Der Abbruch einer Betonwand oder Trennwand kostet gemäss aktueller Preisliste 289.94 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Plättli werden pro m² abgerechnet, ausgebaute Sanitärapparate pro Stück. Abfuhr und Entsorgung des Schutts kommen immer separat dazu und werden pro Tonne verrechnet, denn wie schwer der Schutt ist, lässt sich anhand der Abbruchfläche allein nicht abschätzen.
Leistungsarten und ihre Preise
Der schwerste und langsamste Teil der Abbrucharbeiten. Nötig sind ein Abbruchhammer, allenfalls Kernbohrungen bei Anschlüssen an die Armierung, und die Abklärung, dass die Konstruktion nicht tragend ist.
Üblicher Bestandteil einer Bad- oder Küchensanierung. Unter den Plättli liegen meist Kleber und eine alte Ausgleichsschicht, die bis auf den ursprünglichen Untergrund entfernt werden müssen.
Durchbrüche in Decken und Platten erfolgen erst nach Rücksprache mit dem Bauingenieur, da Armierung und angrenzende Felder tragend sein können. Abstützung und Sicherung der Umgebung sind Pflicht.
Badewanne, Lavabo und WC werden vor dem Abbruch der Böden von den Anschlüssen getrennt und im Ganzen ausgebaut. So bleiben Abfall und Schäden an den umliegenden Plättli gering.
Gipskartonkonstruktionen werden samt Unterkonstruktion rückgebaut. Im Hohlraum über der Verkleidung verlaufen oft Leitungen, die zuerst getrennt werden müssen.
Versalzener, hohl liegender oder durch Feuchtigkeit beschädigter Verputz wird bis auf das Mauerwerk abgeschlagen. Die Arbeit ist staubig und erfordert laufendes Lüften des Raums.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Abbruch- und Demontagearbeiten | ||||
| Abbruch Betonwand / Trennwand | m³ | 289.94 CHF | - | |
| Wandfliesen abschlagen | m² | - | ||
| Bodenfliesen abschlagen | m² | 17.40 CHF | - | |
| Demontage der Badewanne | Stk. | 71.52 CHF | - | |
| Demontage des WCs | Stk. | 38.66 CHF | - | |
| Demontage des Waschbeckens | Stk. | 32.86 CHF | - | |
| Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mm | m² | - | ||
| Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerk | m² | - | ||
| Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cm | m² | 104.37 CHF | - | |
| Entfernen von PVC- oder Teppichböden | m² | 7.73 CHF | - | |
| Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum) | m² | 2.50 CHF | - | |
| Demontage Türblatt mit Holzzarge | Stk. | 48.32 CHF | - | |
| Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauen | Stk. | - | ||
| Stahlzarge aus Beton ausbrechen | Stk. | 50.26 CHF | - | |
| Demontage Plattenheizkörper | Stk. | 38.66 CHF | - | |
| Demontage Gussheizkörper | Stk. | 67.65 CHF | - | |
| Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktion | m² | 15.47 CHF | - | |
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau) | Stk. | - | ||
| Abschlagen alter Innenputze | m² | 12.56 CHF | - | |
| Demontage der Küchenzeile | Stk. | - | ||
| Ausbau eines Einbauschrankes | Stk. | 79.25 CHF | - | |
| Ausbau einer WC-Vorwand mit Steigleitung | Stk. | 92.78 CHF | - | |
| Ausbau der Fensterbänke | Stk. | 19.33 CHF | - | |
| Bauschutt abtransportieren und entsorgen | t | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Bodenabbruch Entfernen der Plättli auf 10 m² Fläche | 174.00 CHF |
| Bodenabbruch und Ausbau der Sanitärapparate Entfernen der Plättli auf 10 m², Ausbau von WC, Lavabo und Badewanne | 317.04 CHF |
| Kompletter Abbruch inklusive Verputz und Trennwand Entfernen der Plättli, Ausbau der Sanitärapparate, Abschlagen von Verputz auf 10 m² und Abbruch von 1 m³ Betontrennwand | 732.62 CHF |
Vorbereitung vor dem Abbruch
Türen und Durchgänge werden mit Folie staubdicht abgeklebt. Möbel und Gegenstände, die im Weg stehen oder Schaden nehmen könnten, werden vorher weggeräumt.
Vor Arbeitsbeginn werden Wasser, Strom und Heizung im Abbruchbereich sicher getrennt und abgestellt. Sonst drohen beschädigte Leitungen und austretendes Wasser.
Badewanne, Lavabo, WC und Heizkörper werden im Ganzen ausgebaut, bevor Böden und Trennwände an die Reihe kommen. So lassen sie sich hinaustragen, ohne die Türöffnungen zu beschädigen.
Plättli und die alte Ausgleichsschicht werden bis auf den tragenden Untergrund entfernt, damit der neue Bodenaufbau gut haftet.
Trennwände und Betonteile werden erst abgebrochen, wenn feststeht, dass sie nicht tragend sind. Im Zweifel entscheidet die Beurteilung eines Bauingenieurs, nicht eine Schätzung von Auge.
Arbeitsablauf
- 01Raum besichtigen, Abbruchumfang festlegen und tragende Bauteile abklären.
- 02Baustelle sichern, angrenzende Flächen abdecken und Leitungen trennen.
- 03Sanitärapparate, Türen und Zargen ausbauen, die für den Abbruch weichen müssen.
- 04Böden, Wandbeläge und Verputz im vereinbarten Umfang abbrechen.
- 05Trennwände, Wände und Betonteile mit dem Abbruchhammer abbrechen oder heraussägen.
- 06Schutt laufend trennen und Metall separat vom Bauschutt sammeln.
- 07Schutt aufladen und zu einer bewilligten Deponie führen, mit Entsorgungsnachweis.
- 08Den Raum gereinigt und bereit für die nächsten Arbeiten übergeben.
5 häufige Fehler
Auch eine dünne Trennwand kann das Gebäude aussteifen. In einem Mehrfamilienhaus oder bei grösseren Öffnungen braucht es vor dem Abbruch die Beurteilung eines Bauingenieurs.
Wird beim Abbruch ein Kabel oder Rohr unter dem Verputz getroffen, entstehen Schäden und die Arbeiten verzögern sich. Deshalb werden Leitungen vor dem Abbruch immer geprüft und getrennt.
Schutt ist viel schwerer, als er auf den ersten Blick wirkt. Wer das Gewicht nicht vorab schätzt, dem reicht das Budget für die Abfuhr oft nicht.
Staub und Bruchstücke beschädigen angrenzende Flächen und Einrichtungen. Deshalb wird der Raum vor dem Abbruch mit Folie abgedeckt und von den übrigen Räumen abgetrennt.
Unter Plättli oder Verputz kann eine dickere Schicht liegen als erwartet. Der genaue Umfang wird deshalb erst nach dem Freilegen der ersten Schicht festgelegt, nicht nur nach der Fläche.
Tragend oder nicht tragend: Warum die Wandstärke nicht genügt
Bevor Sie das erste Mal auf eine Wand schlagen, müssen Sie wissen, ob sie tragend oder aussteifend ist. Eine aussteifende Wand trägt zwar nicht unbedingt die Decke, sie hält aber das Gebäude zusammen und verhindert, dass sich die Konstruktion verdreht. Oft hört man die Faustregel: dünne Wand gleich Trennwand, dicke Wand gleich tragende Wand. Darauf ist kein Verlass. In Mehrfamilienhäusern aus Beton aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind manchmal auch Wände aussteifend, die wie eine gewöhnliche Zwischenwand aussehen. In älteren Häusern trägt dagegen mitunter eine dünne gemauerte Wand die Decke, oder jemand hat später Balken darauf abgestützt.
Sicherheit geben Ihnen die Pläne des Hauses und die Beurteilung durch einen Bauingenieur. Er schaut sich auch an, was die Nachbarn über und unter Ihnen bereits umgebaut haben. Jeder Eingriff ins Tragwerk summiert sich. Was für sich allein unproblematisch wäre, kann zusammen mit anderen Umbauten zum Problem werden. Wohnen Sie im Stockwerkeigentum oder zur Miete, sprechen Sie früh mit der Liegenschaftsverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft. Tragende Wände gehören in der Regel zu den gemeinschaftlichen Teilen, und dort reden alle mit.
Wird eine tragende Wand ganz entfernt oder ein grösserer Durchbruch gemacht, legt der Bauingenieur fest, was die Last künftig aufnimmt. Häufig sind das Stahlträger oder vorgefertigte Stürze. Gleichzeitig bestimmt er, wie die Decke während der Arbeiten provisorisch abgestützt wird, damit sich nichts bewegt, bevor die neue Abstützung fertig ist.
Leitungen in den Wänden und Sicherheit
In Wänden und Böden verlaufen Elektrokabel, Wasser- und Abwasserleitungen und manchmal auch Gas. Schalten Sie vor dem Abbruch die Sicherungen der betroffenen Stromkreise aus und schliessen Sie das Wasser ab. Arbeiten an der Elektroinstallation darf in der Schweiz nur ein Installateur mit entsprechender Bewilligung nach NIV ausführen. Gas wird nie selbst getrennt, das macht ausschliesslich eine Fachperson. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, hören Sie sofort auf. Betätigen Sie keine Lichtschalter und keine Geräte, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draussen den Notdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Feuer gilt die 118.
Suchen Sie die Leitungen mit einem Ortungsgerät und markieren Sie ihren Verlauf mit Bleistift oder Filzstift an der Wand. In älteren Wohnungen verlaufen Kabel nicht zuverlässig senkrecht oder waagrecht. In der Praxis kommt es oft vor, dass ein Kabel schräg mitten in der Wand auftaucht, wo es niemand vermutet hätte.
Abgebrochen wird von oben nach unten und in kleinen Stücken. Warum nicht die ganze Wand auf einmal? Ein grosser Brocken Mauerwerk beschädigt beim Fallen den Boden und die Leitungen darin. In einem Betonbau können sogar beim Nachbarn darunter die Platten reissen. Klären Sie in einem Mehrfamilienhaus vor Arbeitsbeginn, wo die Steigleitungen verlaufen und wo ihre Absperrventile sind. Der Hauswart weiss das meistens. So können Sie im Notfall das Wasser schnell abstellen.
Staub, Lärm und Nachbarn
Beim Abbrechen und Spitzen von Beton, Backstein und Verputz entsteht feiner Staub, der Quarz enthält. Wer ihn über längere Zeit einatmet, schädigt seine Lunge. Arbeiten Sie deshalb mit einer Atemschutzmaske hoher Schutzklasse, mindestens FFP2, besser FFP3. Trennen Sie den Arbeitsbereich mit Folie ab und kleben Sie die Türen zu den übrigen Räumen ab. Beim Schneiden hilft Wasser oder ein Werkzeug mit angeschlossenem Bausauger, der den Staub direkt an der Entstehungsstelle absaugt.
Wann Sie Lärm machen dürfen, regeln die Hausordnung und das Polizeireglement Ihrer Gemeinde. Dort steht, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten laute Arbeiten erlaubt sind. Die Mittagsruhe sowie Sonn- und Feiertage sind fast überall tabu. Informieren Sie die Nachbarn vorher, wann Sie beginnen und wie lange es dauert. Die meisten ertragen Lärm besser, wenn sie wissen, was auf sie zukommt. Schützen Sie Treppenhaus, Gang und Lift vor Staub und Beschädigungen. Geht in den gemeinsamen Räumen etwas kaputt, haftet dafür, wer die Arbeiten in Auftrag gegeben hat.
Badezimmer, Böden und Wandplatten
Ein altes Badezimmer wird Schritt für Schritt zurückgebaut. Zuerst kommen die Sanitärapparate weg, also Badewanne, Lavabo und WC, dann die Wandplatten und allfällige Vorwandelemente, und zuletzt der Boden. Steigleitungen und Absperrventile müssen funktionsfähig bleiben, bis der Sanitärinstallateur sie ersetzt oder neu anschliesst. Viele staunen, wie viel Material aus einem einzigen Bad zusammenkommt. Meistens füllt es eine ganze Mulde.
Unter den Bodenplatten liegt oft eine zweite, ältere Plattenschicht, ein dicker Zementunterlagsboden oder ein Bodenaufbau mit Schlacke. Wie viel genau abgebrochen werden muss, zeigt sich deshalb erst nach einer Sondierung, also einer kleinen Probeöffnung im Boden. Bei den Wandplatten entscheiden Sie, ob nur die Keramik wegkommt oder auch der Verputz darunter. Löst sich der Verputz zusammen mit den Platten, muss der Gipser die Wand neu verputzen.
Schlackenfüllungen in alten Häusern
In älteren Häusern mit Holzbalkendecken wurden die Zwischenräume oft mit Schlacke aufgefüllt. Sie ist schwer, staubt stark, ist oft feucht und kann Schadstoffe aus der Kohleverbrennung enthalten. Tragen Sie beim Entfernen eine Atemschutzmaske und befeuchten Sie die Schlacke laufend, damit sie nicht staubt. Wie sie entsorgt wird, hängt davon ab, was eine Analyse ergibt. Holen Sie die Schlacke aus einer Decke heraus, achten Sie darauf, den Blindboden, also die Bretter zwischen oder auf den Balken, und die Balken selbst nicht zu beschädigen.
Asbest und andere Schadstoffe: Wann der Abbruch nichts für eine normale Firma ist
In der Schweiz ist Asbest seit 1990 verboten. In Gebäuden, die vorher gebaut oder umgebaut wurden, kann er aber noch stecken. Typische Stellen sind Faserzementplatten auf Dächern und Fassaden, Abwasserleitungen, alte Bodenbeläge und deren Kleber, Plattenkleber, Rohrisolationen sowie Unterlagen bei Elektrotableaus und Öfen. Solange das Material unbeschädigt ist, ist es vergleichsweise ungefährlich. Gefährlich sind die Fasern, die beim Brechen, Schneiden oder Schleifen frei werden und in die Lunge gelangen. Bei Häusern aus dieser Zeit lohnt sich auch ein Blick auf PCB in Fugenmassen und auf bleihaltige Farben.
Schwach gebundenen Asbest darf nur eine von der Suva anerkannte Asbestsanierungsfirma entfernen. Sie schottet den Arbeitsbereich ab, befeuchtet das Material, baut es möglichst ganz aus, verpackt es in gekennzeichnete Säcke und bringt es auf eine dafür zugelassene Deponie. Wer ein Asbestdach oder eine Asbestleitung einfach zerschlägt und in die Mulde wirft, verstösst gegen die Vorschriften und gefährdet die Gesundheit der Arbeiter und aller Bewohner. Sind Sie nicht sicher, ob ein Material Asbest enthält, lassen Sie vor dem Abbruch eine Gebäudeschadstoff-Untersuchung durch eine Fachperson machen. Bei Häusern vor 1990 ist das ohnehin eine gute Idee.
Bauschutt: Volumen, Gewicht und Trennung
Abgebrochenes Material lockert sich auf und braucht deshalb mehr Platz als die ursprüngliche Wand. Und es ist schwer: Ein Kubikmeter Beton wiegt grob gerechnet über zwei Tonnen. Mulden haben deshalb nicht nur ein Volumen, sondern auch eine Gewichtsgrenze. Bei Beton passiert es oft, dass die Mulde vom Gewicht her voll ist, obwohl sie erst zum Teil gefüllt aussieht. Planen Sie die Abfuhr deshalb nach Gewicht, nicht nach Anzahl Säcke.
Trennen lohnt sich. Sauberer Betonabbruch und Mischabbruch aus Backstein lassen sich deutlich günstiger verwerten als gemischter Bauschutt mit Holz, Kunststoff, Gipskarton und Dämmstoffen. Metall geben Sie bei der Altmetallsammlung ab, brennbares Material gehört in die Kehrichtverbrennung. Bewahren Sie die Entsorgungsbelege auf. Sie zeigen, dass alles korrekt entsorgt wurde, und helfen bei späteren Fragen, etwa beim Verkauf der Wohnung.
Abbrechen oder schneiden
Klassisches Abbrechen mit dem Spitzhammer geht schnell, hat aber seinen Preis. Die Vibrationen breiten sich in der ganzen Konstruktion aus, angrenzender Verputz und Platten reissen, und bei tragenden Bauteilen kann der Zusammenhalt leiden. Öffnungen in Beton, tragenden Wänden und Betondecken werden deshalb mit der Wandsäge diamantgeschnitten oder kerngebohrt. Der Schnitt ist präzis, erschütterungsfrei und erzeugt weniger Staub. Die Ränder bleiben gerade, sodass sie kaum nachgearbeitet werden müssen.
Ein Kamin wird von Hand und von oben nach unten abgetragen, damit keine Bruchstücke in die Züge oder aufs Dach fallen. Klären Sie vorher, ob nicht eine andere Wohnung oder eine andere Feuerstelle den Kamin noch nutzt. Fragen Sie im Zweifel den Kaminfeger. Nach dem Rückbau muss die Öffnung im Dach geschlossen und sorgfältig abgedichtet werden, das ist Sache des Dachdeckers oder Spenglers. Sonst regnet es ins Haus.
Anleitung für Heimwerker: Alte Wandplatten entfernen
Alte Keramikplatten im Bad oder in der Küche können Sie selbst entfernen, solange Sie keine Wände abbrechen und nicht in Leitungen eingreifen. Es braucht Geduld und guten Schutz.
- Sicherungen der Stromkreise im Raum ausschalten, Wasser abstellen, Armaturen und Accessoires abmontieren und die Abdeckungen von Steckdosen und Schaltern abnehmen.
- Boden mit dickem Karton oder Platten abdecken und die Türe mit Folie gegen Staub abkleben.
- Schutzbrille, Handschuhe und Atemschutzmaske anziehen und Arbeitsschuhe mit fester Sohle tragen.
- Am oberen Rand der Platten oder in einer Ecke beginnen, wo sich die Platte am leichtesten löst, und den Meissel flach unter die Platte führen, nicht senkrecht in die Wand.
- Mit einem elektrischen Meisselhammer und Flachmeissel oder mit Handmeissel und Fäustel arbeiten. Bei harter Wand langsam vorgehen, damit der Verputz nicht in grossen Stücken abbricht.
- Bruchstücke laufend in stabile Säcke füllen und diese nicht zu schwer machen, damit sie sich noch tragen lassen.
- Nach dem Entfernen der Platten losen Verputz und Kleberreste abklopfen, damit der Untergrund für die neuen Platten fest ist.
- Taucht in der Wand ein Kabel oder Rohr ausserhalb des erwarteten Verlaufs auf, die Arbeit sofort stoppen und eine Fachperson beiziehen.
Übergabe des Raums nach dem Abbruch
- Der Abbruch entspricht dem vereinbarten Umfang und tragende Bauteile sind unberührt oder nach Vorgabe des Bauingenieurs gesichert
- Leitungen, die bleiben sollten, sind unbeschädigt und ihre Enden fachgerecht gesichert
- Der Bauschutt ist abgeführt und Sie haben die Entsorgungsbelege erhalten
- Treppenhaus, Lift und andere gemeinsame Räume sind sauber und unbeschädigt
- Der Untergrund ist für die nächsten Handwerker vorbereitet, ohne losen Verputz und Kleberreste
Häufige Fragen
Der Abbruch einer Betonwand oder Trennwand kostet gemäss aktueller Preisliste 289.94 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Ist der Beton armiert oder die Wand dicker, geht es langsamer und das Werkzeug wird stärker beansprucht.
Das Entfernen von Plättli kostet 17.40 CHF pro m². Darin enthalten ist das Abschlagen der Plättli samt alter Klebeschicht, die Schuttabfuhr hingegen nicht.
Nein. Abfuhr und Entsorgung des Schutts werden separat pro Tonne verrechnet. Der Preis hängt vom effektiven Gewicht des Abfalls und von der Distanz zur Deponie ab.
Von Auge lässt sich das nicht zuverlässig beurteilen. In einem Mehrfamilienhaus, bei dickerem Mauerwerk oder bei Trennwänden nahe an tragenden Wänden entscheiden die Baupläne oder die Beurteilung eines Bauingenieurs.
Ein übliches Bad mit etwa 5 bis 10 m² ist meist in ein bis zwei Arbeitstagen rückgebaut, inklusive Böden, Wandbeläge, Trennwand und Sanitärapparate. Das hängt vom Umfang ab und davon, wie gut die Baustelle zugänglich ist.
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