Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage von Treppenstufen mit Setzstufe

Bei der Montage von Treppenstufen klebt und verankert der Schreiner hölzerne Trittstufen auf eine fertige Beton- oder Stahltreppe. In der Variante mit Setzstufe kommen die senkrechten Bretter zwischen den Stufen dazu, sodass jede Stufe rundum mit Holz verkleidet ist. Das braucht man im Neubau, wenn die Treppe noch im Rohbeton dasteht. Es

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
81.76 CHF/ Stk.
Orientierungsspanne
65.38 CHF - 106.30 CHF
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Schreinerarbeiten4 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Treppen und Geländer
Montage Treppenstufen mit SetzstufeStk.-
Montage TreppenstufenStk.81.76 CHF-
Treppenstufen schleifen + 3× lackierenStk.-
Montage Holzhandlauf am Geländerlfm24.15 CHF-
Arbeit gesamt
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So läuft die Montage Schritt für Schritt ab

Der Ablauf ist bei beiden Varianten ähnlich. Mit Setzstufe kommt ein Arbeitsschritt dazu, und das genaue Einpassen braucht mehr Zeit.

  1. Jede Stufe einzeln ausmessen. Bei Betontreppen sind die Stufen fast nie alle gleich und selten ganz rechtwinklig. Der Schreiner misst deshalb an jeder Stufe Höhe, Tiefe, Ebenheit und die Feuchtigkeit des Untergrunds.
  2. Teile auf Mass fertigen oder anpassen. Die Trittstufen werden nach der tatsächlichen Form der Treppe zugeschnitten, nicht nach dem Plan. Die Setzstufen werden in der Höhe so angepasst, dass sie kleine Unterschiede im Beton ausgleichen.
  3. Untergrund vorbereiten. Der Beton wird von Staub und Fett befreit und grundiert. Grössere Unebenheiten werden gespachtelt oder abgeschliffen.
  4. Setzstufen und Trittstufen versetzen. Die Teile werden mit einem elastischen Kleber für die Verbindung von Holz und Beton verklebt, meist auf Polyurethan- oder MS-Polymer-Basis. Je nach Untergrund kommt eine verdeckte mechanische Befestigung dazu. Jede Stufe wird mit der Wasserwaage kontrolliert und beschwert, bis der Kleber angezogen hat.
  5. Details fertigstellen. Die Fuge zur Wand wird mit einer Leiste oder elastischem Dichtstoff abgedeckt, kleine Fugen werden gekittet. Sind die Stufen nicht schon fertig behandelt, folgt Lack oder Öl.

Bei einer Stahltreppe legt der Schreiner eine elastische Unterlage zwischen Holz und Metall. So übertragen sich keine Vibrationen, und die Stufe klappert nicht.

Mit oder ohne Setzstufe: Wo liegt der Unterschied?

Es gibt zwei ähnliche Arbeiten: nur die Trittstufen montieren oder die Trittstufen zusammen mit den Setzstufen. Der Unterschied liegt darin, was am Ende sichtbar bleibt.

  • Nur Trittstufen: Das Holz liegt nur auf der waagrechten Fläche. Die Stirnseiten der Betonstufen brauchen eine eigene Lösung, zum Beispiel Verputz, Spachtel oder einen Anstrich. Diese Variante ist einfacher und geht schneller.
  • Trittstufen mit Setzstufe: Auch die senkrechte Fläche wird mit Holz verkleidet, die Treppe wirkt wie aus einem Guss. Es braucht mehr Messen und Einpassen, denn die Verbindung zwischen Tritt- und Setzstufe fällt sofort auf und darf keinen Spalt zeigen.

Warum wählen viele die Setzstufe? Sie verdeckt unschöne Betonkanten, schützt sie vor Schuhabrieb und Fusstritten und lässt sich leichter sauber halten. Familien mit kleinen Kindern schätzen ausserdem, dass kein Fuss in eine offene Stufe rutschen kann. Die Setzstufe kann aus demselben Holz sein wie die Trittstufe, aus einer kontrastierenden Holzart oder aus lackiertem MDF, das gut zu weissen Türen und Zargen passt.

Material, Stärke und Oberfläche

Für Treppen nimmt man Hartholz, meist Eiche, daneben Buche oder Esche. Eiche ist abriebfest und hat eine kräftige Maserung. Buche ist etwas weicher und reagiert empfindlicher auf Feuchtigkeit.

  • Massivstufen aus einem Stück oder aus verleimten Lamellen lassen sich später mehrmals abschleifen und auffrischen.
  • Mehrschichtstufen aus mehreren Lagen sind formstabiler und verziehen sich weniger. Sie eignen sich gut für breite Stufen.

Trittstufen sind meist etwa 30 bis 40 mm stark, Setzstufen dünner. Eine dickere Trittstufe ist steifer und verträgt mehr Schleifgänge, macht aber auch jede Stufe höher. Bei der Oberfläche haben Sie die Wahl zwischen Lack für eine strapazierfähige Schicht, Öl für ein natürliches Aussehen und Hartwachsöl als Mittelweg. Denken Sie bei Treppen auch an die Rutschfestigkeit, entweder über einen entsprechenden Lack oder über Rillen an der Vorderkante.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Am einfachsten ist eine gerade Treppe mit ebenem, trockenem Beton und ungefähr gleich grossen Stufen. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen durch:

  • unebenen oder beschädigten Beton, der ausgeglichen und an den Kanten repariert werden muss,
  • das Entfernen alter Platten, Kunststoffbeläge oder früherer Trittstufen,
  • gewendelte oder abgewinkelte Treppen, bei denen jede Stufe eine andere Form hat,
  • Setzstufen, gerundete Kanten und den Anschluss an ein bestehendes Geländer,
  • eingelassene LED-Beleuchtung oder Kantenschutzprofile aus Aluminium.

Ein Detail, das oft vergessen geht: Die Holzverkleidung macht jede Stufe um die Stärke der Trittstufe höher. Die unterste Stufe beim Boden und die oberste beim oberen Geschoss fallen deshalb anders aus, wenn man das bei der Planung der Bodenbeläge und des Unterlagsbodens nicht berücksichtigt. Alle Stufen sollen gleich hoch sein. Das verlangen auch die einschlägigen Normen (SIA) zur Treppengeometrie, und der Fuss merkt es ohnehin sofort.

Typische Fehler bei der Montage

Die meisten Probleme zeigen sich nicht sofort, sondern erst nach einigen Monaten oder nach der ersten Heizperiode.

  • Feuchter oder staubiger Untergrund. Der Kleber haftet nicht vollflächig, unter der Stufe entstehen Hohlräume, und die Treppe beginnt zu knarren.
  • Nicht akklimatisiertes Holz. Die Stufen sollten einige Tage im Raum liegen, in dem sie montiert werden. Die Luft dort sollte etwa 40 bis 60 % relative Feuchtigkeit haben, und montiert wird erst, wenn Verputz und Unterlagsboden trocken sind.
  • Harter oder Universalkleber. Holz arbeitet. Ist die Verbindung nicht elastisch, reisst sie oder löst sich.
  • Keine Fuge zur Wand. Holz dehnt sich bei Feuchtigkeit aus. Fehlt der Platz, wölbt sich die Stufe oder springt.
  • Ungenaues Ausmessen. Schon wenige Millimeter Unterschied zwischen den Stufen spürt man beim Gehen, und man stolpert leichter.

So prüfen Sie die fertige Treppe

Gehen Sie bei der Abnahme die Treppe hinauf und hinunter, langsam und im normalen Tempo, und achten Sie auf Folgendes:

  • Keine Stufe knarrt, federt oder bewegt sich beim Auftreten
  • Alle Stufen sind gleich hoch, auch die unterste und die oberste
  • Die Trittstufen stehen überall gleich weit über die Setzstufe vor
  • Die Trittstufen sind waagrecht und die Kanten liegen in einer Linie
  • Zwischen Tritt- und Setzstufe ist kein Spalt sichtbar
  • An den Wänden ist eine Fuge vorhanden und mit Leiste oder Dichtstoff abgedeckt
  • Die Oberfläche ist gleichmässig, ohne Läufer und ohne unbehandelte Stellen
  • Sie wissen, ab wann die Treppe voll belastbar ist und wie Sie die Oberfläche pflegen

Häufige Fragen

In den meisten Fällen ja. Der Beton muss fest, ohne grössere Risse und genügend trocken sein. Alte Beläge werden entfernt, der Untergrund ausgeglichen und das Holz direkt darauf geklebt.

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