Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einbau der Holz-Umfassungszergen + Aufhängen von Türen

Eine Umfassungszarge ist ein Türrahmen aus Holz oder Holzwerkstoff, der die ganze Wandstärke umschließt und den Rand der Öffnung auf beiden Seiten verdeckt. Sie wird in die fertige Wandöffnung eingesetzt. Danach hängt man das Türblatt in die Bänder und stellt es so ein, dass die Tür leicht und leise schließt. Diese Arbeit steht im Neubau

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
77,90 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
62,30 € - 101,30 €
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Tischler- und Schreinerarbeiten4 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Türen und Zargen
Montage Umfassungszarge + TüreinhängenStk.77,90 €-
Montage von InnentürenStk.70,82 €-
Montage Schiebetür-Kassette (Eclisse)Stk.-
Montage Schiebetür in der KassetteStk.-
Summe Arbeit
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So läuft der Einbau Schritt für Schritt

Ob die Tür später gut läuft, entscheidet sich schon beim Messen. Breite und Höhe der Öffnung misst man an mindestens drei Stellen, die Wandstärke oben und unten. Türmaße sind in Deutschland genormt, trotzdem weichen gerade ältere Öffnungen oft davon ab. Am wichtigsten ist die Höhe des fertigen Fußbodens. Die Zarge steht auf dem fertigen Belag, nicht auf dem Estrich. Liegt der Boden noch nicht, müssen Sie genau wissen, wie dick er wird.

Der Einbau selbst läuft meist in diesen Schritten ab:

  • Öffnung prüfen: Staub entfernen, Kanten auf Festigkeit prüfen, Wände auf Lot und Boden auf Ebenheit kontrollieren
  • Zarge zusammenbauen: auf einer weichen Unterlage nach Herstelleranleitung, die Ecken müssen rechtwinklig und ohne Spalt sein
  • Einsetzen und ausrichten: Zarge in die Öffnung stellen und mit Keilen und Wasserwaage lotrecht und waagerecht ausrichten
  • Spreizen und schäumen: Zargenspreizen einsetzen, damit sich der Rahmen nicht verengt, dann die Fuge zwischen Zarge und Wand ausschäumen
  • Aushärten und fertigstellen: nach dem Aushärten Keile entfernen, überstehenden Schaum abschneiden und die zweite Bekleidung oder die Zierleisten aufsetzen

Die Keile gehören vor allem an die Bänder und an die Stelle des Schlosses, weil dort die größte Last wirkt. Der Schaum soll die Zarge nur halten und abdichten, er darf sie nicht ausrichten. Die richtige Lage stellt man deshalb mechanisch ein, bevor geschäumt wird.

Tür aufhängen und Bänder einstellen

Sitzt die Zarge fest, kommt das Türblatt in die Bänder. Übliche Bänder an Innentüren lassen sich in der Höhe und seitlich verstellen, manche Modelle auch im Anpressdruck. Das Türblatt wird in kleinen Schritten eingestellt, nach jeder Änderung prüft man die Fuge rundum. Sie liegt laut Hersteller meist bei etwa 2 bis 4 mm und sollte überall gleich breit sein.

Danach wird geprüft:

  • Ob sich die Tür ohne Reiben gleichmäßig öffnen und schließen lässt
  • Ob die Falle sauber ins Schließblech fällt
  • Ob Drücker und Beschlag fest sitzen
  • Ob das Türblatt nirgends am Boden oder an der Zarge streift
  • Ob die Dichtung rundum anliegt

Warum bleibt eine Tür manchmal nicht stehen, sondern geht von selbst auf oder zu? Fast immer steht dann die Zarge nicht genau im Lot. Die Bänder können das ein wenig ausgleichen, den eigentlichen Fehler behebt aber nur eine richtig ausgerichtete Zarge.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am einfachsten ist ein Neubau mit geraden Wänden, fertigem Boden und einer Öffnung, die genau zur Zarge passt. Dann geht der Einbau zügig und ohne Anpassungen.

Mehr Zeit und Aufwand kosten zum Beispiel:

  • Ausbau einer alten Stahlzarge und Ausbessern der beschädigten Kanten
  • Schiefes oder bröckeliges Mauerwerk im Altbau
  • Eine Wandstärke außerhalb des Verstellbereichs der Zarge
  • Ein unebener Boden oder ein Bodenbelag, der erst später erneuert wird
  • Eine Trockenbauwand ohne verstärkte Türöffnung, also ohne stabile Aussteifungsprofile
  • Ein schweres Türblatt, verdeckt liegende Bänder oder Sondermaße

Muss die Öffnung in einer tragenden Wand vergrößert oder neu hergestellt werden, ist das keine Tischlerarbeit mehr, sondern ein Eingriff in die Tragkonstruktion. Dafür braucht es einen Statiker. Ob eine Genehmigung oder Anzeige nötig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, fragen Sie vorher beim Bauamt nach. In einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus müssen Sie einen solchen Eingriff außerdem vorher mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft (WEG) abstimmen.

Fehler, die beim Einbau immer wieder passieren

In der Praxis zeigt sich: Die meisten Probleme mit Innentüren liegen nicht am Produkt, sondern am Einbau. Typisch sind diese Fehler:

  • Ungenau gemessen: Die Öffnung ist zu breit oder zu schmal, die Fuge wird mit zu viel Schaum gefüllt und die Zarge verzieht sich
  • Boden vergessen: Die Zarge steht auf dem Estrich, und nach dem Verlegen von Fliesen oder Laminat schleift das Türblatt
  • Zu viel Schaum: Beim Aufquellen drückt der Schaum die Zarge nach innen, deshalb nimmt man Zargenschaum mit geringer Ausdehnung und setzt Spreizen ein
  • Zu früh belastet: Die Tür wird eingehängt und benutzt, bevor der Schaum ausgehärtet ist
  • Einbau in einen feuchten Bau: Holz und Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit aus frischem Putz und Estrich auf und verformen sich später

Für Zargen sollten alle nassen Arbeiten abgeschlossen sein, die Raumtemperatur sollte stabil sein und die relative Luftfeuchte ungefähr zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

Anleitung für Heimwerker: Umfassungszarge einbauen

Ein geübter Heimwerker schafft den Einbau einer Umfassungszarge auch selbst. Sie brauchen dafür eine genaue Wasserwaage, eine Schaumpistole und Geduld. Eine zweite Person, die den Rahmen hält, erleichtert die Arbeit deutlich. Beim Ausbau alter Stahlzargen oder bei jedem Eingriff in eine tragende Wand überlassen Sie die Arbeit besser einem Fachbetrieb.

  1. Öffnung in Breite und Höhe an drei Stellen messen und die Wandstärke prüfen.
  2. Höhe des fertigen Fußbodens ermitteln und danach die Unterkante der Zarge festlegen.
  3. Zarge auspacken, Teile prüfen und einige Tage im Raum akklimatisieren lassen.
  4. Zarge auf einer Decke oder Pappe genau nach Herstelleranleitung zusammenbauen.
  5. Zarge in die Öffnung stellen und mit Keilen an Bändern, Schloss und Ecken sichern.
  6. Beide Seitenteile mit der Wasserwaage ins Lot bringen, das Kopfstück waagerecht ausrichten und die Diagonalen prüfen.
  7. Spreizen einsetzen, in der Regel drei über die Höhe und eine unter dem Kopfstück.
  8. Oberfläche der Zarge mit Klebeband abdecken, damit kein Schaum daran haftet.
  9. Fuge abschnittsweise und sparsam ausschäumen, nur etwa bis zu einem Drittel der Tiefe.
  10. Schaum nach Herstellerangabe aushärten lassen und die Zarge in dieser Zeit nicht belasten.
  11. Spreizen und Keile entfernen, überstehenden Schaum abschneiden.
  12. Zweite Bekleidung oder Zierleisten aufsetzen.
  13. Türblatt in die Bänder hängen und die Fugen rundum schrittweise einstellen.
  14. Schloss, Drücker und Lauf der Tür testen und die Bänder bei Bedarf nachjustieren.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Bei der Abnahme lohnen sich ein paar Minuten Kontrolle, solange der Handwerker noch vor Ort ist:

  • Seitenteile stehen im Lot, das Kopfstück ist waagerecht, geprüft mit der Wasserwaage
  • Die Fuge zwischen Türblatt und Zarge ist rundum gleich breit
  • Die Tür bleibt in jeder Stellung stehen und bewegt sich nicht von selbst
  • Das Türblatt streift nirgends am Boden oder am Rahmen
  • Die Falle fällt ohne Andrücken ins Schließblech
  • Die Dichtung liegt rundum an
  • Bekleidungen und Leisten liegen dicht an der Wand, ohne sichtbaren Schaum
  • Zargenoberfläche, Putz und Boden sind unbeschädigt

Häufige Fragen

Bei vorbereiteter Öffnung meist einige Stunden pro Tür. Den größten Teil der Zeit brauchen das Ausrichten und das Aushärten des Schaums. Bei mehreren Türen in einer Wohnung läuft die Arbeit flüssiger, die Wartezeiten bleiben aber.

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