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Sicherheitsnachweis Elektroinstallation (Wohnung)

Der Sicherheitsnachweis bestätigt schriftlich, dass die Elektroinstallation in Ihrer Wohnung sicher ist und den geltenden Regeln entspricht. Eine Fachperson erstellt ihn, nachdem sie die Installation besichtigt und gemessen hat. Meist braucht man ihn, wenn der Netzbetreiber zur periodischen Kontrolle auffordert, bei einem Verkauf der Wohn

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·2 Positionen im Preisverzeichnis
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Sicherheitsnachweis (SiNa) Elektroinstallation (Wohnung)Stk.-
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Was ein Sicherheitsnachweis ist und wer ihn ausstellen darf

In der Schweiz regelt die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV), dass elektrische Installationen regelmässig kontrolliert werden. Die technischen Anforderungen stehen in der Niederspannungs-Installationsnorm (NIN). Am Schluss jeder Kontrolle steht der Sicherheitsnachweis. Er beschreibt die Installation, enthält die Messwerte, listet allfällige Mängel auf und sagt klar, ob die Installation sicher betrieben werden kann.

Man unterscheidet grob zwei Fälle:

  • Kontrolle nach einer neuen oder geänderten Installation: Nach einem Umbau, etwa in Küche oder Bad, macht der Elektroinstallateur eine Schlusskontrolle und stellt den Sicherheitsnachweis aus
  • Periodische Kontrolle: Sie wird in festen Abständen wiederholt und zeigt, ob sich der Zustand der Installation inzwischen verschlechtert hat

Die periodische Kontrolle darf nicht einfach jeder Elektriker machen. Zuständig ist ein unabhängiges Kontrollorgan oder eine akkreditierte Inspektionsstelle, die an der Installation nicht selbst gearbeitet hat. Lassen Sie sich im Zweifel zeigen, dass die Firma dafür berechtigt ist.

Wann Sie den Sicherheitsnachweis brauchen

Für Wohnungen gilt in der Regel eine lange Kontrollperiode, üblicherweise zwanzig Jahre. Der Netzbetreiber, also Ihr Elektrizitätswerk, schickt Ihnen rechtzeitig eine Aufforderung. Innerhalb der darin genannten Frist beauftragen Sie ein Kontrollorgan und reichen den Sicherheitsnachweis ein. Darüber hinaus kommt er in diesen Situationen vor:

  • Nach einem Umbau der Elektroinstallation, auch wenn es nur ein Teil ist, zum Beispiel ein neuer Verteiler, neue Sicherungen oder neue Leitungen in Küche und Bad
  • Beim Verkauf der Wohnung: Liegt die letzte Kontrolle schon einige Jahre zurück, verlangt der Netzbetreiber bei einem Eigentümerwechsel meist eine neue Kontrolle. Die genauen Fristen erfahren Sie beim Netzbetreiber. Ein aktueller Nachweis sagt auch dem Käufer viel über den Zustand der Leitungen
  • Nach einer Störung, einem Kurzschluss oder einem Brand, wenn die Ursache gefunden werden muss und der Rest der Installation geprüft werden soll
  • Bei einer Vermietung, wenn der Vermieter belegen will, dass die Installation in Ordnung ist

Wichtig ist, wer wofür verantwortlich ist. Für die Installation in der Wohnung ist die Eigentümerin oder der Eigentümer verantwortlich. Im Stockwerkeigentum kümmert sich die Gemeinschaft, meist über die Liegenschaftsverwaltung, um Steigleitungen, Treppenhaus, Keller und andere gemeinsame Teile. Mieter erhalten die Aufforderung normalerweise nicht selbst, müssen dem Kontrolleur aber Zugang gewähren. Bis zum Hausanschluss und für den Zähler ist der Netzbetreiber zuständig.

Wie die Kontrolle abläuft

In einer normalen Wohnung dauert die Kontrolle meist ein bis drei Stunden. Bei grossen Wohnungen oder aufwendigeren Installationen, etwa mit elektrischer Bodenheizung, kann es länger gehen. Der Ablauf sieht meist so aus:

  1. Der Kontrolleur schaut die vorhandenen Unterlagen an: Pläne, das Schema des Verteilers oder den letzten Sicherheitsnachweis.
  2. Er besichtigt die Installation: Verteiler, Beschriftung der Sicherungen, Zustand von Steckdosen, Schaltern und sichtbaren Leitungen. Er prüft auch, ob die Geräte zum Raum passen, zum Beispiel im Bad.
  3. Er misst, ob der Schutzleiter durchgehend verbunden ist, also ob die «Erde» wirklich bis zu jeder Steckdose und zu jedem Gerät führt, das sie braucht.
  4. Er misst den Isolationswiderstand. Daran sieht man, ob die Isolation der Leitungen beschädigt oder gealtert ist.
  5. Er misst die Schleifenimpedanz. So zeigt sich, ob die Sicherung bei einem Fehler schnell genug abschaltet.
  6. Er testet den Fehlerstromschutzschalter (FI), ob er beim richtigen Fehlerstrom und rechtzeitig auslöst.
  7. Er beurteilt die Ergebnisse nach NIN und erstellt den Sicherheitsnachweis mit dem Mess- und Prüfprotokoll.

Während der Messungen ist der Strom zeitweise ausgeschaltet. Denken Sie an Kühlschrank, Computer oder Aquarium. Für die Messung des Isolationswiderstands sollten die Geräte ausgesteckt sein, sonst können sie das Ergebnis verfälschen oder Schaden nehmen.

Was die Kontrolle einfacher oder aufwendiger macht

Wie lange der Kontrolleur braucht, hängt vor allem vom Zustand der Wohnung und der Unterlagen ab:

  • Unterlagen: Gibt es ein Schema und einen alten Sicherheitsnachweis, muss niemand suchen, welche Sicherung zu welchem Zimmer gehört
  • Anzahl Stromkreise: Mehr Stromkreise, Steckdosen und FI-Schalter bedeuten mehr Messungen
  • Zugang zum Verteiler: Ein Verteiler hinter einem Schrank oder zugebauten Möbeln kostet Zeit
  • Alter und Zustand der Leitungen: Bei alten Installationen und unübersichtlichen Umbauten aus früheren Jahren muss der Kontrolleur die Verdrahtung erst nachverfolgen
  • Feuchte Räume: Bad und Balkon haben strengere Anforderungen und werden genauer geprüft
  • Gefundene Mängel: Die Kontrolle behebt keine Fehler. Die Reparatur ist ein eigener Auftrag für einen Elektroinstallateur, danach wird meist nochmals kontrolliert

Worauf der Kontrolleur in älteren Wohnungen stösst

In der Praxis wiederholen sich ähnliche Mängel. Es hilft, sie vorher zu kennen, damit das Ergebnis Sie nicht überrascht:

  • Fehlender FI-Schutzschalter: In älteren Wohnungen fehlt er oft, obwohl gerade er bei einem Stromunfall in Sekundenbruchteilen abschaltet
  • Alte Leitungen: Brüchige Isolation, lockere oder überhitzte Klemmen, die einen Brand auslösen können
  • Genullte Steckdosen: In alten Installationen teilen sich Neutral- und Schutzleiter noch einen Draht, was heute nicht mehr als ausreichend sicher gilt
  • Unfachmännische Eigenarbeiten: Eine ausgetauschte Steckdose ohne Schutzleiter, eine Lampe «nach eigenem Gusto» angeschlossen, eine falsch bemessene Sicherung
  • Billiges Material ohne Prüfzeichen: Steckdosen und Verlängerungskabel, die unter Last heiss werden
  • Fehlende Beschriftung im Verteiler: Bei einer Störung weiss niemand, was er ausschalten soll

Findet der Kontrolleur einen schweren Mangel, gilt die Installation als nicht in Ordnung. Er kann empfehlen, einen Teil bis zur Reparatur nicht zu benutzen. Das ist keine Schikane, sondern Schutz vor Unfällen und Bränden. Haben Sie selbst etwas gemacht, sagen Sie es offen, das spart beiden Seiten Zeit.

Arbeiten an der Elektroinstallation dürfen nur Fachleute mit der entsprechenden Bewilligung nach NIV ausführen. Beheben Sie gefundene Mängel deshalb nicht selbst, sondern beauftragen Sie einen Elektroinstallateur.

So prüfen Sie den erhaltenen Sicherheitsnachweis

Sie erhalten den Sicherheitsnachweis schriftlich, oft mit einem separaten Mess- und Prüfprotokoll. Bewahren Sie ihn bei den Unterlagen zur Wohnung auf und geben Sie ihn bei einem Verkauf an die neue Eigentümerschaft weiter. Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob Folgendes drin steht:

  • Adresse und genaue Bezeichnung der Wohnung
  • Art der Kontrolle, also Schlusskontrolle nach einem Umbau oder periodische Kontrolle
  • Name der kontrollierenden Firma und der verantwortlichen Person, mit Unterschrift
  • Datum der Kontrolle
  • Beschreibung der Installation mit Stromkreisen, Sicherungen und FI-Schaltern
  • Messwerte für die einzelnen Stromkreise, nicht nur ein allgemeines «in Ordnung»
  • Liste der Mängel mit Ort und Hinweis zur Behebung
  • Klare Aussage, ob die Installation sicher betrieben werden kann

Häufige Fragen

Oft ja. Liegt die letzte Kontrolle länger zurück, verlangt der Netzbetreiber bei einem Eigentümerwechsel meist eine neue Kontrolle. Fragen Sie frühzeitig nach, dann verzögert die Kontrolle den Verkauf nicht. Ein aktueller Nachweis erleichtert auch die Verhandlungen.

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