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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Holzschutz | ||||
| Beizen und Reinigen des Holzes | m² | 3.45 CHF | - | |
| Holzimprägnierung (Anstrich / Spritzen) | m² | 5.45 CHF | - | |
So läuft Reinigen und Beizen Schritt für Schritt ab
Zuerst prüft der Handwerker den Zustand des Holzes. Ist es trocken, fest und frei von Schimmel? Sind noch alte Schichten aus Lack, Öl oder Lasur vorhanden? Davon hängt das ganze weitere Vorgehen ab.
Dann kommt die Reinigung. Neues Holz ist vom Sägen oft staubig, und bei Fichte, Föhre oder Lärche sitzt an den Ästen häufig Harz. Älteres Holz im Aussenbereich hat oft einen grauen Belag, Moos oder dunkle Flecken von Feuchtigkeit. Leichten Schmutz entfernt man mit einer Bürste und einem passenden Holzreiniger. Harz löst man mit einem Verdünner, den der Hersteller der Beize empfiehlt. Wird mit Wasser gereinigt, muss das Holz danach vollständig austrocknen. Es reicht nicht, wenn es sich trocken anfühlt.
Nach dem Trocknen wird die Oberfläche in Faserrichtung geschliffen und der Schleifstaub gründlich entfernt. Erst dann folgt die Beize, gleichmässig und ohne Unterbruch mitten in der Fläche, damit keine Ansätze entstehen. Ist die Beize trocken, kommt die Schutzschicht. Welche, hängt davon ab, ob das Holz innen oder aussen bleibt.
Beize, Lasur oder Lack: was wann passt
Eine Beize verändert vor allem die Farbe. Sie zieht in die Oberfläche ein und betont die Jahrringe, bildet aber keine Schicht, die gegen Wasser, Sonne und Abrieb schützt. Eine Lasur verbindet Farbton und Schutz. Sie ist im Aussenbereich üblich, etwa für Zäune, Pergolen, Dachuntersichten oder Fassadenschalungen. Ein Lack bildet einen festen Film und passt eher in den Innenbereich, auf Treppen, Geländer oder Möbel. Draussen kann er reissen und abblättern, weil das Holz arbeitet.
Beizen gibt es wasserverdünnbar oder lösemittelhaltig. Wasserbasierte Beizen riechen weniger, stellen aber die Holzfasern auf, sodass die Oberfläche rau wird. Darum feuchtet man das Holz oft vorher leicht an, lässt es trocknen und schleift es nach. Lösemittelhaltige Beizen dringen meist tiefer ein, brauchen aber gute Lüftung. In beiden Fällen lohnt es sich, bei einem System eines Herstellers zu bleiben. Mischt man Marken, trocknen die Schichten manchmal schlechter oder haften nicht richtig.
Ein wichtiger Hinweis zu Bauholz: Eine Beize ersetzt keinen Holzschutz gegen Insekten und Pilze, wie er bei tragenden Teilen eines Dachstuhls empfohlen wird. Soll ein Balken geschützt und zugleich farbig behandelt werden, prüfen Sie Reihenfolge und Verträglichkeit der Schichten in den technischen Merkblättern der Produkte.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist neues, trockenes und glattes Holz, das vor der Montage auf Böcken liegt. Es lässt sich von allen Seiten behandeln, auch an den Stirnseiten, und die Arbeit geht zügig voran. Aufwendiger und damit teurer wird es in diesen Fällen:
- Das Holz ist schon montiert und schwer zugänglich, zum Beispiel Balken unter der Decke oder die Dachuntersicht
- Auf der Oberfläche sind alte Lack-, Öl- oder Lasurschichten, die abgeschliffen werden müssen
- Das Holz ist vergraut, bemoost oder schimmlig
- Die Bauteile sind verwinkelt, mit vielen Verbindungen, Kanten und Ecken, die von Hand bearbeitet werden
- Die Umgebung muss abgedeckt werden, etwa Fassade, Fenster oder Boden
- Der neue Farbton soll genau zu älterem Holz passen
Arbeiten in der Höhe, zum Beispiel an der Dachuntersicht oder am Giebel, gehören in die Hände eines Betriebs mit Gerüst oder Hebebühne und Erfahrung mit sicherem Arbeiten in der Höhe nach den Vorgaben der Suva.
Fehler, die Farbton und Haltbarkeit verderben
Holz zeigt jeden Fehler in der Vorbereitung. In der Praxis kommt es oft vor, dass die Beize direkt auf staubiges oder fettiges Holz geht. Fettige Stellen bleiben dann hell, offene Fasern werden dunkel. Ähnlich verhalten sich Reste eines alten Anstrichs: Sie zeichnen sich als Flecken ab.
Weitere typische Fehler:
- Schleifen quer zur Faser, worauf die Beize jeden Kratzer sichtbar macht
- Beizen von feuchtem Holz, was zu Blasen und abblätternder Schutzschicht führt
- Kein Farbmuster, obwohl Fichte, Föhre und Eiche dieselbe Beize sehr unterschiedlich aufnehmen
- Unbehandelte Stirnseiten, die am meisten Wasser aufsaugen
- Keine Schutzschicht nach dem Beizen, sodass die Farbe draussen rasch verblasst
- Zu hoher Wasserdruck beim Reinigen, der die weichen Fasern aufreisst
Warum wirkt Nadelholz oft fleckig? Fichte und Föhre haben härteres Spätholz und weicheres Frühholz, die die Beize ungleich aufnehmen. Manche Hersteller bieten dafür eine Ausgleichsgrundierung an, welche die Saugfähigkeit angleicht.
Anleitung für Heimwerker: Holz vor der Montage beizen
Eine kleinere Menge Holz, die noch nicht montiert ist, können Sie gut selbst beizen. Arbeiten Sie draussen im Schatten oder in einem gut gelüfteten Raum. Bei lösemittelhaltigen Produkten tragen Sie Handschuhe und eine Atemschutzmaske gemäss den Angaben auf der Verpackung.
- Holz so auf Böcke legen, dass alle Seiten zugänglich sind.
- Prüfen, ob das Holz trocken und frei von Schimmel und Rissen ist.
- Oberfläche abbürsten und Harz an den Ästen mit einem passenden Verdünner entfernen.
- Holz in Faserrichtung schleifen, bei wasserverdünnbarer Beize vorher leicht anfeuchten und trocknen lassen.
- Staub absaugen und die Oberfläche mit einem trockenen Tuch abwischen.
- Farbmuster auf einem Reststück aus demselben Holz anlegen und trocknen lassen.
- Beize mit Pinsel oder Lappen in Faserrichtung auftragen, jedes Brett auf ganzer Länge in einem Zug.
- Auch Stirnseiten und Kanten behandeln.
- Beize gemäss Herstellerangaben trocknen lassen.
- Schutzschicht aus Lack, Öl oder Lasur in der vom Hersteller angegebenen Anzahl Schichten auftragen.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Schauen Sie die Oberfläche bei Tageslicht und von der Seite an, so sieht man am meisten. Bei der Abnahme lohnt es sich, diese Punkte durchzugehen:
- Der Farbton ist gleichmässig und entspricht dem vereinbarten Muster
- Auf der Fläche gibt es keine Flecken, Streifen oder Ansätze
- Es sind keine Kratzer vom Schleifen quer zur Faser sichtbar
- Die Oberfläche ist glatt, ohne aufgestellte Fasern und ohne Staub im Anstrich
- Stirnseiten, Kanten und Verbindungen sind gleich behandelt wie die Flächen
- Die Schutzschicht ist aufgetragen und klebt nicht
- Die Umgebung ist sauber, ohne Beizetropfen auf Fassade, Fenstern oder Boden
- Sie wissen, welche Produkte verwendet wurden und wie Sie das Holz pflegen
Häufige Fragen
Fast immer, ja. Auch neues Holz hat nach dem Sägen raue Fasern und saugt ungleichmässig. Bei neuem Holz genügt ein feiner Schliff, ältere Oberflächen mit Anstrichresten brauchen einen gründlicheren.
Nein. Die Beize verändert die Farbe, hält aber Wasser und Sonne nicht dauerhaft ab. Draussen braucht es danach eine Lasur oder ein Öl für den Aussenbereich.
Ja, wenn es fest und gesund ist. Zuerst müssen alter Lack, Wachs oder Öl entfernt und das Holz geschliffen werden. Auf altem Holz wirkt der Farbton oft anders als auf dem Muster, darum lohnt sich ein Test an einer unauffälligen Stelle.
Vor der Montage ist es einfacher und gründlicher, weil sich alle Seiten behandeln lassen, auch Stirnseiten und später verdeckte Flächen. Nach der Montage erreichen Sie diese Stellen nicht mehr. Schnittstellen, die beim Einbau entstehen, sollten Sie nachträglich nachstreichen.
Das hängt von der Art der Beize, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Die genaue Zeit steht auf der Verpackung. Bei kühlem und feuchtem Wetter trocknet Holz langsamer, darum warten Sie im Zweifel lieber etwas länger.
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