
Das Mauern der Aussenwände gehört zu den wichtigsten Schritten beim Hausbau. Von der sorgfältigen Ausführung dieser Bauphase hängen nicht nur die Stabilität und Festigkeit des Gebäudes ab, sondern auch seine Energieeffizienz und Lebensdauer. Fehler beim Mauern können zu Wärmeverlusten, Rissen oder sogar zu Problemen mit der Statik führen. Deshalb sind korrekte Arbeitsabläufe und hochwertige Materialien entscheidend. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen 5 wichtige Tipps, mit denen Ihr Mauerwerk fachgerecht gelingt.
1. Die richtige Materialwahl ist entscheidend
Beim Mauern von Aussenwänden spielt die Wahl der passenden Baustoffe eine zentrale Rolle. Es stehen mehrere Varianten zur Auswahl, und jede hat ihre Vor- und Nachteile.
- Backsteine - Eine ausgezeichnete Wahl dank hoher Festigkeit, guter Wärmespeicherung und langer Lebensdauer. Moderne Planziegel sparen zudem Mörtel und beschleunigen die Arbeit.
- Porenbetonsteine - Sie sind leicht, lassen sich gut verarbeiten und bieten eine hervorragende Wärmedämmung. Ihr Nachteil ist die geringere Festigkeit im Vergleich zum Backstein.
- Zementsteine - Ideal für tragende Wände und Stützmauern. Sie bieten eine hohe Festigkeit, dämmen aber deutlich schlechter.
Vor Baubeginn lohnt es sich, Klima, Gebäudetyp und die Anforderungen an die Energieeffizienz genau zu prüfen, damit Sie das bestmögliche Material für Ihre Maurerarbeiten wählen.
2. Sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds und Anlegen der ersten Steinreihe
Die erste Steinreihe bildet die Grundlage des gesamten Mauerwerks. Ist sie nicht exakt und im Lot, werden alle weiteren Reihen schief, was beim Weitermauern zu ernsthaften Problemen führen kann.
- Das Fundament muss eben und trocken sein - Vor dem Mauern sollte die Bodenplatte mit einem Nivelliergerät auf ihre Waagrechte geprüft werden.
- Abdichtung einsetzen - Auf dem Fundament wird immer eine Feuchtigkeitssperre aufgebracht, die das Aufsteigen von Feuchtigkeit ins Mauerwerk verhindert.
- Erste Reihe präzise versetzen - Maurerschnur und Wasserwaage sind beim Versetzen der ersten Reihe unverzichtbar. Von der Genauigkeit dieses Schritts hängt die Qualität der ganzen Konstruktion ab.
Eine sauber angelegte erste Reihe spart Ihnen beim weiteren Mauern viel Zeit und erspart aufwendiges Ausgleichen der Wände.
3. Hochwertige Mörtel und korrekte Arbeitsabläufe verwenden
Der verwendete Mörtel beeinflusst Festigkeit, Stabilität und Dauerhaftigkeit des Mauerwerks. Es gibt verschiedene Mörtelarten, wobei die Wahl vom verarbeiteten Steinmaterial abhängt.
- Zementmörtel - Geeignet für klassisches Backsteinmauerwerk, sorgt für eine sehr feste Verbindung.
- Dünnbettmörtel - Wird bei modernen Planziegeln und Porenbeton eingesetzt und reduziert Wärmebrücken auf ein Minimum.
- Wärmedämmmörtel - Ideal für energieeffiziente Bauten, da er den Wärmedurchgang durch die Fugen verringert.
Beim Auftragen des Mörtels ist die richtige Schichtdicke wichtig. Beim klassischen Mauern werden 10 - 15 mm empfohlen, bei der Dünnbetttechnik nur 1 - 3 mm.
Denken Sie auch an den richtigen «Verband»: Jede neue Reihe sollte um eine halbe Steinlänge versetzt werden, damit keine durchgehenden Stossfugen über mehrere Reihen entstehen.
4. Stabilität der Wand sichern - Bewehrung und Stürze
Auch bei hochwertigen Materialien brauchen einzelne Wandbereiche eine zusätzliche Verstärkung. Das betrifft vor allem die Bereiche über Türen und Fenstern, wo sich Öffnungen im Mauerwerk befinden.
- Stürze über Öffnungen - Zum Überbrücken von Öffnungen werden vorfabrizierte Stürze oder direkt auf der Baustelle betonierte Stahlbetonstürze verwendet.
- Mauerwerksbewehrung - Bei gewissen Mauerwerksarten (z. B. Porenbeton) empfiehlt es sich, in einzelne Lagerfugen Bewehrungsstäbe einzulegen, um die Konstruktion zu verstärken.
- Dilatationsfugen - Bei grösseren Wänden müssen Dehnfugen eingeplant werden, damit durch Temperaturschwankungen keine Risse entstehen.
Wenn Sie diese Grundsätze beachten, sind Ihre Maurerarbeiten nicht nur optisch sauber, sondern auch konstruktiv solid und widerstandsfähig gegenüber mechanischer Belastung.
5. Qualitätskontrolle und Einhaltung der Normen
Beim Mauern sollte die Qualität der Arbeit laufend überprüft werden. Fehler, die während des Baus entstehen, lassen sich später nur schwer beheben und können Mehrkosten verursachen.
- Wasserwaage und Maurerschnur verwenden - Kontrollieren Sie jede Steinreihe regelmässig, um Unebenheiten zu vermeiden.
- Abbindezeiten einhalten - Geben Sie Mörtel und Mauerwerk genügend Zeit zum Aushärten, damit keine Risse entstehen.
- Fachleute beiziehen - Wenn Sie kein erfahrener Maurer sind, sollten Sie das Vorgehen mit einer Fachperson besprechen oder ein Bauunternehmen beauftragen.
Prüfen Sie vorab die Preisliste für Bauarbeiten, damit Sie eine Vorstellung von den Kosten der Maurerarbeiten haben. Die Preise können je nach Region, Mauerwerksart und Aufwand variieren.
Sorgfältiges Mauern ist die Grundlage für einen gelungenen Bau
Fachgerecht ausgeführtes Mauern von Aussenwänden sorgt für Stabilität, Energieeffizienz und eine lange Lebensdauer des Gebäudes. Entscheidend sind korrekte Arbeitsabläufe, hochwertige Materialien und eine regelmässige Kontrolle der Genauigkeit.
Planen Sie einen Neubau oder eine Renovation, überlegen Sie sich gut, ob Sie selbst mauern oder Fachleute beauftragen. Der Preis für Maurerarbeiten hängt von der Komplexität des Projekts ab, doch eine Investition in einen erfahrenen Handwerker kann Ihnen Zeit, Nerven und spätere Nachbesserungen ersparen.
Prüfen Sie vor Arbeitsbeginn die Preisliste für Bauarbeiten genau und wählen Sie die Lösung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Hausbau ist eine grosse Investition, deshalb lohnt es sich, von Anfang an auf eine präzise und hochwertige Ausführung zu setzen.
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