Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Dachschalung demontieren

Die Dachschalung ist die Lage aus Brettern oder OSB-Platten, die auf die Sparren genagelt ist. Darauf liegen die Dacheindeckung oder die Abdichtung. Ausbauen muss man sie, wenn das Holz fault, Insekten es befallen haben oder lange eindringendes Wasser es geschwächt hat. Auch beim neuen Dachaufbau wird sie oft entfernt, zum Beispiel wenn d

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
2.18 CHF/ m²
Orientierungsspanne
1.67 CHF - 2.88 CHF
Wohnung 60 m²
326.43 CHF
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Zimmererarbeiten (Dachstuhl)4 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Demontage
Demontage Dachschalungm²2.18 CHF-
Demontage des alten Dachstuhlsm²-
Demontage Dachlattung bei geneigtem Dachm²3.64 CHF-
Demontage gebundener Dachstuhlkonstruktionenlfm2.72 CHF-
Arbeit gesamt
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Wann die Schalung raus muss

Von aussen erkennt man eine beschädigte Schalung kaum, weil die Eindeckung sie verdeckt. Die Warnzeichen zeigen sich meist im Estrich oder an der Decke des obersten Geschosses. Achten Sie auf:

  • Dunkle Flecken und Wasserränder am Holz oder an der Decke
  • Einen muffigen Geruch, der auch nach dem Lüften bleibt
  • Weiche oder schimmlige Bretter
  • Tageslicht, das durchscheint
  • Feines Holzmehl unter kleinen Löchern, oft ein Zeichen für Holzschädlinge wie den Hausbock

Ist nur eine Stelle betroffen, etwa nach einem herabgefallenen Ast, genügt oft der Ersatz einiger Bretter. Ist das Holz aber auf grösserer Fläche feucht oder befallen, hält Flickwerk meist nicht lange. Dann wird die Schalung ganz entfernt.

So läuft die Demontage ab

Fachgerechter Rückbau heisst nicht einfach Bretter herunterreissen. Die Schritte bauen aufeinander auf, und eine schlechte Vorbereitung rächt sich später am Dachstuhl.

  1. Dach und Dachraum besichtigen: Der Zimmermann beurteilt Schalung, Sparren, Pfetten, Unterdach und Holzfeuchte und legt den Umfang fest.
  2. Arbeitsplatz sichern: Gerüst oder Auffangsysteme, Dachleitern, Absturzsicherung für die Leute und Absperrung der Fläche unter dem Dach, wo Material herunterfallen kann.
  3. Eindeckung entfernen: Ziegel reihenweise abnehmen, Blech abschrauben, Bitumenbahnen aufschneiden. Gut erhaltene Ziegel lassen sich lagern und wieder verwenden.
  4. Schalung abbauen: Bretter Stück für Stück vorsichtig lösen, damit die Sparren nicht leiden. OSB-Platten bei Bedarf in kleinere Stücke schneiden, die man sicher herunterlassen kann.
  5. Alte Nägel aus den Sparren ziehen oder bündig abkneifen, damit sie bei der neuen Schalung nicht stören.
  6. Den freigelegten Dachstuhl prüfen: Feuchte, Insektenbefall, Fäulnis, Risse und Verbindungen. Schäden werden behoben, bevor wieder zugedeckt wird.
  7. Das Dach mit einer Plane abdecken, wenn die neue Schalung nicht am selben Tag montiert wird.
  8. Abfall trennen, abführen und die Baustelle aufräumen.

Warum wird der Dachstuhl genau jetzt geprüft? Weil er nur in diesem Moment vollständig sichtbar ist. Ist die neue Schalung einmal drauf, lässt sich versteckte Fäulnis nur noch mit viel Aufwand beheben.

Bretter, Lattung, OSB und Flachdach

Ältere Häuser haben meist eine Schalung aus Brettern von rund zwei bis drei Zentimetern Stärke. Bei der Vollschalung liegen die Bretter dicht nebeneinander, bei der offenen Schalung mit Abständen. Bretter kann man einzeln ersetzen, sie nehmen aber leichter Feuchtigkeit auf. Auf neueren Dächern findet man OSB-Platten. Kurzfristige Nässe vertragen sie, bei längerem Wassereintritt quellen sie aber auf und verlieren Festigkeit. Sie sind grösser und schwerer, deshalb braucht das Hantieren auf dem Dach mehr Vorsicht.

Auf dem Flachdach trägt die Schalung die Abdichtung und oft auch die Wärmedämmung. Die Schichten sind häufig verklebt oder miteinander verankert und lassen sich nicht einfach trennen. Eine Fachperson sollte vorher entscheiden, welche Schichten bleiben können und welche ganz weg müssen.

Auf Steildächern liegt auf oder unter der Schalung meist eine Unterdachbahn. Beim Rückbau reisst sie leicht. Soll sie bleiben, muss sehr sorgfältig gearbeitet werden. Ist sie alt und spröde, plant man ihren Ersatz besser gleich ein.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig der Rückbau wird, hängt nicht nur von der Dachfläche ab. Vor allem diese Punkte zählen:

  • Neigung und Form: Ein steiles Dach mit Lukarnen, Kehlen und Kaminen geht langsamer als ein einfaches Satteldach
  • Zugang: Lässt sich ein Gerüst stellen und eine Mulde direkt am Haus parkieren
  • Art der Schalung und Befestigung: Dichte Nagelung und verklebte Schichten kosten Zeit
  • Zustand des Holzes: Morsche Bretter brechen und müssen stückweise entfernt werden
  • Eindeckung: Alte Faserzementplatten aus der Zeit vor 1990 können Asbest enthalten und dürfen nur von einer von der Suva anerkannten Asbestsanierungsfirma entfernt werden
  • Umfang der Offerte: Sind Gerüst, Entsorgung und Reparaturen am Dachstuhl enthalten oder separat aufgeführt

Schauen Sie beim Vergleich von Offerten deshalb genau, was drinsteckt. Eine Offerte ohne Gerüst und Entsorgung wirkt oft nur auf den ersten Blick günstig.

Fehler, die immer wieder vorkommen

In der Praxis wird oft ohne gründliche Besichtigung des Dachstuhls begonnen. Nach dem Freilegen zeigen sich dann befallene Sparren, und die Arbeit steht still, bis entschieden ist, was damit geschieht. Wird ein Schaden übersehen und neu zugedeckt, war die Sanierung nach wenigen Jahren umsonst.

Ein weiterer Fehler ist Sparen bei der Sicherung. Wer ungesichert über freiliegende Sparren geht, riskiert einen Absturz und beschädigt leicht Sparren und Decke darunter. Arbeit in der Höhe gehört in die Hände von Profis mit Gerüst und Auffangsystemen. Eine Anleitung für Heimwerker gibt es hier deshalb bewusst nicht.

Auch das Wetter wird gern unterschätzt. Ein offenes Dach ohne Abdeckung kann bei einem einzigen Regen Dämmung und Decken durchnässen. Ein umsichtiger Betrieb deckt nur so viel ab, wie er am selben Tag wieder schützen kann.

Schliesslich führen unklare Abmachungen zu Streit. Eine Formulierung wie «Rückbau nach Aufwand» reicht nicht. Der Vertrag sollte Umfang, Termin und das Vorgehen bei Zusatzarbeiten nennen, etwa wenn beim Rückbau Sparren zum Vorschein kommen, die ersetzt werden müssen. Solche Arbeiten sollte Ihnen der Betrieb vorher melden und schriftlich mit Ihnen vereinbaren.

Stockwerkeigentum und Entsorgung

Im Mehrfamilienhaus mit Stockwerkeigentum gehört das Dach zu den gemeinschaftlichen Teilen. Über die Arbeiten entscheidet die Eigentümergemeinschaft, meist über die Liegenschaftsverwaltung, nicht der einzelne Wohnungseigentümer.

Das Holz der Schalung ist sperriger Bauabfall und wird mit der Mulde abgeführt. Altholz, das mit Holzschutzmitteln behandelt wurde, kann als Sonderabfall gelten. Wie es zu entsorgen ist, erfahren Sie bei der Gemeinde oder der regionalen Entsorgungsstelle. Asbesthaltige Eindeckung wird getrennt und nur über eine anerkannte Fachfirma entsorgt.

So prüfen Sie die erledigte Arbeit

Gehen Sie das Dach nach dem Rückbau mit dem Zimmermann ab, bevor die neue Schalung montiert wird:

  • Die Schalung ist im vereinbarten Umfang entfernt
  • Die Sparren sind nicht angebrochen oder durch Hebeln unnötig beschädigt
  • Alte Nägel sind gezogen oder abgekniffen
  • Der Betrieb hat Ihnen den Zustand des Dachstuhls gezeigt und auf befallene oder feuchte Teile hingewiesen
  • Zusatzarbeiten sind schriftlich vereinbart
  • Die Unterdachbahn ist intakt oder ihr Ersatz ist abgemacht
  • Das Dach ist provisorisch gegen Regen abgedeckt
  • Wiederverwendbare Ziegel sind geschützt gelagert
  • Der Abfall ist abgeführt und die Umgebung aufgeräumt

Häufige Fragen

Die Schalung besteht aus den Brettern oder Platten auf den Sparren und bildet einen festen Untergrund. Die Eindeckung, also Ziegel, Blech oder Schindeln, ist die äussere Schicht gegen Regen und Schnee. Die Eindeckung lässt sich manchmal ohne Eingriff in die Schalung ersetzen, die Schalung aber nie, ohne die Eindeckung zu entfernen.

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