Eine Innentür in die vorhandene Zarge einzubauen kostet laut aktueller Preisliste 70,82 € pro Stück Arbeitsleistung. Für eine Blockzarge samt Einhängen der Tür rechnen Sie mit 77,90 € pro Stück, für Sockelleisten mit 7,08 € pro lfm. Was Sie am Ende zahlen, hängt vor allem davon ab, in welchem Zustand die Öffnung ist und wie eben sie ist, wie viele Türen auf einmal anstehen und wie gut sich die Arbeit mit Boden und Malerarbeiten abstimmen lässt. Das Material für Türen, Zargen und Leisten kommt extra dazu.
Leistungsarten und ihre Preise
Einsetzen eines neuen Türblatts in die vorhandene, erhaltene Zarge. Erfordert präzises Aufmaß der Öffnung und Einstellen von Bändern und Schloss.
Montage einer neuen Blockzarge und Aufhängen des Türblatts. Wird auch bei Änderung der Öffnungsbreite oder der Anschlagrichtung ausgeführt.
Montage von Holzstufen auf die vorhandene tragende Treppenkonstruktion. Erfordert präzise Zuschnitte und eine stabile Verankerung jeder Stufe.
Montage des Handlaufs auf vorhandene Pfosten oder Konsolen. Höhe und Neigung werden an die geltenden Sicherheitsanforderungen angepasst.
Abschlussarbeit nach der Bodenverlegung. Die Leisten werden an der Wand befestigt, nicht durch den Bodenbelag hindurch, mit präzisen Eckverbindungen.
Holz- oder holzdekorative Wandverkleidung. Montage auf einer Unterkonstruktion, die Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht und Hinterlüftung ermöglicht.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Türen und Zargen | ||||
| Montage von Innentüren | Stk. | 70,82 € | - | |
| Montage Umfassungszarge + Türeinhängen | Stk. | 77,90 € | - | |
| Montage Schiebetür-Kassette (Eclisse) | Stk. | - | ||
| Montage Schiebetür in der Kassette | Stk. | - | ||
| Leisten und Verkleidungen | ||||
| Demontage alter Leisten | lfm | 2,66 € | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 7,08 € | - | |
| Montage von Deckenleisten | lfm | 7,08 € | - | |
| Wandvertäfelung (Profilholz-Paneele) | m² | 38,95 € | - | |
| Sonnenschutz | ||||
| Montage Gardinenstangen und Vorhangschienen | Stk. | 26,56 € | - | |
| Montage Innenjalousien | Stk. | 26,56 € | - | |
| Montage Außenrollläden / -jalousien | Stk. | - | ||
| Treppen und Geländer | ||||
| Montage Treppenstufen | Stk. | 77,90 € | - | |
| Montage Treppenstufen mit Setzstufe | Stk. | - | ||
| Treppenstufen schleifen + 3× lackieren | Stk. | - | ||
| Montage Holzhandlauf am Geländer | lfm | 23,02 € | - | |
| Fenster und Fensterbänke | ||||
| Montage Kunststoff- oder Holzfenster | Stk. | - | ||
| Montage Außenfensterbank | lfm | 14,16 € | - | |
| Montage Innenfensterbank | lfm | 12,40 € | - | |
| Möbel und Regale | ||||
| Montage und Aufhängen von Holzregalen | Stk. | 17,70 € | - | |
| Montage Einbauschrank nach Maß | Std. | - | ||
| Küchenmontagen | ||||
| Montage Küchenzeile | lfm | - | ||
| Unsichtbare Gehrungsfräsung der Arbeitsplatte | Stk. | - | ||
| Einbau der Geräte in die Küchenzeile | Stk. | 77,90 € | - | |
| Montage und Anschluss des Dunstabzugsrohres | Stk. | 77,90 € | - | |
| Zuschnitt und Anpassung der Arbeitsplatte | lfm | 26,56 € | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Austausch der Türblätter in vorhandenen Zargen Montage von 4 Türblättern in erhaltene Zargen | 283,28 € |
| Kompletter Austausch von Türen, Zargen und Sockelleisten Montage von 4 Blockzargen mit Aufhängen der Türen und 40 lfm Sockelleisten in den angrenzenden Räumen | 594,80 € |
| Kompletter Austausch von Türen, Leisten und Holzregalen im Flur Montage von 4 Blockzargen mit Aufhängen der Türen, 40 lfm Sockel- und 40 lfm Deckenleisten sowie Montage von 3 Holzregalen | 931,10 € |
Vorbereitung vor der Montage
Bevor Türen und Zargen bestellt werden, misst der Schreiner die Öffnungen samt Diagonalen aus, dazu die Wanddicke und die Höhe des fertigen Bodens.
Soll nur das Türblatt neu, prüft der Schreiner, ob die Zarge gerade, fest und heil ist. Passt das nicht, kommt auch die Zarge raus.
Alte Türen, Zargen oder Leisten baut der Schreiner so aus, dass Wand und Boden drumherum keinen Schaden nehmen.
Türen, Zargen und andere Holzteile lagern vor dem Einbau so lange im Raum, wie der Hersteller vorgibt. So verziehen oder schwinden sie später nicht.
Arbeitsablauf
- 01Der Schreiner misst die Öffnung aus und prüft, ob Rohzarge oder vorhandene Zarge lotrecht und waagerecht sitzt.
- 02Er setzt die Zarge ein, richtet sie mit Keilen lotrecht und über die Diagonale aus und befestigt sie im Untergrund.
- 03Den Spalt zwischen Zarge und Mauerwerk füllt er mit Montageschaum oder einem anderen vorgeschriebenen Material und lässt ihn aushärten.
- 04Ist alles ausgehärtet, montiert er die Abdeckleisten der Zarge und prüft, ob die Sichtfläche eben ist.
- 05Dann hängt er das Türblatt in die Bänder und stellt Anschlag, Spaltmaße, Schloss und Griff ein.
- 06Wenn der Boden fertig ist, setzt er Sockelleisten und bei Bedarf Deckenleisten und schneidet die Ecken sauber auf Gehrung.
- 07Bei Treppe oder Geländer verankert er ein Teil nach dem anderen und prüft dabei immer wieder Stabilität und gleichmäßige Neigung.
- 08Zum Schluss reinigt er alles, prüft, ob die Tür leicht läuft und alle Verbindungen fest sind, und übergibt den Raum ohne Schäden an den Oberflächen.
5 häufige Fehler
Sitzt die Zarge schief oder verzogen, schließt die Tür ungleichmäßig. Mit der Zeit geht sie dann von allein auf oder zu.
Wer die Abdeckleisten zu früh auf noch weichen Schaum setzt, riskiert, dass sie sich später verschieben und die Ecken reißen.
Wer beim Setzen der Zarge die Höhe des künftigen Bodens nicht einplant, hat später zu wenig Luft zwischen Tür und Belag.
Sockelleisten gehören an die Wand, nicht mit einer Schraube durch den Belag in den Untergrund. Sonst kann der Boden nicht mehr frei arbeiten.
Werden Türen, Treppen oder Paneele direkt nach der Lieferung eingebaut, ohne sich an die Raumfeuchte anzupassen, entstehen später oft Fugen oder die Teile verziehen sich.
Wann der Schreiner an der Reihe ist
Bei einer Renovierung kommt der Schreiner, im Norden meist Tischler genannt, fast immer zum Schluss. Der Grund ist einfach: Holz und Holzwerkstoffe reagieren auf die Feuchtigkeit in der Luft. Solange im Raum noch Putz, Estrich oder Spachtelmasse trocknen, haben dort Umfassungszargen, Türen, Leisten, Verkleidungen und Einbauschränke nichts zu suchen. Zementestrich braucht als grobe Faustregel etwa eine Woche pro Zentimeter Dicke. Bei dickeren Schichten oder in der kalten Jahreszeit dauert es länger. Verlassen Sie sich trotzdem nicht nur auf den Kalender. Wie trocken der Untergrund wirklich ist, misst der Bodenleger vor Ort.
Die übliche Reihenfolge sieht so aus: erst die Nassarbeiten, dann der Bodenbelag und die Malerarbeiten, ganz am Ende Zargen, Türen und Leisten. Eine Ausnahme ist die Stahlzarge, die schon beim Mauern oder vor dem Verputzen eingesetzt wird. In der Praxis sieht man oft, dass die Türen gleich zu Beginn bestellt werden und dann wochenlang verpackt auf der Baustelle stehen. Wird in dieser Zeit verputzt, nehmen die Türblätter Feuchtigkeit auf und können sich beim Trocknen verziehen. Entspannter wird es, wenn Sie die Lieferung erst nach den Nassarbeiten vereinbaren.
Stahlzarge oder Umfassungszarge
Die Art der Zarge bestimmt, wann sie eingebaut wird und wie die Tür später aussieht. Beide Lösungen haben ihren Platz:
- Stahlzarge: Sie verträgt Stöße und Feuchtigkeit und passt deshalb gut in den Keller, den Heizungsraum oder einen viel genutzten Flur. Sie sitzt im Mauerwerk und wird mit Mörtel hinterfüllt. Wollen Sie sie irgendwann austauschen, müssen Sie stemmen und den Putz rund um die Öffnung ausbessern.
- Umfassungszarge: Sie umschließt die ganze Wanddicke und passt farblich zum Türblatt. Der Schreiner setzt sie erst in die fertige Öffnung, gehalten wird sie von Montageschaum und Spreizen. Beim Austausch bleibt die Wand heil. Dafür reagiert sie empfindlicher auf Stöße und dauerhafte Nässe.
Jede Umfassungszarge passt nur für einen bestimmten Bereich der Wanddicke. Messen Sie die Wand deshalb mit Putz und Fliesen. Im Bad machen die Fliesen die Wand schnell ein paar Zentimeter dicker, und das muss in die Bestellung. Für das Bad lohnt sich eine Zarge mit feuchtebeständigem unterem Abschluss oder eine saubere Abdichtung am Boden. Sonst zieht Wasser vom nassen Boden in den Spanplattenkern.
Maße, Öffnungsrichtung und Lüftung
In Deutschland richten sich Innentüren meist nach den Baurichtmaßen der DIN 18101. Gängige Breiten sind 625, 750, 875 und 1000 mm. Die Wandöffnung fällt etwas größer aus, die genauen Maße und Toleranzen nennt der Hersteller. Die Höhe zählt immer ab dem fertigen Fußboden, nicht ab dem Rohbeton. Deshalb fragt man Sie bei der Bestellung auch, wie hoch der gesamte Bodenaufbau samt Belag wird.
Brauchen Sie eine linke oder eine rechte Tür? Nach DIN stellen Sie sich auf die Seite, zu der die Tür aufgeht, also dorthin, wo Sie die Bänder sehen. Sitzen die Bänder links, ist es eine DIN-links-Tür. Eine vertauschte Richtung gehört zu den typischen Reklamationen, obwohl das Produkt in Ordnung ist und der Fehler bei der Bestellung passiert ist.
Türen zu Bad, WC und Küche helfen auch beim Lüften. Läuft dort ein Abluftventilator oder eine Dunstabzugshaube, muss Luft von irgendwo nachströmen. Dafür sorgen ein größerer Spalt unter dem Türblatt, ein Lüftungsgitter oder ein Unterschnitt. Steht in der Wohnung eine Gastherme, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum holt, entscheidet der Schornsteinfeger oder ein Gas-Fachbetrieb über die Luftzufuhr, nicht der Schreiner. Und falls Sie einmal Gas riechen: Wohnung sofort verlassen, kein Licht schalten und von draußen den Notruf 112 oder die Störungsnummer des Netzbetreibers wählen.
Wohnungseingangstür im Mehrfamilienhaus
Die Tür von der Wohnung ins Treppenhaus ist keine gewöhnliche Innentür. Je nach Gebäude und Brandschutzkonzept muss sie zum Beispiel dicht- und selbstschließend oder feuerhemmend sein, oft mit Türschließer. Brandschutztüren sind immer als Ganzes zugelassen: Türblatt, Zarge, Beschläge und die Art des Einbaus. Tauschen Sie nur das Türblatt und lassen die alte Zarge stehen, oder schrauben Sie statt der zugelassenen Garnitur einen normalen Drücker an, kann die Zulassung damit erlöschen.
Bevor Sie loslegen, sprechen Sie mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). Dort weiß man, was das Haus verlangt und wie die Türen im Treppenhaus aussehen sollen. In vielen Häusern gehört die Wohnungseingangstür sogar zum Gemeinschaftseigentum, dann braucht der Austausch ohnehin einen Beschluss. Ändert sich die Breite der Öffnung oder wird in eine tragende Wand eingegriffen, ist das eine bauliche Veränderung. Ob dafür ein Verfahren nötig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das direkt beim Bauamt und verlassen Sie sich nicht auf Hörensagen. Eingriffe in tragende Wände muss ein Statiker beurteilen.
Warum Holz arbeitet und was das für Sie bedeutet
Holz ist hygroskopisch, es nimmt also Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab. Massivholz bewegt sich vor allem quer zur Faser. Trittstufen, Fensterbänke und Verkleidungen dürfen deshalb nicht von allen Seiten fest eingespannt sein, das Holz braucht etwas Spielraum. Im Innenausbau verwendet man üblicherweise Holz mit einer Feuchte von etwa 8 bis 12 %. In Wohnräumen tut eine relative Luftfeuchte von ungefähr 40 bis 60 % dem Holz und den Bewohnern gut.
Für normale Türen und Möbel kommen auch Holzwerkstoffe und Beschichtungen zum Einsatz:
- Spanplatte und MDF: Sie verändern ihre Maße weniger als Massivholz. Saugen sie sich aber mit Wasser voll, quellen sie auf und gehen nicht mehr in die alte Form zurück.
- Furnier: eine dünne Schicht echtes Holz. Sie lässt sich anschleifen, aber nur einmal, höchstens zweimal.
- Folie und Laminat (CPL oder HPL): robust und pflegeleicht. Schäden lassen sich allerdings schwer reparieren, meist muss das ganze Teil ersetzt werden.
Es lohnt sich zu wissen, was Sie genau bekommen. Ein furniertes Türblatt können Sie in ein paar Jahren aufarbeiten lassen, ein foliertes nicht.
Einbauschränke und Möbelmontage
Ein Schrank nach Maß entsteht nach dem Aufmaß im fertigen Raum, also nach Putz und Bodenbelag. Wände, Decken und Böden sind nie ganz rechtwinklig, gerade im Altbau. Deshalb richtet der Schreiner die Korpusse mit verstellbaren Füßen aus und schneidet die Passleisten erst vor Ort zu. Bei Schiebetüren kommt es auf die obere Führungsschiene an: Sie muss gerade sein und fest an der Decke sitzen. Haben Sie eine abgehängte Trockenbaudecke, braucht es darin ein tragendes Profil oder eine Holzverstärkung.
Steht der Schrank an einer Außenwand? Dann braucht er hinter der Rückwand einen Lüftungsspalt und Öffnungen unten im Sockel und oben. Ohne Luftbewegung schlägt sich an der kühlen Wand Feuchtigkeit nieder, und hinter dem Schrank wächst Schimmel. Bemerkt wird er meist erst, wenn der Schrank beim Umzug abgerückt wird.
Hängeschränke in der Küche und Regale hält der passende Dübel. In Porenbeton, Lochziegel und Gipskarton gehören Spezialdübel oder eine Verstärkung, die schon beim Bau der Trockenbauwand eingeplant wird. Prüfen Sie vor dem Bohren, wo Leitungen liegen. Üblicherweise verlaufen sie in den Installationszonen unter der Decke, in den Ecken und rund um Fenster und Türen, im Altbau aber nicht immer. Den Festanschluss von Geräten, die Beleuchtung in der Küchenzeile und neue Steckdosen übernimmt eine Elektrofachkraft, nicht der Schreiner und auch nicht Sie selbst.
Holztreppen, Stufen und Handläufe
Bevor Sie eine Betontreppe mit Holz belegen, messen Sie, ob alle Stufen gleich hoch sind. Schon ein Zentimeter Unterschied fühlt sich beim Gehen wie ein Stolpern an. Ausgeglichen wird unter der Trittstufe, nicht durch unterschiedlich dickes Holz. Ob sich eine Treppe bequem geht, verrät die Schrittmaßregel: doppelte Stufenhöhe plus Auftrittsbreite sollte etwa 600 bis 650 mm ergeben. Die genauen Maße legen die Planung und die Treppennorm DIN 18065 fest.
Trittstufen werden mit elastischem Holzkleber auf den Beton geklebt oder verschraubt. Der Untergrund muss trocken und eben sein. Setzstufen schließen die Lücke zwischen den Stufen. Die Treppe wirkt dadurch ruhiger, und kleine Dinge fallen nicht durch. Für die Tragfähigkeit spielen sie keine Rolle, die übernimmt die tragende Konstruktion.
Bei der Holzart entscheidet die Beanspruchung. Weichholz wie Fichte oder Kiefer ist günstiger, bekommt auf Treppen aber schnell Druckstellen. Für Trittstufen nimmt man deshalb meist Hartholz wie Eiche oder Buche. Alte Massivholztreppen lassen sich abschleifen und in drei Schichten neu lackieren. Bei furnierten Stufen prüfen Sie zuerst, wie dick das Furnier ist, sonst ist es schnell durchgeschliffen. Lack bildet einen harten Film auf der Oberfläche. Öl zieht ins Holz ein, und Sie können später nur die beschädigte Stelle ausbessern, ohne die ganze Stufe zu schleifen. Denken Sie bei beiden Varianten auch an eine rutschhemmende Ausführung.
Handlauf und Geländer schützen vor Stürzen. Wie hoch sie sein müssen und wie groß die Abstände in der Füllung sein dürfen, regeln die Landesbauordnung, die DIN 18065 und die Planung. Die Halter des Handlaufs gehören in den tragenden Teil der Wand, nicht nur in den Putz.
Holzverkleidungen, Leisten und Fensterbänke
Profilholz und andere Holzverkleidungen sitzen auf einer Lattung. Sie gleicht Unebenheiten der Wand aus und lässt hinter der Verkleidung einen belüfteten Spalt. Senkrechte Bretter brauchen eine waagerechte Lattung, waagerechte eine senkrechte. An Boden und Decke bleibt eine Dehnfuge, die später eine Leiste abdeckt. Verdeckte Profilholzkrallen lassen dem Holz Raum zum Arbeiten. Nageln Sie die Bretter direkt durch die Sichtseite, reißen sie früher oder später.
Die Innenfensterbank wird unter den Fensterrahmen oder an dessen Anschlussprofil geschoben. Sie wird unterfüttert und verklebt, damit sie sich nicht durchbiegt, wenn sich jemand darauf stützt. Vor dem Putz steht sie meist etwa 2 bis 5 cm über. Hängt darunter ein Heizkörper, darf die Fensterbank die warme Luft nicht ausbremsen. Bei großem Überstand gehört deshalb ein Lüftungsgitter hinein. Sonst beschlägt das Fenster, und in den Ecken kann sich Schimmel bilden.
Anleitung für Heimwerker: Tür einstellen und Drücker wechseln
Schleift eine Tür an der Zarge oder fällt sie nicht ins Schloss, müssen Sie sie oft nicht austauschen, Nachstellen genügt. Bei einer Wohnungseingangstür mit Brandschutzanforderung tauschen Sie Beschläge aber nur gegen zugelassene Teile.
- Bandtyp feststellen, also Einbohrbänder mit Stellschraube oder verdeckt liegende verstellbare Bänder, und die passende Herstelleranleitung heraussuchen.
- Nachsehen, wo das Türblatt schleift und wie die Spalte ringsum aussehen, und daraus ableiten, in welche Richtung es wandern muss.
- Tür öffnen und einen Keil unter die Unterkante schieben, damit das Türblatt beim Lösen der Bänder nicht absackt.
- Stellschrauben in kleinen Schritten drehen und nach jeder Änderung prüfen, wie die Tür schließt.
- Kontrollieren, ob die Spalte zwischen Türblatt und Zarge überall gleich sind, meist einige Millimeter nach Herstellerangabe.
- Für den Drückerwechsel die Schrauben der Schilder oder Rosetten lösen und den Drücker samt Vierkantstift herausziehen.
- Vierkant messen, innen meist 8 mm, und den Lochabstand des Schlosses prüfen, damit der neue Drücker passt.
- Neuen Drücker aufsetzen, Schrauben anziehen, ohne sie zu überdrehen, und prüfen, ob der Drücker zurückfedert und die Falle einrastet.
So nehmen Sie die Schreinerarbeiten ab
Achten Sie bei der Abnahme darauf, wie alles funktioniert und wie es aussieht. Nehmen Sie sich dafür Zeit bei Tageslicht und halten Sie eine Wasserwaage bereit:
- Zargen stehen lotrecht, schließen bündig mit der Wand ab und zeigen keine Fugen zwischen Bekleidung und Putz
- Türen gehen in keiner Stellung von selbst auf oder zu
- Die Spalte rund um das Türblatt sind gleichmäßig, die Bodenluft entspricht der Herstellerangabe oder dem Lüftungsbedarf
- Schlösser, Drücker und Schlüssel funktionieren, die Falle rastet ohne Nachdrücken ein
- Für die Wohnungseingangstür liegen Nachweise zum Brandschutz des gesamten Systems vor
- Treppenstufen sitzen fest, knarren nicht und sind gleich hoch
- Der Handlauf ist fest verankert und hat keine scharfen Kanten
- Sockelleisten halten an der Wand und sind in den Ecken sauber verbunden
- Schränke sind ausgerichtet, Türen und Schubkästen haben gleichmäßige Fugen
- Auf den Oberflächen gibt es keine Kratzer, Kleberspuren oder Schaumreste
- Sie haben Pflegeanleitungen, Garantieunterlagen und Angaben zur Oberflächenbehandlung erhalten
Häufige Fragen
Ein Türblatt in die vorhandene Zarge einzubauen kostet laut aktueller Preisliste <strong>70,82 € pro Stück Arbeitsleistung</strong>. Tauschen Sie alles samt Blockzarge, sind es 77,90 € pro Stück.
Ja, wenn die alte Zarge gerade und fest ist und zum neuen Türblatt passt. Ist sie beschädigt oder uneben, tauschen Sie besser alles zusammen.
Erst wenn Boden und Malerarbeiten fertig sind und Höhen und Farben feststehen. Sockelleisten zu montieren kostet 7,08 € pro lfm.
Ja. Türen, Zargen, Treppenstufen und Paneele brauchen nach Herstellerangabe Zeit, um sich an Feuchte und Temperatur im Raum anzupassen. Sonst verziehen sie sich später oder es bilden sich Fugen.
Neben der Stückzahl zählt, in welchem Zustand die Öffnungen sind und ob eine neue Zarge nötig ist. Dazu kommen aufwendige Details bei Treppe oder Geländer und die Abstimmung mit Boden und Malerarbeiten.
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