Was Sie vor der Demontage eines Einbauschranks wissen sollten: Tipps und Tricks

Die Demontage eines Einbauschranks wirkt auf den ersten Blick einfach, ist in der Praxis aber oft aufwendiger. Bei unsachgemässem Vorgehen können Wände, Böden oder sogar Leitungen beschädigt werden, was die Reparaturkosten deutlich erhöht. Ob Sie den Einbauschrank selbst ausbauen oder Fachleute beauftragen: Sie sollten das richtige Vorgehen kennen und typische Fehler vermeiden. In diesem Beitrag finden Sie praktische Tipps zur Demontage eines Einbauschranks. Sie erfahren ausserdem, was Abbrucharbeiten alles umfassen und mit welchen Richtpreisen Sie rechnen müssen, damit Sie Ihr Projekt gut planen können.
Warum ist eine fachgerechte Demontage des Einbauschranks wichtig?
Einbauschränke sind fest in Wänden, Böden oder Decken verankert. Das sorgt für Stabilität, erschwert aber den Ausbau. Ein falsches Vorgehen beim Ausbau eines Einbauschranks kann folgende Folgen haben:
- Beschädigte Oberflächen: Risse im Verputz, beschädigte Böden oder ausgerissene Stellen an der Decke.
- Höhere Kosten: Zusätzliche Reparaturen und das Ausgleichen von Oberflächen können die Renovation verteuern.
- Sicherheitsrisiko: Herabfallende Teile können zu Verletzungen führen, wenn nicht vorsichtig gearbeitet wird.
Mit einer guten Vorbereitung und dem passenden Werkzeug verläuft die Demontage reibungslos und ohne unnötige Komplikationen.
Wie geht man bei der Demontage eines Einbauschranks vor?
1. Raum für die Abbrucharbeiten vorbereiten
Bevor Sie mit der Demontage des Einbauschranks beginnen, sollten Sie den Raum so sichern, dass die übrige Einrichtung möglichst nicht beschädigt wird. Dazu gehört:
- Möbel und Gegenstände entfernen: Räumen Sie den Schrank aus und entfernen Sie alles, was bei der Arbeit im Weg sein könnte.
- Umgebung schützen: Decken Sie Böden, Möbel und Wände mit Abdeckfolien ab, um sie vor Staub und Bruchstücken zu schützen.
- Werkzeug bereitlegen: Halten Sie Schraubenzieher, Brecheisen, Abbruchhammer sowie Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzbrille bereit.
2. Schrank schrittweise zerlegen
Einbauschränke bestehen in der Regel aus mehreren Teilen, die in der richtigen Reihenfolge zerlegt werden müssen:
- Türen und Tablare entfernen: Hängen Sie zuerst die Türen aus, damit Sie an die inneren Teile gelangen. Tablare und Einbausysteme schrauben Sie ab oder hebeln sie behutsam heraus.
- Beschläge und Halterungen demontieren: Entfernen Sie alle Metallteile wie Scharniere, Schienen oder Halterungen vorsichtig, damit die angrenzenden Oberflächen keinen Schaden nehmen.
- Korpus zerlegen: Arbeiten Sie sich von oben nach unten vor. Lösen Sie die einzelnen Teile mit dem Brecheisen oder dem Abbruchhammer.
3. Verankerungen sorgfältig entfernen
Einbauschränke sind meist fest in Wänden, Böden oder Decken verankert. Gehen Sie beim Entfernen behutsam vor, damit die Oberflächen nicht beschädigt werden. Prüfen Sie nach dem Lösen der Verankerungen, ob Löcher oder beschädigte Stellen zurückgeblieben sind, die ausgebessert werden müssen.
4. Abfall entsorgen und Raum reinigen
Denken Sie nach Abschluss der Abbrucharbeiten an eine umweltgerechte Entsorgung. Materialien wie Holz, Metall oder Glas lassen sich rezyklieren, deshalb sollten Sie sie sauber trennen. Fachfirmen haben den Abtransport oft bereits im Preis inbegriffen, was Ihnen Zeit und Aufwand erspart.
Die häufigsten Fehler bei der Demontage eines Einbauschranks
- Vernachlässigte Vorbereitung: Ohne Schutz der umliegenden Flächen oder ohne geeignetes Werkzeug können Wände und Böden Schaden nehmen.
- Falsches Vorgehen: Wer den Schrank in der falschen Reihenfolge zerlegt, macht sich die Arbeit unnötig schwer oder gefährdet die Sicherheit.
- Kleine Schäden übersehen: Nach der Demontage zeigen sich oft kleinere Risse oder Unebenheiten, die vor weiteren Arbeiten behoben werden sollten.
- Entsorgung unterschätzen: Wer nicht plant, wohin die demontierten Materialien kommen, riskiert, dass sich der Abfall anhäuft und weitere Probleme verursacht.
Kosten für die Demontage eines Einbauschranks
Die Kosten der Abbrucharbeiten bei der Demontage eines Einbauschranks hängen von Grösse, Material und Aufwand ab. Hier die Richtpreise:
| Art der Arbeit | Preis (Richtwert) |
|---|---|
| Demontage eines kleinen Schranks | CHF 89 - CHF 180 |
| Demontage eines grossen Schranks | CHF 180 - CHF 355 |
| Entsorgung des Abfalls | CHF 54 - CHF 89 |
| Ausbessern der Oberflächen nach dem Abbruch | CHF 18 - CHF 54 pro m² |
Tipp: Holen Sie vor der Auftragsvergabe eine individuelle Offerte ein. Fachleute bieten oft eine kostenlose Besichtigung an, um die Kosten der Abbrucharbeiten genau bestimmen zu können.
Woran Sie nach der Demontage des Einbauschranks denken sollten
Nach der erfolgreichen Demontage gilt es, den Raum für die nächsten Schritte vorzubereiten. Dazu gehören:
- Wände und Böden ausbessern: Bei Schäden muss die Oberfläche ausgeglichen, Risse gefüllt und eine neue Verputzschicht aufgetragen werden.
- Raum reinigen: Staub und feine Partikel sollten gründlich entfernt werden, vor allem wenn weitere Renovationsarbeiten geplant sind.
- Weitere Arbeiten planen: Legen Sie fest, welche neue Einrichtung oder welche Oberflächenbehandlung Sie im Raum umsetzen möchten.
Warum Fachleute beauftragen?
Auch wenn es so scheint, als könnten Sie die Demontage eines Einbauschranks selbst erledigen, gibt es mehrere Gründe, auf Fachleute zu setzen:
- Gesicherte Qualität: Fachleute verfügen über Erfahrung, die das Risiko von Schäden an umliegenden Flächen minimiert.
- Zeitersparnis: Mit dem passenden Werkzeug und einem eingespielten Team ist die Arbeit schneller erledigt.
- Entsorgung inklusive: Firmen bieten in der Regel einen Komplettservice inklusive umweltgerechter Entsorgung der Materialien an.
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