Die Profilkante muss genau der Linie der Ecke folgen.
  4. Jeden Abschnitt mit Wasserwaage oder Latte prüfen, bei langen Ecken zusätzlich mit dem Senkblei.
  5. Gewebe des Profils in den Mörtel glätten, ohne Blasen und Falten.
  6. Flächengewebe der Fassade an das Profilgewebe anschliessen, mit der Überlappung nach Herstellerangabe, meist rund 10 cm.
  7. Ganze Fläche überspachteln und ausreichend aushärten lassen, bevor Grundierung und Deckputz folgen.

Beim klassischen Verputz

Auf Mauerwerk setzt man das Profil meist auf Batzen aus Putz- oder Gipsmörtel. Es wird ausgerichtet und muss anziehen. Erst dann wird die Ecke verputzt. Das Profil dient hier als Lehre, an der der Putz auf beiden Wandseiten abgezogen wird. Die Schicht unter dem Profil sollte so dick sein wie der Putz. Sonst entsteht an der Ecke ein Buckel oder eine Mulde.

Abschnitte verbinden

Ist die Ecke länger als ein Profil, stösst man die Abschnitte stumpf aneinander, ohne Lücke und ohne Überlappung. Das Gewebe an der Stossstelle sollte sich dagegen überlappen, damit die Armierung durchgehend ist.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig die Montage ist und was sie am Ende kostet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Gliederung der Fassade: Ein Haus mit einfachem Grundriss hat wenige lange Ecken. Viele Fenster, Loggien, Erker und Leibungen bedeuten viele kurze Abschnitte, Schnitte und Anschlüsse.
  • Höhe und Zugang: Im Erdgeschoss reicht oft eine Leiter oder ein kleines Gerüst. Ein höheres Haus braucht ein Gerüst über die ganze Höhe, und die Arbeit darauf geht langsamer.
  • Zustand des Untergrunds: Bei einer Sanierung zeigt sich manchmal, dass der alte Putz an der Ecke hohl oder feucht ist. Er muss zuerst entfernt und ausgebessert werden.
  • Profiltyp: Profile mit Gewebe und Tropfkantenprofile verlangen mehr Genauigkeit als ein einfaches Profil für innen.
  • Wetter: Bei Kälte, Regen oder grosser Hitze wird die Arbeit unterbrochen, und die Mörtel trocknen anders.
  • Zusammenspiel mit anderen Arbeiten: Werden die Profile im Rahmen einer ganzen Fassadendämmung gesetzt, steht das Gerüst bereits und das Material ist vor Ort. Die Montage schliesst dann nahtlos an.

Typische Fehler

  • Profil auf staubigem oder mürbem Untergrund: Der Mörtel haftet nicht, und das Profil löst sich mit der Zeit. Entlang der Kante entsteht ein Haarriss, durch den Wasser eindringt. Saugende Untergründe wie Porenbeton grundiert man deshalb vorher.
  • Schiefe Ecke: Wenige Millimeter Abweichung sieht man an einer langen Ecke nach dem Verputzen deutlich, vor allem bei Streiflicht. Korrigieren lässt sich das nur durch Abspitzen.
  • Unterbrochenes Gewebe: Schliesst das Profilgewebe nicht an das Flächengewebe an, entsteht eine Schwachstelle. Risse zeigen sich dort meist nach dem ersten Winter.
  • Fehlende Diagonalarmierung bei Fenstern: In den Ecken von Öffnungen sammeln sich Spannungen. Ohne schräg eingelegte Gewebestreifen entstehen die typischen schrägen Risse, die von der Fensterecke weglaufen.
  • Lücken und Überlappungen an den Stössen: Eine Lücke reisst, eine Überlappung gibt einen Absatz.
  • Zeitdruck: Weitere Schichten auf noch weichem Mörtel können das Profil verschieben. Regen oder Frost kurz nach der Montage stören das Aushärten. Hersteller nennen meist eine Verarbeitungstemperatur von etwa +5 °C bis +25 °C und empfehlen, frische Flächen vor Regen und direkter Sonne zu schützen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Sinnvoll ist ein Blick auf die Ecken, bevor der Deckputz kommt. Dann lassen sich Fehler noch einfach beheben. Gehen Sie diese Punkte durch:

  • Die Kante ist über die ganze Höhe gerade, geprüft mit Latte oder Senkblei
  • Beim schrägen Blick entlang der Wand sind keine Wellen, Buckel oder Mulden zu sehen
  • Das Profil klingt beim Abklopfen nicht hohl und bewegt sich beim Andrücken nicht
  • Die Stösse zwischen den Abschnitten sind dicht, ohne Lücken und Absätze
  • Das Gewebe ist vollständig im Spachtel eingebettet und steht nirgends ab oder wellt sich
  • Das Flächengewebe überlappt das Profilgewebe ausreichend
  • In den Ecken von Fenstern und Türen liegen diagonale Gewebestreifen
  • Untere Kanten über Öffnungen haben ein Tropfkantenprofil, wo die Ausführung das vorsieht

Häufige Fragen

Ein Profil ohne Gewebe schützt die Kante und hilft, sie gerade auszurichten. Ein Profil mit Gewebe verstärkt zusätzlich die Umgebung der Ecke und verbindet sich mit der Armierungsschicht der Fassade. Bei der Dämmung nimmt man deshalb das Profil mit Gewebe, das Profil ohne Gewebe passt eher in Innenräume.

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