Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Aussenwände mauern bis 30 cm Wandstärke

Aussenwände bis 30 cm Stärke zu mauern gehört zu den Grundarbeiten im Rohbau. Der Maurer stellt auf die fertige Bodenplatte oder Decke die äusseren Wände des Hauses: aus klassischem Backstein, aus grossformatigen Hochlochziegeln oder aus Porenbetonsteinen, etwa Ytong. Sie brauchen diese Arbeit meist beim Neubau eines Einfamilienhauses, be

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
43.70 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
34.88 CHF - 56.82 CHF
Wohnung 60 m²
6553.70 CHF
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Maurer- und Putzarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Mauerarbeiten
Aussenwände bis 30 cm Stärke mauernm²43.70 CHF-
Tragendes Aussenmauerwerk mauernm³118.33 CHF-
Nichttragende Aussenwände mauernm²32.77 CHF-
Summe Arbeit
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Was zur Arbeit gehört und was Sie vorher klären

Aussenwände tragen Decken und Dach. Gleichzeitig schützen sie das Haus vor Kälte, Feuchtigkeit und Lärm. Darum mauert man sie nicht nach Augenmass, sondern nach Plan. Der Architekt legt Material, Wandstärke, Lage der Öffnungen, Stürze und Ringanker fest. Der Bauingenieur prüft, ob die Wand die Lasten sicher aufnimmt. Massgebend für die Ausführung sind die SIA-Normen für Mauerwerk.

Bei einer Wandstärke bis 30 cm sollten Sie eines wissen: Eine solche Wand erfüllt die heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz allein fast nie. In der Schweiz kommt deshalb fast immer eine Aussenwärmedämmung dazu, entweder als verputzte Kompaktfassade oder als hinterlüftete Fassade. Einschaliges Mauerwerk ohne zusätzliche Dämmung wird mit deutlich dickeren Steinen gebaut. Wer ein bestehendes Gebäude dämmt, kann sich beim Kanton über das Gebäudeprogramm informieren.

Backstein, Hochlochziegel oder Porenbeton: die Unterschiede

Unter dieser Position laufen drei Varianten. Der Ablauf ist ähnlich, die Unterschiede liegen im Material, im Mörtel und im Arbeitstempo.

Klassischer Backstein im Kleinformat

Kleine Steine, gemauert mit normalem Mauermörtel in Lager- und Stossfugen. Die Arbeit dauert länger, weil auf jeden Quadratmeter viele Steine kommen. Heute nimmt man solche Steine eher bei Umbauten, zum Ergänzen von altem Mauerwerk, für Kamine und kleine Bauteile, weniger für ganze Aussenwände eines Neubaus.

Grossformatige Hochlochziegel

Gebrannte Ziegel mit Lochungen und einer Nut-Feder-Verzahnung an den Stirnseiten. Die Stossfugen bleiben deshalb ohne Mörtel. Es gibt zwei Gruppen:

  • Ungeschliffene Ziegel werden mit normalem oder wärmedämmendem Mauermörtel gemauert, die Fuge ist etwa einen Zentimeter dick
  • Planziegel sind in der Höhe exakt geschliffen und werden mit Dünnbettmörtel oder mit dem systemeigenen Mauerwerksschaum nach Herstellerangaben versetzt

Gebrannter Ton speichert Wärme gut, ist fest und hält Dübel zuverlässig.

Porenbetonsteine

Leichte, sehr massgenaue Blöcke, die mit Dünnbettmörtel verklebt werden. Sie lassen sich einfach sägen und schleifen, darum gehen Ecken und Anschlüsse an Öffnungen schnell. Für Aussenwände braucht es Steine mit der im Plan festgelegten Festigkeit, keine Trennwandplatten. Porenbeton saugt Wasser auf. Die Wand muss deshalb vor längerem Regen geschützt werden, und für schwere Befestigungen braucht es passende Spezialdübel.

Welches Material passt, entscheidet in erster Linie die Planung: Lasten, Wärmeschutz, Schallschutz und die Anschlüsse an andere Bauteile. Verschiedene Systeme in einer Wand zu mischen, ohne dass der Planer zugestimmt hat, ist keine gute Idee.

So wird gemauert, Schritt für Schritt

  1. Untergrund prüfen. Bodenplatte oder Decke müssen tragfähig, sauber und ungefähr waagrecht sein. Der Maurer misst die Höhenunterschiede und steckt den Grundriss der Wände nach Plan ab.
  2. Feuchtigkeitssperre einlegen. Unter die Aussenwände kommt eine waagrechte Mauersperrbahn, damit keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk aufsteigt.
  3. Erste Steinreihe setzen. Die erste Reihe liegt in einem Zementmörtelbett, das Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht. Bei Plansteinsystemen arbeitet man mit Anlegemörtel und einem Nivelliergerät. Hier zählt jeder Millimeter, denn einen Fehler in der ersten Reihe korrigiert später niemand mehr.
  4. Weitere Reihen mauern. Die Steine werden im Verband versetzt, die Stossfugen liegen also versetzt zur Reihe darunter. Ecken und Wandanschlüsse werden im vorgegebenen Verband gemauert. Der Maurer prüft laufend Lot, Flucht und Reihenhöhe.
  5. Öffnungen und Stürze ausbilden. Fenster- und Türöffnungen werden genau nach Plan ausgespart. Darüber kommen Stürze mit ausreichender Auflagerlänge. Wichtig für später: Wer nachträglich eine Öffnung in eine tragende Wand spitzt, greift in die Statik ein.
  6. Passstücke zuschneiden. Passsteine an Öffnungen und unter der Decke werden gesägt, nicht mit dem Hammer abgeschlagen. Kleine Ausbesserungen und das Füllen von Fugen erledigt man gleich während des Mauerns.
  7. Ringanker betonieren. Auf das fertige Mauerwerk folgt der Ringanker. Er bindet die Wände zusammen und verteilt die Last der Decke. Aussen wird er meist gedämmt, damit keine Wärmebrücke entsteht.
  8. Aushärten lassen und schützen. Das Mauerwerk wird vor Regen, Frost und starker Sonne geschützt, bis der Mörtel fest ist. Wie lange das dauert, hängt von Mörtel und Wetter ab. Massgebend sind die Angaben des Herstellers.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Der Aufwand ist von Baustelle zu Baustelle sehr verschieden, und damit auch der Preis. Einfacher wird es mit:

  • Einer ebenen, genau betonierten Bodenplatte
  • Einem einfachen Grundriss mit langen, geraden Wänden
  • Grossformatigen Steinen und Dünnbettmörtel
  • Guter Zufahrt für Kran oder Stapler und genug Platz für das Material

Länger dauert die Arbeit bei:

  • Vielen Ecken, Rundungen, schrägen Wänden und kleinen Öffnungen
  • Einer unebenen Bodenplatte, die in der ersten Reihe ausgeglichen werden muss
  • Höheren Wänden, für die ein Gerüst nötig ist
  • Kleinformatigen Steinen mit mehr Stückzahl und mehr Mörtel
  • Anschlüssen an altes Mauerwerk bei Umbauten
  • Schlechtem Wetter, wenn die Arbeit unterbrochen und die Wand abgedeckt werden muss

Tragende Aussenwände in Eigenleistung zu mauern ist nicht zu empfehlen. Es handelt sich um ein tragendes Bauteil, und Fehler lassen sich kaum beheben.

Typische Fehler beim Mauern von Aussenwänden

  • Ungenaue erste Reihe: Unebenheiten werden dann mit dickeren Fugen weiter oben ausgeglichen, womit der Vorteil der Plansteine verloren geht
  • Fehlende oder beschädigte Feuchtigkeitssperre: Ein feuchter Mauerfuss lässt sich später nur mit grossem Aufwand sanieren
  • Kein sauberer Verband: Übereinanderliegende Stossfugen schwächen die Wand und können zu Rissen führen
  • Falscher Mörtel: Normaler Mörtel auf Plansteinen oder Kleber nur in Streifen verschlechtern Festigkeit und Wärmeschutz
  • Zu kurz aufgelegte Stürze: Über den Fenstern zeigen sich später Risse
  • Mit dem Hammer abgeschlagene Passstücke: Es entstehen grosse, mit Mörtel gefüllte Lücken, also Wärmebrücken
  • Ungeschütztes Mauerwerk über den Winter: Durchnässte Steine und gefrorener Mörtel mindern die Qualität der Wand

Was Sie bei der Abnahme prüfen

Bevor es mit Ringanker und Decke weitergeht, gehen Sie das Mauerwerk mit dem Maurer oder der Bauleitung durch:

  • Grundriss, Wandstärken und Lage der Öffnungen entsprechen dem Plan
  • Unter den Aussenwänden liegt eine unbeschädigte Mauersperrbahn
  • Die Wände stehen lotrecht und sind eben, geprüft mit Wasserwaage und langer Latte
  • Die Reihen sind waagrecht, die Stossfugen korrekt versetzt
  • Ecken und Wandanschlüsse sind nach System im Verband gemauert
  • Die Stürze liegen richtig und haben genug Auflager
  • Im Mauerwerk gibt es keine grossen Lücken, gebrochenen Steine oder leeren Stellen
  • Der Mörtel entspricht dem System des Herstellers, die Fugen sind voll
  • Das Mauerwerk ist vor Regen und Frost geschützt
  • Die Unterlagen zu Material und Systemen sind der Bauleitung übergeben

Häufige Fragen

Meistens nicht. Bei dieser Wandstärke plant man die Aussenwärmedämmung von Anfang an ein. Ohne Dämmung würde die Wand die heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz nur in Ausnahmefällen erfüllen. Entscheidend ist die Berechnung des Planers.

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