Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dachstuhl | ||||
| Montage Holzbalkendecke | lfm | - | ||
| Montage klassischer Dachstuhlkonstruktionen | lfm | - | ||
| Montage Nagelplatten-Bindersparrendach | m² | - | ||
| Montage Mauerlatte | lfm | 14.53 CHF | - | |
| Montage Sparren | lfm | 10.90 CHF | - | |
| Montage Zangen | lfm | 9.08 CHF | - | |
| Montage Pfetten / Stützen | lfm | 12.70 CHF | - | |
| Dachstuhlarbeiten Satteldach | m² | - | ||
| Dachstuhl richten (Walmdach / Zeltdach) | m² | - | ||
Wann sich eine Holzbalkendecke lohnt
Holz ist im Vergleich zu Beton leicht, lässt sich gut bearbeiten und wird trocken eingebaut. Es gibt also keine Wartezeit, bis etwas aushärtet. Bei älteren Häusern ist das oft der entscheidende Punkt, denn das bestehende Mauerwerk trägt eine Stahlbetonplatte häufig nicht. In einem kleineren Haus verlegen die Zimmerleute Balken und Schalung meist innerhalb weniger Tage.
Bevor Sie eine Zimmerei beauftragen, klären Sie, wofür die Decke dienen soll. Ein unbeheizter Estrich, ein bewohntes Dachgeschoss mit Möbeln und eine Sichtbalkendecke stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Tragfähigkeit, Dämmung und Oberfläche. Davon hängen der Balkenquerschnitt, der Abstand der Balken und der ganze Aufbau ab.
Querschnitt, Abstände, Auflager und Verankerung legt ein Bauingenieur fest, nicht die Schätzung eines Handwerkers. Eine neue oder ersetzte Decke ist ein Eingriff in die Tragkonstruktion. In der Schweiz ist für den Holzbau die Norm SIA 265 massgebend, an der sich Ingenieur und Zimmerei orientieren.
So läuft die Montage Schritt für Schritt ab
Der Ablauf unterscheidet sich je nachdem, ob es sich um einen Neubau handelt oder um ein altes Haus, in dem zuerst die bestehende Decke geöffnet wird. Die Grundschritte sind aber ähnlich:
- Raum ausmessen, tragende Wände prüfen und den Bestand mit Plan und statischer Berechnung vergleichen.
- Bei einer Sanierung die alten Balken freilegen und Balkenköpfe, Auflagertaschen im Mauerwerk und Feuchtigkeit beurteilen.
- Bauholz vorbereiten: zuschneiden, bearbeiten und gegen Pilze und Holzschädlinge behandeln, bei Sichtbalken zusätzlich hobeln und schleifen.
- Auflager vorbereiten: Untergrund ausgleichen und das Holz mit einer Sperrschicht vom Mauerwerk trennen.
- Balken in die Mauertaschen, auf die Mauerlatte oder auf einen Unterzug in den vorgegebenen Abständen legen und verankern.
- Höhe, Ebenheit und Achsabstände laufend kontrollieren.
- Schalung und weitere Schichten nach Plan montieren: Dampfbremse, Dämmung, Trittschalldämmung, Boden oder Untersicht.
Warum so viel Aufmerksamkeit für die Ebenheit? Eine kleine Abweichung in der Balkenhöhe zeigt sich später als unebener Boden oder als Risse in der Untersicht. Die Korrektur bedeutet dann, fertige Schichten wieder auszubauen.
Holz, Aufbau und Varianten
Für Deckenbalken nimmt man üblicherweise Konstruktionsvollholz aus Nadelholz, meist Fichte oder Tanne. Bei grösseren Spannweiten oder wenn die Balken besonders formstabil sein sollen, kommt Brettschichtholz zum Einsatz. Es verdreht sich weniger und reisst seltener. Das Holz muss technisch getrocknet sein, die passende Festigkeitsklasse haben und frei von Fäulnis und Schädlingsspuren sein.
Der Aufbau hängt davon ab, was über und unter der Decke liegt:
- Decke unter einem unbeheizten Estrich: Vor allem Wärmedämmung zwischen den Balken und eine Dampfbremse auf der warmen Raumseite, damit Feuchtigkeit aus dem Wohnraum nicht in den Aufbau gelangt
- Decke unter einem bewohnten Dachgeschoss: Zusätzlich eine Trittschalldämmung, eine federnde Schicht und eine schwerere Lastverteilplatte oder ein Trockenunterlagsboden, damit Schritte nicht in den unteren Raum dringen
- Sichtbalkendecke: Hochwertigeres Holz, eine sichtbare Bretterschalung und sorgfältiges Schleifen, Beizen und Schützen der Oberfläche
- Technische Decke hinter einer Untersicht: Hier genügt eine Schalung aus OSB oder Holzwerkstoffplatten, es zählt die Funktion, nicht das Aussehen
Zwischen die Balken kommt Mineralwolle oder Holzfaserdämmung. Wichtig ist, den Raum gleichmässig zu füllen, ohne Lücken und ohne zusammengedrückte Stellen. Sonst entstehen Wärmebrücken und das Risiko von Kondenswasser steigt. Wenn Sie die Decke zum kalten Estrich dämmen, lohnt sich eine Nachfrage, ob Ihr Kanton solche Massnahmen über das Gebäudeprogramm unterstützt.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist ein Neubau mit geraden Wänden, bekannten Massen und guter Zufahrt für das Material. Aufwendiger wird es, wenn:
- Der Raum eine grosse Spannweite hat und stärkere Balken, engere Abstände, Unterzüge oder Stahlteile nötig sind
- Es sich um ein altes Haus handelt, in dem nach dem Öffnen faule Balkenköpfe, feuchtes Mauerwerk oder beschädigte Auflager zum Vorschein kommen
- Eine alte Füllung zwischen den Balken, etwa Schlacke oder Lehm, zuerst entfernt und entsorgt werden muss
- Die Balken sichtbar bleiben und eine genaue Bearbeitung und Oberflächenbehandlung brauchen
- Über der Decke ein Wohnraum mit Schallschutz- und Bodenschichten entsteht
- Das Material durch einen engen Zugang oder in die Höhe gebracht werden muss
Schauen Sie beim Vergleichen von Offerten genau hin, was enthalten ist. Manche umfassen nur das Verlegen der Balken, andere auch Bauholz, Holzschutz, Verbindungsmittel, Schalung, Dämmung und Transport. Vergleichen lassen sich nur Offerten mit gleichem Leistungsumfang.
Typische Fehler bei der Montage
In der Praxis sieht man immer wieder die gleichen Probleme:
- Feuchtes oder schlecht gelagertes Bauholz, das sich nach dem Einbau verzieht, reisst und den Boden darüber knarren lässt
- Unterschätzte Statik, bei der sich eine zu starke Durchbiegung erst nach dem Verlegen des Bodens oder dem Stellen von Trennwänden zeigt
- Balkenköpfe direkt im feuchten Mauerwerk ohne Trennlage, was zu Fäulnis genau dort führt, wo der Balken am meisten trägt
- Alte Balken zugedeckt, ohne ihren Zustand zu prüfen, sodass Fäulnis oder Schädlinge unter der neuen Schicht weiterarbeiten
- Fehlende oder unterbrochene Dampfbremse, die zu Kondenswasser in der Dämmung führt
- Boden fest mit den Balken verbunden, ohne federnde Schicht, sodass man jeden Schritt im Stockwerk darunter hört
Die meisten dieser Fehler sieht man nach Fertigstellung nicht mehr. Deshalb lohnt es sich, die Arbeit zu prüfen, bevor die Balken zugedeckt werden.
So prüfen Sie die fertige Decke
Sinnvoll sind zwei Besuche auf der Baustelle: nach dem Verlegen der Balken, solange alles noch offen ist, und bei der Abnahme. Kontrollieren Sie dabei:
- Querschnitt und Abstände der Balken entsprechen der statischen Berechnung
- Die Balkenköpfe sind vom Mauerwerk getrennt und liegen trocken
- Die Verankerung ist nach Plan ausgeführt und die Balken bewegen sich nicht
- Das Holz ist behandelt und zeigt keine Risse oder Schädlingsspuren
- Die Schalung ist eben und knarrt beim Begehen nicht
- Die Dämmung füllt den Raum lückenlos und die Dampfbremse ist auch an Wänden und Durchdringungen dicht
- Bei einem Wohnraum darüber liegt unter dem Boden eine federnde Trittschalldämmung
- Sichtbalken haben eine gleichmässige Oberfläche und Behandlung
- Sie haben Unterlagen zu Holz und Holzschutz sowie ein Protokoll der ausgeführten Arbeiten erhalten
Häufige Fragen
Ja. Der Bauingenieur legt Balkenquerschnitt, Abstände, Auflager und zulässige Belastung fest. Ohne Berechnung drohen zu starke Durchbiegung, Schwingungen oder eine zu geringe Tragfähigkeit, vor allem bei grösserer Spannweite und einem bewohnten Dachgeschoss.
Ja, bei Sanierungen ist das eine gängige Lösung. Vorher werden die Feuchtigkeit im Mauerwerk, der Zustand der alten Balken und ihre Auflager in den Wänden geprüft. Beschädigte Teile werden nach Vorgabe des Ingenieurs ersetzt oder verstärkt.
Meist liegt es an feuchtem Holz, das nach dem Einbau austrocknet und arbeitet, oder an einem Boden, der ohne federnde Schicht fest mit den Balken verbunden ist. Abhilfe schaffen gut getrocknetes Holz, genaues Verlegen und ein passender Bodenaufbau.
Üblich ist getrocknetes Konstruktionsvollholz aus Nadelholz, etwa Fichte oder Tanne. Bei grösseren Spannweiten wählt man Brettschichtholz. Das Holz sollte gegen Feuchtigkeit, Pilze und Holzschädlinge geschützt sein.
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