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Abschleifen der Treppenstufen + 3 x Lackieren - Wiederherstellung der Originalstufen

Eine Holztreppe nutzt sich schneller ab als der Fußboden. An den Kanten wird der Lack stumpf, in der Mitte der Stufen sieht man Laufspuren und Kratzer, und an manchen Stellen blättert die Beschichtung ab. Wenn die Treppe selbst stabil ist, müssen Sie sie nicht austauschen. Es reicht, die alte Oberfläche abzuschleifen, kleine Schäden auszu

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
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Tischler- und Schreinerarbeiten4 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Treppen und Geländer
Treppenstufen schleifen + 3× lackierenStk.-
Montage TreppenstufenStk.77,90 €-
Montage Treppenstufen mit SetzstufeStk.-
Montage Holzhandlauf am Geländerlfm23,02 €-
Summe Arbeit
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Wann Abschleifen reicht und wann nicht mehr

Abschleifen und neu lackieren lohnt sich, wenn vor allem die Oberfläche gelitten hat. Gehen Sie die Treppe deshalb vorher einmal bewusst ab und belasten Sie jede Stufe. Knarzen, eine Stufe, die unter dem Fuß nachgibt, oder ein wackeliges Geländer lassen sich durch Schleifen nicht beheben.

Eine Renovierung der Oberfläche passt, wenn:

  • Trittstufen und Wangen fest sitzen und sich nichts bewegt
  • das Holz weder von Holzschädlingen befallen noch morsch ist
  • die Schäden nur im Lack und in der obersten Holzschicht liegen

Finden Sie tiefe Risse in tragenden Teilen, eine gelockerte Befestigung an der Wand oder Stufen, die tief hinein beschädigt sind, sollte ein Tischler prüfen, ob einzelne Stufen ersetzt werden müssen. Wichtig ist auch die Stärke der Nutzschicht. Manche Treppen haben nur ein dünnes Echtholzfurnier auf Spanplatte oder einem verleimten Träger. Solche Stufen lassen sich nur sehr vorsichtig oder gar nicht schleifen. Wie dick die Holzschicht ist, verrät meist die seitliche Kante der Stufe oder ein Blick von unten. In Altbauten kommt eine weitere Frage dazu: Sehr alte Anstriche können Schadstoffe wie Blei enthalten. Im Zweifel lassen Sie die Beschichtung vorher prüfen, bevor Sie sie zu Staub schleifen.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Bei den meisten Holztreppen ist der Ablauf gleich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Zahl der Schleifgänge und beim Lack.

  1. Prüfen und vorbereiten. Der Handwerker prüft die Stufen, entfernt störende Leisten und Abdeckungen und klebt die Umgebung mit Folie und Klebeband ab.
  2. Grobschliff. Mit grobem Schleifpapier wird der alte Lack komplett entfernt, die ausgetretenen Stellen werden egalisiert. Für die Flächen kommt ein Band- oder Exzenterschleifer zum Einsatz, für Ecken, Kanten und den Bereich am Geländer ein Deltaschleifer oder Handarbeit.
  3. Feinschliff. Danach geht es Schritt für Schritt zu feinerer Körnung. So verschwinden die Riefen vom Grobschliff, und die Maserung kommt zur Geltung.
  4. Spachteln. Kleine Risse und Löcher werden mit Holzkitt im passenden Farbton gefüllt, der zum gewählten Lack passt. Nach dem Trocknen wird die Stelle glatt geschliffen.
  5. Entstauben. Der Staub wird abgesaugt, die Oberfläche anschließend mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt. Was liegen bleibt, wird im Lack eingeschlossen und bleibt sichtbar.
  6. Erste Lackschicht. Oft ist das eine Grundierung, die das Holz verschließt und die Haftung der folgenden Schichten verbessert.
  7. Zwischenschliff und zwei weitere Schichten. Nach dem Trocknen jeder Schicht wird die Fläche leicht mit feinem Schleifmittel angeschliffen, entstaubt und neu lackiert.

Die Trocknungszeiten gibt der Lackhersteller vor, sie hängen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum ab. Bei üblichem Wasserlack sind es meist einige Stunden zwischen den Schichten. Bis der Lack voll ausgehärtet ist, dauert es aber deutlich länger.

Welcher Lack passt und warum drei Schichten

Auf eine Treppe gehört ein Parkett- oder Treppenlack, kein Möbellack. Treppen werden stärker beansprucht als der Boden im Wohnzimmer, weil Sie jeden Tag auf dieselben Stellen treten. Meist kommen Polyurethanlacke zum Einsatz, die abriebfest sind.

  • Wasserbasierte Lacke riechen weniger, trocknen schneller und lassen das Holz weniger vergilben. In bewohnten Häusern sind sie deshalb die übliche Wahl.
  • Lösemittelhaltige Lacke können die Maserung stärker anfeuern und das Holz leicht abtönen. Sie riechen aber stark und brauchen gute Lüftung, offenes Feuer ist dabei tabu.
  • Der Glanzgrad ist Geschmackssache. Matte und seidenmatte Oberflächen zeigen kleine Kratzer weniger, glänzender Lack wirkt edler, zeigt aber jede Spur.

Warum drei Schichten? Eine einzelne Schicht ist dünn und schnell abgelaufen. Drei Schichten mit Zwischenschliff bilden einen geschlossenen Film, der das Holz vor Abrieb und Nässe von Schuhen schützt und länger bis zur nächsten Renovierung hält. Manchmal wird stattdessen Öl verwendet, das aber mehr Pflege braucht.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie viel Zeit und Mühe die Arbeit kostet, hängt vor allem davon ab:

  • Wie viele und wie breite Stufen es sind und ob die Setzstufen mitgeschliffen werden
  • Welche Form die Treppe hat, gewendelte Stufen dauern länger als gerade
  • Welches Holz verbaut ist, harte Eiche oder Buche braucht länger als Fichte oder Kiefer
  • Welche alte Beschichtung drauf ist, manche älteren Lacke setzen das Schleifpapier schnell zu
  • Wie tief die Laufspuren sind und wie viele Stellen gespachtelt werden müssen
  • Ob Geländerstäbe und Pfosten direkt in den Stufen stehen, dann muss drumherum von Hand geschliffen werden

Leichter wird es, wenn die Treppe frei zugänglich ist, ohne Teppichstufen und aufgeklebte Antirutschstreifen, deren Kleber zuerst entfernt werden muss.

Anleitung für Heimwerker: Holztreppe schleifen und lackieren

Mit Geduld und geliehenen Schleifmaschinen können Sie die Renovierung auch selbst schaffen. Rechnen Sie mit viel Staub und tragen Sie mindestens eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, etwa in einer Maisonettewohnung, schauen Sie in die Hausordnung oder fragen Sie die Hausverwaltung, wann laute Arbeiten erlaubt sind.

  1. Festigkeit der Stufen und Stärke der Holzschicht prüfen.
  2. Leisten, Stufenmatten und Kleberreste entfernen.
  3. Umgebung, Geländer und angrenzenden Boden abdecken.
  4. Alten Lack mit grober Körnung bis auf das blanke Holz abschleifen.
  5. Kanten und Ecken mit dem Deltaschleifer oder von Hand nachschleifen.
  6. Fläche mit feinerer Körnung in Faserrichtung schleifen.
  7. Risse spachteln und nach dem Trocknen glatt schleifen.
  8. Staub absaugen und die Fläche mit einem leicht feuchten Tuch abwischen.
  9. Erste Lackschicht dünn und gleichmäßig auftragen.
  10. Nach dem Trocknen zwischenschleifen und entstauben.
  11. Zweite und dritte Schicht genauso auftragen.
  12. Lack nach Herstellerangaben aushärten lassen und die Treppe bis dahin schonen.

Wenn Sie die Treppe während der Arbeiten weiter nutzen müssen, können Sie zuerst jede zweite Stufe lackieren und die übrigen erst nach dem Trocknen. Das verlängert die Arbeit allerdings deutlich.

Typische Fehler

  • Reste vom alten Lack. Der neue Lack hält darauf schlecht, es entstehen Flecken, und später blättert er ab.
  • Ungleichmäßiges Schleifen. Wer eine Körnung überspringt oder an einer Stelle zu stark drückt, schleift Wellen und Mulden, die der Lack noch betont.
  • Durchgeschliffenes Furnier oder Kanten. Bei dünner Nutzschicht reicht ein unaufmerksamer Moment, und der Träger kommt zum Vorschein.
  • Kein Zwischenschliff. Die Schichten verbinden sich schlechter, und die Oberfläche fühlt sich durch Staub rau an.
  • Möbellack statt Parkettlack. Sieht nur kurz gut aus und ist auf den Laufflächen schnell abgerieben.
  • Zu frühe Belastung. Wer mit Schuhen über die Treppe geht, bevor der Lack ausgehärtet ist, hinterlässt Abdrücke.

So prüfen Sie die fertige Treppe

Sehen Sie sich die Treppe bei der Abnahme bei Tageslicht an, auch einmal schräg gegen das Fenster. So erkennen Sie Unebenheiten, die von oben nicht auffallen.

  • Der Lack glänzt auf allen Stufen gleich, ohne matte oder glänzende Flecken
  • Keine Rollerspuren, Läufer, eingeschlossenen Härchen oder Staubkörner
  • Die Stufenkanten sind glatt, nirgends scheint der Untergrund durch
  • Gespachtelte Stellen passen farblich zum Holz und sind mit dem Finger nicht zu spüren
  • Ecken an der Wand und rund um die Geländerpfosten sind geschliffen und lackiert
  • Wände, Boden und Geländer sind sauber und frei von Lackspritzern
  • Sie wissen, welcher Lack verwendet wurde und ab wann die Treppe voll belastbar ist

Häufige Fragen

Bei einer üblichen Treppe im Einfamilienhaus meist einige Tage. Das Schleifen selbst ist der kleinere Teil, mehr Zeit brauchen die Lackschichten zum Trocknen. Voll belastbar ist der Lack erst, wenn er laut Hersteller ausgehärtet ist.

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