Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage von Holzbalkendecken

Eine Holzbalkendecke besteht aus tragenden Holzbalken, die auf den Aussenwänden oder auf inneren tragenden Wänden aufliegen. Darauf kommen eine Schalung, die Dämmung und je nach Nutzung ein Boden oder eine Untersicht. Gebraucht wird sie beim Neubau eines Holzhauses oder Ferienhauses, beim Ausbau eines Estrichs zum Wohnraum und bei der San

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
10.90 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
9.08 CHF - 14.53 CHF
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Zimmererarbeiten (Dachstuhl)9 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dachstuhl
Montage Holzbalkendeckelfm-
Montage klassischer Dachstuhlkonstruktionenlfm-
Montage Nagelplatten-Bindersparrendachm²-
Montage Mauerlattelfm14.53 CHF-
Montage Sparrenlfm10.90 CHF-
Montage Zangenlfm9.08 CHF-
Montage Pfetten / Stützenlfm12.70 CHF-
Dachstuhlarbeiten Satteldachm²-
Dachstuhl richten (Walmdach / Zeltdach)m²-
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Wann sich eine Holzbalkendecke lohnt

Holz ist im Vergleich zu Beton leicht, lässt sich gut bearbeiten und wird trocken eingebaut. Es gibt also keine Wartezeit, bis etwas aushärtet. Bei älteren Häusern ist das oft der entscheidende Punkt, denn das bestehende Mauerwerk trägt eine Stahlbetonplatte häufig nicht. In einem kleineren Haus verlegen die Zimmerleute Balken und Schalung meist innerhalb weniger Tage.

Bevor Sie eine Zimmerei beauftragen, klären Sie, wofür die Decke dienen soll. Ein unbeheizter Estrich, ein bewohntes Dachgeschoss mit Möbeln und eine Sichtbalkendecke stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Tragfähigkeit, Dämmung und Oberfläche. Davon hängen der Balkenquerschnitt, der Abstand der Balken und der ganze Aufbau ab.

Querschnitt, Abstände, Auflager und Verankerung legt ein Bauingenieur fest, nicht die Schätzung eines Handwerkers. Eine neue oder ersetzte Decke ist ein Eingriff in die Tragkonstruktion. In der Schweiz ist für den Holzbau die Norm SIA 265 massgebend, an der sich Ingenieur und Zimmerei orientieren.

So läuft die Montage Schritt für Schritt ab

Der Ablauf unterscheidet sich je nachdem, ob es sich um einen Neubau handelt oder um ein altes Haus, in dem zuerst die bestehende Decke geöffnet wird. Die Grundschritte sind aber ähnlich:

  1. Raum ausmessen, tragende Wände prüfen und den Bestand mit Plan und statischer Berechnung vergleichen.
  2. Bei einer Sanierung die alten Balken freilegen und Balkenköpfe, Auflagertaschen im Mauerwerk und Feuchtigkeit beurteilen.
  3. Bauholz vorbereiten: zuschneiden, bearbeiten und gegen Pilze und Holzschädlinge behandeln, bei Sichtbalken zusätzlich hobeln und schleifen.
  4. Auflager vorbereiten: Untergrund ausgleichen und das Holz mit einer Sperrschicht vom Mauerwerk trennen.
  5. Balken in die Mauertaschen, auf die Mauerlatte oder auf einen Unterzug in den vorgegebenen Abständen legen und verankern.
  6. Höhe, Ebenheit und Achsabstände laufend kontrollieren.
  7. Schalung und weitere Schichten nach Plan montieren: Dampfbremse, Dämmung, Trittschalldämmung, Boden oder Untersicht.

Warum so viel Aufmerksamkeit für die Ebenheit? Eine kleine Abweichung in der Balkenhöhe zeigt sich später als unebener Boden oder als Risse in der Untersicht. Die Korrektur bedeutet dann, fertige Schichten wieder auszubauen.

Holz, Aufbau und Varianten

Für Deckenbalken nimmt man üblicherweise Konstruktionsvollholz aus Nadelholz, meist Fichte oder Tanne. Bei grösseren Spannweiten oder wenn die Balken besonders formstabil sein sollen, kommt Brettschichtholz zum Einsatz. Es verdreht sich weniger und reisst seltener. Das Holz muss technisch getrocknet sein, die passende Festigkeitsklasse haben und frei von Fäulnis und Schädlingsspuren sein.

Der Aufbau hängt davon ab, was über und unter der Decke liegt:

  • Decke unter einem unbeheizten Estrich: Vor allem Wärmedämmung zwischen den Balken und eine Dampfbremse auf der warmen Raumseite, damit Feuchtigkeit aus dem Wohnraum nicht in den Aufbau gelangt
  • Decke unter einem bewohnten Dachgeschoss: Zusätzlich eine Trittschalldämmung, eine federnde Schicht und eine schwerere Lastverteilplatte oder ein Trockenunterlagsboden, damit Schritte nicht in den unteren Raum dringen
  • Sichtbalkendecke: Hochwertigeres Holz, eine sichtbare Bretterschalung und sorgfältiges Schleifen, Beizen und Schützen der Oberfläche
  • Technische Decke hinter einer Untersicht: Hier genügt eine Schalung aus OSB oder Holzwerkstoffplatten, es zählt die Funktion, nicht das Aussehen

Zwischen die Balken kommt Mineralwolle oder Holzfaserdämmung. Wichtig ist, den Raum gleichmässig zu füllen, ohne Lücken und ohne zusammengedrückte Stellen. Sonst entstehen Wärmebrücken und das Risiko von Kondenswasser steigt. Wenn Sie die Decke zum kalten Estrich dämmen, lohnt sich eine Nachfrage, ob Ihr Kanton solche Massnahmen über das Gebäudeprogramm unterstützt.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein Neubau mit geraden Wänden, bekannten Massen und guter Zufahrt für das Material. Aufwendiger wird es, wenn:

  • Der Raum eine grosse Spannweite hat und stärkere Balken, engere Abstände, Unterzüge oder Stahlteile nötig sind
  • Es sich um ein altes Haus handelt, in dem nach dem Öffnen faule Balkenköpfe, feuchtes Mauerwerk oder beschädigte Auflager zum Vorschein kommen
  • Eine alte Füllung zwischen den Balken, etwa Schlacke oder Lehm, zuerst entfernt und entsorgt werden muss
  • Die Balken sichtbar bleiben und eine genaue Bearbeitung und Oberflächenbehandlung brauchen
  • Über der Decke ein Wohnraum mit Schallschutz- und Bodenschichten entsteht
  • Das Material durch einen engen Zugang oder in die Höhe gebracht werden muss

Schauen Sie beim Vergleichen von Offerten genau hin, was enthalten ist. Manche umfassen nur das Verlegen der Balken, andere auch Bauholz, Holzschutz, Verbindungsmittel, Schalung, Dämmung und Transport. Vergleichen lassen sich nur Offerten mit gleichem Leistungsumfang.

Typische Fehler bei der Montage

In der Praxis sieht man immer wieder die gleichen Probleme:

  • Feuchtes oder schlecht gelagertes Bauholz, das sich nach dem Einbau verzieht, reisst und den Boden darüber knarren lässt
  • Unterschätzte Statik, bei der sich eine zu starke Durchbiegung erst nach dem Verlegen des Bodens oder dem Stellen von Trennwänden zeigt
  • Balkenköpfe direkt im feuchten Mauerwerk ohne Trennlage, was zu Fäulnis genau dort führt, wo der Balken am meisten trägt
  • Alte Balken zugedeckt, ohne ihren Zustand zu prüfen, sodass Fäulnis oder Schädlinge unter der neuen Schicht weiterarbeiten
  • Fehlende oder unterbrochene Dampfbremse, die zu Kondenswasser in der Dämmung führt
  • Boden fest mit den Balken verbunden, ohne federnde Schicht, sodass man jeden Schritt im Stockwerk darunter hört

Die meisten dieser Fehler sieht man nach Fertigstellung nicht mehr. Deshalb lohnt es sich, die Arbeit zu prüfen, bevor die Balken zugedeckt werden.

So prüfen Sie die fertige Decke

Sinnvoll sind zwei Besuche auf der Baustelle: nach dem Verlegen der Balken, solange alles noch offen ist, und bei der Abnahme. Kontrollieren Sie dabei:

  • Querschnitt und Abstände der Balken entsprechen der statischen Berechnung
  • Die Balkenköpfe sind vom Mauerwerk getrennt und liegen trocken
  • Die Verankerung ist nach Plan ausgeführt und die Balken bewegen sich nicht
  • Das Holz ist behandelt und zeigt keine Risse oder Schädlingsspuren
  • Die Schalung ist eben und knarrt beim Begehen nicht
  • Die Dämmung füllt den Raum lückenlos und die Dampfbremse ist auch an Wänden und Durchdringungen dicht
  • Bei einem Wohnraum darüber liegt unter dem Boden eine federnde Trittschalldämmung
  • Sichtbalken haben eine gleichmässige Oberfläche und Behandlung
  • Sie haben Unterlagen zu Holz und Holzschutz sowie ein Protokoll der ausgeführten Arbeiten erhalten

Häufige Fragen

Ja. Der Bauingenieur legt Balkenquerschnitt, Abstände, Auflager und zulässige Belastung fest. Ohne Berechnung drohen zu starke Durchbiegung, Schwingungen oder eine zu geringe Tragfähigkeit, vor allem bei grösserer Spannweite und einem bewohnten Dachgeschoss.

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