Ein Auslass für Steckdose oder Schalter inklusive Rohmontage kostet gemäss aktueller Preisliste 23.10 CHF pro Punkt Arbeitsleistung. Fertigmontage, Verteiler, Lichtpunkte und Schlitze verrechnet der Elektroinstallateur separat, je nachdem, wie viel Leitung tatsächlich verlegt wird.
Leistungsarten und ihre Preise
Grundeinheit jeder Elektroinstallation. Die Lage des Auslasses wird anhand des Möblierungs- und Geräteplans festgelegt, noch bevor die Wände geschlitzt werden.
Auslass für Decken-, Wand- und Einbauleuchten. Anzahl und Lage der Punkte werden zusammen mit der abgehängten Decke geplant, damit später nicht nachträglich gespitzt werden muss.
Zentraler Punkt der ganzen Installation, in dem Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter sitzen. Grösse und Aufbau richten sich nach der Anzahl Stromkreise in der Wohnung.
Leitungen zu Steckdosen und Lichtpunkten werden in Schutzrohren im Schlitz oder unter Putz geführt. Querschnitt und Kabeltyp hängen von der Belastung des Stromkreises ab.
In Beton und Betonelementen geht das Schlitzen langsamer und beansprucht das Werkzeug stärker als in Backstein oder Porenbeton, was sich im Preis pro Laufmeter zeigt.
Pauschalpaket, das Rohmontage und Fertigmontage in der ganzen Wohnung abdeckt. Sinnvoll bei einer Totalsanierung, bei der die gesamte Installation ersetzt wird.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Elektroinstallation | ||||
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Netzwerkverkabelung / Datenleitung verlegen (FTP) | Stk. | - | ||
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Lichtauslass - Rohinstallation | Stk. | 26.94 CHF | - | |
| Komplettierung 230 V-Steckdose / Schalter | Stk. | 9.63 CHF | - | |
| Verlegung Starkstromkabel TT (bis 3×2,5 mm²) | lfm | 2.88 CHF | - | |
| Verlegung Schwachstromkabel (FTP, Koax) | lfm | 2.30 CHF | - | |
| Schlitzen für Kabel - Ziegel / Porenbeton | lfm | 11.16 CHF | - | |
| Schlitzen für Kabel - Beton / Plattenbau | lfm | 15.40 CHF | - | |
| Wandschlitze nach Elektroinstallation verschliessen | lfm | 10.40 CHF | - | |
| Montage und Anschluss Wohnungsverteiler | Stk. | 288.65 CHF | - | |
| Anschluss 1-poliger LS-Schalter | Stk. | 15.40 CHF | - | |
| Anschluss Fehlerstromschutzschalter (FI) | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Montage und Anschluss Haustürklingel | Stk. | 48.10 CHF | - | |
| Anschluss und Setzen Raumthermostat | Stk. | 38.48 CHF | - | |
| Montage LED-Band inkl. Aluminiumprofil | lfm | 23.10 CHF | - | |
| Einbaustrahler in Gipskartondecke montieren | Stk. | 34.64 CHF | - | |
| Montage Pendelleuchte | Stk. | - | ||
| Montage Wandleuchte | Stk. | 26.94 CHF | - | |
| Montage und Anschluss Ventilator (Bad/WC) | Stk. | - | ||
| Abgang für TV-/Datendose - Rohinstallation | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Komplettierung TV-/Datendose | Stk. | 15.40 CHF | - | |
| Fachgerechter Anschluss Kochfeld 400 V | Stk. | - | ||
| Montage Aussen-Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | - | ||
| Pauschalpakete | ||||
| Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 1'828.14 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 2'097.55 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 2'559.40 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | - | ||
| Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | - | ||
| Revisionen | ||||
| Sicherheitsnachweis (SiNa) Elektroinstallation (Wohnung) | Stk. | - | ||
| Sicherheitsnachweis (SiNa) Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Rohinstallation Rohmontage von 20 Steckdosen, 6 Schaltern, 8 Lichtpunkten und 150 Laufmetern Starkstromkabel | 1248.38 CHF |
| Rohinstallation und Fertigmontage Gleicher Umfang plus Fertigmontage von 26 Steckdosen und Schaltern sowie Montage des Wohnungsverteilers | 1787.30 CHF |
| Komplette Installation inklusive Schlitzen und Absicherung Gleicher Umfang plus 40 Laufmeter Schlitze, 40 Laufmeter Zuputzen, 12 Leitungsschutzschalter und 3 FI-Schutzschalter | 3072.45 CHF |
Vorbereitung der Leitungen
Bevor geschlitzt wird, bestimmt der Elektroinstallateur gemeinsam mit Ihnen, wo Steckdosen, Schalter und Lichtpunkte hinkommen, passend zu Möbeln und Geräten. Jede spätere Verschiebung bedeutet zusätzliche Putzarbeiten.
Schlitze werden gemäss Norm nur senkrecht oder waagrecht geführt. Schräge Leitungswege sind meist unzulässig und machen es später schwierig, die Kabel in der Wand zu finden.
Die Kabel kommen in Schutzrohre und werden bis zum Verteiler geführt, mit genügend Reserve, damit sie sich später sauber anschliessen lassen.
Der Verteiler kommt an eine gut zugängliche und übersichtliche Stelle. Die Stromkreise werden nach Räumen und Gerätearten aufgeteilt.
Jeder Stromkreis erhält einen Leitungsschutzschalter, der zu Kabelquerschnitt und Belastung passt. Empfindliche Stromkreise schützt zusätzlich ein FI-Schutzschalter.
Arbeitsablauf
- 01Der Elektroinstallateur besichtigt die Räume und plant je nach Grundriss, wo Steckdosen, Schalter und Lichtpunkte sitzen sollen.
- 02Schlitze und Durchbrüche in Wänden und Trennwänden für die einzelnen Leitungen fräsen.
- 03Schutzrohre verlegen und Stark- und Schwachstromkabel bis zum Verteiler einziehen.
- 04Dosen und Verteiler setzen, danach die Stromkreise gemäss Schema anschliessen.
- 05Schlitze zuputzen und die Wände für den Maler vorbereiten.
- 06Sobald die Wände fertig sind, Steckdosen, Schalter und Leuchten montieren.
- 07Anschlüsse prüfen, die Belastung der Stromkreise kontrollieren und sicherstellen, dass die Absicherung stimmt.
- 08Vor der Inbetriebnahme führt eine Elektrofachperson die Schlusskontrolle durch und erstellt den Sicherheitsnachweis.
5 häufige Fehler
Ist vorher nicht klar, wo die Punkte hinkommen, werden Steckdosen erst während der Arbeit verschoben. Das bedeutet mehr Schlitze und mehr Putzausbesserungen.
Ein einziger Stromkreis für die ganze Küche oder das ganze Bad reicht für heutige Geräte nicht aus. Leistungsstarke Verbraucher brauchen einen eigenen Stromkreis.
Stromkreise in Bad, Küche und im Aussenbereich müssen gemäss NIV und NIN durch einen FI-Schutzschalter geschützt sein. Ohne ihn ist die Installation gefährlich.
Verteiler und Netzanschluss gehören in die Hände einer berechtigten Elektrofachperson. Arbeiten in Eigenregie gefährden die Sicherheit und die Schlusskontrolle.
Ohne Sicherheitsnachweis lässt sich nicht belegen, dass die Installation sicher ist, und die Versicherung kann im Schadenfall die Leistung verweigern.
Wann es Zeit für eine neue Elektroinstallation ist
In vielen Wohnungen und Häusern, die vor 1990 gebaut wurden, steckt noch die originale Elektroinstallation in den Wänden. Typisch sind Drähte mit brüchiger Gummi- oder Textilisolation, alte Verteilungen mit Schmelzsicherungen und Steckdosen ohne Schutzkontakt. Vereinzelt findet man auch Aluminiumleiter, erkennbar an der silbrigen Farbe, wenn man eine Steckdose oder einen Schalter öffnet. Aluminium lockert sich an den Klemmen mit der Zeit und oxidiert. Die Verbindung leitet dann schlechter, und die Klemmen werden warm. Sehen Sie eine dunkel verfärbte oder angeschmolzene Steckdose, flackert das Licht oder riecht es nach verbranntem Kunststoff, gibt Ihnen die Installation ein deutliches Zeichen.
Ältere Installationen haben oft noch ein weiteres Problem: Es fehlt ein eigener Schutzleiter, weil Neutralleiter und Schutzleiter in einem Draht zusammengefasst sind (die sogenannte Nullung), und es fehlt ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI. Ist in einem Gerät die Isolation beschädigt, schützt Sie eine solche Steckdose nicht zuverlässig vor einem Stromschlag. Dazu kommt, dass niemand die alten Leitungen für die heutige Zahl an Geräten geplant hat. Sie kennen das vielleicht: Wasserkocher, Mikrowelle und Geschirrspüler laufen gleichzeitig, und die Sicherung fällt heraus.
Oft wird das dann so gelöst, dass jemand eine stärkere Sicherung einsetzt. Das ist ein Fehler. Die Sicherung schützt das Kabel vor Überhitzung, deshalb muss ihr Wert zum Querschnitt des Kabels passen. Eine stärkere Sicherung auf einer alten Leitung löst zwar nicht mehr aus, aber die Kabel in der Wand werden weiter heiss, und das ist viel gefährlicher. Fällt die Sicherung oft, ist die richtige Lösung, die Geräte auf mehrere Stromkreise zu verteilen oder eine neue Leitung zu ziehen.
Planung: Steckdosen, Stromkreise und Reserve
Eine gute Elektroinstallation richtet sich danach, wie Sie die Räume wirklich nutzen. Bevor geschlitzt wird, gehen Sie die Wohnung Raum für Raum durch und zeichnen ein, wo Möbel, Geräte und Leuchten stehen werden. Setzen Sie Steckdosen dorthin, wo Sie sie auch erreichen. Eine Steckdose hinter dem Schrank oder hinter dem Bett nützt Ihnen nichts.
- Küche: mehrere Doppel- oder Dreifachsteckdosen über der Arbeitsfläche, eigene Anschlüsse für Geschirrspüler, Kühlschrank, Backofen und Dampfabzug sowie für das Kochfeld in der Regel einen Anschluss mit 400 Volt, abgestimmt auf seine Leistung.
- Wohnzimmer und Büro: eine Gruppe Steckdosen beim Fernseher und beim Schreibtisch, eine Datendose und bei Bedarf Anschlüsse für Beamer oder Lautsprecher.
- Schlafzimmer: Steckdosen und Schalter auf beiden Seiten des Betts, damit Sie das Licht ausschalten können, ohne aufzustehen.
- Bad und Waschraum: eigene Stromkreise für Waschmaschine, Tumbler, Boiler und Handtuchradiator.
Jedes leistungsstarke Gerät sollte einen eigenen Stromkreis mit eigenem Leitungsschutzschalter haben. Die übrigen Steckdosen verteilen Sie nach Räumen auf mehrere Stromkreise. Fällt dann in einem Zimmer etwas aus oder ist es überlastet, steht nicht die ganze Wohnung ohne Strom da. Lassen Sie in der Verteilung Platz für spätere Erweiterungen. Es lohnt sich auch, leere Rohre in die Wände zu legen, also flexible Installationsrohre, durch die man in ein paar Jahren ein neues Kabel ziehen kann, ohne zu spitzen.
Installationszonen: wo die Kabel verlaufen
Kabel werden in der Wand nur waagrecht und senkrecht geführt, in Streifen unter der Decke, über dem Boden und entlang von Ecken, Türen und Fenstern. Nie schräg. Warum ist das so wichtig? Wenn sich alle an diese Regel halten, wissen Sie, wo in der Wand kein Kabel liegt, und können ohne langes Suchen sicher bohren. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass bei einer Renovation jemand ein Kabel schräg verlegt, um den Weg abzukürzen, und Jahre später bohrt jemand anderes beim Aufhängen eines Regals genau hinein.
Verteilung, Leitungsschutzschalter und FI
Die Wohnungsverteilung ist das Herz der ganzen Installation. Jeder Stromkreis hat dort einen Leitungsschutzschalter, der ihn vor Überlast und Kurzschluss schützt. Der Fehlerstromschutzschalter mit einer Empfindlichkeit von üblicherweise 30 mA überwacht etwas anderes: ob Strom ausserhalb der Leiter abfliesst, zum Beispiel über den Körper eines Menschen. Ist das der Fall, schaltet er den Stromkreis in Sekundenbruchteilen ab. In einer modernen Installation sind alle normalen Steckdosenkreise, die Stromkreise im Bad und die Aussensteckdosen durch einen FI geschützt.
Hängen an einem einzigen FI zu viele Stromkreise, schaltet er bei einem einzigen Fehler einen grossen Teil der Wohnung ab. Deshalb werden die Stromkreise auf mehrere FI verteilt, oder man setzt für jeden Stromkreis einen kombinierten FI/LS-Schalter ein. Empfehlenswert ist zudem ein Überspannungsschutz in der Verteilung. Er schützt Ihre Elektronik bei Gewitter und bei Spannungsspitzen im Netz.
Wie gross die Anschlusssicherung des Hauses oder der Wohnung ist, legt der Netzbetreiber fest, also Ihr lokales Elektrizitätswerk. Wechseln Sie auf eine Wärmepumpe, kommt ein grösseres Kochfeld dazu oder möchten Sie zu Hause ein Auto laden, reicht die bestehende Leistung oft nicht mehr. Ihr Elektroinstallateur rechnet nach, was nötig ist, und klärt eine Verstärkung des Anschlusses mit dem Elektrizitätswerk ab.
Schlitzen und Leitungen im Betonbau und im Mauerwerk
Die Kabel kommen in Schlitze, die der Elektroinstallateur mit einer Mauernutfräse schneidet oder ausspitzt. Danach werden die Schlitze mit Gips und Grundputz geschlossen, meist durch den Gipser. Bei dieser Arbeit entsteht sehr viel feiner Staub. Deshalb arbeitet man mit einer Fräse mit Absaugung und trennt die übrigen Räume mit Folie ab, sonst wischen Sie noch wochenlang Staub.
In Mehrfamilienhäusern aus Beton, wie sie in den 1960er- und 1970er-Jahren vielerorts gebaut wurden, geht das Schlitzen langsamer, weil der Beton hart ist. In tragende Betonwände dürfen keine tiefen und langen waagrechten Schlitze gefräst werden, denn sie schwächen die Wand und können die Bewehrung treffen. Besprechen Sie deshalb vor Arbeitsbeginn, wie weit in tragende Wände eingegriffen wird. Im Stockwerkeigentum geschieht das mit der Liegenschaftsverwaltung oder der Gemeinschaft, bei Bedarf zusammen mit einem Bauingenieur. In solchen Häusern führt man die Kabel deshalb oft im Unterlagsboden, in Vorsatzschalen aus Gipskarton oder in einer abgehängten Decke.
In einem gemauerten Haus lassen sich alte Leitungen manchmal ohne Spitzarbeiten ersetzen, wenn sie in Rohren verlegt wurden. Das neue Kabel wird dann einfach durch das bestehende Rohr gezogen. Viele alte Leitungen liegen aber direkt im Putz, und bei einem kompletten Ersatz wird darum eine ganz neue Leitungsführung gebaut.
Bad, Aussenbereich und feuchte Räume
Im Bad werden elektrische Geräte nach Schutzzonen rund um Badewanne und Dusche angeordnet. Es gilt eine einfache Regel: Je näher am Wasser, desto strenger die Anforderungen an Schutzart und Spannung. Normale Steckdosen gehören ausserhalb dieser Zonen. Leuchten und Ventilatoren bei der Dusche müssen gegen Spritzwasser geschützt sein. Diesen Schutz finden Sie auf dem Produkt als IP-Angabe mit zwei Ziffern, zum Beispiel IP44. Je höher die Ziffern, desto besser der Schutz gegen Staub und Wasser.
Aussensteckdosen, Gartenbeleuchtung und die Zuleitung zum Tor brauchen eine Schutzart, die für draussen geeignet ist, und einen FI. Ein Kabel im Erdreich wird in ein Sandbett gelegt, darüber kommt ein Warnband. Gräbt später jemand an dieser Stelle, warnt ihn das Band, bevor er das Kabel trifft. Bei langen Strecken wählt man einen grösseren Kabelquerschnitt, damit die Spannung am Ende der Leitung nicht zu stark abfällt.
Beleuchtung: wie viele Lichtpunkte und von wo schalten
Eine einzige Deckenleuchte in der Mitte reicht im Wohn- oder Schlafzimmer heute kaum mehr. Bei der Planung kombiniert man drei Arten von Licht: Grundbeleuchtung, Arbeitslicht über der Küchenablage und dem Tisch sowie Stimmungslicht, zum Beispiel ein LED-Band oder Stehleuchten an einer Steckdose, die Sie per Schalter steuern. Jede Gruppe braucht einen eigenen Anschluss und einen eigenen Schalter. Planen Sie die Leuchten deshalb gemeinsam mit den Steckdosen, noch vor dem Schlitzen.
Im Gang, im Treppenhaus und in einem grösseren Raum mit zwei Eingängen möchten Sie das Licht von mehreren Stellen aus schalten. Dafür gibt es Schema-3- und Schema-6-Schalter oder Taster mit einem Stromstossschalter in der Verteilung. Planen Sie Dimmer, prüfen Sie, ob diese zu Ihren LED-Leuchten passen. Wenn nicht, flackert oder summt das Licht.
In Wohnräumen wirkt warmweisses Licht angenehmer. Im Bad beim Spiegel und im Büro passt eher neutralweisses Licht. Leuchten in der abgehängten Decke und in Möbeln brauchen Platz für die Netzgeräte und einen Zugang dazu, damit sich ein Netzgerät später ohne Demontage der Decke ersetzen lässt.
Smart Home, Laden des Elektroautos und Photovoltaik
Denken Sie an eine intelligente Steuerung von Licht oder Storen? Sagen Sie das dem Elektroinstallateur vor dem Schlitzen. Viele smarte Schalter brauchen in der Dose neben dem Polleiter auch einen Neutralleiter und eine tiefere Dose. Bei einer neuen Installation ist das eine Kleinigkeit, in einer fertigen Wand lässt es sich nur mühsam nachrüsten.
Eine Ladestation für ein Elektroauto braucht einen eigenen Stromkreis, der eine Dauerbelastung aushält, einen passenden FI-Typ und oft eine dreiphasige Zuleitung. In Mehrfamilienhäusern und im Stockwerkeigentum kommt meist ein Lastmanagement dazu, damit mehrere Ladestationen den Hausanschluss nicht überlasten. Bei Photovoltaik braucht es Platz für den Wechselrichter und eine Verbindung zur Verteilung. In Mehrfamilienhäusern ist ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch ein Thema, bei dem der Solarstrom im Haus verteilt und intern gemessen wird. Für Photovoltaik und energetische Massnahmen gibt es Förderprogramme von Bund, Kantonen und teils Gemeinden; die aktuellen Bedingungen kennt Ihr Installateur oder die kantonale Energiefachstelle. Planen Sie etwas davon in ein paar Jahren, bereiten Sie schon jetzt ein Leerrohr oder ein Kabel und Platz in der Verteilung vor. So ersparen Sie sich später Spitzarbeiten in fertigen Wänden.
Fachkompetenz und Sicherheitsnachweis
An fest verlegten Leitungen dürfen nur Elektroinstallateure mit entsprechender Bewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) arbeiten. Nach Abschluss einer neuen oder erneuerten Installation folgt die Schlusskontrolle, also die erste fachliche Prüfung. Gemessen werden unter anderem der Isolationswiderstand, die Schleifenimpedanz, die Funktion der FI und ob alles richtig angeschlossen ist, nach der Niederspannungs-Installationsnorm NIN. Das Ergebnis wird im Sicherheitsnachweis festgehalten. Ohne ihn sollte die Installation nicht in Betrieb gehen. Fehlt er nach einem Brand oder einem anderen Schaden, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen. Auch später wird die Installation periodisch kontrolliert, und dafür brauchen Sie die Unterlagen wieder.
Legen Sie zum Sicherheitsnachweis auch das Schema der Verteilung mit der Beschriftung der Stromkreise. Bei jeder späteren Änderung oder Störung müssen dann weder Sie noch der Elektroinstallateur herausfinden, welcher Schalter zu welchem Raum gehört.
Anleitung für Heimwerker: Wenn die Sicherung oder der FI auslöst
An Leitungen und in der Verteilung dürfen Sie als Laie nicht arbeiten. Herausfinden, was das Auslösen verursacht, können Sie aber selbst, und damit sparen Sie dem Elektroinstallateur Zeit.
- Nachsehen, was ausgelöst hat: der Leitungsschutzschalter eines einzelnen Stromkreises oder der FI, der mehrere Stromkreise gleichzeitig abschaltet.
- Beim Leitungsschutzschalter überlegen, ob auf demselben Stromkreis mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig liefen. Wenn ja, die Geräte auf Steckdosen in anderen Räumen verteilen.
- Beim FI alle Geräte in den betroffenen Stromkreisen ausstecken und den FI wieder einschalten.
- Die Geräte nacheinander wieder einstecken, eines nach dem anderen. Löst der FI bei einem bestimmten Gerät aus, ist dessen Isolation wahrscheinlich beschädigt, und das Gerät gehört in die Reparatur.
- Löst der FI auch ohne eingesteckte Geräte aus, besonders nach Regen, kann der Fehler in einer Aussensteckdose, einer Leuchte oder in den Leitungen liegen. Den Elektroinstallateur rufen.
- Etwa alle sechs Monate die Prüftaste mit dem Buchstaben T am FI drücken. Der FI muss sofort ausschalten. Schaltet er nicht aus, ist er defekt und muss ersetzt werden.
- Wird eine Steckdose heiss, riecht sie oder funkt sie, sofort den zugehörigen Leitungsschutzschalter ausschalten und die Steckdose nicht mehr benutzen, bis der Elektroinstallateur sie geprüft hat.
So nehmen Sie die Elektroinstallation ab
- Sie haben den Sicherheitsnachweis und das Schema der Verteilung mit beschrifteten Stromkreisen erhalten
- Leitungsschutzschalter und FI in der Verteilung sind nach Räumen und Geräten beschriftet
- Alle Steckdosen, Schalter und Leuchten funktionieren, die Steckdosen sitzen fest und gerade
- Der FI schaltet beim Drücken der Prüftaste aus
- Sie haben Fotos der Leitungen in den Wänden vor dem Verputzen, mit gemessenen Abständen zu Ecken und Boden
- In der Verteilung ist Platz für spätere Erweiterungen, und die vorbereiteten Leerrohre sind eingezeichnet
Häufige Fragen
Ein Auslass für Steckdose oder Schalter inklusive Rohmontage kostet gemäss aktueller Preisliste 23.10 CHF pro Punkt Arbeitsleistung. Die Fertigmontage wird separat verrechnet, 9.63 CHF pro Stück.
Montage und Anschluss des Wohnungsverteilers kosten 288.65 CHF pro Stück. Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter werden separat eingebaut und verrechnet.
Ja. Bevor eine neue oder sanierte Installation in Betrieb geht, muss eine Elektrofachperson sie kontrollieren und einen Sicherheitsnachweis erstellen.
Beton und Betonelemente sind härter, die Diamant-Schlitzfräse nutzt sich darin schneller ab. Deshalb kostet ein Schlitz in Beton mehr als in Backstein oder Porenbeton.
Vor allem die Anzahl Punkte, die Leitungslänge, das Wandmaterial, in das geschlitzt wird, und wie viele Leuchten und Geräte montiert und angeschlossen werden müssen. Darum fallen Pauschalpakete je nach Grundriss der Wohnung unterschiedlich aus.
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