Wo lässt sich bei einer Renovation überall Geld sparen?

Fast alle, die bauen oder renovieren, achten in erster Linie auf ihr Budget. Dass teure Positionen im Aussenbereich die Renovationskosten rasch in die Höhe treiben können, ist kein Geheimnis. Viele vergessen jedoch, dass auch die Preise für den Innenausbau und die Oberflächen den Endpreis einer Renovation stark beeinflussen können.
Zum Glück lassen sich Elemente im Innenbereich, anders als im Aussenbereich, sehr gut an Ihren Geschmack und Ihr Budget anpassen. Schauen wir uns also die wichtigsten Möglichkeiten an, wie Sie bei der Renovation von Innenräumen sparen können.
1. Wandfarben
Die Kosten für das Streichen der Wände können ziemlich hoch ausfallen, vor allem wenn Sie sich für viele verschiedene Muster und Farben entscheiden. Jedes Mal, wenn der Maler die Farbe wechselt, muss er für saubere, scharfe Übergänge sorgen, und das braucht Zeit. Je mehr Farben, desto höher die Kosten.
Wenn Sie die Kosten für die Malerarbeiten tief halten möchten, beschränken Sie die Anzahl Farben. Überlegen Sie sich auch, weniger Wände in einer anderen Farbe als der Grundfarbe streichen zu lassen. Jedes Mal, wenn der Maler an eine andere Oberfläche stösst, etwa an die Decke, an Sockelleisten oder an Schalter, muss er sorgfältig eine scharfe Linie ziehen, um den gewünschten Kontrast zu erreichen. Er verrechnet Ihnen dabei nicht nur die zusätzliche Zeit fürs Streichen, sondern auch die Zeit, in der er Pinsel auswäscht und Farben wechselt.
2. Wand- und Bodenplättli
Die Wahl verschiedener Plättli für Böden und Wände kann die Kosten für den Badumbau deutlich erhöhen, besonders wenn Sie Plättli mit ungewöhnlicher Form oder einem komplizierten Muster wählen. Plattenlegerarbeiten dauern in diesem Fall viel länger, weil der Plattenleger das Muster sorgfältig legen und jedes Plättli genau platzieren muss. Statt nach verlegten Quadratmetern kann er Ihnen dann seinen Stundenansatz verrechnen. Bedenken Sie ausserdem, dass Plättli häufig zugeschnitten werden müssen, damit sie genau in den vorgegebenen Raum passen. Je mehr zugeschnitten werden muss, desto mehr Plättli landen im Abfall.
Tipp: Wenn Sie gemusterte Plättli mögen, wählen Sie eine einfache Form, die den Verschnitt und den Zeitaufwand fürs Verlegen gering hält. Beschränken Sie zudem die Fläche, die mit gemusterten Plättli belegt wird.
Eine einfache Form und einfarbige Plättli für Wände und Böden können Ihrem Badezimmer einen edlen Touch verleihen und senken gleichzeitig den Verschnitt und die Kosten. Verwenden Sie denselben Plättlityp auch in den übrigen Räumen, so erhalten Sie möglicherweise einen Mengenrabatt und sparen noch etwas mehr.
Tipp: Naturstein, Keramik und Feinsteinzeug sind die wichtigsten Materialien für Wand- und Bodenbeläge. Keramikplättli bieten Ihnen eine ähnliche Optik wie teurer Naturstein, und das zu einem Bruchteil des Preises. Zudem lassen sie sich viel einfacher verlegen.
3. Fensterrahmen
Fensterrahmen werden entweder aus Holz, Aluminium oder, wenn der Preis keine Rolle spielt, aus schlankem Stahl gefertigt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, bei den Fensterrahmen möglichst viel zu sparen, am einfachsten ist es aber, ein preisgünstiges Profil zu wählen. Aluminiumrahmen werden zum Beispiel in drei verschiedenen Profilen angeboten: für den Gewerbebau, als Halbgewerbeprofil und für den Wohnbau. Das Halbgewerbeprofil ist deutlich günstiger als die anderen.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Fenster, desto teurer wird Ihr Bau. Setzen Sie grosse und viele Glasflächen vor allem in den Wohnräumen ein, in denen Sie Sonnenlicht und Aussicht geniessen möchten. In Räumen, in denen Sie sich weniger aufhalten, halten Sie die Verglasung hingegen möglichst klein.
Tipp: Je grösser ein einzelnes Fenster ist, desto schwerer ist es in der Regel. Ein höheres Gewicht kann die Kosten für Transport und Montage erhöhen. Manchmal stellen Sie fest, dass zwei kleinere Fenster nebeneinander deutlich weniger kosten als ein grosses.
4. Schubladen und Schränke
Küchenschubladen bieten viel Stauraum. Sie halten das Küchengeschirr gut geordnet, und Sie sehen auf den ersten Blick, wo sich was befindet. Schubladen kosten jedoch deutlich mehr als gewöhnliche Küchenschränke. Während eine Schranktür nur ein einfaches Scharnier braucht, benötigen Schubladen Auszugsschienen. Je mehr Schubladen Sie möchten, desto höher fallen die Kosten für den Küchenumbau aus.
Tipp: Wenn Sie viele Schubladen einbauen lassen, wählen Sie die Art der Auszugsschienen mit Bedacht. Ausführungen, Funktionen und Preise unterscheiden sich stark. Die gewählten Schienen beeinflussen den Endpreis nicht nur der Schubladen, sondern der ganzen Küche.
5. Küchenabdeckung
Für die Küchenabdeckung gibt es verschiedene Materialien, darunter Laminat, Naturstein, Kunststein, Holz oder andere ökologische und neuartige Materialien, die man sonst kaum antrifft. Damit ist der Entscheidungsprozess aber noch lange nicht abgeschlossen.
Zu den weiteren Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen, gehören die Form und die Grösse Ihrer Küchenkombination. Je mehr Abdeckung Sie benötigen, desto mehr kostet es natürlich. Selbst ein günstigeres Material hilft in diesem Fall nicht unbedingt, die Kosten tief zu halten. Um eine bessere Vorstellung von den Ausgaben zu bekommen, werfen Sie einen Blick in die Preisliste für Bauarbeiten, die Ihnen detaillierte Angaben zu den Preisen für die einzelnen Schritte von Montage und Installation der Küche liefern kann.
6. Beleuchtung
Elektriker verrechnen die Montage von Leuchten in der Regel nach Anzahl der installierten Lampen. Je mehr Deckenleuchten Sie haben, desto höher sind die Arbeits- und Installationskosten.
Rechnen Sie ausserdem damit, dass mit jeder zusätzlichen Leuchte auch Ihre Stromrechnung steigt. Wenn Sie die Zahl der Deckenleuchten begrenzen und sie gezielt dort platzieren, wo Licht wirklich gebraucht wird, kostet Sie das zwar mehr Planungszeit, senkt die Kosten aber eindeutig.
Tipp: Manche Leuchtenanbieter bieten einen kostenlosen Service an und erstellen Ihnen ein Beleuchtungskonzept, das auf Ihre Räume und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern erhalten auch eine durchdachte und sorgfältige Planung. Der Nachteil: Sie müssen sämtliche Leuchten bei diesem Anbieter kaufen.
7. Lichtschalter und Steckdosen
In letzter Zeit sind Lichtschalter und Steckdosen zu einem echten Designtrend geworden. Ausgefallene Formen oder Farben können Ihr Budget jedoch stark belasten. Und obwohl es auf dem Markt die verschiedensten Lichtschalter mit unterschiedlichen Funktionen gibt, tun sie im Grunde alle dasselbe: Sie schalten das Licht ein und aus.
Ihr Elektriker kann Ihnen für die Montage spezieller Schalter und Steckdosen zudem einen höheren Betrag verrechnen. Muss ausserdem eine nicht standardmässige Öffnung in die Wand geschnitten werden, ist mit zusätzlichen Kosten für die Elektroinstallationsarbeiten zu rechnen, besonders wenn sie von üblichen Installationen abweichen.
Tipp: Montieren Sie an wenig sichtbaren Stellen, etwa im Innern eines Schranks oder im Reduit, günstigere Lichtschalter. Die teureren und edleren Modelle sparen Sie sich für gut sichtbare Stellen und Räume auf.
Foto von Alesia Kozik auf Pexels
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