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8 Tipps zur Reparatur Ihrer Bewässerungsanlage

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8 Tipps zur Reparatur Ihrer Bewässerungsanlage

Ihre Bewässerungsanlage leistet bei der Pflege von Rasen und Bepflanzung hervorragende Arbeit. Doch jedes System im Freien ist der Witterung ausgesetzt: Temperaturschwankungen, Morgenfrost oder ganztägiger Frost, Schnee- und Eisschichten, schwankender Wasserdruck, Baumwurzeln und Tiere.

Hinzu kommt, dass die empfindliche Elektronik einer unterirdisch verlegten, automatischen Bewässerungsanlage mit der Zeit ausfallen kann. Ventile und Schläuche, oft aus leichtem und dünnem Kunststoff gefertigt, können reissen, zerdrückt werden oder brechen.

Dem steht allerdings gegenüber, wie einfach und vergleichsweise günstig sich Ihre Bewässerungsanlage reparieren lässt. Einzelne Ersatzschläuche, Winkelstücke und Ventile kosten in der Regel nicht viel. Die Leitungen liegen meist nur 15 bis 20 Zentimeter tief im Boden und lassen sich leicht freilegen. Einzelne Abschnitte oder Bauteile können separat repariert oder ersetzt werden, ohne dass die ganze Anlage ausgegraben werden muss. Halten Sie sich bei der Reparatur Ihrer Regner an die folgenden Tipps, dann klappt es problemlos.

1. Reinigen Sie die Regnerköpfe

Regnerköpfe können durch Schmutz und Erdreste sehr schnell verstopfen. Verschmutzte Sprühköpfe beeinträchtigen die Wasserverteilung auf dem Rasen, was stellenweise zu trockenen, braunen Flecken führen kann. Sind die Regnerköpfe sauber und frei, läuft die ganze Gartenbewässerung reibungslos.

Setzen Sie sich eine jährliche Erinnerung, damit Sie die Reinigung der Köpfe nicht vergessen. So stellen Sie sicher, dass das Wasser richtig fliesst und der Wasserdruck konstant bleibt. Für die Reinigung schalten Sie die Anlage aus, nehmen die Düse heraus und weichen sie ein. Konsultieren Sie immer die Bedienungsanleitung, damit Sie den Kopf wieder korrekt montieren können und ihn beim Reinigen nicht beschädigen.

2. Ersetzen Sie das Regnerventil

Fahren Ihre Regnerköpfe nicht aus, schalten sie sich nicht ein oder fehlt ihnen der nötige Wasserdruck, liegt das Problem möglicherweise weiter vorne im System, nämlich bei den Ventilen. Ventile funktionieren wie eine Verkehrssteuerung: Sie öffnen und schliessen sich nach Bedarf und leiten das Wasser so in die vorgesehenen Rasenbereiche. Ist ein Ventil defekt, wirkt sich das auf die ganze Bewässerungsanlage aus.

Der Ersatz von Ventilen kann ein recht aufwendiger Vorgang sein, bei dem die Kunststoffrohre zu den Ventilen durchtrennt werden müssen. Manche Gartenbewässerungsanlagen verfügen über keinen separaten Ventilsatz. Das Wasser fliesst dort direkt durch ein einziges automatisches Steuergerät mit Zeitschaltuhr und anschliessend durch die Leitungen bis zu den Regnerköpfen.

3. Reparieren Sie ein defektes Ventil durch Austausch der Magnetspule

Haben Sie eine mangelhafte Wasserzufuhr als Ursache eindeutig ausgeschlossen, kann der Fehler an der Magnetspule liegen. Die Magnetspule ist gewissermassen eine kleine Klappe im Ventil, die sich innerhalb weniger Millisekunden öffnet und schliesst.

Auch wenn der Austausch einer Magnetspule nach einer komplizierten Reparatur klingt, ist er das überhaupt nicht. Günstige Ersatzspulen erhalten Sie in den meisten Baumärkten, Eisenwarenhandlungen und natürlich auch im Onlinehandel. Der ganze Austausch dauert höchstens 5 Minuten.

Stellen Sie die Wasserzufuhr ab, trennen Sie die Stromversorgung und lösen Sie dann die beiden Drähte der defekten Magnetspule. Drehen Sie die defekte Spule im Gegenuhrzeigersinn heraus. Setzen Sie die neue Spule ein und dichten Sie sie durch Drehen im Uhrzeigersinn ab. Schliessen Sie anschliessend die beiden Drähte wieder an.

4. Wintern Sie Ihre Bewässerungsanlage ein

Die Bewässerung brauchen Sie nicht das ganze Jahr über, deshalb sollten Sie sie für die kalten und nassen Wintermonate einwintern. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihre Anlage im Frühling wieder voll funktionsfähig ist? Prüfen Sie bei der Wintervorbereitung, ob alle Komponenten richtig verstaut sind. Ist das System mithilfe von Zimmermannskonstruktionen befestigt, vergewissern Sie sich, dass diese stabil sind und die oberirdischen Teile der Bewässerung vor den Winterbedingungen schützen.

Lassen Sie die Zeitschaltuhr nicht unter Druck. Nehmen Sie sie vom Schlauchanschluss ab, entleeren Sie sie und lagern Sie sie an einem warmen, sauberen und trockenen Ort. Lassen Sie das Wasser aus der gesamten Anlage ab, damit nichts einfrieren kann.

5. Finden Sie das Leck in der Bewässerungsanlage

Eines der ärgerlichsten Probleme bei der Reparatur einer Bewässerungsanlage ist ein Loch im unterirdischen Teil. Statt die ganze Anlage auszugraben, müssen Sie die Stelle des Lecks genau bestimmen.

Um das Leck zu finden, müssen Sie sehr aufmerksam sein und auf indirekte Hinweise achten, etwa auf angesammeltes Wasser, das nicht aus einem Regnerkopf stammt. Manchmal ist das Gras auch nur feucht, aber nicht durchnässt. Lassen Sie die Regner in der Nacht etwa eine Stunde lang laufen. Warten Sie bis zum nächsten Tag, damit das Wasser Zeit hat zu verdunsten. Prüfen Sie dann mit der Hand, ob das Gras in der Nähe der vermuteten Stelle feucht ist. Achten Sie auch auf optische Anzeichen: Suchen Sie nach Bereichen, in denen das Gras höher oder grüner ist als anderswo. Das kann darauf hindeuten, dass es dort mehr Wasser und Nährstoffe erhält als in anderen Bereichen.

6. Reparieren Sie beschädigte Kabel

Beschädigte Kabel unterbrechen die Kommunikation zwischen Ventil und Steuergerät, sodass sich die Ventile nicht mehr planmässig von selbst öffnen und schliessen. Manchmal entstehen die Schäden durch normalen Verschleiss, es kann aber auch andere, direkte Ursachen geben.

Da die Kabel hauptsächlich im Boden verlegt sind, ist nicht immer offensichtlich, wann ein Schaden entstanden ist. Sobald das Problem erkennbar ist, sei es sichtbar oder nach dem Ausschluss anderer möglicher Ursachen, sollten Sie die Kabel umgehend reparieren oder ersetzen. Bei komplexeren Reparaturen können Elektroinstallationsarbeiten nötig sein, um die Verbindung zwischen Steuergerät und Ventilen korrekt wiederherzustellen. Ist der Schaden umfangreich und trauen Sie sich die Reparatur nicht selbst zu, sollten Sie einen Elektriker beiziehen.

7. Ignorieren Sie gelöste Kabel nicht

Fast so schlimm wie beschädigte Kabel sind gelöste Kabel. Auch sie können die Kommunikation stören zwischen Steuergerät und Ventil. Versuchen Sie herauszufinden, weshalb sich das Kabel gelöst hat. Häufige Gründe sind etwa extreme Witterung oder schlicht ein fehlerhaftes Bauteil.

Gelöste Kabel sollten wieder angeschlossen werden, sobald Sie bemerken, dass sie getrennt sind. Kontrollieren Sie Verbinder, Ventile und Steuergerät, um mögliche Ursachen für die Trennung zu finden. Kennen Sie die Ursache, können Sie sie künftig vermeiden. In der Bedienungsanleitung finden Sie Hinweise, wie Sie das ursprüngliche Kabel so wieder anschliessen, dass auch seine ursprüngliche Funktion wiederhergestellt wird. Vergewissern Sie sich, dass der Draht selbst beim Lösen nicht beschädigt wurde.

8. Reparatur einer undichten Leitung

Stellen Sie ein Leck in einer unterirdischen Leitung fest, müssen Sie diese ausgraben. Graben Sie mit einem Spaten oder einer Schaufel mit flachem Blatt im Bereich des vermuteten Lecks vorsichtig, damit Sie keine anderen Teile der Anlage beschädigen. Manche Leitungen liegen sehr knapp unter der Oberfläche, andere tiefer.

Um die Leitung zu reparieren, schneiden Sie den beschädigten Abschnitt heraus und ersetzen ihn. Viele Bewässerungsanlagen arbeiten mit flexiblen Leitungen, sodass Sie einfach das herausgeschnittene Stück ins Geschäft mitnehmen und das passende Reparaturmaterial kaufen können. Vor der Reparatur lohnt sich ein Blick in die Preisliste für Bauarbeiten, damit Sie einen Überblick über allfällige Kosten für Fachleistungen oder Material haben. Im Fachhandel finden Sie ein Ersatzrohr sowie Adapter aus Messing oder Kunststoff, mit denen Sie das neue Rohrstück an die bestehende Gartenbewässerungsanlage anschliessen.

Foto: Süleyman Şahan

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